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Verfasst: 11 Feb 2006 19:18
von MichaF
triwolf hat geschrieben:... ergo lernen wir: Sympathische Sportler unterliegen weniger häufig der Versuchung zu dopen?

:roll:
... nee, aber wäre es uns nicht lieber, wenn "unsere" Lieblinge nicht dopen aber trotzdem siegen würden? :lookaroun:

Verfasst: 11 Feb 2006 19:30
von vb_man
triwolf hat geschrieben:... ergo lernen wir: Sympathische Sportler unterliegen weniger häufig der Versuchung zu dopen?

:roll:
ganz sicher nicht.

Aber gemäß dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung bin ich von einer sympathischen Sportlerin enttäuschter als von einer unsympathischen.

Was den objektiven Tatbestand des Dopings ja nicht sympathischer macht.

Im Fall Sachenbacher kann ich die Aufregung um die Grenzwerte nicht nachvollziehen. Wenn sie von Hause aus einen erhöhten Wert hat, dann müssen die Betreuer das doch wissen und entsprechend vorher reagieren.

Verfasst: 11 Feb 2006 20:15
von meggele
Anja hat geschrieben:Die Normwerte für Erwachsene:

Frauen 12 - 16 g/dl Blut
Männer 13 - 18 g/dl Blut

Ein Hb-Wert von 15,5 g/dl ist somit nicht genetisch bedingt erhöht, sondern einfach nur normal.
Nee... ich fuerchte, hier gehen die Einheiten durcheinander. Die *alte* Definition war:
Männer 14-18 g/100 ml
Frauen 12-16 g/100 ml

Die *neue* ist:
Männer 8,69-11,17 mmol/l
Frauen 7,45- 9,93 mmol/l

Die FIS-Regel wird garantiert den korrekten (neuen) Einheiten entsprechen, so kenne ich es jedenfalls von den sportmed. Blutuntersuchungen. Ein Hg-Wert von ca 16 mmol/l ist somit sehr weit ueber den Normwerten.
Soooo bloed sind die ja nun auch nicht ;)

Verfasst: 11 Feb 2006 20:19
von meggele
vb_man hat geschrieben:Im Fall Sachenbacher kann ich die Aufregung um die Grenzwerte nicht nachvollziehen. Wenn sie von Hause aus einen erhöhten Wert hat, dann müssen die Betreuer das doch wissen und entsprechend vorher reagieren.
Das war im Fall Jens Filbrich genauso. Und daraus kann ich nur folgern: die sind bis oben hin voll (vermutlich wie der allergroesste Rest der Konkurrenten auch).

Die beiden, Filbrich und Sachenbacher, sind Athleten, die jahrelang ohne Schutzsperren auskamen - nur jetzt, in der Olympiasaison fallen sie ploetzlich auf und begruenden dies mit genetisch bedingten hohen Werten. Das macht natuerlich nicht wirklich viel Sinn: die haben in den letztjaehrigen Wettkaempfen an den gleichen Staetten trainiert, hatten dort Wettkaempfe, wurden dort kontrolliert. Es wuerde mich sehr wundern, wenn da nicht manipuliert wurde.

Verfasst: 11 Feb 2006 21:18
von Anja
meggele hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Die Normwerte für Erwachsene:

Frauen 12 - 16 g/dl Blut
Männer 13 - 18 g/dl Blut

Ein Hb-Wert von 15,5 g/dl ist somit nicht genetisch bedingt erhöht, sondern einfach nur normal.
Nee... ich fuerchte, hier gehen die Einheiten durcheinander. Die *alte* Definition war:
Männer 14-18 g/100 ml
Frauen 12-16 g/100 ml

Die *neue* ist:
Männer 8,69-11,17 mmol/l
Frauen 7,45- 9,93 mmol/l

Die FIS-Regel wird garantiert den korrekten (neuen) Einheiten entsprechen, so kenne ich es jedenfalls von den sportmed. Blutuntersuchungen. Ein Hg-Wert von ca 16 mmol/l ist somit sehr weit ueber den Normwerten.
Soooo bloed sind die ja nun auch nicht ;)
Da in der ärztlichen Praxis überwiegend immer noch in den alten Einheiten gemessen wird, sind mir vor allem die Zahlen vertraut. Mit der Meßgröße g/100 ml hast Du recht, da ist mir ein Fehler in der Benennung unterlaufen. Die SI-Einheiten wurden vor 15 Jahren als "bald werden die Werte nur noch so angegeben" angekündigt. In der Ausbildung werden jedoch auch heute noch vor allem die alten Einheiten gelehrt.

Anja

Verfasst: 11 Feb 2006 22:19
von meggele
Anja hat geschrieben:Die SI-Einheiten wurden vor 15 Jahren als "bald werden die Werte nur noch so angegeben" angekündigt. In der Ausbildung werden jedoch auch heute noch vor allem die alten Einheiten gelehrt.
Ist ueberall so. Etliche Physik-Profs reden immer noch von Angstroem, obwohl's die Einheit seit ca Hundert Jahren nicht mehr gibt :roll:

Verfasst: 12 Feb 2006 02:36
von drullse
meggele hat geschrieben:Das war im Fall Jens Filbrich genauso. Und daraus kann ich nur folgern: die sind bis oben hin voll (vermutlich wie der allergroesste Rest der Konkurrenten auch).

Die beiden, Filbrich und Sachenbacher, sind Athleten, die jahrelang ohne Schutzsperren auskamen - nur jetzt, in der Olympiasaison fallen sie ploetzlich auf und begruenden dies mit genetisch bedingten hohen Werten. Das macht natuerlich nicht wirklich viel Sinn: die haben in den letztjaehrigen Wettkaempfen an den gleichen Staetten trainiert, hatten dort Wettkaempfe, wurden dort kontrolliert. Es wuerde mich sehr wundern, wenn da nicht manipuliert wurde.
:ja :ja :ja