Nazibande hockt mal wieder in einem ostdeutschen Landtag

Der EMU-Stammtisch

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meggele
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Beitrag von meggele »

powermanpapa hat geschrieben:und wenn sich nicht ganz schnelll ganz viel ändert
Die Frage ist: was soll sich aendern? Dass die Leute in den Parlamenten und Ministerien tun, was sie sagen und man ihnen das ernsthafte Bemuehen abnimmt, etwas hinzukriegen? Ok.

Oder dass es alles wieder so rosig wird wie's noch vor 15 Jahren schien? Dass wir bald bei 12 Wochenarbeitsstunden bei "vollem Lohnausgleich" sind? Dass wir das derzeitige de-facto-Rentenalter von 55 Jahren auf 45 Jahre absenken und gleichzeitig die Rentenhoehe verdreifachen? Also, dass wir weitermachen mit einem System, das im Prinzip schon seit Mitte der 60er Jahre nicht mehr funktioniert hat, aber dessen unglaublicher Reichtum es noch so lange ueberdauern liess? Nein, sowas wird nie mehr zurueckkommen.



Und guck Dir die Leute an. Ja, sie sind selbstverstaendlich fuer Subventionskuerzungen. Aber nicht bei den Bauern, da muessen wir ja auf einmal mehr als 15% fuer Nahrungsmittel ausgeben. Eigenheimzulage? Ist doch keine Subvention, wie soll ich sonst mein Haus bauen? Pendlerpauschale? Nicht doch!
So gibt es fuer alles und jeden eine millionenschwere Lobby. Die einen gut organisiert, die anderen einfach so maechtig. Sie werden alle verhindern, dass bei ihnen gespart wird.

Und weil wir eben in einem Land gross geworden sind, in dem Reichtum, Vollbeschaeftigung, Wachstum und was weiss ich nicht noch alles zum Menschenrecht gehoeren, wird es noch seeeehr lange dauern, bis die Leute peilen, dass etwas zu tun, heisst, dass auch sie etwas tun muessen. Das Theater, dass die Damen und Herren in Berlin und sonstwo veranstalten, hat bisweilen schon seine Ursachen. Manche koennte man ganz fix beheben (Zusammenlegung von Bundeslaendern und Synchronisierung von Wahlen), manche nicht so (Recht auf 20 Quadratmeter Vorgarten mit 7 Gartenzwergen sowie Mercedes und Golf (fuer die lahmarschigen 2x Opel)).
Es endet immer gleich.
powermanpapa
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Beitrag von powermanpapa »

meggele hat geschrieben:
powermanpapa hat geschrieben:und wenn sich nicht ganz schnelll ganz viel ändert
Die Frage ist: was soll sich aendern? Dass die Leute in den Parlamenten und Ministerien tun, was sie sagen und man ihnen das ernsthafte Bemuehen abnimmt, etwas hinzukriegen? Ok.

Oder dass es alles wieder so rosig wird wie's noch vor 15 Jahren schien? Dass wir bald bei 12 Wochenarbeitsstunden bei "vollem Lohnausgleich" sind? Dass wir das derzeitige de-facto-Rentenalter von 55 Jahren auf 45 Jahre absenken und gleichzeitig die Rentenhoehe verdreifachen? Also, dass wir weitermachen mit einem System, das im Prinzip schon seit Mitte der 60er Jahre nicht mehr funktioniert hat, aber dessen unglaublicher Reichtum es noch so lange ueberdauern liess? Nein, sowas wird nie mehr zurueckkommen.



Und guck Dir die Leute an. Ja, sie sind selbstverstaendlich fuer Subventionskuerzungen. Aber nicht bei den Bauern, da muessen wir ja auf einmal mehr als 15% fuer Nahrungsmittel ausgeben. Eigenheimzulage? Ist doch keine Subvention, wie soll ich sonst mein Haus bauen? Pendlerpauschale? Nicht doch!
So gibt es fuer alles und jeden eine millionenschwere Lobby. Die einen gut organisiert, die anderen einfach so maechtig. Sie werden alle verhindern, dass bei ihnen gespart wird.

