Unwort des Tages

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Matthias
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Matthias »

taunusschnecke hat geschrieben:
FränkieXXL hat geschrieben:Naja.
Ich finde "ASAP" noch schlimmer; ich frage dann immer "ASAP oder PDQ?"


:???:

PDQ = pretty damn quick. Musste ich aber auch suchen, nicht so üblich.
ASAP = as soon as possible.
Da kommen mir so gewisse Golläschn von der Hotline in den Sinn, die jede Anfrage gleich an die Entwicklung durchreichen, immer ganz wichtig & dringend... :o
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FränkieXXL
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von FränkieXXL »

AUSGEBUCHT.
Der Langsame hat mehr vom Wettkampf!
(Konfuzius)

01/09: Ist man ohne Wettkämpfe eigentlich auch ein Triathlet? Oder einfach nur ein Spinner?
07/07: Ich habe Normann Stadler besiegt!
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apanasana
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von apanasana »

busy
Warum sagt keiner mehr "Ich bin zur Zeit sehr beschaeftigt"?
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thilo69
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von thilo69 »

apanasana hat geschrieben:busy
Warum sagt keiner mehr "Ich bin zur Zeit sehr beschaeftigt"?


Die sind einfach zu "busy" für so einen laaaaaaaaaaaaaaaangen Satz! ;)
Sind wir nicht alle ein bisschen.....EMU!?
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apanasana
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von apanasana »

thilo69 hat geschrieben:
apanasana hat geschrieben:busy
Warum sagt keiner mehr "Ich bin zur Zeit sehr beschaeftigt"?


Die sind einfach zu "busy" für so einen laaaaaaaaaaaaaaaangen Satz! ;)


Mit Sicherheit.
Das schlimmste an dem ganzen Denglisch ist, dass es so fuerchterlich abfaerbt.
Wenn permanent jemand "crap", "das ist mal voll advanced" oder "sehr nice" sagt, redet man ueber kurz oder lang genauso! :(
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Matthias
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Matthias »

"Das macht Sinn". :kuebeln
Aber der Kampf ist wohl verloren.
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Ulfila
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Ulfila »

Matthias hat geschrieben:"Das macht Sinn". :kuebeln
Aber der Kampf ist wohl verloren.


Der nächste Anglizismus, der mein Gehör quält und sich durchsetzten wird, ist "in 2008". Im Deutschen heißt entweder kurz "2008" oder "im Jahr 2008". Aber bitte, wenn Journalisten und Wirtschaftsleute es so "cooler" finden.

Insgesamt sprechen die Deutschen aber vernünftig Deutsch. Ich las kürzlich eine Studie, die das bestätigte. Nur einen Berufsgruppe viel besonders negativ auf: Manager und Co. Die haben sich einen Mischmasch angewöhnt, der einfach nur der Vernebelung und Kaschierung einfacher Tatsachen dient.
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Matthias
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Matthias »

Ulfila hat geschrieben:Vernebelung und Kaschierung einfacher Tatsachen

So könnte man BWL definieren. :blue
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drullse
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von drullse »

Ulfila hat geschrieben:Nur eine Berufsgruppe viel besonders negativ auf: Manager und Co.


Womit gleich das nächste Unwort genannt wird: Manager. Was oder wer ist das?

Die haben sich einen Mischmasch angewöhnt, der einfach nur der Vernebelung und Kaschierung einfacher Tatsachen dient.


Hier ist es aber bewußt gewählt und Methode, während die meisten Leute sich die Unworte unbewußt aneigenen und nach eine gewissen Zeit wieder vergessen.
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Sportfreundin
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Sportfreundin »

drullse hat geschrieben: ... während die meisten Leute sich die Unworte unbewußt aneigenen und nach eine gewissen Zeit wieder vergessen.


ich hab bei wikipedia mal gelesen, dass viele worte von uns durch die synchronisation amerikanischer filme übernommen werden. der einfachheit halber werden bestimmte ausdrücke wortwörtlich übersetzt, damit es im film dann identisch aussieht. ein gutes beispiel ist hier: "oh my god!". im deutschen gab es den ausdruck "Oh, mein Gott!" nicht. man hat vielmehr gesagt: "Um Gottes Willen!" so schleicht sich "oh, mein gott!" aber unbewusst in unsere sprache und niemandem fällt es auf.
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pioto
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von pioto »

Sportfreundin hat geschrieben:ich hab bei wikipedia mal gelesen, dass viele worte von uns durch die synchronisation amerikanischer filme übernommen werden. der einfachheit halber werden bestimmte ausdrücke wortwörtlich übersetzt, damit es im film dann identisch aussieht. ein gutes beispiel ist hier: "oh my god!". im deutschen gab es den ausdruck "Oh, mein Gott!" nicht. man hat vielmehr gesagt: "Um Gottes Willen!" so schleicht sich "oh, mein gott!" aber unbewusst in unsere sprache und niemandem fällt es auf.

