Becks Arbeitslosenschelte
Moderator: Moderator
Ob man jetzt nun pendelt oder n icht, es geht doch darum ob man Kohle verdient. Das meine ich mit Lebensqualität. Klar, wenn man pendelt hat man weniger Zeit und die nervige Fahrerei, aber vielleicht hat man einen Job den man mag und man verdient gutes Geld. Ist doch immernoch besser als zuhaus zu sitzen und sich aushalten zu lassen oder was?
Da fällt mir gerade ein (nicht ganz ernst gemeint):
Ich könnte ja jetzt noch ein anderes Faß aufmachen und sagen, ich hab keine Lust mehr, jeden Pendler mit 30 Cent/km zu subventionieren. Da sieht man dann auch, wer wirklich arbeiten will. 20 Tage im Monat, 200km am Tag, der km 50Cent = 2000€. Soviel verdiene ich netto nicht, auch nicht wenn ich soweit pendeln würde...
Oder meine Beiträge zur Bundeswehr, die mich am Hindukusch verteidigt, wären ein weiteres Thema.
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Ich finde es schade, dass strukturelle Probleme immer auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Ich gehöre zu den Privilegierten auf dieser Erde und solange ich in der Lage bin, meinen Beitrag zu dieser Gesellschaft zu leisten, mache ich das gerne, im festen Vertrauen darauf, dass auch mir geholfen wird, wenn ich der Hilfe bedarf.
Ich könnte ja jetzt noch ein anderes Faß aufmachen und sagen, ich hab keine Lust mehr, jeden Pendler mit 30 Cent/km zu subventionieren. Da sieht man dann auch, wer wirklich arbeiten will. 20 Tage im Monat, 200km am Tag, der km 50Cent = 2000€. Soviel verdiene ich netto nicht, auch nicht wenn ich soweit pendeln würde...
Oder meine Beiträge zur Bundeswehr, die mich am Hindukusch verteidigt, wären ein weiteres Thema.
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Ich finde es schade, dass strukturelle Probleme immer auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Ich gehöre zu den Privilegierten auf dieser Erde und solange ich in der Lage bin, meinen Beitrag zu dieser Gesellschaft zu leisten, mache ich das gerne, im festen Vertrauen darauf, dass auch mir geholfen wird, wenn ich der Hilfe bedarf.
Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig Richtig !!!!!beeste hat geschrieben:Da fällt mir gerade ein (nicht ganz ernst gemeint):
Ich könnte ja jetzt noch ein anderes Faß aufmachen und sagen, ich hab keine Lust mehr, jeden Pendler mit 30 Cent/km zu subventionieren.
Oder zumindest will ich sofort staatliche Unterstützung zur Finanzierung meiner teuren Stadtwohnung, die nur 450m vom Arbeitsplatz entfernt ist.
Das Landei kriegt Geld dafür, dass es teure Strassen braucht, Energie verpulvert und die Umwelt verpestet
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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Irgendwann wird auch die Lücke im Lebenslauf immer größer....Kampa hat geschrieben:die selber auch schon 2 Jahr jeden Tag 4 Std. gependelt ist - trotzdem Lebensqualität hatte und den großen Vorteil genutzt hat, im Arbeitsmarkt drin zu bleiben und von daraus über weitere Kontakte jetzt einen ziemlich genialen Arbeitsplatz gefunden hat...
Ist auch nicht richtig. Aber: Die Kohle gibt es ja nicht monatlich, sprich es gibt einmal ne Zahlung vom Fiskus im Jahr. Als Einkommen rechent das wohl kaum jemand.keko hat geschrieben:Das Landei kriegt Geld dafür, dass es teure Strassen braucht, Energie verpulvert und die Umwelt verpestet
Stoppt man die Zersiedlungssubventionen, könnte man im Gegenzug die Stuern senken....
- Rhoihesse
- klagendes Emu
- Beiträge: 6319
- Registriert: 24 Jun 2004 12:00
- Wohnort: Hollywood
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ja, aber in der vergangenheit wurde mit eigenheimzulage und pendlerpauschale genau in die andere richtung gelenkt.Eisenmann hat geschrieben:Ist auch nicht richtig. Aber: Die Kohle gibt es ja nicht monatlich, sprich es gibt einmal ne Zahlung vom Fiskus im Jahr. Als Einkommen rechent das wohl kaum jemand.keko hat geschrieben:Das Landei kriegt Geld dafür, dass es teure Strassen braucht, Energie verpulvert und die Umwelt verpestet
Stoppt man die Zersiedlungssubventionen, könnte man im Gegenzug die Stuern senken....