Und weil wir eben in einem Land gross geworden sind, in dem Reichtum, Vollbeschaeftigung, Wachstum und was weiss ich nicht noch alles zum Menschenrecht gehoeren, wird es noch seeeehr lange dauern, bis die Leute peilen, dass etwas zu tun, heisst, dass auch sie etwas tun muessen. Das Theater, dass die Damen und Herren in Berlin und sonstwo veranstalten, hat bisweilen schon seine Ursachen. Manche koennte man ganz fix beheben (Zusammenlegung von Bundeslaendern und Synchronisierung von Wahlen), manche nicht so (Recht auf 20 Quadratmeter Vorgarten mit 7 Gartenzwergen sowie Mercedes und Golf (fuer die lahmarschigen 2x Opel)).
Ich bin sicher das es die Lobbys sind und nicht die Menschen

man, ich bin popliger Bildzeitungslesender Handwerker und dachte mir schon damals "was bitteschön soll die Scheisse mit 35h bei volllem Lohnausgleich?" und das dachten die meissten mit denen ich zu tun hatte

nur die Drecksklugscheisser bei den Gewerkschaften---diese Hohlköpfe begriffen es nicht das es Schwachsinn ist den keine Sau braucht

Den einfachen Menschen---da bin ich sicher---kann man durchaus beibringen den Gürtel enger zu schnallen

das funktioniert aber nur wenn diese nciht ständig das Gefühl vermittelt bekommen, belogen betrogen und verarscht zu werden und einige wenige sich auf deren Kosten die Taschen übervoll stopfen
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meggele
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Beitrag von meggele »

powermanpapa hat geschrieben:Ich bin sicher das es die Lobbys sind und nicht die Menschen
Jein. Natuerlich sind es die industriellen Lobbys und die strukturkonservativen Schwachmaten von den Gewerkschaften. Nur sind es eben die Menschen, die ihnen (noch?) hinterherlaufen. Man, was hab ich immer die Kotzerei gekriegt, wenn die ver.dis bei uns mal wieder nen Streik anzetteln wollten (oder was weiss ich). Niemals hat es bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Sie waren alle beim Land beschaeftigt und de facto unkuendbar.

Hauptsache, mal wieder +8% zu fordern.

Ich hoffe sehr, dass ihnen auch noch ganz fix die letzten Hanseln weglaufen.
powermanpapa hat geschrieben:man, ich bin popliger Bildzeitungslesender Handwerker und dachte mir schon damals "was bitteschön soll die Scheisse mit 35h bei volllem Lohnausgleich?" und das dachten die meissten mit denen ich zu tun hatte
:daumen
powermanpapa hat geschrieben:nur die Drecksklugscheisser bei den Gewerkschaften---diese Hohlköpfe begriffen es nicht das es Schwachsinn ist den keine Sau braucht
Oh doch, *sie* haben es gebraucht! Fuer sich, fuer ihre Macht. Wer will nicht in der Gewerkschaft sein, wenn die "fuer einen" 6% mehr rausholen und man dafuer noch 2.5h weniger arbeiten muss?
Guck Dir an, was die alle an Gehaeltern verdienen, da guckt selbst der Kanzler bloed aus der Waesche.
powermanpapa hat geschrieben:Den einfachen Menschen---da bin ich sicher---kann man durchaus beibringen den Gürtel enger zu schnallen
Ich hoffe es.
Und natuerlich muss man den Leuten auch sagen: das geht nicht, das geht.
Noch(?) ist die Angst einfach zu gross, wg. scheinbar unpopulaerer Massnahmen gesteinigt zu werden. Aber wie unpopulaer ist es wirklich, den Leuten zu sagen: "Hoert mal, wenn ihr nicht wollt, dass ihr bzw. eure Kinder in 15 Jahren allein 80% Rentenbeitrag zahlen muessen (kein Scherz... :roll:), dann muessen wir dies und jenes tun. Glueck auf, wir werden schon nicht verhungern."
powermanpapa hat geschrieben:das funktioniert aber nur wenn diese nciht ständig das Gefühl vermittelt bekommen, belogen betrogen und verarscht zu werden und einige wenige sich auf deren Kosten die Taschen übervoll stopfen
Yo. Allein deswegen waer's schon gut, weniger Wahlen zu haben, um den Demagogen die Chance permanenter Schlechtrednerei zu nehmen.
Es endet immer gleich.
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Beitrag von powermanpapa »

meggele hat geschrieben:
powermanpapa hat geschrieben:Ich bin sicher das es die Lobbys sind und nicht die Menschen
Jein. Natuerlich sind es die industriellen Lobbys und die strukturkonservativen Schwachmaten von den Gewerkschaften. Nur sind es eben die Menschen, die ihnen (noch?) hinterherlaufen. Man, was hab ich immer die Kotzerei gekriegt, wenn die ver.dis bei uns mal wieder nen Streik anzetteln wollten (oder was weiss ich). Niemals hat es bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Sie waren alle beim Land beschaeftigt und de facto unkuendbar.

