Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Der EMU-Stammtisch

Moderator: Moderator

vb_man
Rote Socken Emu
Beiträge: 19695
Registriert: 21 Nov 2004 12:00

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von vb_man »

Kampa hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:Bild

oh weh Andreas - bei Deinem Ansatz läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken :(
was genau verursacht Dir den kalten Schauer?
Das Motiv?
Das der Beitrag von mir stammt?

Das nennt sich Satire. Satire muss weh tun und darf nicht politisch korrekt sein, sonst ist sie wirkungslos.
Das Motiv ist angelehnt an eine Werbekampagne der BLÖD und wurde von Titanic entsprechend angepasst; zur aktuellen (Schein)Debatte passt das wie der Arsch auf den Eimer.

Zum Thema:
Ich weiss nicht, was der Sarrazin will. Ein Heer von selbsternannten Küchentischpsychologen inkl. Beckmann weiss es auch nicht.

Aber was ist eigentlich genau passiert?
Sarrazin triggert mit seinem Buch die typischen Reflexe der Gutmenschen - so was darf man nicht sagen - und der notorisch zu kurz Gekommenen - die Türken nehmen unsere Jobs weg - an.
Es darf bezweifelt werden, das die meisten die jetzt meinen über Sarrazin herfallen zu müssen, seine Thesen auch vollständig gelesen haben. In der Regel werden ja nur die 10 beliebtesten "Das darf man so aber nicht sagen" Thesen aus dem Kontext gerissen zitiert.

Fakt ist, dass wir in Deutschland ein Integrationsproblem haben. Das fängt aber schon mit der 60er Jahre Terminologie "Gastarbeiter" an. Der Begriff "Gastarbeiter" impliziert, dass der Gast irgendwann mal nach Hause geht. Das hat er aber nicht getan und man hat die Augen davor verschlossen.
Fakt ist, dass wir in Deutschland nicht die gut ausgebildeten, weltoffenen Türken (und andere) ins Land geholt haben sondern im Rahmen von Familienzusammenführungen die schlecht- bzw. gar nicht ausgebildeten Unterschichten. Klassische Einwanderungsländer wie Canada oder Australien könnten als Beispiel dienen, wie man die qualifizierte und sprachkundige Intelligenzia ins Land holt.
Fakt ist, dass die bildungsfernen Schichten am schwierigsten zu integrieren sind.
Fakt ist, dass unter strenggläubigen Muslimen der Anteil ohne Schulabschluss und Ausbildung proportional höher ist als bei säkularisierten Muslimen.
Fakt ist, dass strenggläubige Muslime nach ihren eigenen Regeln leben wollen und sog. Ungläubige ablehnen. Das ist aber kein muslimisches Phänomen, bei extrem "christlichen" Gruppieren werden auch entsprechende Verhaltensauffälligkeiten beobachtet.
Es gibt durchaus ernstzu nehmende Studien, die belegen, dass Lebensweise und Lebenstil durchaus auch über Vererbung und nicht nur durch Sozialisierung in die nächsten Generationen weitergegeben werden.
Der Stil von Sarrazin mag diskussionswürdig sein. Aber die Diskussion in dem Stil zu führen, das ist alles nichts Neues, haben wir alles schon mal gehört, ist nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Politik und Gesellschaft in den letzten 30-40 Jahren versagt haben.
Mich würde z.B. mal interessieren, wieviele Gutmenschen aus der etablierten Bionade Bourgeoisie ihr Gemüse mittlerweile als politisch korrektes Gemüse-Abo beziehen und nicht mehr beim Türken um die Ecke kaufen?
Sarrazin aus der SPD rauszuschmeissen, weil er etwas anspricht was sich nicht gehört, ist keine Lösung. Man muss sich auch nicht notwendigerweise mit der Person Sarrazin beschäftigen.
Aber wir müssen uns dieser Diskussion stellen. Wir haben kein Ausländerproblem in diesem Land. Wir haben ein Problem, dass unsere gesellschaftlichen Schichten immer mehr auseinanderdriften und am Ende ein chancen- und hoffnungsloser Bodensatz von 15-20 mio Miserabelen übrigbleibt. Das ist der gesellschaftliche Sprengstoff!
Benutzeravatar
Friedrichvontelramund
Der Pate
Beiträge: 3569
Registriert: 07 Mai 2007 13:10
Wohnort: Napoli

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Es darf bezweifelt werden, das die meisten die jetzt meinen über Sarrazin herfallen zu müssen, seine Thesen auch vollständig gelesen haben. In der Regel werden ja nur die 10 beliebtesten "Das darf man so aber nicht sagen" Thesen aus dem Kontext gerissen zitiert.

