Seite 2 von 2

Verfasst: 11 Mär 2006 19:29
von think-or-thwim
das forum hier ist schon echt klasse
da wird trainiert und viel geschrieben
und wenn ichs manchmal auch nicht fasse,
....alle sind normal (?) geblieben!!?!

Man trifft sich hier und auch mal da
zu einem Wettkampf oder Austausch
und eines ist da auch ganz klar
gefeiert wird dann bis zum Rausch

In diesem Jahr gibts viel events
EMU-Rekorde werden fallen
die saison, die wird immens
es werden wohl die Korken knallen.

Schwimmen, radfahren laufen
so sieht es aus im Triathlon
hat es gelohnt sich abzuschnaufen?
welch Frage: genug bekommt man nicht davon!

So ist es auch mit dieser Site
denn EMUS sind ein nettes Völkchen
wir sind halt all und zeit bereit
fliegen wir doch über den Wölkchen


ich kenne kaum gedichte, ich schreibe sie selbst :lachen auch wenn sie manchmal völlig schwachsinning sind !! :lol:


..

Verfasst: 14 Mär 2006 10:09
von Hammer
Tod der Armen
Es ist der Tod, der Trost und Leben schenkt;
Er ist das Ziel, das einzig Hoffnung macht,
Ein Elixier, das uns berauschend tränkt,
Und Mut gibt, durchzuhalten bis zur Nacht,

Durch Sturm und Schnee ist er das schwache Licht,
Für uns am dunklen Horizont entzündet;
Ist jene Bleibe, die das Buch verspricht,
wo man zur Rast ein Mahl und Schlummer findet,

Ein Engel, dessen Finger lockend zeigen
Den Schlaf und Träume, die uns übersteigen;
Armen und Nackten er ein Bett bereitet;

Der Götter Ruhm, der Speicher, der nie leer,
Der Armen Beutel, Heimat von jeher,
Das Tor, das uns zu fremden Himmeln leitet!

Charles Baudelaire


Irgendeiner mochte es doch düster und traurig, oder?

Verfasst: 14 Mär 2006 10:18
von apanasana
Ich mag Enzensberger lieber.

DAS ENDE DER EULEN

ich spreche von euerm nicht,
ich spreche vom ende der eulen.
Ich spreche von butt und wal
in ihrem dunkeln haus,
dem siebenfältigen meer,
von den gletschern,
sie werden kalben zu früh,
rab und taube, gefiederten zeugen,
von allem was lebt in lüften
und wäldern, und den flechten im kies,
vom weglosen selbst, und vom grauen moor
und den leeren gebirgen:
auf radarschirmen leuchtend
zum letzten mal, ausgewertet
auf meldetischen, von antennen
tödlich befingert floridas sümpfe
und das sibirische eis, tier
und schilf und schiefer erwürgt
von warnketten, umzingelt
vom letzten manöver, arglos
unter schwebenden feuerglocken,
im ticken des ernstfalls.

Wir sind schon vergessen,
sorgt euch nicht um die waisen,
aus dem sinn schlagt euch
die mündelsichern gefühle,
den rühm, die rostfreien psalmen.
Ich spreche nicht mehr von euch.

Re: Gedichte

Verfasst: 24 Mär 2008 22:54
von Fastforward
Das geht mir schon seit Tagen nicht mahr aus dem Schädel:

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

R.M. Rilke