Hauptsache, mal wieder +8% zu fordern.

Ich hoffe sehr, dass ihnen auch noch ganz fix die letzten Hanseln weglaufen.
powermanpapa hat geschrieben:man, ich bin popliger Bildzeitungslesender Handwerker und dachte mir schon damals "was bitteschön soll die Scheisse mit 35h bei volllem Lohnausgleich?" und das dachten die meissten mit denen ich zu tun hatte
:daumen
powermanpapa hat geschrieben:nur die Drecksklugscheisser bei den Gewerkschaften---diese Hohlköpfe begriffen es nicht das es Schwachsinn ist den keine Sau braucht
Oh doch, *sie* haben es gebraucht! Fuer sich, fuer ihre Macht. Wer will nicht in der Gewerkschaft sein, wenn die "fuer einen" 6% mehr rausholen und man dafuer noch 2.5h weniger arbeiten muss?
Guck Dir an, was die alle an Gehaeltern verdienen, da guckt selbst der Kanzler bloed aus der Waesche.
powermanpapa hat geschrieben:Den einfachen Menschen---da bin ich sicher---kann man durchaus beibringen den Gürtel enger zu schnallen
Ich hoffe es.
Und natuerlich muss man den Leuten auch sagen: das geht nicht, das geht.
Noch(?) ist die Angst einfach zu gross, wg. scheinbar unpopulaerer Massnahmen gesteinigt zu werden. Aber wie unpopulaer ist es wirklich, den Leuten zu sagen: "Hoert mal, wenn ihr nicht wollt, dass ihr bzw. eure Kinder in 15 Jahren allein 80% Rentenbeitrag zahlen muessen (kein Scherz... :roll:), dann muessen wir dies und jenes tun. Glueck auf, wir werden schon nicht verhungern."
powermanpapa hat geschrieben:das funktioniert aber nur wenn diese nciht ständig das Gefühl vermittelt bekommen, belogen betrogen und verarscht zu werden und einige wenige sich auf deren Kosten die Taschen übervoll stopfen
Yo. Allein deswegen waer's schon gut, weniger Wahlen zu haben, um den Demagogen die Chance permanenter Schlechtrednerei zu nehmen.
na dann sind wir uns ja im Grunde einig :)
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meggele
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Beitrag von meggele »

powermanpapa hat geschrieben:na dann sind wir uns ja im Grunde einig :)
:beer
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vb_man
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Beitrag von vb_man »

was jetzt?
erst auf Seite 9 und schon Frieden?
Das muss noch mal gründlich diskutiert werden, da sind einige Aspekte noch nicht mal erwähnt worden :pfeif
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meggele
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Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:Das muss noch mal gründlich diskutiert werden, da sind einige Aspekte noch nicht mal erwähnt worden :pfeif
Noe, wir sind hier bei den Machern, da reichen 9 Seiten Diskussion fuer ne ganze Legislaturperiode, an dessen Ende Deutschland schuldenfrei ist und mit seinem gigantischen Haushaltsueberschuss gleich noch die USA mit entschuldet :cheer :win


Und nach getaner Arbeit wird pmp Bundespraesident, haelt schlaue und milde Reden und bereist die Laender der Erde und schreibt nebenher Drehbuecher fuer Fernsehfilme, die schliesslich weltweit Rosamunde-Pilcher-Filme verdraengen :D
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tobleroneman
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Beitrag von tobleroneman »