Früher hieß es einfach "Oh Gott" :hammer

Gebe dir aber Recht, viel kommt über schlechte Filmübersetzungen rein.
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thilo69
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von thilo69 »

pioto hat geschrieben:Gebe dir aber Recht, viel kommt über schlechte Filmübersetzungen rein.


Das kann man vielleicht nicht so stehen lassen. Ich kenne einen Synchronisator. Das Dilema ist halt, dass der Film so übersetzt werden muss, dass auf der einen Seite der Sinn des gesprochenen Wortes möglichst nicht verfälscht wird, aber auf der anderen Seite auch eine gewisse SYNCHRONITÄT vorhanden sein muss.

Ich fände es viel nerviger, als einen suboptimal (auch so ein Unwort) übersetzten Film zu betrachten, wenn ein Kinofilm im Stile einer "VENICE ULTRA ACTION"-Werbung (oder wie die amerikanischen Waschmittel so alle heißen) synchronisiert wäre. :chris76

Wer jemals eine DVD gucken musste, bei der die Tonspur defekt und daher zeitversetzt war, wird mir sicher recht geben.
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Sportfreundin
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Sportfreundin »

nochmal bei wikipedia nachgelesen

Wikipedia hat geschrieben:Grammatik [Bearbeiten]Ein weiteres Phänomen ist die Verwendung englischer grammatischer Konstruktionen im Deutschen. Diese entstehen durch unprofessionelles Übersetzen englischer Texte, durch schlechte Filmsynchronisationen englischer oder US-amerikanischer Filme etc.

Gewöhnlich werden erwähnt:

this makes sense > das macht Sinn (statt: das hat Sinn, das ergibt Sinn, das ist sinnvoll)
I find you a > ich finde dich einen … (statt: ich halte dich für einen … für mich bist du ein …). Diese Form ist allerdings in der Deutschschweiz unabhängig vom Englischen Standard.
in 1968 > in 1968 (statt: im Jahr 1968 oder nur 1968)
to remember sth. > etwas erinnern, ich erinnere etwas (statt: sich an etwas erinnern, ich erinnere mich an etwas); wobei angemerkt werden sollte, dass sich diese Formulierung auch in einigen Dialekten (etwa dem Norddeutschen) wiederfindet
in English, German… > in Englisch, in Deutsch… (statt: auf Englisch, auf Deutsch oder: im Englischen, im Deutschen)
in Iraq, Iran… > in Irak, in Iran (statt: im Irak, im Iran)
not really > nicht wirklich (statt: eigentlich nicht) [2]
Während man bei den entlehnten Wörtern (Substantiven, Verben, Adjektiven), die dem Denglischen zuzuzählen sind, argumentieren kann, dass die Anpassung dieser Wörter an die Regeln der deutschen Sprache ein Zeichen von Lebenskraft und Wandlungsfähigkeit ist, gilt hier wohl das Umgekehrte: Grammatische Strukturen der deutschen Sprache gehen verloren und werden durch englische Strukturen ersetzt.

Bei den Beispielen „Sinn machen“ [3] und bei der transitiven Verwendung von „erinnern“ ist anzumerken, dass diese Wendungen in früheren Jahrhunderten im Deutschen gebraucht wurden. Die genannten Formen sind also im Literaturkanon aufzufinden. Sie als Denglisch zu kritisieren, kann als Hyperkorrektur betrachtet werden. Gegner des Denglischen werden hingegen anmerken, dass die alten Formen längst ausgestorben sind und nur der heutige Sprachgebrauch ausschlaggebend ist, ob eine Form als denglisch einzustufen ist oder nicht.