WTFWCWIIFM?
Mich erschreckt zunehmend die Herzlosigkeit, Respektlosigkeit, Gleichgültigkeit und Selbstherrlichkeit, die sich hier immer öfter breit macht.
Wer arbeitslos ist und nicht jeden Job an jedem Ort der Welt annimmt ist ein Schmarotzer.
Wer Alleinerziehend ist, war halt zu blöd.
Wer arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten ist asozial.
...
Würdet Ihr von Euren Eltern verlangen, daß sie einfach umziehen und ihr Häuschen verkaufen? Würdet ihr gut finden, wenn Eure Mutter plötzlich nur noch das Wochenende mit Eurem Vater verbringt, weil sie einen Job am anderen Ende des Landes annehmen muß? Wenn - langfristig - Eure Kinder Euch nur noch als den Mann kennen, der am Wochenende zu Besuch kommt? Es gibt auch Arbeitnehmer jenseits der 50, sogar jenseits der 60 - man braucht doch keine Familie, wenn man mit ihr eh keine Zeit verbringt (und da meine ich langfristig - für eine gewisse Zeit kann man sowas schon tun).
Kurzfristig eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen bis man was anderes hat oder als Sprungbrett für einen besseren Job: ja - aber doch nicht auf Dauer (und die Sprungbretter für über 50 jährige sind rar gesät). Wie lange sollen Berufsanfänger für ein kostenloses oder schlecht bezahltes Praktikum arbeiten? Wer finanziert ihnen dabei ihr Leben?
Ich werde vermutlich nie Arbeitslosengeld bekommen und schon gar kein Hartz IV. Wenn das jemand in Anspruch nimmt, weil es ihm zusteht, dann ist das nicht Schmarotzen, sondern einfach nur in Anspruchnahme einer ihm zustehenden Leistung.
Ihr laßt Euch doch auch gern Eure Sportverletzungen von Eurer Krankenkasse finanzieren, ohne zu überlegen, ob ihr Euch das nicht auch selbst finanzieren könnt, schließlich habt ihr es ja auch selbst verursacht und was kann die Allgemeinheit dafür, daß Ihr vom Fahrrad fallt... (ja, ich mach das Faß bewußt auf).
Das Leben ist doch vielfältiger als Schema F - es gibt nicht nur den saufenden Arbeitslosen im Unterhemd vorm Unterschichtenfernsehen, es gibt nicht nur die 17jährige Alleinerziehende, die sich vom falschen Typen ein Kind machen hat lassen - und genauso gibt es nicht nur die super flexiblen, altruistischen Arbeitnehmer, die überall alles machen würden und dafür ihr soziales Leben aufs Spiel setzen.
@ Tim: Deine Äußerung zu Verantwortung für Kinder und die Familienplanung haben mich einfach nur enttäuscht.
Anja
Wer arbeitslos ist und nicht jeden Job an jedem Ort der Welt annimmt ist ein Schmarotzer.
Wer Alleinerziehend ist, war halt zu blöd.
Wer arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten ist asozial.
...
Würdet Ihr von Euren Eltern verlangen, daß sie einfach umziehen und ihr Häuschen verkaufen? Würdet ihr gut finden, wenn Eure Mutter plötzlich nur noch das Wochenende mit Eurem Vater verbringt, weil sie einen Job am anderen Ende des Landes annehmen muß? Wenn - langfristig - Eure Kinder Euch nur noch als den Mann kennen, der am Wochenende zu Besuch kommt? Es gibt auch Arbeitnehmer jenseits der 50, sogar jenseits der 60 - man braucht doch keine Familie, wenn man mit ihr eh keine Zeit verbringt (und da meine ich langfristig - für eine gewisse Zeit kann man sowas schon tun).
Kurzfristig eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen bis man was anderes hat oder als Sprungbrett für einen besseren Job: ja - aber doch nicht auf Dauer (und die Sprungbretter für über 50 jährige sind rar gesät). Wie lange sollen Berufsanfänger für ein kostenloses oder schlecht bezahltes Praktikum arbeiten? Wer finanziert ihnen dabei ihr Leben?
Ich werde vermutlich nie Arbeitslosengeld bekommen und schon gar kein Hartz IV. Wenn das jemand in Anspruch nimmt, weil es ihm zusteht, dann ist das nicht Schmarotzen, sondern einfach nur in Anspruchnahme einer ihm zustehenden Leistung.