powermanpapa hat geschrieben:
tobleroneman hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:Du bist selbständiger Unternehmer und ich abhängig Beschäftigter; auf dem Golfplatz wäre Dein Sozialprestige höher als meins. Stell Dein Licht nicht ständig unter den Scheffel. Komm einfach am Samstag zum "Schwimmseminar" auf ein Bier rüber, dann diskutiert sich das leichter ;)
ich versuch mir grad, euch 2 nasen auf dem golfplatz vorzustellen :lachen :lachen :lachen
es klappt nicht :D
ich tät diese verdammten Drecksknüppel schon krumm kriegen, ausserdem hätt ich Pulsband um und Garminund tät die Min pro km messen und schon nach enigen miuten würdén die mich rauswerfen
darum :lol:
und vb steht ratlos daneben auf dem green und sucht den kellner :lachen
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keko
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Beitrag von keko »

powermanpapa hat geschrieben: Täten die Schwachmaten von SPD CDU und anderen, mal Klartext reden, zu den Dingen stehen die sie sagen, Wege die beschrittenn werden bis zum Ende durchgehen---dann würde so eine Wahl anders ausgehen
Also die meisten reden doch Klartext:

- Vollbeschäftigung wird es nicht geben
- 30 Jahre im gleichen Betrieb mit der gleichen Tätigkeit auch kaum noch
- mehr Eigenverantwortung (=mehr Kosten) und mehr Eigeninitiative (=Flexibilität) für den Einzelnen
- Bildung ist immer noch das beste, was man sich antun kann

Das sagen mehr oder weniger alle und ich finde sie sind auch ziemlich konsequent. Von Politikern darf man eh nicht zu viel erwarten, letztendlich muß man selbst sehen, wie man sich durchwurschtelt. Überleben tut der, der sich am besten und schnellsten anpasst. :cheer
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tobleroneman
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Beitrag von tobleroneman »

Morgens halb 10 auf dem Golfplatz

da kommen mir auf green 4 zwei gar lustige gestalten entgegen.
der eine von grosser statur, mit roten socken und schwarzen lederhandschuhen. hinter ihm läuft sein caddy. es ist ein politisch korrekter quotenossi. der caddy trägt schwer, hat er doch nicht nur ein paar heisse eisen unter anderem die dicke bertha im köcher, sondern auch noch die eine oder andere gerstenkaltschale.

daneben läuft ein etwas kleinerer, drahtiger mann mit umgehängtem golfutensil, man sieht ihm an, dieser herr ist ein mann der tat.
für ih n hat sebst beim golfen die rundenzeit bronchiale wichtigkeit.
nur einfach schneller sein, als die rotsocke.
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MöMö
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Beitrag von MöMö »

meggele hat geschrieben:Und guck Dir die Leute an. Ja, sie sind selbstverstaendlich fuer Subventionskuerzungen. Aber nicht bei den Bauern, da muessen wir ja auf einmal mehr als 15% fuer Nahrungsmittel ausgeben. Eigenheimzulage? Ist doch keine Subvention, wie soll ich sonst mein Haus bauen? Pendlerpauschale? Nicht doch!
So gibt es fuer alles und jeden eine millionenschwere Lobby. Die einen gut organisiert, die anderen einfach so maechtig. Sie werden alle verhindern, dass bei ihnen gespart wird.
Solange es das alles noch gibt, solange geht es uns noch zu gut. Da kann sich jeder an seine eigene Nase packen. Jeder von uns (außer ich ;) natürlich) versucht doch rauszuholen, was rauszuholen ist. Ob als Hartzi oder Unternehmer, es wird ein gewaltiger Teil an Zeit und Energie darauf verwendet die Sozialsysteme, das Finanzamt oder was auch immer auf Grauzonene und Gesetzeslücken zu durchforsten. Ich inde es allein schon grotesk, daß nicht nur unternehmerische sondern auch private Investitions- und Anlageentscheidung unter dem Aspekt der Steuervermeidung gefällt werden. Gehts noch?
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Beitrag von MöMö »

tobleroneman hat geschrieben:imho ist das problem in meckpomm perpektivlosigkeit gepaart mit abwanderung der intelligenz.
übrig bleibt ein kleiner haufen naziärsche, und eine grossenteils arbeitslose und minderbemittelte und vorallem total frustrierte restbevölkerung.

was dagegen tun?
intelligenz kann man nicht pflanzen.
eine grosse mauer drum und mit wasser auffüllen wäre wohl nicht die schlechteste möglichkeit :lol:

nein, ich glaube erst muss es denen da drüben noch viel schlechter gehn, ehe sie merken, dass sie von den faschos gar nix erwarten können, ausser in die totale isolation zu gehen.

