keko´s Training für den Hausgebrauch

Was wir so trainieren. Bitte hier nicht kommentieren!

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Kiwi03
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von Kiwi03 »

keko hat geschrieben:
chris.fall hat geschrieben: Allerdings finde ich auch, dass so etwas nicht zur Gewohnheit werden sollte, d.h. man sollte sich IMHO so auf eine LD vorbereiten, dass man auch eine realistische Chance - Ich schreibe bewußt Chance, denn an so einem langen Tag kann immer etwas schief gehen - hat, am Ende durchzulaufen, was eben EMU5 bedeutet.

Viele Grüße,

Christian
Ich werde mich nicht mehr ein Jahr vorher für einen Juliwettkampf anmelden und dann schauen, wie ich das hinbekomme. Sondern ich werde mir den Sommer anschauen, wie ich drauf bin und dann irgendwo anmelden, wenn ich denke, dass es was werden könnte.
Tja, dann sind die Möglichkeiten halt sehr begrenzt. Barcelona ist evtl. noch lange offen, Almere, dann wars das aber langsam schon.

Wir sind nicht mehr in den 90 ern grosser Freund.. :ditsch
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Thorsten
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von Thorsten »

Podersdorf geht auch noch bis zum Ende, Köln sicher auch.
Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
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keko
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von keko »

Thorsten hat geschrieben:Podersdorf geht auch noch bis zum Ende, Köln sicher auch.
Eine würde ja reichen :lol:

Barcelona ist nächstes Jahr am 6. Oktober :yo:
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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Klugschnacker
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von Klugschnacker »

Wissenschaftlich gesehen ist es so, dass die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, mit der sportlichen Form parallel läuft. In einer persönlichen körperlichen Topform ist die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, am besten ausgeprägt. Das bedeutet nicht, dass man die Schmerzen dann weniger spüren würde, sondern dass man eher bereit und auch in der Lage ist, in den Schmerz hinein zu gehen.

Das wurde in zahlreichen Untersuchungen festgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Schmerztoleranz auch bei Spitzenathleten ganz normal ist, so wie bei untrainierten Personen. Dazu fügt man beiden einen messbaren und immer weiter gesteigerten Schmerz zu und notiert den individuellen Abbruchwert, bei den der Schmerz nicht weiter toleriert werden kann.

Mit ansteigender körperlicher Form des Athleten steigt nun seine Schmerztoleranz als Bereitschaft, Schmerzen zu ertragen. Bei erreichter Topform misst man auch die höchsten Abbruchwerte beim zugefügten Schmerz. Fällt die Form ab, passiert dasselbe mit der Schmerztoleranz.

Es ist daher davon auszugehen, dass ein austrainierter Athlet, der einen Wettkampf am Limit seiner Möglichkeiten bestreitet, größere Schmerzen erleidet als ein schlechter trainierter Athlet, der ebenfalls an seinem aktuellen sportlichen Limit unterwegs ist.

Nach meiner Erfahrung ist das ein Teil des Katers, den man nach einem schlecht vorbereiteten Rennen hat, dass man gar nicht so kämpfen konnte, wie man sich das vorgenommen hatte.

Grüße,
Arne
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PeterMUC
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von PeterMUC »

Nächstes Jahr drücken wir jedem schlecht oder weniger schlecht vorbereiteten EMU eine Borg-Skala (vielleicht statt Pulsuhr, bringt ja eh nix, siehe Keko's werte :pfeif ) in die Hand, dann kann man jeden (Lauf-Km) einen Strich machen, wird bestimmt witzig das auszuwerten. :ditsch
....
Keko, Du bist auf Deiner Welt-Zeitlinie geblieben und vor Dich hin ge(g)litten, mehr wollten wir doch gar nicht von Dir sehen :applaus
Du kannst aus einem dicken Schwein kein Rennpferd machen,
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
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drullse
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von drullse »

Klugschnacker hat geschrieben:Wissenschaftlich gesehen ist es so, dass die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, mit der sportlichen Form parallel läuft. In einer persönlichen körperlichen Topform ist die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, am besten ausgeprägt. Das bedeutet nicht, dass man die Schmerzen dann weniger spüren würde, sondern dass man eher bereit und auch in der Lage ist, in den Schmerz hinein zu gehen.

