Amoklauf mit ungeahnten Folgen

Der EMU-Stammtisch

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Anja
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Beitrag von Anja »

meggele hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Gibt ja auch einen Grund, warum man Handschuhe tragen soll.
Nur rate mal, in wie vielen Erste-Hilfe-Kaesten die immer noch fehlen, weil sie uralt sind.
Darum ist es ja auch irgendwie ganz gut, wenn die Polizei das kontrolliert.

Alle die das hier lesen, können ja gleich mal nachschauen, ob ihr Erste-Hilfe-Kasten noch aktuell ist und ggf. austauschen/ergänzen.

Es geht ja um die eigene Sicherheit.

Anja
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meggele
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Beitrag von meggele »

Anja hat geschrieben:Alle die das hier lesen, können ja gleich mal nachschauen, ob ihr Erste-Hilfe-Kasten noch aktuell ist und ggf. austauschen/ergänzen.
Und hier noch der Bonus-Tip fuer Radfahrer: Handschuhe und Beatmungsfolie finden beim Werkzeug immer noch etwas Platz.
Es endet immer gleich.
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Linus
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Beitrag von Linus »

Anja hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Trotzdem besteht die Gefahr und die Angst ist da.

Anja
Genau wie bei jedem Autounfall für den Ersthelfer. Scheiß Panikmache, die ist zwar wunderbar spektakulär zum Aufregen geeignet aber leider vollkommen kontraproduktiv.
Bei einem Ersthelfer gerät ja normalerweise kein Blut eines Opfers in den Blutkreislauf des Helfers. Gibt ja auch einen Grund, warum man Handschuhe tragen soll.

Das heißt Du hättest keine Angst, mit irgendwas infiziert worden zu sein, wenn Du mit einer blutverschmierten Waffe verletzt worden wärst?

Anja
Autounfall. Blech verformt sich, scharfe Kanten stehen ab, blutverschmierte Opfer sind eingkeilt. Die Gefahr sich zu verletzen und mit dem Blut des oder der Opfer in Kontakt zu kommen besteht. Gummihandschuhe helfen da nicht. Würdest Du akzeptieren, daß Du verblutest weil 3 Promille eben nunmalgrößer als 0 sind?

Die allgemeine Medien-Panikmache zum Messerstecher ist doch was für Doofe, da müssen wir ja wohl nicht mitmachen. :tomtiger
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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Anja
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Beitrag von Anja »

Linus hat geschrieben: Autounfall. Blech verformt sich, scharfe Kanten stehen ab, blutverschmierte Opfer sind eingkeilt. Die Gefahr sich zu verletzen und mit dem Blut des oder der Opfer in Kontakt zu kommen besteht. Gummihandschuhe helfen da nicht. Würdest Du akzeptieren, daß Du verblutest weil 3 Promille eben nunmalgrößer als 0 sind?

Die allgemeine Medien-Panikmache zum Messerstecher ist doch was für Doofe, da müssen wir ja wohl nicht mitmachen. :tomtiger
Ach Linus, das wir gerne aneinander vorbeireden ist ja nix Neues und daß wir oftmals nicht einer Meinung sind auch. Du antwortest mir nicht, sondern stellst eine Gegenfrage...

Ich hab bei Blutentnahmen auch nicht immer mit Handschuhen gearbeitet, weil ich mir dachte, daß das größte Risiko das Stechen mit einer gebrauchten Kanüle ist, was auch Handschuhe nicht vermeiden. Trotzdem würde ich heute nicht mehr so leichtsinnig sein.

Ich finde es wichtig, daß jeder, bei aller Hilfe für andere, auch an seine eigene Sicherheit denkt. Geht ja nicht nur um Aids sondern auch noch um andere Krankheiten. Vielleicht kann Alex was dazu sagen, er hat ja quasi permanent mit derartigen Situationen zu tun.

Anja
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DragAttack
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Beitrag von DragAttack »

Linus hat geschrieben:Genau wie bei jedem Autounfall für den Ersthelfer. Scheiß Panikmache, die ist zwar wunderbar spektakulär zum Aufregen geeignet aber leider vollkommen kontraproduktiv.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen!

Um sich als Ersthelfer am Unfallort zu infizieren, muss zunächst eine Infektion des Unfallopfers vorliegen. Weiter muss es während des Helfvorgangs zu einem Risikokontakt kommen. Dann noch muss dieser Risikokontakt tatsächlich zur Infektion fühern.

Bei dem Amoklauf in Berlin sind die ersten beiden Faktoren gegeben, das Risiko somit mit dem normalen Ersthelferrisiko nicht vergleichbar. Umso erfreulicher, dass es dennoch relativ gering ist.