kein investor lässt sich da mehr blicken, schon gar kein ausländischer.
scheissspiel schlussendlich, und zwar für alle deutschen.
Die Deindustralisierung war im Osten deshalb stärker als im Westen, weil sich der Westen schon viel mehr Richtung Dienstleistungsgesellschaft (weiter-)entwickelt hat. Sozusagen hat der Osten diesen Wandel im Zeitraffertempo mitgemacht.
Aber warum diese Deindustralisierung? Solange es samt Transportkosten billiger ist Knöpfe nach China zu karren, dort die Löcher reinbohren zu lassen, und mit Zwischenstopp Brasilien zur Qualitätskontrolle diese wieder nach Deutschland zu schaffen, so lange werden die einfachen, für wenig gebildete Leute geeignte Arbeiten abgeschafft. Da aus diesen Leuten nunmal plötzlich keine Genies werden können, bleiben sie auf der Straße.
Ergo: Es muß (wieder) möglich sein, wirtschaftlich Billigarbeitsplätze zu betreiben.
Beispiel: Wenn es sich rechnet, daß sich PMP einen Angestellten hält, der nur die Werkstatt pflegt und die Werkzeuge putzt, wird er das tun, weil er in dieser Zeit mehr verdienen kann.
Leider sind in den letzten Jahrzehnten die unteren Lohngruppen konsequent abgeschafft worden - dem ach so sozialen DGB sei dank - sowie die Lohnnebenkosten zu stark gestiegen. So bildet sich seine Schicht von "Aussortierten" - ideales Revier für Populisten jeder Coleur.
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Linus
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Beitrag von Linus »

Eisenmann hat geschrieben:
tobleroneman hat geschrieben:imho ist das problem in meckpomm perpektivlosigkeit gepaart mit abwanderung der intelligenz.
übrig bleibt ein kleiner haufen naziärsche, und eine grossenteils arbeitslose und minderbemittelte und vorallem total frustrierte restbevölkerung.

was dagegen tun?
intelligenz kann man nicht pflanzen.
eine grosse mauer drum und mit wasser auffüllen wäre wohl nicht die schlechteste möglichkeit :lol:

nein, ich glaube erst muss es denen da drüben noch viel schlechter gehn, ehe sie merken, dass sie von den faschos gar nix erwarten können, ausser in die totale isolation zu gehen.

kein investor lässt sich da mehr blicken, schon gar kein ausländischer.
scheissspiel schlussendlich, und zwar für alle deutschen.
Die Deindustralisierung war im Osten deshalb stärker als im Westen, weil sich der Westen schon viel mehr Richtung Dienstleistungsgesellschaft (weiter-)entwickelt hat. Sozusagen hat der Osten diesen Wandel im Zeitraffertempo mitgemacht.
Aber warum diese Deindustralisierung? Solange es samt Transportkosten billiger ist Knöpfe nach China zu karren, dort die Löcher reinbohren zu lassen, und mit Zwischenstopp Brasilien zur Qualitätskontrolle diese wieder nach Deutschland zu schaffen, so lange werden die einfachen, für wenig gebildete Leute geeignte Arbeiten abgeschafft. Da aus diesen Leuten nunmal plötzlich keine Genies werden können, bleiben sie auf der Straße.
Ergo: Es muß (wieder) möglich sein, wirtschaftlich Billigarbeitsplätze zu betreiben.
Beispiel: Wenn es sich rechnet, daß sich PMP einen Angestellten hält, der nur die Werkstatt pflegt und die Werkzeuge putzt, wird er das tun, weil er in dieser Zeit mehr verdienen kann.
Leider sind in den letzten Jahrzehnten die unteren Lohngruppen konsequent abgeschafft worden - dem ach so sozialen DGB sei dank - sowie die Lohnnebenkosten zu stark gestiegen. So bildet sich seine Schicht von "Aussortierten" - ideales Revier für Populisten jeder Coleur.
Deine Analyse ist sicher unbestritten richtig. Deiner Schlußfolgerung der Forderung nach Schaffung von Biliglohngruppen halte ich aber entgegen, daß ich jeden Menschen für qualifizierbar halte - um den hiesigen Wohlstand zu erhalten. Voraussetzung ist allerdings der Wille zur Qualififierung. Die paar, die wirklich nicht qualifizierbar (ich sage bewußt nicht 2nicht qualifizierungswillig") sind, sind dann problemlos mitzuschleppen.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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keko
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Beitrag von keko »