Fakt ist, dass wir in Deutschland ein Integrationsproblem haben. Das fängt aber schon mit der 60er Jahre Terminologie "Gastarbeiter" an. Der Begriff "Gastarbeiter" impliziert, dass der Gast irgendwann mal nach Hause geht. Das hat er aber nicht getan und man hat die Augen davor verschlossen.
Fakt ist, dass wir in Deutschland nicht die gut ausgebildeten, weltoffenen Türken (und andere) ins Land geholt haben sondern im Rahmen von Familienzusammenführungen die schlecht- bzw. gar nicht ausgebildeten Unterschichten. Klassische Einwanderungsländer wie Canada oder Australien könnten als Beispiel dienen, wie man die qualifizierte und sprachkundige Intelligenzia ins Land holt.
Fakt ist, dass die bildungsfernen Schichten am schwierigsten zu integrieren sind.
Fakt ist, dass unter strenggläubigen Muslimen der Anteil ohne Schulabschluss und Ausbildung proportional höher ist als bei säkularisierten Muslimen.
Fakt ist, dass strenggläubige Muslime nach ihren eigenen Regeln leben wollen und sog. Ungläubige ablehnen. Das ist aber kein muslimisches Phänomen, bei extrem "christlichen" Gruppieren werden auch entsprechende Verhaltensauffälligkeiten beobachtet.
Es gibt durchaus ernstzu nehmende Studien, die belegen, dass Lebensweise und Lebenstil durchaus auch über Vererbung und nicht nur durch Sozialisierung in die nächsten Generationen weitergegeben werden.
Der Stil von Sarrazin mag diskussionswürdig sein. Aber die Diskussion in dem Stil zu führen, das ist alles nichts Neues, haben wir alles schon mal gehört, ist nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Politik und Gesellschaft in den letzten 30-40 Jahren versagt haben.
Mich würde z.B. mal interessieren, wieviele Gutmenschen aus der etablierten Bionade Bourgeoisie ihr Gemüse mittlerweile als politisch korrektes Gemüse-Abo beziehen und nicht mehr beim Türken um die Ecke kaufen?
Sarrazin aus der SPD rauszuschmeissen, weil er etwas anspricht was sich nicht gehört, ist keine Lösung. Man muss sich auch nicht notwendigerweise mit der Person Sarrazin beschäftigen.
Hier stimme ich Dir zu, beim Rest nicht. Insbesondere nicht beim letzten Satz. Denn wenn man schon den Begriff "Bürger mit Migrationshintergrund" strapaziert, dann liegt doch dem Problem ein wesentlicher Anteil an gescheiterter Interagtionspolitik zu Grunde, wie Du ja selbst sagst. Und dass er die "notorsich zu kurz Gekommenen" erreichen will, glaube ich auch nicht. Die Lesen sein Buch nicht.....
Bild
Benutzeravatar
Kampa
1. Half-Eiermann Emu
Beiträge: 13316
Registriert: 04 Okt 2006 09:34
Wohnort: Hopfen- und Traubenzentrum am Taunus

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Kampa »

vb_man hat geschrieben:
Kampa hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:Bild

oh weh Andreas - bei Deinem Ansatz läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken :(
was genau verursacht Dir den kalten Schauer?
Das Motiv?
Das der Beitrag von mir stammt?
das Motiv natürlich.....

dass das von Dir kommt wußte ich schon bevor ich aufs Avatar geguckt habe.
vb_man hat geschrieben: Das nennt sich Satire. Satire muss weh tun und darf nicht politisch korrekt sein, sonst ist sie wirkungslos.
ach so - ein vollständig neuer Begriff in meinem Leben ....

