Aus einem anderen Land
Moderator: Moderator
Re: Aus einem anderen Land
Kommendes Wochenende ist übriges der von der ITU veranstaltete dritte Havanna Triathlon. Mit Sprint und MD. Ich wäre ja vor Ort. Aber für ein ordentliches Finish auf der MD fehlt mir die Form. Und auf einen Sprint habe ich keine Lust.
Geschwommen wird übrigens im Marina Hemingway am westlichen Rand von Havanna. Die ersten Wke fanden noch im Meer statt. Ansonsten ist es ein bisschen Hawaii für Arme.
Interessant ist hier die Preisgestaltung:
Sprint: 95 Dollar, Anmeldung auf den letzten Drücker, also einen Monat vor dem WK: 165 Dollar.
MD: 225 Dollar, """einen Monat vor dem WK : 395 Dollar !!!
Wie hoch ist nochmal das Durchschnittseinkommen auf Kuba? 20 Dollar, 25 ? Habe keine aktuellen Zahlen im Kopf. Arg viel mehr dürfte es aber nicht sein.
http://www.triathlonhavana.com/
Geschwommen wird übrigens im Marina Hemingway am westlichen Rand von Havanna. Die ersten Wke fanden noch im Meer statt. Ansonsten ist es ein bisschen Hawaii für Arme.
Interessant ist hier die Preisgestaltung:
Sprint: 95 Dollar, Anmeldung auf den letzten Drücker, also einen Monat vor dem WK: 165 Dollar.
MD: 225 Dollar, """einen Monat vor dem WK : 395 Dollar !!!
Wie hoch ist nochmal das Durchschnittseinkommen auf Kuba? 20 Dollar, 25 ? Habe keine aktuellen Zahlen im Kopf. Arg viel mehr dürfte es aber nicht sein.
http://www.triathlonhavana.com/
Re: Aus einem anderen Land
Jagdbeute. Am besten sind aber die Fische, die unter dem Fisch, den er in der Hand hält, zu sehen sind. Das ist ein Fisch, der unvergleichlich gut schmeckt. Einfach der beste Fisch. In Deutschland gibts sowas nicht,
Zuletzt geändert von HansM am 27 Jan 2018 00:11, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Aus einem anderen Land
So, bin wieder im Land. Der Jetlag lässt auch so langsam nach.
Erste Erkenntnis: War erfrischend, mal ein paar Wochen nichts von Trump, der Türkei oder Moslems allgemein zu hören. Irgendwie habe ich es auch positiv empfunden, diese Leute mal eine Weile nicht zu sehen. Auf Kuba habe ich noch nie ein Kopftuch gesehen. Moslems gibts dort bestimmt auch, aber nicht in der Anzahl, dass es irgendwie relevant wäre oder irgendwie auffallen würde. Das empfand ich hier schon öfters ziemlich krass als ich zurück kam. Da versteh ich dann die Leute, die ein Gefühl der Überfremdung haben und die mit den damit einhergehenden Ängsten zu kämpfen haben. Die sich fragen, warums in D eigentlich Stadtteile gibt, wo man das Gefühl hat, in der Türkei, oder auf dem Libanon zu sein. Diese Parallelgesellschaften wie hier oder anderswo, zB die USA mit ca. 1 Millionen Kubaner in Miami, gibts auf Kuba definitiv nicht !
Zweite Erkenntnis: Training hat gut geklappt. Und die Erkenntnis, dass man (oder ICH) pro Trainingslagertag ca. 100km in den Beinen haben sollte, hat sich mal wieder bestätigt.
Dritte Erkenntnis: Fühl mich wie eine gut eingefahrene RR-Fahrmaschine. Hätte Lust, nach Mallorca zu fliegen und mich als Guide zu vergnügen. Ich kenn mich da zwar nicht aus, ich könnte aber immerhin nach dem Weg fragen
Hasta luego, muchachos
Erste Erkenntnis: War erfrischend, mal ein paar Wochen nichts von Trump, der Türkei oder Moslems allgemein zu hören. Irgendwie habe ich es auch positiv empfunden, diese Leute mal eine Weile nicht zu sehen. Auf Kuba habe ich noch nie ein Kopftuch gesehen. Moslems gibts dort bestimmt auch, aber nicht in der Anzahl, dass es irgendwie relevant wäre oder irgendwie auffallen würde. Das empfand ich hier schon öfters ziemlich krass als ich zurück kam. Da versteh ich dann die Leute, die ein Gefühl der Überfremdung haben und die mit den damit einhergehenden Ängsten zu kämpfen haben. Die sich fragen, warums in D eigentlich Stadtteile gibt, wo man das Gefühl hat, in der Türkei, oder auf dem Libanon zu sein. Diese Parallelgesellschaften wie hier oder anderswo, zB die USA mit ca. 1 Millionen Kubaner in Miami, gibts auf Kuba definitiv nicht !
