Berliner Lehrerkollegium bittet um Schulauflösung

Der EMU-Stammtisch

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triwolf
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Re: Berliner Lehrerkollegium bittet um Schulauflösung

Beitrag von triwolf »

keko hat geschrieben: Es geht nur darum, die Ghettos nicht weiter ausdehnen zu lassen. Was dann darin passiert, ist letztendlich egal.
Genau das selbe Problem ergibt sich mit Schulen wie diesen. Die meisten Eltern deren Kinder auf diese Schule gehen sollten werden irgendeine Möglichkeit suchen ihre Kinder nicht dort einzuschulen (Privatschule, Zweitwohnsitz woanders o. ä. ).
Irgendwann bleiben nur noch Lernunwillige und gewaltbereite Schüler übrig ähnlich der Gettosituation.
Die Hauptschule meines Ortes scheint auch viele Probleme dieser Art zu haben.
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vb_man
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Beitrag von vb_man »

Bei uns in der Gemeinde gibt es 3 Grundschulen auf die Ortsteile verteilt. Die Grundschule in dem Ortsteil, in dem ich wohne, hat 2 Klassen. In eine Klasse kommen zu 100% die katholischen Kinder, in die andere Klasse kommen die Kinder der zugezogenen Protestanten, der Muslime und sonstiger in Bayern als aussätzig betrachtete. Man kann sich nicht dagegen wehren, da für die Zuordnung zur Grundschule der Wohnsitz entscheidend ist. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die Kinder aus der arisch-katholischen Klasse den Übergang auf´s Gymnasium wesentlich leichter schaffen, als die Kinder aus der durchrassten Klasse (dieser Ausdruck stammt nicht von mir, sondern von Stoiber!).
Was machen betroffene Eltern? Ich kenne Fälle, die sind aus diesem Grund nach Babenhausen oder Schaafheim ins benachbarte Hessen gezogen.

Fazit:
Wenn Politiker es zulassen, daß es Klassen gibt, in denen kaum noch Deutsch gesprochen wird, dann ist es nicht verwunderlich, daß die Eltern, die es sich leisten können, ihre Kinder diesem Milieu entziehen. So entsteht ein Teufelskreis.
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keko
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Re: Berliner Lehrerkollegium bittet um Schulauflösung

Beitrag von keko »

triwolf hat geschrieben:
keko hat geschrieben: Es geht nur darum, die Ghettos nicht weiter ausdehnen zu lassen. Was dann darin passiert, ist letztendlich egal.
Genau das selbe Problem ergibt sich mit Schulen wie diesen. Die meisten Eltern deren Kinder auf diese Schule gehen sollten werden irgendeine Möglichkeit suchen ihre Kinder nicht dort einzuschulen (Privatschule, Zweitwohnsitz woanders o. ä. ).
Irgendwann bleiben nur noch Lernunwillige und gewaltbereite Schüler übrig ähnlich der Gettosituation.
Die Hauptschule meines Ortes scheint auch viele Probleme dieser Art zu haben.
Man versucht ja auch Mischsiedlungen zu errichten: exklusive teuere Wohnung für Gutverdiener neben günstigen Mietwohnungen. Somit wären die Kinder und Schulen folglich auch gut durchgemischt. Scheinbar separiert sich dann aber im Laufe der Zeit wieder.

Unsere früheren Vermieter hatten in Stuttgart-Feuerbach ein großes Mehrfamilienhaus besessen. Irgendwann war es ihnen in der Stadt zu laut und sie sind in eine ruhigere Gegend gezogen. Sie mußten das Haus also sehr günstig vermieten, weil keiner, der es sich leisten konnte, dort hin wollte. Also zogen Türken ein. Irgendwann lohnte sich das vermieten nicht mehr, also verkauften sie das Haus an die Türken. So ging es in der ganzen Nachbarschaft und das ist typisch für die Ghettoisierung.
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drullse
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Beitrag von drullse »

Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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keko
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Beitrag von keko »

drullse hat geschrieben:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,409625,00.html
Wenn ich das ganze Gedönse so lese, lobe ich mir doch das dörfliche Stuttgart mit 30% Ausländeranteil und 7% Arbeitslosen. :lol:

edit:
Daran sieht man auch, dass ein hoher Ausländeranteil weder hohe Arbeitslosenzahlen noch soziale Spannungen etc. bedeuten muß. Ich glaube S hatte mit den höchsten Ausländerantteil Ddeutschlands.
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Hunki
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Beitrag von Hunki »

Ich will hier mal ganz provokativ sagen, dass mangelnde Bildung und Intelligenz genau in solcher Gewalt ausartet.

Wer keinen Verstand hat um über die Konsequenzen nachzudenken, der schlägt einfach drauf los.

Klar, ich könnte auch irgendwo auf der Strasse jemandem ein paar auf die Fresse hauen wenn mich einer doof anschaut.... aber wozu??? Was hab ich dann davon... :roll:

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keko
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Beitrag von keko »

Hunki hat geschrieben:Ich will hier mal ganz provokativ sagen, dass mangelnde Bildung und Intelligenz genau in solcher Gewalt ausartet.
Intelligenz gehört nicht viel dazu. Die wirklich Beschränkten sind meist in Behindertenschulen. Die anderen sollten eigentlich von alleine raffen, was sich gehört und was nicht.