Eisenmann hat geschrieben:Leider sind in den letzten Jahrzehnten die unteren Lohngruppen konsequent abgeschafft worden
Bist du da sicher? Werden nicht gerade Vollzeitjobs gegen unternehmerisch günstigere Jobs eingetauscht?
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Olli
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Beitrag von Olli »

Eisenmann hat geschrieben:
tobleroneman hat geschrieben:imho ist das problem in meckpomm perpektivlosigkeit gepaart mit abwanderung der intelligenz.
übrig bleibt ein kleiner haufen naziärsche, und eine grossenteils arbeitslose und minderbemittelte und vorallem total frustrierte restbevölkerung.

was dagegen tun?
intelligenz kann man nicht pflanzen.
eine grosse mauer drum und mit wasser auffüllen wäre wohl nicht die schlechteste möglichkeit :lol:

nein, ich glaube erst muss es denen da drüben noch viel schlechter gehn, ehe sie merken, dass sie von den faschos gar nix erwarten können, ausser in die totale isolation zu gehen.

kein investor lässt sich da mehr blicken, schon gar kein ausländischer.
scheissspiel schlussendlich, und zwar für alle deutschen.
Die Deindustralisierung war im Osten deshalb stärker als im Westen, weil sich der Westen schon viel mehr Richtung Dienstleistungsgesellschaft (weiter-)entwickelt hat. Sozusagen hat der Osten diesen Wandel im Zeitraffertempo mitgemacht.
Aber warum diese Deindustralisierung? Solange es samt Transportkosten billiger ist Knöpfe nach China zu karren, dort die Löcher reinbohren zu lassen, und mit Zwischenstopp Brasilien zur Qualitätskontrolle diese wieder nach Deutschland zu schaffen, so lange werden die einfachen, für wenig gebildete Leute geeignte Arbeiten abgeschafft. Da aus diesen Leuten nunmal plötzlich keine Genies werden können, bleiben sie auf der Straße.
Ergo: Es muß (wieder) möglich sein, wirtschaftlich Billigarbeitsplätze zu betreiben.
Beispiel: Wenn es sich rechnet, daß sich PMP einen Angestellten hält, der nur die Werkstatt pflegt und die Werkzeuge putzt, wird er das tun, weil er in dieser Zeit mehr verdienen kann.
Leider sind in den letzten Jahrzehnten die unteren Lohngruppen konsequent abgeschafft worden - dem ach so sozialen DGB sei dank - sowie die Lohnnebenkosten zu stark gestiegen. So bildet sich seine Schicht von "Aussortierten" - ideales Revier für Populisten jeder Coleur.
Sehe ich auch so, das größte Problem im Osten war doch, dass die Mauer von heute auf Morgen gefallen ist, die damaligen VEB Betriebe waren doch überhaupt nicht in der Lage am internationalen Markt mitzuhalten, das ist so als ob die Kreisklasse in der Bundesliga spielen muss.
Dazu kommt, das zwar das DDR Bildungssystem nicht schlecht war, aber was aus den Schülern danach wurde war egal, jeder bekam einen Arbeitsplatz, es gab keine Arbeitslosen, wenn einer schlecht in der Schule war wurde er halt Maschinenputzer, ob die Firma schon 5 Maschinenputzer hatte und ob da noch einer gebraucht wurde war egal, dadurch sind natürlich auch sehr viele einfache Jobs entstanden, die heute keiner mehr brauch, wer dann in dem Bereich lange tätig war, war nach der Wende nicht in der Lage um zu denken.

Die größeren Firmen sind dann alle kaputt gegangen, wer dann noch was auf de Kirsche hatte, hat sich selbstständig gemacht, oder ist in den Westen gegangen, die Überflussgesellschaft im Westen hat einfach etwas mehr produziert und schon konnte der Osten versorgt werden, ein paar neue Strassen und Einkaufsmärkte wurden gebaut, so hatten in den ersten Jahren viel Handwerke volle Auftragsbücher, jetzt wo alles fertig ist, werden die auch nicht mehr gebraucht.
Menschen die nicht mehr gebraucht werden, fühlen sich überflüssig im Stich gelassen und wählen dann aus Verzweiflung Rechts.
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