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Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 21:23
von drullse
stefan79 hat geschrieben:Ich habe dieses Jahr einmal eine Stoffwechselanalyse gemacht. Dabei wurde der Anteil von Kohlenhydrate, Fett und Eiweiss bestimmt.
Stoffwechsel oder Ernährungsanalyse?
Wo hast Du das machen lassen und was wurde da getestet?
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 21:26
von drullse
glaurung hat geschrieben:Und ich glaub auch drullses Variante, wobei ich in seinem offenbar hartnäckigen Fall davon ausgehe, dass seine unzähligen langen Läufe ohne KH-Zufuhr mit Sicherheit nicht förderlich waren für sein "Problem". Vermute ich jetzt einfach mal. Denn 3h-Läufe sind sicher auch eine Art von Hungern und sie haben ja genau ein Ziel: nämlich die Energieeffizienz zu erhöhen. Und das ist bei ihm offenbar "gelungen".

Das soll jetzt keine Kritik oder sonstwas sein, sondern nur eine nüchterne Feststellung.
Das Problem mit dem Zunehmen kam bei mir das erste Mal mit 19. In 9 Wochen trotz fast täglichen langen Bergwanderungen und teilweise mehrtägigen harten Klettertouren fast 9 Kg zugenommen. Das ging dann zwar wieder ohne größere Probleme weg aber seitdem jeden Herbst das gleiche Problem.
Wenn ich mir meine Eltern anschaue, dann glaube ich auch nur bedingt an Ernährung als Grund. Meine Mutter ist und war immer schlank, mein Vater hat Zeit seines Lebens gegen das Übergewicht gekämpft und der hat nie "gefressen", im Gegenteil. Schon als Jugendlicher (und wer Jahrgang 39 ist, der hatte in der Jugend nicht wirklich zu viel zu essen) war das so.
Dass der Stoffwechsel und die Ernährungsgewohnheiten dazu spielen ist natürlich klar.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 21:31
von stefan79
drullse hat geschrieben:stefan79 hat geschrieben:Ich habe dieses Jahr einmal eine Stoffwechselanalyse gemacht. Dabei wurde der Anteil von Kohlenhydrate, Fett und Eiweiss bestimmt.
Stoffwechsel oder Ernährungsanalyse?
Wo hast Du das machen lassen und was wurde da getestet?
Hi Drullse
Das Ding nennt sich Metabolic Typing
Habe ich hier gemacht:
http://www.fit-n-essen.ch/index.php?pageid=19
Getestet wurde der Stoffwechseltyp, Langsam- oder Schnellverbrenner und dann die Zusammenstellung von Kohlenhydrate, Eiweiss und Fett.
Zudem wurde zu diesem Stoffwechseltyp eine Liste abgegeben, welche Nahrungsmittel einen stärken und welche eher den Körper schwächen, wenn man diese isst. Habe davon gehört als ich bei Fritz Buchstaller bei der Sitzpositionseinstellung war.
Grüssse Stefan
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 21:48
von drullse
Ok, das kenne ich.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:10
von glaurung
drullse hat geschrieben:
Das Problem mit dem Zunehmen kam bei mir das erste Mal mit 19. In 9 Wochen trotz fast täglichen langen Bergwanderungen und teilweise mehrtägigen harten Klettertouren fast 9 Kg zugenommen. Das ging dann zwar wieder ohne größere Probleme weg aber seitdem jeden Herbst das gleiche Problem.
Das hört sich in der Tat aussergewöhnlich an und wahrscheinlich bist Du genau wegen dieser Energieeffizienz doch ein sehr guter Ausdauersportler auf den langen Sachen. Wenn Du dann halt auf einmal deutlich weniger machst (und im Vergleich zu Deiner "Jugend" ist das wahrscheinlich der Fall, oder?), dann..........
drullse hat geschrieben:
Wenn ich mir meine Eltern anschaue, dann glaube ich auch nur bedingt an Ernährung als Grund. Meine Mutter ist und war immer schlank, mein Vater hat Zeit seines Lebens gegen das Übergewicht gekämpft und der hat nie "gefressen", im Gegenteil. Schon als Jugendlicher (und wer Jahrgang 39 ist, der hatte in der Jugend nicht wirklich zu viel zu essen) war das so.
Dann hast Du wohl den Stoffwechsel Deines Vaters. Ob das nun gut ist oder nicht, darüber kann man sich streiten.
Und das interessiert mich jetzt wirklich aus wissenschaftlicher Sicht:
Du sagst, Dein Vater ist Jahrgang 39. Hatte er oder auch seine Eltern mal eine Zeitlang aufgrund des Krieges sehr wenig zu essen? Ich hab mal eine Veröffentlichung gelesen, in der aufgezeigt wurde, dass sich starke Hungerperioden auf den Methylierungsstatus von z.B. Stoffwechselgenen auswirken können. Ich weiß das jetzt nicht mehr genau, aber ich meine, dass diese Gene dann so methyliert werden, dass der Stoffwechsel effizienter wird, was ja logisch ist, da der Mensch ja "überleben will".
Und diese Methylierungen sind vererbbar an die Nachkommen !!! Diesbezüglich ist die Forschung aber noch eher in den Kinderschuhen. Mich würde diese Thematik voll interessieren und ich hab mir letzthin mal bei einer langen Radausfahrt Gedanken darüber gemacht, wie man sowas anhand eines umfangreichen Mausversuchs untersuchen könnte.

Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:26
von drullse
glaurung hat geschrieben:Das hört sich in der Tat aussergewöhnlich an und wahrscheinlich bist Du genau wegen dieser Energieeffizienz doch ein sehr guter Ausdauersportler auf den langen Sachen. Wenn Du dann halt auf einmal deutlich weniger machst (und im Vergleich zu Deiner "Jugend" ist das wahrscheinlich der Fall, oder?), dann..........
Weniger eigentlich nicht (ok - die letzten zwei Jahre schon, da trainiere ich ja kaum) aber ansonsten, rechne mal: ich bin früher 5-6000 Km im Jahr gelaufen, das sind ja grade mal 100-120 die Woche, also ca. 13 Stunden die Woche. Da mache ich im ansatzweise normalen Triathlontraining sicher nicht weniger.
Und das interessiert mich jetzt wirklich aus wissenschaftlicher Sicht:
Du sagst, Dein Vater ist Jahrgang 39. Hatte er oder auch seine Eltern mal eine Zeitlang aufgrund des Krieges sehr wenig zu essen?
Das meinte ich ja weiter oben - natürlich hatten die zeitweise nix zu essen. Deine danach ausgeführte Theorie glaube ich gerne...
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:37
von glaurung
drullse hat geschrieben:
Das meinte ich ja weiter oben - natürlich hatten die zeitweise nix zu essen. Deine danach ausgeführte Theorie glaube ich gerne...
Ja. Ich bin mir sicher, dass da was dran ist, obwohl ich mich nicht wirklich damit auskenne. Ich hab halt diese Info mal aufgeschnappt und kann aufgrund meines Berufs zumindest gut einschätzen, ob die Sache seriös oder nur dummes Gelaber ist.
Es sind einfach wahnsinnig viele Faktoren, die auf das Gewicht Einfluss nehmen. Drum bin ich diesbezüglich (noch weniger als bei anderen Dingen) überhaupt kein Fan von Verallgemeinerungen bzw. Pauschalisierungen.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:44
von glaurung
Verschiedene Menschengruppen reagieren ja auch unterschiedlich auf versch. Lebensmittel. Auch wieder logisch. Denn während der Evolution des Menschen spielte natürlich auch immer die Art der Nahrung, die hauptsächlich zur Verfügung stand, eine gewichtige Rolle.
Eskimos hatten immer nur Fisch und insgesamt quasi nur Protein zur Verfügung.
Beim Afrikaner sah das schon wieder anders aus. Wäre die Evolution des Menschen noch eine zeitlang isoliert weitergegangen, hätte das in letzter Instanz sicher zur Artenaufspaltung geführt.
So. Genug kluggeschissen. Sorry.

Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:45
von innez
Soweit ich mich erinnere (

), war der Krieg 1945 zu Ende. Ob man bei einem 6jährigen von "jugendlicher" Hungersnot (!) sprechen kann

Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 22:52
von glaurung
innez hat geschrieben:Soweit ich mich erinnere (

), war der Krieg 1945 zu Ende. Ob man bei einem 6jährigen von "jugendlicher" Hungersnot (!) sprechen kann

Drum fragte ich ja auch nach den Eltern seines Vaters.
Und es gab sicher auch noch Hunger in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Man weiß einfach noch nicht genau, in welchem Alter sowas eine besonders große Rolle spielt. Und das direkt am Menschen zu untersuchen, macht wohl aus ethischen Gründen "wenig" Sinn.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann hatten die Nachkommen von Konzentrationslagerinsassen, die lange und extrem hungern mussten und bis auf die Knochen abgemagert waren, zu einem hohen Prozentsatz ein Leben lang massive Probleme mit Übergewicht.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 23:01
von innez
glaurung hat geschrieben:
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann hatten die Nachkommen von Konzentrationslagerinsassen, die lange und extrem hungern mussten und bis auf die Knochen abgemagert waren, zu einem hohen Prozentsatz ein Leben lang massive Probleme mit Übergewicht.
das ist in der Tat erstaunlich. Und eine Untersuchung wert.
Könnte aber für viele auch die perfekte "Entschuldigung" sein.... (ich kann machen, was ich will, für mein Übergewicht kann ich nix, meine Großeltern hatten hungern müssen)

Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 23:14
von drullse
innez hat geschrieben:Soweit ich mich erinnere (

), war der Krieg 1945 zu Ende. Ob man bei einem 6jährigen von "jugendlicher" Hungersnot (!) sprechen kann

Aha. Na dann kannst Du Dich ja sicher auch daran erinnern, wie die Versorgungssituation in Deutschland in den folgenden 10 Jahren war...
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 23:24
von Anja
glaurung hat geschrieben:Verschiedene Menschengruppen reagieren ja auch unterschiedlich auf versch. Lebensmittel. Auch wieder logisch. Denn während der Evolution des Menschen spielte natürlich auch immer die Art der Nahrung, die hauptsächlich zur Verfügung stand, eine gewichtige Rolle.
Eskimos hatten immer nur Fisch und insgesamt quasi nur Protein zur Verfügung.
Beim Afrikaner sah das schon wieder anders aus. Wäre die Evolution des Menschen noch eine zeitlang isoliert weitergegangen, hätte das in letzter Instanz sicher zur Artenaufspaltung geführt.
So. Genug kluggeschissen. Sorry.

Da kriegt Dein Geschreibsel mal richtig Substanz und dann willst Du aufhören. Nix ist. Mich interessiert das. Ich hab das vor Jahren mal versucht aus soziologischer Sicht zu betrachten (den Umgang mit Essen, Übertrag von kindlichen Erfahrungen "Essenknappheit" ins Erwachsenenalter usw. aber auch das wieder aufgehört. Ich bin mir sicher es funktioniert nicht jeder Körper gleich und kann gleich einfach (z. B. weniger essen = weniger Gewicht) beeinflußt werden.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 16 Aug 2012 23:45
von glaurung
Anja hat geschrieben:
Da kriegt Dein Geschreibsel mal richtig Substanz und dann willst Du aufhören. Nix ist.
Hups. Ein Lob? Für MICH??
Anja hat geschrieben:
Mich interessiert das. Ich hab das vor Jahren mal versucht aus soziologischer Sicht zu betrachten (den Umgang mit Essen, Übertrag von kindlichen Erfahrungen "Essenknappheit" ins Erwachsenenalter usw. aber auch das wieder aufgehört.
Mich interessiert das auch sehr. Aber man kann sich halt leider nicht mit allem beschäftigen.
Anja hat geschrieben:
Ich bin mir sicher es funktioniert nicht jeder Körper gleich und kann gleich einfach (z. B. weniger essen = weniger Gewicht) beeinflußt werden.
Das schreib ich doch immer wieder.
Über die Geschichte mit den hungernden Menschen in der Kriegszeit und deren Nachkommen kam auch mal ein (im Vergleich zu anderen Reportagen in den Medien zum Thema Ernährung) sehr guter und detaillierter Film. Es war glaub bei einer dieser Wissenschaftssendungen spät abends im Zweiten. Ich hab aber leider vergessen, wie die Reportage heisst. Das kann man aber sicher rausfinden (ZDF Mediathek oder so), wenn das jemanden interessiert.
Re: Des kleinen Wurm ganz großer Wahn - Roth 09:29 :-)))))
Verfasst: 17 Aug 2012 10:14
von glaurung
Puhh. Schweiss-von-der-Stirn-wisch.
Heute lag das Morgengewicht bei 65,8kg. Scheint also nicht sooo schlimm gewesen zu sein. Die Längskuhle zwischen den obersten beiden Bauchmuskeln ist auch wieder viel deutlicher zu sehen.

Das ist ein sehr gutes Zeichen.
Noch zwei 100km Ausfahrten ohne Kohlenhydrate und ich bin wieder bei 65kg. Also wahrscheinlich morgen.
Das passt dann erst mal wieder.
Etwas schlapp bin ich zwar im Moment, aber das kann auch noch am Jetlag liegen.
Und kaum ist man daheim, geht auch schon der Stress wieder los.
Gestern haben wir endlich noch schnell einen guten Einwecktopf und weitere 10 Gläser gekauft, so dass wir das ganze Fruchtgedöns nicht immer umständlich im Herd einmachen müssen. Morgen geht's dann damit heim zu meinen Eltern, die auf ihrem Baum massenweise Mirabellen haben, die dringend verarbeitet werden müssen. Und klein Glaurung braucht ja für das nächste Jahr jede Menge Frucht-Zeugs, das er in seinen Quark mischen kann (das ist mein Regenerationsessen nach dem Sport). Da weiss man wenigstens was man hat (nicht so wie bei all dem Industriefraß, den Triathleten sich immer gerne einverleiben).
Kirschen haben wir schon massig eingemacht, jetzt die Mirabellen und in ein paar Wochen kommen die wildwachsenden Pflaumen aus der Fränkischen Schweiz dran.