Möglich ist ein englischer Einfluss in der Orthographie bei den durch Apostroph abgetrennten Endungen mit -’s („Apostrophitis“), der vor allem bei Genitiven auftritt (Angela’s Frittenbude), aber auch bei Pluralen, etwa LKW’s. Eine ähnliche Normabweichung, nämlich die fälschliche Abtrennung des Plural-S, tritt auch im Englischen häufig auf und wird dort als greengrocers’ apostrophe bezeichnet. Ein weiteres Beispiel ist die englische Pluralform von Substantiven die auf -y enden: Da gibt es in deutschen Texten schon mal Hobbies und Babies.


Sonderfall „Handy“ [Bearbeiten]Ein bekanntes, aber eigentlich falsches Beispiel stellt das Wort Handy dar. Das Wort „Handy“ als Bezeichnung für ein Mobiltelefon ist ein Scheinanglizismus: es wird im englischsprachigen Raum zwar nicht als Bezeichnung für ein Mobiltelefon benutzt, doch die Bezeichnung handy stammt aus der Unterscheidung zweier militärisch genutzter mobiler Funkgeräte von Motorola. Das Rucksackfunkgerät wurde Walkie-Talkie genannt, das Handsprechfunkgerät Handie-Talkie. Bereits im Mobilfunklexikon von Gusbeth (Franzis 1990) war zu lesen: „Handheld-Telefone (oder Handy)“. Auch die im selben Verlag erschienene „Funkschau“ schrieb in Heft 1/1990 (S. 16): „Soll in den USA Konkurrenz durch NECP3-Mobiltelefon bekommen: Motorolas Handy ‚MicroTac‘“. Die Unternehmen Bosch und Hagenuk vertrieben ihre Mobiltelefone im Jahr 1993 ebenfalls als Handy. Es handelt sich also ursprünglich um die Kurzform einer Produktbezeichnung, die zwar aus dem englischsprachigen Raum stammt, dort aber nicht mehr gebräuchlich ist. Sie geht auf eine Umschreibung (handy = „handlich“ oder „praktisch“ oder „gelegen“) zurück.

Im britischen Englisch spricht man, wenn von Mobiltelefonen die Rede ist, von mobile phones (kurz mobiles), im amerikanischen Englisch von cellular phones (kurz cell phones oder schlicht cell).

Ein ähnlicher, über 100 Jahre alter Fall ist der in Deutschland geläufige Smoking, der im britischen Englisch dinner suit heißt und im amerikanischen Englisch tuxedo.

Weitere, scheinbar englische Begriffe, die es dort aber nicht bzw. mit anderer Bedeutung gibt, sind: Showmaster (host), Oldtimer (vintage car). Siehe auch Scheinanglizismus.

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Re: Unwort des Tages

Beitrag von guido »

Sportfreundin hat geschrieben:
drullse hat geschrieben: ... während die meisten Leute sich die Unworte unbewußt aneigenen und nach eine gewissen Zeit wieder vergessen.


ich hab bei wikipedia mal gelesen, dass viele worte von uns durch die synchronisation amerikanischer filme übernommen werden. der einfachheit halber werden bestimmte ausdrücke wortwörtlich übersetzt, damit es im film dann identisch aussieht. ein gutes beispiel ist hier: "oh my god!". im deutschen gab es den ausdruck "Oh, mein Gott!" nicht. man hat vielmehr gesagt: "Um Gottes Willen!" so schleicht sich "oh, mein gott!" aber unbewusst in unsere sprache und niemandem fällt es auf.


Du bist voll outdated. Niemand würde sich heutzutage noch getrauen, "oh, mein Gott" zu sagen. Stylish ist jetzt ein kurzes "omg"... :newwer :censored
life sucks...
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Matthias
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Re: Unwort des Tages

Beitrag von Matthias »

Sportfreundin hat geschrieben:nochmal bei wikipedia nachgelesen
Wikipedia hat geschrieben:Bei den Beispielen „Sinn machen“ [3] und bei der transitiven Verwendung von „erinnern“ ist anzumerken, dass diese Wendungen in früheren Jahrhunderten im Deutschen gebraucht wurden. Die genannten Formen sind also im Literaturkanon aufzufinden. Sie als Denglisch zu kritisieren, kann als Hyperkorrektur betrachtet werden.

Wie, es macht also keinen Sinn, wenn ich meine Kollegen deswegen zusammenscheiße?
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