Das Motiv ist angelehnt an eine Werbekampagne der BLÖD und wurde von Titanic entsprechend angepasst; zur aktuellen (Schein)Debatte passt das wie der Arsch auf den Eimer.
vb_man hat geschrieben: Zum Thema:
Ich weiss nicht, was der Sarrazin will. Ein Heer von selbsternannten Küchentischpsychologen inkl. Beckmann weiss es auch nicht.
siehst - ich nämlich auch nicht... immer noch nicht... wahrscheinlich weiß er es selber nicht so genau.
vb_man hat geschrieben: Aber was ist eigentlich genau passiert?
Sarrazin triggert mit seinem Buch die typischen Reflexe der Gutmenschen - so was darf man nicht sagen - und der notorisch zu kurz Gekommenen - die Türken nehmen unsere Jobs weg - an.
Es darf bezweifelt werden, das die meisten die jetzt meinen über Sarrazin herfallen zu müssen, seine Thesen auch vollständig gelesen haben. In der Regel werden ja nur die 10 beliebtesten "Das darf man so aber nicht sagen" Thesen aus dem Kontext gerissen zitiert.

Fakt ist, dass wir in Deutschland ein Integrationsproblem haben. Das fängt aber schon mit der 60er Jahre Terminologie "Gastarbeiter" an. Der Begriff "Gastarbeiter" impliziert, dass der Gast irgendwann mal nach Hause geht. Das hat er aber nicht getan und man hat die Augen davor verschlossen.
Fakt ist, dass wir in Deutschland nicht die gut ausgebildeten, weltoffenen Türken (und andere) ins Land geholt haben sondern im Rahmen von Familienzusammenführungen die schlecht- bzw. gar nicht ausgebildeten Unterschichten. Klassische Einwanderungsländer wie Canada oder Australien könnten als Beispiel dienen, wie man die qualifizierte und sprachkundige Intelligenzia ins Land holt.
Fakt ist, dass die bildungsfernen Schichten am schwierigsten zu integrieren sind.
Fakt ist, dass unter strenggläubigen Muslimen der Anteil ohne Schulabschluss und Ausbildung proportional höher ist als bei säkularisierten Muslimen.
Fakt ist, dass strenggläubige Muslime nach ihren eigenen Regeln leben wollen und sog. Ungläubige ablehnen. Das ist aber kein muslimisches Phänomen, bei extrem "christlichen" Gruppieren werden auch entsprechende Verhaltensauffälligkeiten beobachtet.
Es gibt durchaus ernstzu nehmende Studien, die belegen, dass Lebensweise und Lebenstil durchaus auch über Vererbung und nicht nur durch Sozialisierung in die nächsten Generationen weitergegeben werden.
Der Stil von Sarrazin mag diskussionswürdig sein. Aber die Diskussion in dem Stil zu führen, das ist alles nichts Neues, haben wir alles schon mal gehört, ist nichts anderes als ein Eingeständnis, dass Politik und Gesellschaft in den letzten 30-40 Jahren versagt haben.
Mich würde z.B. mal interessieren, wieviele Gutmenschen aus der etablierten Bionade Bourgeoisie ihr Gemüse mittlerweile als politisch korrektes Gemüse-Abo beziehen und nicht mehr beim Türken um die Ecke kaufen?
Sarrazin aus der SPD rauszuschmeissen, weil er etwas anspricht was sich nicht gehört, ist keine Lösung.
Das wiederum interessiert mich zumindest in diesem Fred nicht wirklich. Da hab ich eigentlich eine recht stabile eigenen Meinung zu, die sich wohl auch nur nuancenmäßig bewegen würde.
Das ist mal wieder ein wunderbares Thema für jede noch so dusselige Talkshow, Stammtisch, Nachmittagskaffe und jede Presse und Klatschpresse - rauf und runter.
Sollen sie - was bei der Sache rauskommt, weiß ich jetzt schon - nix bis noch weniger.
vb_man hat geschrieben: Aber wir müssen uns dieser Diskussion stellen. Wir haben kein Ausländerproblem in diesem Land. Wir haben ein Problem, dass unsere gesellschaftlichen Schichten immer mehr auseinanderdriften und am Ende ein chancen- und hoffnungsloser Bodensatz von 15-20 mio Miserabelen übrigbleibt. Das ist der gesellschaftliche Sprengstoff!
tja - und genau hier kommen wir schon eher zum Pudels Kern - was mich im Moment sehr stark beschäfigt.
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
Benutzeravatar
Linus
Klugscheiß Emu
Beiträge: 6423
Registriert: 18 Jun 2004 12:00
Wohnort: Nabel der Welt
Kontaktdaten:

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Linus »

vb_man hat geschrieben: Aber wir müssen uns dieser Diskussion stellen. Wir haben kein Ausländerproblem in diesem Land. Wir haben ein Problem, dass unsere gesellschaftlichen Schichten immer mehr auseinanderdriften und am Ende ein chancen- und hoffnungsloser Bodensatz von 15-20 mio Miserabelen übrigbleibt. Das ist der gesellschaftliche Sprengstoff!
Natürlich haben wir ein Ausländerproblem.
Das darin besteht daß wir für die Gebildeten und Ausgebildeten dieser Welt furchtbar uninterresant sind. Ich habe neulich einen Bericht über einen neuen Trend gesehen. Die Kinder türkischer Gastarbeiter die hier aufgewachsen sind und gut ausgebildet wurden zieht es zum Arbeiten - in die Tpürkei. Einen riesigen Wachstumsmarkt mit massivem Fachkräftebedarf der diesen Leuten deutlich bessere Chancen und Möglichkeiten bietet als Deutschland.
Das gesellschaftliche Problem besteht darin daß unser föderal zerstückeltes Bildungssystem mit seinem überkommenen Gleichmacherei-Ansatz zwar jedem die Möglichkeit zur erstklassigen Ausbildung bietet, das aber nur diejenigen nutzen können die vom Elternhaus oder von selbst darauf kommen daß das sinnvoll ist. Der Rest wird der "chancen- und hoffnungslose Bodensatz".
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
Benutzeravatar
Anja
S(up)portlerin
Beiträge: 16165
Registriert: 28 Jun 2004 12:00
Kontaktdaten:

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Anja »

Ich werde hier nichts aus der Arbeit erzählen - aber wenn es sich mal in einer netten Runde ergibt, sprecht mich zu dem Thema an.
06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
Benutzeravatar
Friedrichvontelramund
Der Pate
Beiträge: 3569
Registriert: 07 Mai 2007 13:10
Wohnort: Napoli

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Linus hat geschrieben:Die Kinder türkischer Gastarbeiter die hier aufgewachsen sind und gut ausgebildet wurden zieht es zum Arbeiten - in die Tpürkei. Einen riesigen Wachstumsmarkt mit massivem Fachkräftebedarf der diesen Leuten deutlich bessere Chancen und Möglichkeiten bietet als Deutschland.
Und warum? Weil sie hier nie angekommen sind, aber bereitwillig das System genutzt haben um sich zu qualifizieren. Damit sind die Steuerzahler doppelt gekniffen: Wir haben Menschen ausgebildet und versichert, die später abwandern und nicht in die Sozialsysteme wiederum einzahlen damit sich das Sytem auch trägt.....
Bild
Benutzeravatar
Linus
Klugscheiß Emu
Beiträge: 6423
Registriert: 18 Jun 2004 12:00
Wohnort: Nabel der Welt
Kontaktdaten:

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Linus »

Friedrichvontelramund hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Die Kinder türkischer Gastarbeiter die hier aufgewachsen sind und gut ausgebildet wurden zieht es zum Arbeiten - in die Tpürkei. Einen riesigen Wachstumsmarkt mit massivem Fachkräftebedarf der diesen Leuten deutlich bessere Chancen und Möglichkeiten bietet als Deutschland.
Und warum? Weil sie hier nie angekommen sind, aber bereitwillig das System genutzt haben um sich zu qualifizieren. Damit sind die Steuerzahler doppelt gekniffen: Wir haben Menschen ausgebildet und versichert, die später abwandern und nicht in die Sozialsysteme wiederum einzahlen damit sich das Sytem auch trägt.....
"Weil sie hier nie angekommen sind" halte ich für zu einfach. Es gibt auch viele Deutsche die nicht in Deutschland leben. Waren das nie "richtige" Deutsche?