Zweite Erkenntnis: Training hat gut geklappt. Und die Erkenntnis, dass man (oder ICH) pro Trainingslagertag ca. 100km in den Beinen haben sollte, hat sich mal wieder bestätigt.
Dritte Erkenntnis: Fühl mich wie eine gut eingefahrene RR-Fahrmaschine. Hätte Lust, nach Mallorca zu fliegen und mich als Guide zu vergnügen. Ich kenn mich da zwar nicht aus, ich könnte aber immerhin nach dem Weg fragen
Hasta luego, muchachos
Re: Aus einem anderen Land
Schwulsein auf Kuba
Die Akzeptanz dieser Orientierung geht in diesem Land gegen Null. Schwule werden auf offener Straße beschimpft, geschlagen oder mit Steinen beworfen. Die offizielle Seite ist dabei auch nicht wesentlich besser. Zwar sind homosexuelle Handlungen nicht mehr verboten (wobei man an der Stelle in D nicht mit der Nase rümpfen braucht, die waren auch bei uns bis vor einigen Jahren verboten!), dennoch wird Homosexualität als anti-sozialistisch und, was noch schlimmer ist, als anti-revolutionär betrachtet. Der "comandante en jefe" Fidel selbst hat sich diesbezüglich eindeutig geäußert. Und was der sagte galt.
Schwule werden auf Kuba übrigens als "pato" bezeichnet, was eigentlich Ente heißt. Also "es pato" oder "un pato".
Einem bekanntem Kinderschänder kann das übrigens auch passieren, dass er mit Steinen beworfen wird. Krass, oder? Was macht der eine? Der andere? Der eine zerstört uU dauerhaft einen Menschen, der andere bevorzugt halt Männer. Wo da das Problem sein soll, werde ich nie verstehen. Da entsteht für nichts und niemanden auch nur der geringste Schaden.
Die Akzeptanz dieser Orientierung geht in diesem Land gegen Null. Schwule werden auf offener Straße beschimpft, geschlagen oder mit Steinen beworfen. Die offizielle Seite ist dabei auch nicht wesentlich besser. Zwar sind homosexuelle Handlungen nicht mehr verboten (wobei man an der Stelle in D nicht mit der Nase rümpfen braucht, die waren auch bei uns bis vor einigen Jahren verboten!), dennoch wird Homosexualität als anti-sozialistisch und, was noch schlimmer ist, als anti-revolutionär betrachtet. Der "comandante en jefe" Fidel selbst hat sich diesbezüglich eindeutig geäußert. Und was der sagte galt.
Schwule werden auf Kuba übrigens als "pato" bezeichnet, was eigentlich Ente heißt. Also "es pato" oder "un pato".
Einem bekanntem Kinderschänder kann das übrigens auch passieren, dass er mit Steinen beworfen wird. Krass, oder? Was macht der eine? Der andere? Der eine zerstört uU dauerhaft einen Menschen, der andere bevorzugt halt Männer. Wo da das Problem sein soll, werde ich nie verstehen. Da entsteht für nichts und niemanden auch nur der geringste Schaden.
Re: Aus einem anderen Land
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/jac ... 40076.html
Das Hauptproblem auf Kuba ist der Kommunismus, der Auswirkungen hat, mit denen man nie rechnen würde, vor allem bei öffentlichen Aktionen die nach außen publiziert werden.
Die Strecke an sich ist eigentlich nicht der Rede wert. Jedes Jahr machen es zig beim RAAM vor, was prinzipiell so geht. 100% Luftfeuchtigkeit ?? War der schonmal auf Kuba ?? Da kommts schon auf die Jahreszeit und vor allem den Ort an. Das Problem Nr. 1 wäre eigentlich der Wind und definitiv der oft miserable Straßenzustand, wie er es richtigerweise erwähnt. Wegen des Windes fährt er ja auch von Osten nach Westen und lässt sich quasi über die Insel blasen. Ich selbst bin bei GA1 Fahrten schon Schnitte jenseits der 40km/h gefahren bei Hauptrichtungen Ost-West !!