Ihr laßt Euch doch auch gern Eure Sportverletzungen von Eurer Krankenkasse finanzieren, ohne zu überlegen, ob ihr Euch das nicht auch selbst finanzieren könnt, schließlich habt ihr es ja auch selbst verursacht und was kann die Allgemeinheit dafür, daß Ihr vom Fahrrad fallt... (ja, ich mach das Faß bewußt auf).
Das Leben ist doch vielfältiger als Schema F - es gibt nicht nur den saufenden Arbeitslosen im Unterhemd vorm Unterschichtenfernsehen, es gibt nicht nur die 17jährige Alleinerziehende, die sich vom falschen Typen ein Kind machen hat lassen - und genauso gibt es nicht nur die super flexiblen, altruistischen Arbeitnehmer, die überall alles machen würden und dafür ihr soziales Leben aufs Spiel setzen.
@ Tim: Deine Äußerung zu Verantwortung für Kinder und die Familienplanung haben mich einfach nur enttäuscht.
Anja
06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
Löblich und auch nichts daran auszusetzen. Du solltest aber das Gleiche eben nicht von jedem anderen auch verlangen.Kampa hat geschrieben: Gruß Kampa
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- DragAttack
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- Beiträge: 3855
- Registriert: 27 Nov 2004 12:00
- Wohnort: Fhain
Selten so einen Dummfug gehört. Wenn du keine Kinder haben willst, nimm ein Kondom (hab mir sagen lassen, dass es auch vor mehr als Kindern schützt). Wenn du darauf verzichtet und Vater wirst, dann hast du darauf verzichtet und bist Vater geworden.Rhoihesse hat geschrieben:Sorry, Verhütung ist in letzter Instanz Frauensache,
Find alllgemein erschreckend, mit welcher selbstverständlichkeit von Arbeitssuchenden verlangt wird, zum Wohlee der Flexibilität auf Kinder zu verzichten. Dachte es gäbe eh schon zu wenig Nachwuchs in Dt
Gruß Torsten
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt.
In memorem:

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- Kampa
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- Registriert: 04 Okt 2006 09:34
- Wohnort: Hopfen- und Traubenzentrum am Taunus
Nee, das tue ich auch nicht. Mir geht nur diese allgemeine Haltung - dann lebe ich eben vom Staat tierisch auf die Nerven.keko hat geschrieben:Löblich und auch nichts daran auszusetzen. Du solltest aber das Gleiche eben nicht von jedem anderen auch verlangen.Kampa hat geschrieben: Gruß Kampa
die selber auch schon 2 Jahr jeden Tag 4 Std. gependelt ist - trotzdem Lebensqualität hatte und den großen Vorteil genutzt hat, im Arbeitsmarkt drin zu bleiben und von daraus über weitere Kontakte jetzt einen ziemlich genialen Arbeitsplatz gefunden hat...
Arbeitslosengeld bedeutet jemanden in einer ÜBERBRÜCKUNGSZEIT zu unterstüzten, damit er und ggf. seine Familie nicht sofort von einer wirtschaftlichen Not bedroht sind und der gewohnte Lebensstandard zumindest in der Basis gesichert sein soll. Daher eben auch keine Pauschalsätze sondern angeglichen an Dein Einkommen.
Das es solche Auffangmechanismen gibt finde ich sehr wichtig und auch ein Stück weit beruhigend - nur ich möchte das dies so bleibt - und da sehe ich absolut schwarz.
Schaut Euch doch mal die Diskussionen an - allein der Begriff Kombilohn ist doch eine Idiotie - seit wann bekomm ich vom Staat eine Entlohnung fürs Nichtstun - aber genau das ist doch mittlerweile ein verbreitetes Denken und das stört mich einfach.
Soziale Netze dienen dazu den Menschen Unterstützung angedeihen zu lassen, die in einer hilfsbedürftigen Lage sind und Ihre Situation selber nicht verändern können- nicht um die Lebenqualität zu stützen. -
Es geht mir nicht darum weniger Sozialabgaben zu zahlen, aber die im Bereich der Arbeitslosenhilfe, früher noch Unterstützung zur SElbstständigkeit etc... rausgehauenen Gelder hätte ich lieber in "ECHTE" Sozialprojekte wandern sehen.
Wer Untersützung braucht soll sie bekommen - gar keine Frage - ich bin auch nicht für Zwangsarbeit oder 1Euro Jobs - aber es sollte denjenigen Menschen unter uns zugestanden werden, die sie auch brauchen und nicht demjenigen der schlicht und ergreifend keinen Bock hat und zu faul ist - und jetzt fangt bitte nicht an zu schreien, dass es diese Gruppe nicht gibt!!!
Gruß
Kampa, die langsam Magenkrämpfe über dieses Thema bekommt.
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