Du kannst doch niemandem vorwerfen daß er aus den Möglichkeiten die er hat die für sich günstigste Variante auswählt. In einer globalisierten Welt hören die Möglichkeiten eben nicht mehr an der Grenze auf, und ein Staat der qualifizierte Kräfte halten und "anlocken" möchte muß eben entsprechend attraktiv sein. Deutschland ist es eben nunmal nicht, und das müsste der Kern der Debatte sein wie das zu ändern ist. Durch möglichst lautes und häufiges Wiederholen der Mär von der Leistungsgesellschaft sicher nicht.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
Benutzeravatar
Friedrichvontelramund
Der Pate
Beiträge: 3569
Registriert: 07 Mai 2007 13:10
Wohnort: Napoli

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Linus hat geschrieben:"Weil sie hier nie angekommen sind" halte ich für zu einfach. Es gibt auch viele Deutsche die nicht in Deutschland leben. Waren das nie "richtige" Deutsche?
Ich habe es bewusst "neutral" zu formulieren versucht. Die Gründe, weshalb jemand aus Deutschland (wieder) wegzieht mögen vielfälltig sein. Fakt ist aber, dass sich diese Menschen wo anders eher zu Hause fühlen. Und genau hier wurde m.E. etwas falsch gemacht. Man kann es nicht jedem recht machen, klar. Aber es geht eben um eine verfehlte Integrationspolitik; das wollte ich damit sagen. Wie das auszusehen hat, ist eine andere Geschichte....nur: Sie haben hier keine Heimat gefunden. Ich glaube, wenn man an dieser Ecke nicht gefestigt ist, ist es ein leichtes sein Glück wo anders zu suchen, denn schlechter kann es ja nicht werden.

Natürlich gibt es auch Deutsche die wegziehen. Würde ich heute jobmäßig das passende Angebot bekommen, würde ich es wohl auch annehmen. Aber nicht, weil ich mich hier nicht wohlfühle, sondern weil mich auch mal etwas anderes interessiert. Allerdings habe ich dem Staat bis heute auch eine Menge zurückgegeben.


Es gibt auch viele Glücksritter, die dann nach D zurückkehren, weil sie sehen wie schön und bequem hier alles ist....
Bild
Benutzeravatar
drullse
Das Rennsemmel-Emu
Beiträge: 30828
Registriert: 17 Jan 2005 12:00
Wohnort: Muria

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von drullse »

Kampa hat geschrieben:Moin!

Kann mir mal jemand sagen, was der Mann eigentlich will?
Hier haste die Antwort: 1000 Euro mehr Pension pro Monat für Thilo Sarrazin

Kohle. Was sonst. Der Mann ist Politiker.

Was mich an der ganzen Geschichte am Meisten änstigt: wer diesen Mann mal in kleiner Runde erleben durfte, weiß nach wenigen Minuten des zusammenhanglosen Gestammels - "Da sind einige Synapsen nicht mehr richtig verknotet!". Wie kann so eine Person an solche Ämter kommen? DAS ist für mich die eigentliche Frage, nicht was er überhaupt von sich gibt. :nono
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Benutzeravatar
drullse
Das Rennsemmel-Emu
Beiträge: 30828
Registriert: 17 Jan 2005 12:00
Wohnort: Muria

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von drullse »

Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Benutzeravatar
Linus
Klugscheiß Emu
Beiträge: 6423
Registriert: 18 Jun 2004 12:00
Wohnort: Nabel der Welt
Kontaktdaten:

Re: Sarrazin - was will der Mann eigentlich?

Beitrag von Linus »

Ich habe gehört Sarrazin ist zurückgetreten um bei den Koranverbrennungen dabei sein zu können.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
Antworten