Ansonsten: Falsches Fahrrad. Ich bin schon einige tausend Kilometer auf Kuba gefahren. Und wenn ich wieder ein Rennrad mitnehme, dann ein Specialized Roubaix Modell 2017. Das halte ich für die Strecke für geeignter als ein Cyclocrosser, insbesondere wenn man auf Rekordjagd ist. Ich selbst habe die Strecke übrigens auch noch auf der Agenda, aber in 10 Tagen. Und wie gesagt dann mit einem Roubaix. Und da ich ein Weichei bin, auch von Ost nach West ...
Seine Begründung finde ich schräg. Ich habe die Kultur kennen gelernt und kann nur sagen: Nein Danke...
Das Hauptproblem auf Kuba ist der Kommunismus, der Auswirkungen hat, mit denen man nie rechnen würde, vor allem bei öffentlichen Aktionen die nach außen publiziert werden.
Die Strecke an sich ist eigentlich nicht der Rede wert. Jedes Jahr machen es zig beim RAAM vor, was prinzipiell so geht. 100% Luftfeuchtigkeit ?? War der schonmal auf Kuba ?? Da kommts schon auf die Jahreszeit und vor allem den Ort an. Das Problem Nr. 1 wäre eigentlich der Wind und definitiv der oft miserable Straßenzustand, wie er es richtigerweise erwähnt. Wegen des Windes fährt er ja auch von Osten nach Westen und lässt sich quasi über die Insel blasen. Ich selbst bin bei GA1 Fahrten schon Schnitte jenseits der 40km/h gefahren bei Hauptrichtungen Ost-West !!
Ansonsten: Falsches Fahrrad. Ich bin schon einige tausend Kilometer auf Kuba gefahren. Und wenn ich wieder ein Rennrad mitnehme, dann ein Specialized Roubaix Modell 2017. Das halte ich für die Strecke für geeignter als ein Cyclocrosser, insbesondere wenn man auf Rekordjagd ist. Ich selbst habe die Strecke übrigens auch noch auf der Agenda, aber in 10 Tagen. Und wie gesagt dann mit einem Roubaix. Und da ich ein Weichei bin, auch von Ost nach West ...
Seine Begründung finde ich schräg. Ich habe die Kultur kennen gelernt und kann nur sagen: Nein Danke...
Re: Aus einem anderen Land
Und jetzt Irma ...
http://m.spiegel.de/panorama/a-1166896.html
Unser Haus am Meer, indem normalerweise mein Stiefsohn und meine Schwiegersohn während unserer Abwesenheit wohnen, wurde verlassen. Sie haben sich in Sicherheit gebracht. Jetzt kann man nur noch hoffen.
Eine Versicherung gibt's nicht. Der Schaden wäre ca. 50.000 Euro.
http://m.spiegel.de/panorama/a-1166896.html
Unser Haus am Meer, indem normalerweise mein Stiefsohn und meine Schwiegersohn während unserer Abwesenheit wohnen, wurde verlassen. Sie haben sich in Sicherheit gebracht. Jetzt kann man nur noch hoffen.
Eine Versicherung gibt's nicht. Der Schaden wäre ca. 50.000 Euro.
Re: Aus einem anderen Land
Na dann viel Glück!HansM hat geschrieben:Und jetzt Irma ...
http://m.spiegel.de/panorama/a-1166896.html
Unser Haus am Meer, indem normalerweise mein Stiefsohn und meine Schwiegersohn während unserer Abwesenheit wohnen, wurde verlassen. Sie haben sich in Sicherheit gebracht. Jetzt kann man nur noch hoffen.
Eine Versicherung gibt's nicht. Der Schaden wäre ca. 50.000 Euro.
Meine Frau hat mir Videos aus Haiti gezeigt. Dort gab es nur Überschwemmung. Auf manchen sieht man, wie der ganze Müll durch die Strassen schwimmt. Entsprechend wird es wohl in den nächsten Wochen Krankheitsfälle geben.
Das Haus ihrer Eltern ist ja ein gutes aus Stein und auf einer Anhöhe in Port-au-Prince. Treffen tut es ja meistens die Armen in den einfachen Behausungen.
Ihr Bruder in Florida bleibt in seinem Haus. Er sagt, die Strassen seien völlig verstopft und er käme sowieso nicht mehr weg.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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Re: Aus einem anderen Land
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ba-karibik
http://www.spiegel.de/panorama/hurrikan ... 67083.html
Was soll ich dazu noch sagen?
Kein Strom, kein Wasser. Und die Familienmitglieder meiner Frau konnten noch nicht zu unserem Haus kommen um zu schauen, ob es noch steht
http://www.spiegel.de/panorama/hurrikan ... 67083.html
Was soll ich dazu noch sagen?
