Klugschnacker hat geschrieben:Wissenschaftlich gesehen ist es so, dass die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, mit der sportlichen Form parallel läuft. In einer persönlichen körperlichen Topform ist die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, am besten ausgeprägt. Das bedeutet nicht, dass man die Schmerzen dann weniger spüren würde, sondern dass man eher bereit und auch in der Lage ist, in den Schmerz hinein zu gehen.
Das wurde in zahlreichen Untersuchungen festgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Schmerztoleranz auch bei Spitzenathleten ganz normal ist, so wie bei untrainierten Personen. Dazu fügt man beiden einen messbaren und immer weiter gesteigerten Schmerz zu und notiert den individuellen Abbruchwert, bei den der Schmerz nicht weiter toleriert werden kann.
Mit ansteigender körperlicher Form des Athleten steigt nun seine Schmerztoleranz als Bereitschaft, Schmerzen zu ertragen. Bei erreichter Topform misst man auch die höchsten Abbruchwerte beim zugefügten Schmerz. Fällt die Form ab, passiert dasselbe mit der Schmerztoleranz.
Es ist daher davon auszugehen, dass ein austrainierter Athlet, der einen Wettkampf am Limit seiner Möglichkeiten bestreitet, größere Schmerzen erleidet als ein schlechter trainierter Athlet, der ebenfalls an seinem aktuellen sportlichen Limit unterwegs ist.
Nach meiner Erfahrung ist das ein Teil des Katers, den man nach einem schlecht vorbereiteten Rennen hat, dass man gar nicht so kämpfen konnte, wie man sich das vorgenommen hatte.
Grüße,
Arne
Danke für die Ausführung. Ich wußte immer, dass ich anders bin, jetzt habe ich es auch schriftlich.
Bei mir macht es definitiv keinen Unterschied, ob ich trainiert bin oder nicht - wenn ich am Wettkampftag den Kopf an der richtigen Stelle habe (und das ist Tagesform, nicht Trainingsform), dann kann ich mich quälen bis das weiße aus den Pupillen läuft. Auf für ne 40 auf 10, wenn ich vollkommen außer Form bin, so dass ich hinterher 3 Tage nicht richtig gehen kann. Umgekehrt kann ich noch so gut trainiert sein, wenn ich am Renntag mental nicht bei der Sache bin, geht gar nichts.