Die Deutschen sterben aus

Der EMU-Stammtisch

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HansM
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von HansM »

keko hat geschrieben: Im Grunde ist das auch alles völlig normal: würde ich in ein muslimischen Land auswandern, ich würde einen Teufel tun und meine deutschen oder westlichen Tugenden ablegen.
Für mich ist es ja eine Option, nach meiner Pensionierung nach Kuba auszuwandern. Abgesehen davon dass ich mich frage, ob ich will dass meine Kinder in einem kommunistischen Land aufwachsen, frage ich mich schon, ob ich so leben will, wie ein kubanischer Mann bzw. Rentner lebt. Wenn ich das nicht will oder kann, muss ich in Deutschland bleiben. Auf ein parallel Leben oder sogar eine parallel Gesellschaft hätte ich keine Lust. Da wäre ich ja mental auch in Deutschland geblieben. Das ist dann weder Fisch noch Fleisch.
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keko
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von keko »

https://nationalismusistkeinealternativ ... stuttgart/
Das werde ich mir mal antun. Zum letzten Mal auf einer Demo war ich bei S21. Beim legedänre „Schwarzen Donnerstag“ im September 2010. :chris76
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keko
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von keko »

Wird noch lustig werden in Deutschland :(

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern ... f-100.html

Einer ist mittlerweile verstorben.

Beste Wahlwerbung für die AfD :dead
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drullse
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von drullse »

keko hat geschrieben:Wird noch lustig werden in Deutschland :(
Wieso "werden"?
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern ... f-100.html

Einer ist mittlerweile verstorben.

Beste Wahlwerbung für die AfD :dead
Sehe ich nicht so dramatisch - durchgeknallte gibt es auch unter den "christlichen Deutschen". Dieses Land fährt langsam an die Wand. Aber eben so langsam, dass der satte Bürger beruhigt auf die "schlimmen Anderen" schaut und sich denkt "wird schon nicht so schlimm".

Und irgendwann wachen dann alle auf und verstehen die Welt nicht mehr. Ich hab da keine Illusionen mehr. Die Politik hat sich komplett abgekoppelt vom Volk, für mich zählt nur noch das persönliche Durchwurschteln.
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keko
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von keko »

drullse hat geschrieben:
Und irgendwann wachen dann alle auf und verstehen die Welt nicht mehr. Ich hab da keine Illusionen mehr. Die Politik hat sich komplett abgekoppelt vom Volk, für mich zählt nur noch das persönliche Durchwurschteln.
Ich sehe das Problem eher in der Verselbständigung des Geldes. Das Geld hat sich komplett abgekoppelt. Man kennt die krasse Schieflage schon von anderen Ländern, jetzt trifft es zunehmend auch Deutschland. Die Politik schaut meist nur zu.
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drullse
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von drullse »

keko hat geschrieben:Die Politik schaut meist nur zu.
... und hält die Hand auf - und entkoppelt sich so zusammen mit dem Geld vom Volk.
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Klugschnacker
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von Klugschnacker »

Dieser Thread passt in seinen rhetorischen Mustern sehr gut zu dieser Kolumne:

"Hetze gegen Flüchtlinge – Stilformen der Menschenverachtung"
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/flue ... 77837.html

Ich meine da vor allem die Punkte

- ständiges Opfergefühl
- Aggressiver Sarkasmus und ironische Andeutung
- Rhetorische Vergewisserungsfragen
- Vernunftposen
- Untergangsfantasien

Das ähnelt sehr stark den Argumenten und Haltungen in diesem Thread.
:keko
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drullse
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von drullse »

Klugschnacker hat geschrieben:Dieser Thread passt in seinen rhetorischen Mustern sehr gut zu dieser Kolumne:

"Hetze gegen Flüchtlinge – Stilformen der Menschenverachtung"
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/flue ... 77837.html

Ich meine da vor allem die Punkte

- ständiges Opfergefühl
- Aggressiver Sarkasmus und ironische Andeutung
- Rhetorische Vergewisserungsfragen
- Vernunftposen
- Untergangsfantasien

Das ähnelt sehr stark den Argumenten und Haltungen in diesem Thread.
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Sehe ich nicht so - wo wird hier gegen Flüchtlinge gehetzt?

Meine Meinung dieses Land und seine Politiker betreffend war auch schon so, weit bevor der Flüchtlingsstrom uns erreicht hat. Denen gebe ich die geringste Schuld an den Verhältnissen in diesem Land.

Man kann dieses Land toll finden, man muss es aber nicht (und wer einem dann mit "aber anderswo ist es noch viel schlechter" kommt, der hat schlicht nichts begriffen).
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Klugschnacker
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von Klugschnacker »

"Wird noch lustig werden in Deutschland"
"Dieses Land fährt langsam an die Wand"
"Und irgendwann wachen dann alle auf und verstehen die Welt nicht mehr."
"Ich hab da keine Illusionen mehr."
"für mich zählt nur noch das persönliche Durchwurschteln"

Ich sehe in diesen Aussagen durchaus die angesprochenen Untergangsfantasien, das Opfergefühl und die Vernunftpose. Und insgesamt auch die vom Kommentator angesprochenen inneren Widersprüche, zugespitzt in dieser Form: "Ich habe überhaupt nichts gegen Kriegsflüchtlinge (bin aber dagegen, dass wir ihnen helfen)".

