Berlin...

Der EMU-Stammtisch

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Nils
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Re: Berlin...

Beitrag von Nils »

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 44967.html

Solche Nachrichten bestätigen meinen Optimismus. :)

Ich weiß, es trägt nix zur Diskussion bei - aber ich finde es wichtig, dass man den Blick auf das Positive nicht verliert. Wenn man den Fred hier liest, dann bekommt man ja Angst :blue
'Oranje-supporter lijdt in stilte en haalt nog een biertje
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chris.fall
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Re: Berlin...

Beitrag von chris.fall »

Moin Arne,
Klugschnacker hat geschrieben:
Du bringst aber auch zwei Sachen durcheinander: Einmal die Anerkennung als Flüchtling gemäß den oben genannten Konventionen. Zum anderen der Antrag auf Leistungen nach dem Asylrecht.
ich hoffe, es wirkt nicht zu rechthaberisch, aber dieser Unterschied ist mir bewusst. Ich muss allerdings zugeben, dass mir das erst durch diesen schon von mal von mir verlinkten Artikel klar geworden ist, auf den ich gestoßen bin weil ich noch nie etwas von der "europäsichen Flüchtlingskonvention" gehört hatte, und eigentlich keine Ahnung, was eigentlich in der "Genfer Flüchtlingskonvention" steht. Erst dann ist mir die Bedeutung dieses zunächst von mir gar nicht wahrgenommenen Zeichens
Klugschnacker hat geschrieben: (...) Anerkennung als Flüchtling (Asyl) (...)
klar geworden. Lange Rede, kurzer Sinn: Du hast mich schon darauf gebracht. Danke dafür!

Viele Grüße,

Christian
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chris.fall
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Re: Berlin...

Beitrag von chris.fall »

Liebe Ines,
innez hat geschrieben: Finde ich jetzt nicht so toll, alle über einen Kamm zu scheren. :roll:
ich war in einem früheren Leben mal drei Jahre mit einer Ostdeutschen liiert. In dieser Zeit habe ich eigentlich nur positive Erfahrungen mit diesem freundlichen und hilfsbereiten Menschenschlag gemacht, die schon irgendwie anders ticken wir Wessies aber keinesfalls schlechter! Und ich trinke meinen Kaffee immer noch am liebsten "türkisch", die Kaffeemaschine habe ich nur für Besuch. Ich hoffe, dieses "Geständnis" befreit mich von dem Verdacht, negativ zu pauschalisieren. :kuss

Aber man muss doch auch die Tatsache benennen dürfen, dass 50% aller rechtextremen Straftaten in einem Gebiet verübt werden, indem nur 20% der Menschen unseres Landes wohnen?!
innez hat geschrieben: Ich bin Ostdeutsche, und den Soli zahlen DIE OSTDEUTSCHEN genauso wie du auch.
Dass der "Soli" auch so eine Mogelpackung ist mit der eine ganz profane Steuererhöhung bezeichnet wird, die einfach in den Bundeshaushalt geht und nicht an den Zweck gebunden ist, den der Name vermuten lässt, ist mir klar. Ich habe mit dieser (wahrscheinlich nicht zulässigen, entschuldige bitte) Vereinfachung die viele Kohle gemeint, die seit der Wiedervereinigung von West nach Ost geflossen ist.
innez hat geschrieben: Außerdem kann dieses Geld wohl kaum die Perspektivlosigkeit von vielen aufwiegen, die an der Wende gescheitert sind. Dass der Anteil der rechtsradikalen Straftaten vor allem in Gegenden besonders hoch ist, wo auch die Arbeitslosigkeit besonders hoch, hast du sicher schon mal gehört?
Jep. Ich habe hier im letzten Absatz ein paar Sätze dazu geschrieben.


Viele Grüße,

Christian
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keko
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Re: Berlin...

Beitrag von keko »

chris.fall hat geschrieben: Ein weiteres Beispiel: Auch von Dir wird häufig das Argument angeführt, dass es in den fünf neuen Ländern, in denen es überproportional häufig zu rechtsextremen Straftaten gegen Ausländer kommt (Nebenbei: Dieser Umstand wurde trotz eindeutiger Zahlen viel zu lange von der Politik in Abrede gestellt), den geringsten Anteil an dort lebenden Ausländern gibt. Auch dieses Argument ist von der Sache her richtig. Nur geht es am eigentlichen Problem - den rechten Übergriffen im Osten - vorbei. Ich kann über die wirklichen Ursachen auch nur spekulieren: Vielleicht fühlen sich die Menschen durch die Wiedervereinigung abgehängt/annektiert, sie leiden unter "brain drain" und hoher Arbeitslosigkeit. Und während wir hier noch feinsinnig zwischen hier lebenden Ausländern und Flüchtlingen differenzieren haben die Menschen dort die Schnauze voll davon, dass man sich in deren Wahrnehmung um Fremde kümmert und nicht um sie.
Jaja, die armen Ossis. Die armen Menschen haben die Wende nicht verkraftet. In welchem Jahr nach der Wiedervereinigung leben wir eigentlich? Von Flüchtlingen und Ausländern wird doch auch schnelle Integration verlangt. Schnelle Anpassung! Im Osten gibt es Regionen, da würde ich mit meiner Familie für das dreifache Gehalt nicht wohnen wollen. NoGo-Areas. Soweit sind wir längst in DE. Oder messen wir bei Flüchtlingen und Ossis dann doch mit zweierlei Maß? Jahrzehntelange Gnade bei Ossis und schnelle Anpassungen bei Zuwanderen?
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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