Kein Strom, kein Wasser. Und die Familienmitglieder meiner Frau konnten noch nicht zu unserem Haus kommen um zu schauen, ob es noch steht
Re: Aus einem anderen Land
Meine Kollegin sitzt in Florida fest. Macht mir nix, vertrete ich halt drei Leute derzeit...
Nächster avisierter Flug ist nun Donnerstag. Schaun wir mal, ob sie dann wegkommt.
Nächster avisierter Flug ist nun Donnerstag. Schaun wir mal, ob sie dann wegkommt.
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Re: Aus einem anderen Land
http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 68585.html
Ich glaube das nicht. Die kubanische Regierung hat ein starkes Interesse an guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und vor allem an einem Aufheben des Embargos. Und für viele Kubaner sind die USA das Land ihrer Träume und Sehnsüchte.
Ich glaube das nicht. Die kubanische Regierung hat ein starkes Interesse an guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und vor allem an einem Aufheben des Embargos. Und für viele Kubaner sind die USA das Land ihrer Träume und Sehnsüchte.
Re: Aus einem anderen Land
Schreibt der keko in der anderen Welt:
Wenn sich tatsächlich eine Welt ohne Religion entwickeln sollte, dann ist das gut so. Momentan sehe ich das nicht so, auch weil ich denke, dass ein Teil der Menschen glauben will. Der Mensch ist einfach sehr vielschichtig. Wer denkt, der Mensch braucht die Religion, der liegt falsch. Wer aber sagt, manche Menschen brauchen sie, der liegt richtig.
Da denk ich schon wieder an Kuba. Dorr herrscht von Staats wegen Atheismus (im Gegensatz zu Deutschland, wo der Staat Kirchensteuer eintreibt und wo Christlich Soziale und Christlich Demokratische regieren
). Religionsunterricht gibts nicht. Kirchen sind eher Mangelware im Vergleich z.B. zu Bayern, wo man in jedem Kaff einen Kirchturm findet und massig Jesuskreuze am Wegesrand stehen. Und dennoch gibts viele Gläubige auf Kuba. So viele, dass sich sogar der Pabst blicken ließ. In Havanna gibts auch eine gut besuchte Moschee. Da fragt man sich doch, warum ist das so ? Haben manche Menschen das Bedürfnis zu "glauben" ? Bei meinem nächsten Aufenthalt werden ich mich mal bei meiner tiefgläubigen Nachbarin (2x beten am Tag, mindestens) erkundigen, wie sie eigentlich zu ihrem Glauben gekommen ist.
Ansonsten: Das Haus steht noch. Das Wasser drückte vom Meer so stark landeinwärts, dass es im Haus knietief stand. Es hat aber die Dachpappe vom Dach abgerissen. Da kann man dann ahnen, dass unsere Stürme im Vergleich zu so einem Hurrikan eher laue Lüftchen sind. Tagelang gab es keinen Strom und kein Wasser. Strom dann irgendwann stundenweise. Das Wasser wurde in Tankwagen herangekarrt und an die Bevölkerung z.B. in Matanzas ausgegeben, was dann dazu geführt hat, dass sich die Leute letztendlich darum geprügelt haben. Manche wollten halt nicht einsehen, dass es nicht Ok ist, bei der Gelegenheit mit einem 20L Kanister aufzukreuzen...
Wenn sich tatsächlich eine Welt ohne Religion entwickeln sollte, dann ist das gut so. Momentan sehe ich das nicht so, auch weil ich denke, dass ein Teil der Menschen glauben will. Der Mensch ist einfach sehr vielschichtig. Wer denkt, der Mensch braucht die Religion, der liegt falsch. Wer aber sagt, manche Menschen brauchen sie, der liegt richtig.
Da denk ich schon wieder an Kuba. Dorr herrscht von Staats wegen Atheismus (im Gegensatz zu Deutschland, wo der Staat Kirchensteuer eintreibt und wo Christlich Soziale und Christlich Demokratische regieren
Ansonsten: Das Haus steht noch. Das Wasser drückte vom Meer so stark landeinwärts, dass es im Haus knietief stand. Es hat aber die Dachpappe vom Dach abgerissen. Da kann man dann ahnen, dass unsere Stürme im Vergleich zu so einem Hurrikan eher laue Lüftchen sind. Tagelang gab es keinen Strom und kein Wasser. Strom dann irgendwann stundenweise. Das Wasser wurde in Tankwagen herangekarrt und an die Bevölkerung z.B. in Matanzas ausgegeben, was dann dazu geführt hat, dass sich die Leute letztendlich darum geprügelt haben. Manche wollten halt nicht einsehen, dass es nicht Ok ist, bei der Gelegenheit mit einem 20L Kanister aufzukreuzen...