Ich finde, das hat Sascha Lobo, dem ich ansonsten nicht häufig zustimme, ganz treffend analysiert.
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drullse
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von drullse »

Klugschnacker hat geschrieben:"Wird noch lustig werden in Deutschland"
"Dieses Land fährt langsam an die Wand"
"Und irgendwann wachen dann alle auf und verstehen die Welt nicht mehr."
"Ich hab da keine Illusionen mehr."
"für mich zählt nur noch das persönliche Durchwurschteln"

Ich sehe in diesen Aussagen durchaus die angesprochenen Untergangsfantasien, das Opfergefühl und die Vernunftpose.
Ich sehe in diesen Aussagen einfach nur Realismus. Es steht doch jedem frei, realistisch dagegen zu argumentieren. Komischerweise passiert das nicht. Ich lese viel beim Tagesspiegel mit, kommentiere dort aber nur selten. Dort findet man das von Lobo Genannte täglich - und zwar auf beiden Seiten der Meinungen.
Und insgesamt auch die vom Kommentator angesprochenen inneren Widersprüche, zugespitzt in dieser Form: "Ich habe überhaupt nichts gegen Kriegsflüchtlinge (bin aber dagegen, dass wir ihnen helfen)".

Ich finde, das hat Sascha Lobo, dem ich ansonsten nicht häufig zustimme, ganz treffend analysiert.
Und genau das ist das Problem: wer sagt, dass ich dagegen bin, ihnen zu helfen? Richtig. Niemand. Es wird aber fleißig reininterpretiert, wenn man nicht - überspitzt formuliert - zu allem und jedem in Jubelstürme ausbricht.

Und genau wegen dieser Haltung, die ich online immer häufiger treffe, wo alles nicht genehme heftig weggebissen wird, sehe ich die Analyse von Lobo vielleicht als treffend aber (so wie bei ihm in meinen Augen meistens) als zu kurz gegriffen an.
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Klugschnacker
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von Klugschnacker »

drullse hat geschrieben:
Klugschnacker hat geschrieben:"Wird noch lustig werden in Deutschland"
"Dieses Land fährt langsam an die Wand"
"Und irgendwann wachen dann alle auf und verstehen die Welt nicht mehr."
"Ich hab da keine Illusionen mehr."
"für mich zählt nur noch das persönliche Durchwurschteln"
Ich sehe in diesen Aussagen einfach nur Realismus. Es steht doch jedem frei, realistisch dagegen zu argumentieren. Komischerweise passiert das nicht.
Vielleicht wird relativ wenig dagegen argumentiert, weil es sich bei den Aussagen um Gefühle handelt. Wer sie ausspricht, hält diese Gefühle offenbar für die Realität. Gleichzeitig sind sie so formuliert, dass sie sich einer sachlichen Überprüfung entziehen. Es ist deshalb mühsam (anstrengend), sich damit auseinanderzusetzen.

Außerdem hat diese Diskussion einen doppelten Boden; auch darum ist sie schwer zu führen. Einerseits wird gesagt, man sei dafür, Kriegsflüchtlingen zu helfen. Andererseits werden emsig Links gepostet, welche die Politik und die gesellschaftlichen Anstrengungen, die den Flüchtlingen helfen sollen, in ein schlechtes Licht stellen. Andere sind dann zuverlässig zur Stelle und kommentieren den Link auf fatalistische oder sarkastische Weise – in jedem Fall jedoch negativ. Wie soll man mit so einer Diskussion umgehen?
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drullse
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von drullse »

Klugschnacker hat geschrieben:Wie soll man mit so einer Diskussion umgehen?
Sachlich. Realistische Lösungen zeigen. Und die Schreihälse ignorieren. IMHO ( ;) ).
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von runningmaus »

Das Irre ist ja, das Menschen, z.b. Rentner, die sich viel in ihrer Kleingartenkollonie aufhalten,
plötzlich der Ansicht sind, durch die Flüchtlinge werde ihnen etwas weggenommen, was ihnen zusteht. :(

Dabei brauchen die Flüchtlinge dringend Hilfe - und ich will nicht weiter zusehen, wie sie auf halsbrecherischen Überfahrten ertrinken.
Sie könnten mit ihrer Vielfalt und Dynamik unser Land bereichern. :)
Leidenschaft meistert jede Krise. Est-ce qu'il sont fous, les français?
aktuell 2023 - und Spaß
und was davor geschah... runningmaus 2012: Kopf hoch!
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keko
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von keko »

runningmaus hat geschrieben: Dabei brauchen die Flüchtlinge dringend Hilfe - und ich will nicht weiter zusehen, wie sie auf halsbrecherischen Überfahrten ertrinken.
Sie könnten mit ihrer Vielfalt und Dynamik unser Land bereichern. :)
Meine Meinung: ein Teil wird uns bereichern, ein anderer Teil wird in die Sozialsysteme rutschen und zur weiteren Ghettoisierung beitragen. Religion und Religiösität wird wieder eine größere Rolle spielen.
Warum es in DE anders laufen sollten, als in anderen Ländern, konnte mir noch keiner beantworten.
Leben bedeutet aber Veränderung, von daher sehe ich das nicht als problematisch oder schlimm an. Selbst wenn DE von der Landkarte verschwinden sollte und irgendwann Neusyrien heissen sollte (Witz!!), wird es die Menscheit verkraften.
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Re: Die Deutschen sterben aus

Beitrag von Klugschnacker »

keko hat geschrieben:Religion und Religiösität wird wieder eine größere Rolle spielen.
In einem anderen Thread sagtest Du, Religion sei für Dich erstmal etwas Positives. Ist es dabei geblieben?
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