Das wurde in zahlreichen Untersuchungen festgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Schmerztoleranz auch bei Spitzenathleten ganz normal ist, so wie bei untrainierten Personen. Dazu fügt man beiden einen messbaren und immer weiter gesteigerten Schmerz zu und notiert den individuellen Abbruchwert, bei den der Schmerz nicht weiter toleriert werden kann.

Mit ansteigender körperlicher Form des Athleten steigt nun seine Schmerztoleranz als Bereitschaft, Schmerzen zu ertragen. Bei erreichter Topform misst man auch die höchsten Abbruchwerte beim zugefügten Schmerz. Fällt die Form ab, passiert dasselbe mit der Schmerztoleranz.

Es ist daher davon auszugehen, dass ein austrainierter Athlet, der einen Wettkampf am Limit seiner Möglichkeiten bestreitet, größere Schmerzen erleidet als ein schlechter trainierter Athlet, der ebenfalls an seinem aktuellen sportlichen Limit unterwegs ist.

Nach meiner Erfahrung ist das ein Teil des Katers, den man nach einem schlecht vorbereiteten Rennen hat, dass man gar nicht so kämpfen konnte, wie man sich das vorgenommen hatte.

Grüße,
Arne
Danke für die Ausführung. Ich wußte immer, dass ich anders bin, jetzt habe ich es auch schriftlich.

Bei mir macht es definitiv keinen Unterschied, ob ich trainiert bin oder nicht - wenn ich am Wettkampftag den Kopf an der richtigen Stelle habe (und das ist Tagesform, nicht Trainingsform), dann kann ich mich quälen bis das weiße aus den Pupillen läuft. Auf für ne 40 auf 10, wenn ich vollkommen außer Form bin, so dass ich hinterher 3 Tage nicht richtig gehen kann. Umgekehrt kann ich noch so gut trainiert sein, wenn ich am Renntag mental nicht bei der Sache bin, geht gar nichts.
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drullse
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von drullse »

chris.fall hat geschrieben:
drullse hat geschrieben:
la_gune hat geschrieben:Ich glaube auch nicht, dass von den Topleuten schon mal jemand mehr als 13h auf der Strecke war...
Ain-Alar Juhansson auf seiner letzten LD
:cry: :cry: :cry:

Was war denn da los? Der Bursche hat mich (warum wohl?;-) immer sehr inspiriert!
Hier das Bike von ihm, das sieht sehr nach geplantem Abschied mit viel Spaß auf der Strecke aus:

Bild
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la_gune
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von la_gune »

@ Arne: Und was sagt die Wissenschaft zur DAUER der Schmerztoleranz ? Kann ein trainierter Athlet auch _länger_ (und wir sprechen hier von >5h im Vergleich zu einem Topathleten !!!) Schmerzen ertragen ? Darum geht es doch. :chris76

Was ich sagen will: Ein Stich mit der Nadel tut weh, ist aber aushaltbar. 8h Stiche mit der Nadel sind auch vielleicht noch aushaltbar. Aber wie sieht es nach 13h+ aus ? Da tut es nicht weniger weh.

Du bist doch selber schon auf dem einen oder anderen LD-Marathon gewandert. Du solltest es doch eigentlich selbst wissen, dass das nicht weniger weh tut, als wenn man läuft. Zumindest wenn man ernsthaft versucht, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen.
"Training ist kein Ponyschlecken !"

"Realität ist immer ein Kompromiss..."

"Prepare for the worst-and enjoy every moment of it !" Col. Chris Hadfield
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chris.fall
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von chris.fall »

Moin,
drullse hat geschrieben: Hier das Bike von ihm, das sieht sehr nach geplantem Abschied mit viel Spaß auf der Strecke aus:
Yep!... Hoffentlich war es für ihn auch wirklich so!
Auch wenn er es wahrscheinlich nie erfahren wird:

Alles Gute weiterhin!

Du warst mein Held und die Inspiration meiner Triathlon-Anfangs-Jahre!


Viele Grüße,

Christian
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von drullse »

Schreib's ihm auf Facebook.

Lanzarote-Übersetzung von ihm beim IM: 55/44 mit 11-21.