Es fehlt einfach an Bildung. Und statt die Kinder dieser Schule zu zeigen, sollte man lieber mal die Eltern zeigen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. :chris76
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triwolf
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Beitrag von triwolf »

keko hat geschrieben:Es fehlt einfach an Bildung. Und statt die Kinder dieser Schule zu zeigen, sollte man lieber mal die Eltern zeigen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. :chris76
Da ist was wahres dran!
Unser Edmund hat das Problem ja jetzt aus dem Handgelenk raus mit Sprachkursen und Tests gelöst. Maßnahmen ergreifen finde ich ja okay aber aus der Hüfte schießen?
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powermanpapa
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Beitrag von powermanpapa »

sehr interessant!
als ich den Treadtitel gelesen hab, dachte ich
"Da muss ich jetzt aber GLEICH MEINE MEINU'NG einbringen" jetzt stell ich leider fest, wir sind scheinbar einer Meinung

bis auf Triwolf, da glaube ich sehr wohl, DAS GANZ SCHNELL Dinge anders gemacht werden müssen
wirklich ganz schnell, 40 Jahre ist jetzt gelabert worden, unzählige haben gesehen wo es hinführen wird

und jetzt tun alle so als wärs über nacht passiert

es muss jetzt sofort und Radikal angepackt werden

drüben hatte ich geschrieben
auf zweierlei weise
einmal an jede Schule, sofort und mindestens einen Spezialisten für Sozial und Psycho und ihm an die Seite gestellt, 2x2x2m im ordentlichen Anzug, aber ohne weiteres in der Lage, mal 2 Köpfe aneinander zu hauen
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triwolf
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Beitrag von triwolf »

Ich glaube nicht, dass die Maßnahmen die man jetzt in Bayern "schnell" ergreift wirksam sind.
Im Gegenteil, da wird nur medienkonform geklappert. Das Problem ist an der Schule aufgetreten also machen wir jetzt was an den Schulen.

Ich halte mehr davon das Problem am Kern anzupacken.
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DragAttack
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Beitrag von DragAttack »

powermanpapa hat geschrieben:bis auf Triwolf, da glaube ich sehr wohl, DAS GANZ SCHNELL Dinge anders gemacht werden müssen

[...]

es muss jetzt sofort und Radikal angepackt werden
Stimm ich sogar zu. Dennoch sollte man sich vorm Handeln die Zeit nehmen zu überlegen, was denn überhaupt zu tun ist und ob dieHandungen atsächlich geeignet sind, das Problem zu lösen. Gerade bei den einfachen Patentrezepten die Eddi gerade ausm Hut zaubert, hab ich ernste Zweilfel, dass sie das gewünschte Resultat liefern...

Gruß Torsten
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triwolf
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Beitrag von triwolf »

DragAttack hat geschrieben: Dennoch sollte man sich vorm Handeln die Zeit nehmen zu überlegen, was denn überhaupt zu tun ist
Das ist der Punkt!
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powermanpapa
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Beitrag von powermanpapa »

triwolf hat geschrieben:
DragAttack hat geschrieben: Dennoch sollte man sich vorm Handeln die Zeit nehmen zu überlegen, was denn überhaupt zu tun ist
Das ist der Punkt!
es wird ausgehen wie immer, jetzt ist es in den Medien, jetzt wird gelabert und gelabert und gelabert und........

am Ende wirds weitergehen wie es ist
vb_man
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Beitrag von vb_man »

Leider werden Edis Vorschläge auf breite Zustimmung stoßen, da sie halt so schön einfach klingen. Wer nicht hören will muss fühlen. Bayern, bzw. die CSU sind halt gesellschaftspolitisch noch in den 50er Jahren stehen geblieben. Durch die Androhung der Kürzung der Sozialhilfe lernt kein Kind ordentlich Deutsch.

Wir erleben doch gerade, daß Lehrer vor Schülern kapitulieren, die zu Hause keine Werte vermittelt bekommen. Man erwartet von den Lehren, daß sie versäumte Erziehung durch die Eltern korrigieren; das muss ja scheitern.

Wir bekommen gerade drastisch vor Augen geführt, daß Bildung in Deutschland und speziell in Bayern, davon abhängt, aus welchem Elternhaus ein Kind kommt. Kinder aus dem eher bildungsfernen Milieu haben eindeutig die schlechteren Chancen, eine vernünftige Bildung zu erfahren. Stoiber´s Ansätze sind in diesem Kontext nur als populistisch zu verstehen und dienen in keiner Weise einer Chancengleichheit.

Interessanterweise befasst sich die Printausgabe des SPIEGEL in dieser Woche genau mit diesem Thema:

Ab Seite 22: Titelgeschichte, Gewalt an deutschen Schulen
Ab Seite 144: Alte Sprachen, Wachsendes Interesse an Latein und Griechisch an deutschen Gymnasien.

Ich vermute mal, daß der Anteil der Schüler mit Migrantenhintergrund an humanistischen Gymnasien sich an der Nachweisgrenze bewegt.
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Matthias
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Beitrag von Matthias »

vb_man hat geschrieben:Ab Seite 144: Alte Sprachen, Wachsendes Interesse an Latein und Griechisch an deutschen Gymnasien.
Ach du Scheiße... Ich glaube, ich würde meine Kinder lieber Doom spielen lassen als sie diese Zeitverschwendung mitmachen zu lassen.
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