Die Frage ist: was soll sich aendern? Dass die Leute in den Parlamenten und Ministerien tun, was sie sagen und man ihnen das ernsthafte Bemuehen abnimmt, etwas hinzukriegen? Ok.powermanpapa hat geschrieben:und wenn sich nicht ganz schnelll ganz viel ändert
Oder dass es alles wieder so rosig wird wie's noch vor 15 Jahren schien? Dass wir bald bei 12 Wochenarbeitsstunden bei "vollem Lohnausgleich" sind? Dass wir das derzeitige de-facto-Rentenalter von 55 Jahren auf 45 Jahre absenken und gleichzeitig die Rentenhoehe verdreifachen? Also, dass wir weitermachen mit einem System, das im Prinzip schon seit Mitte der 60er Jahre nicht mehr funktioniert hat, aber dessen unglaublicher Reichtum es noch so lange ueberdauern liess? Nein, sowas wird nie mehr zurueckkommen.
Und guck Dir die Leute an. Ja, sie sind selbstverstaendlich fuer Subventionskuerzungen. Aber nicht bei den Bauern, da muessen wir ja auf einmal mehr als 15% fuer Nahrungsmittel ausgeben. Eigenheimzulage? Ist doch keine Subvention, wie soll ich sonst mein Haus bauen? Pendlerpauschale? Nicht doch!
So gibt es fuer alles und jeden eine millionenschwere Lobby. Die einen gut organisiert, die anderen einfach so maechtig. Sie werden alle verhindern, dass bei ihnen gespart wird.
Und weil wir eben in einem Land gross geworden sind, in dem Reichtum, Vollbeschaeftigung, Wachstum und was weiss ich nicht noch alles zum Menschenrecht gehoeren, wird es noch seeeehr lange dauern, bis die Leute peilen, dass etwas zu tun, heisst, dass auch sie etwas tun muessen. Das Theater, dass die Damen und Herren in Berlin und sonstwo veranstalten, hat bisweilen schon seine Ursachen. Manche koennte man ganz fix beheben (Zusammenlegung von Bundeslaendern und Synchronisierung von Wahlen), manche nicht so (Recht auf 20 Quadratmeter Vorgarten mit 7 Gartenzwergen sowie Mercedes und Golf (fuer die lahmarschigen 2x Opel)).