Zustimmen muss ich dir jedoch, dass die mediale Ausschlachtung via Blöd&Co malwieder widerwärtig ist.

Gruß Torsten
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Linus
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Beitrag von Linus »

Anja hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: Autounfall. Blech verformt sich, scharfe Kanten stehen ab, blutverschmierte Opfer sind eingkeilt. Die Gefahr sich zu verletzen und mit dem Blut des oder der Opfer in Kontakt zu kommen besteht. Gummihandschuhe helfen da nicht. Würdest Du akzeptieren, daß Du verblutest weil 3 Promille eben nunmalgrößer als 0 sind?

Die allgemeine Medien-Panikmache zum Messerstecher ist doch was für Doofe, da müssen wir ja wohl nicht mitmachen. :tomtiger
Ach Linus, das wir gerne aneinander vorbeireden ist ja nix Neues und daß wir oftmals nicht einer Meinung sind auch. Du antwortest mir nicht, sondern stellst eine Gegenfrage...

Ich hab bei Blutentnahmen auch nicht immer mit Handschuhen gearbeitet, weil ich mir dachte, daß das größte Risiko das Stechen mit einer gebrauchten Kanüle ist, was auch Handschuhe nicht vermeiden. Trotzdem würde ich heute nicht mehr so leichtsinnig sein.

Ich finde es wichtig, daß jeder, bei aller Hilfe für andere, auch an seine eigene Sicherheit denkt. Geht ja nicht nur um Aids sondern auch noch um andere Krankheiten. Vielleicht kann Alex was dazu sagen, er hat ja quasi permanent mit derartigen Situationen zu tun.

Anja
Ich hielt Deine Frage für rhetorisch - natürlich hat jeder Mensch Angst infiziert zu werden wenn er mit einem Messer verletzt wurde, mit dem zuvoe ein HIVPositiver verletzt wurde.
Allerdings nutzt es niemandem, diese Angst noch zu schüren. Damit nämlich gerade nicht angesicht von Blut nur noch die potentielle HIV-Infektion das Handeln steuert.
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Linus
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Beitrag von Linus »

DragAttack hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Genau wie bei jedem Autounfall für den Ersthelfer. Scheiß Panikmache, die ist zwar wunderbar spektakulär zum Aufregen geeignet aber leider vollkommen kontraproduktiv.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen!

Um sich als Ersthelfer am Unfallort zu infizieren, muss zunächst eine Infektion des Unfallopfers vorliegen. Weiter muss es während des Helfvorgangs zu einem Risikokontakt kommen. Dann noch muss dieser Risikokontakt tatsächlich zur Infektion fühern.

Bei dem Amoklauf in Berlin sind die ersten beiden Faktoren gegeben, das Risiko somit mit dem normalen Ersthelferrisiko nicht vergleichbar. Umso erfreulicher, dass es dennoch relativ gering ist.

Zustimmen muss ich dir jedoch, dass die mediale Ausschlachtung via Blöd&Co malwieder widerwärtig ist.

Gruß Torsten
Meinetwegen vergleiche ich reife mit unreifen Äpfeln. Da allerdings die wenigsten Opfer einen aktuellen Aids-Test vorweisen können könnte nunmal ein Risiko bestehen. Wenn aber - wie hier geschehen - nur die potentielle Gfährdung als solche, nicht aber die Größenordnung im Vordergrund steht kann ich mir durchaus vorstellen, daß das zu übervorsichtigem Nicht-Helfen führen kann. Aber da sind wir uns ja ausnahmsweise mal einig.
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MöMö
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Beitrag von MöMö »

drullse hat geschrieben:Supergau!

:oops:

Wenn sich da einer infiziert hat, würde ich den Täter wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs bis ans Ende seiner Tage in den Knast stecken.

Oder besser noch gleich selbst mit HIV infizieren...

Die Welt ist manchmal wirklich zum Kotzen.
Üble Story. Übler auch noch, weil Ansteckung mit Aids keine Tötung im juristischen Sinne ist, sondern "nur" schwere Körperverletzung. Allerdings ist es das beste, wenn dem Typen noch ein Dachschaden nachgwiesen wird und er vermindert schuldfähig ist. Nicht aufregen, weiterlesen! Er kommt denn zwar füher aus dem Bau, aber dann in die Klapse. Und bei den Drogen da kommt da auch keiner mehr aus. Wenn man feststellt, daß er richtig im Kopf ist, dann rennt er nach 5 Jahren wieder frei rum.
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