DARAN kannste Dir mal ein Beispiel nehmen... ;)
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chris.fall
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von chris.fall »

drullse hat geschrieben:Schreib's ihm auf Facebook.
Sorry, aber selbst dafür werde ich nicht zum Fratzenbuch gehen.
drullse hat geschrieben: Lanzarote-Übersetzung von ihm beim IM: 55/44 mit 11-21.
Yep, ich weiß. :pray
Immerhin fährt er aber fast so lange Kurbeln wie ich :daumen
drullse hat geschrieben: DARAN kannste Dir mal ein Beispiel nehmen... ;)
Lieber nicht, er ist ein sehr bescheidener Schwimmer.
;) :tomtiger
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von drullse »

chris.fall hat geschrieben:Sorry, aber selbst dafür werde ich nicht zum Fratzenbuch gehen.
Verständlich. Seine Homepage funzt leider momentan nicht.

Lieber nicht, er ist ein sehr bescheidener Schwimmer.
;) :tomtiger
Solange es für IM-Siege reicht...
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Anja
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von Anja »

drullse hat geschrieben:
chris.fall hat geschrieben:Sorry, aber selbst dafür werde ich nicht zum Fratzenbuch gehen.
Verständlich. Seine Homepage funzt leider momentan nicht.

Lieber nicht, er ist ein sehr bescheidener Schwimmer.
;) :tomtiger
Solange es für IM-Siege reicht...
Wenigstens hab ich ihn nochmal im Wettkampf gesehen. Ihn auf Lanza radfahren zu sehen war einfach nur schön.
06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
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Klugschnacker
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von Klugschnacker »

la_gune hat geschrieben:Du bist doch selber schon auf dem einen oder anderen LD-Marathon gewandert. Du solltest es doch eigentlich selbst wissen, dass das nicht weniger weh tut, als wenn man läuft. Zumindest wenn man ernsthaft versucht, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen.
Ich bin bisher einen (1) halben Marathon gewandert, beim Ironman Frankfurt 2010. Das ist ein ganz blödes Gefühl, vor allem nach dem Rennen. Was die Quälerei betrifft, ist jeder gelaufene Schritt zehnmal schlimmer als ein spazierter. Wäre die Qual, wie Du behauptest, dieselbe, egal ob man rennt oder wandert, dann würde doch kein Mensch wandern im Marathon.

Ein wettkampfmäßiges Lauftempo liefert der Körper ja nicht von alleine ab, sondern man gibt sich sich über viele Stunden hinweg ganz übel die Peitsche. Das kann so weit gehen, dass man kaum mehr in der Lage ist die Hand zum Gruß zu heben, wenn man auf den letzten Kilometern an einem Bekannten vorbei rennt. Bei einer Wanderung kann man sich pausenlos mit einem Mitstreiter unterhalten (bin mit Bort gebortet, war sehr unterhaltsam). Du willst das doch nicht ernsthaft miteinander vergleichen?

Hart ist beim Wandern nur die Enttäuschung und das Angepisstsein. Es kann auch anstrengend werden. Aber hart ist anders.

Grüße,
Arne
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Re: keko und sein Training für den Hausgebrauch

Beitrag von drullse »

Nun Arne, es gibt wandern und wandern. Ihr seid gebortet. Ich fand das damals toll, weil es darum ging anzukommen. Ich bin in Zofingen gewandert, weil ich eben nicht mehr die Hand heben konnte - um einen Becher an der Verpflegungsstation zu halten, musste ich beide Hände nehmen. Man kann sich sicher darüber streiten, ob das überhaupt noch sinnvoll ist oder sein muss aber: DAS tut genauso weh wie laufen, weil es an der absoluten Grenze ist. Die Peitsche ist die gleiche, nur kann der Körper einfach nicht mehr als wandern. Im Ziel bin ich damals umgekippt - etwas, dass ich auch mit nochso harten Läufen kaum geschafft habe.

Ein Kumpel hat sich wandert mit einem anderen Konkurrenten Positionskämpfe geliefert, weil beide nicht mehr rennen konnten. Im Ziel lag er eine Stunde schlafend unter der Wärmedecke, bis er zitternd wieder aufstehen konnte.

So allgemein geht's dann doch nicht.

In Glücksburg letztes Jahr hingegen bin ich einfach langsam getrabt weil es für mich angenehmer ist als wandern - das Resultat ist das gleiche und klar, das tut dann nicht wirklich weh, dauert nur länger.
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