Der ultimative Doping - Fred!

Das ewige Thema...

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kletti
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Beitrag von kletti »

Udo Bölts scheint nicht nur seinen Job bei den Geröllheimern los zu sein.

Vorgestern war er noch auf der Homepage von Cube zu sehen, als ich eben die Seite mit den RR/Tria anklickte war sein Bild da verschwunden.
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keko
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Beitrag von keko »

kletti hat geschrieben:Udo Bölts scheint nicht nur seinen Job bei den Geröllheimern los zu sein.

Vorgestern war er noch auf der Homepage von Cube zu sehen, als ich eben die Seite mit den RR/Tria anklickte war sein Bild da verschwunden.
Wenigstens ein paar, die konsequent sind.
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vb_man
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Beitrag von vb_man »

chick hat geschrieben: "Dopingjäger" Franke hatte gestern in den Tagethemen von Präparaten erzählt die
1. die gleiche Wirkung wie EPO haben
2. gar nicht nachweisbar sind, weil die Forschung dazu hoffnungslos hinterherhinkt (wegen Geldmangels)
3. momentan in mindestens 11 verschiedenen "Medikamenten" vorhanden seien.

Kein Pardon für Doper - alle ersäufen - z.B. in der "Hansgrohe Schwimmarena" :lol:
Habe ich schon nach gegoogelt, aber bei meinen Standard-Bezugsquellen nicht gefunden. Na ja, bleibe ich halt bei Erd-Burzeldorn und Maca :smokin:
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meggele
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Beitrag von meggele »

chick hat geschrieben:"Dopingjäger" Franke hatte gestern in den Tagethemen von Präparaten erzählt die
1. die gleiche Wirkung wie EPO haben
2. gar nicht nachweisbar sind, weil die Forschung dazu hoffnungslos hinterherhinkt (wegen Geldmangels)
3. momentan in mindestens 11 verschiedenen "Medikamenten" vorhanden seien.
Yep. IMHO interessant: die professionellsten Doper hantieren scheinbar nicht mit dem Zeug rum, sondern nutzen die umständliche Uraltmethode Eigentblutdoping. Was eigentlich nur heißen kann, dass sie Angst haben, dass das Zeug später nachweisbar wird und ihre alten Proben nachanalysiert werden. Für Wachstumshormonnachweise werden jetzt schon extra Blutproben eingefroren.
Es endet immer gleich.
vb_man
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Beitrag von vb_man »

jetzt mal blöd gefragt:

Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?

Irgendwie habe ich da jetzt auch ein Verständnisproblem. Wenn ich mir mein eigenes Blut wieder spritze, dann habe ich doch keine illegale Droge eingesetzt? :???:
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Rhoihesse
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Beitrag von Rhoihesse »

vb_man hat geschrieben:jetzt mal blöd gefragt:

Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?
Durch einen Test IMHO nicht.

Höchstens durch Razzien bei Ärzten.

Wie haben sie denn Hamilton dranbekommen?
WTFWCWIIFM?
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Matthias
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Beitrag von Matthias »

vb_man hat geschrieben:jetzt mal blöd gefragt:

Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?

Irgendwie habe ich da jetzt auch ein Verständnisproblem. Wenn ich mir mein eigenes Blut wieder spritze, dann habe ich doch keine illegale Droge eingesetzt? :???:
Ist halt verboten. Z.B. weil man damit seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel setzt.
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meggele
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Beitrag von meggele »

Rhoihesse hat geschrieben:Wie haben sie denn Hamilton dranbekommen?
Fremdblutdoping.
Es endet immer gleich.
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kaiseravb
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Beitrag von kaiseravb »

vb_man hat geschrieben:jetzt mal blöd gefragt:

Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?

Irgendwie habe ich da jetzt auch ein Verständnisproblem. Wenn ich mir mein eigenes Blut wieder spritze, dann habe ich doch keine illegale Droge eingesetzt? :???:
Man kann es wohl im Moment noch recht unzuverlässig über das Zellalter nachweisen.
Der Witz dabei ist aber, dass man zum Beispiel in einer Zeit, in der man höchstwahrscheinlich nicht kontrolliert wird, meinentwegen im Trainingslager in Südrussland, EPOen und so kann, wie ein wilder, und dann kurz vorm ZielWK die brauchbaren Blutbestandteile ohne Risiko, ertappt zu werden, wieder eingetrichtert werden können.
Zuletzt geändert von kaiseravb am 25 Mai 2007 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
"Das geht schon" bedeutet:
a) irgendwas ist gleich kaputt
b) irgendwer ist gleich mittel- bis schwer verletzt
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keko
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Beitrag von keko »

vb_man hat geschrieben: Irgendwie habe ich da jetzt auch ein Verständnisproblem. Wenn ich mir mein eigenes Blut wieder spritze, dann habe ich doch keine illegale Droge eingesetzt? :???:
Vielleicht wurde das Blut ja noch angereichert.

Auf jeden Fall ist es doch eine gewaltige Manipulation.
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feder
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Beitrag von feder »

kaiseravb hat geschrieben: Man kann es wohl im Moment noch recht unzuverlässig über das Zellalter nachweisen.
Der Witz dabei ist aber, dass man zum Beispiel in einer Zeit, in der man höchstwahrscheinlich nicht kontrolliert wird, meinentwegen im Trainingslager in Südrussland, EPOen und so kann, wie ein wilder, und dann kurz vorm ZielWK die brauchbaren Blutbestandteile ohne Risiko, ertappt zu werden, wieder eingetrichtert werden können.
bräuchte man aber nicht das EPOBlut gerade im Wettkampf? was bringt das Zeugs denn vorher? dass man härter trainieren kann?
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vb_man
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Beitrag von vb_man »

Matthias hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:jetzt mal blöd gefragt:

Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?

Irgendwie habe ich da jetzt auch ein Verständnisproblem. Wenn ich mir mein eigenes Blut wieder spritze, dann habe ich doch keine illegale Droge eingesetzt? :???:
Ist halt verboten. Z.B. weil man damit seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel setzt.
schon klar.

Aber mit Eigenblut Doping führe ich mir mit roten Blutkörperchen angereichertes Blut wieder zurück.

Epo soll ja die Anzahl der roten Blutkörperchen steigern.

Den Effekt erziehle ich doch auch durch Höhentraining oder durch das Schlafen in der Unterdruckkammer. Und Höhentraining ist doch nichts illegales. :???:

Wie wurde der HC-Wert von 50 den bestimmt? Ist das überhaupt ein sinnvoller Wert? Ich erinnere mich noch gut an diese herrlichen Diskussionen à la ich bin ein genetischer Defekt ;)
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feder
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Beitrag von feder »

Dopinggeständnis von Erik Zabel

Zukunft entscheidet sich am Wochenende

Ein "Krisengipfel" am Wochenende in Bremen soll Klarheit über die weitere sportliche Zukunft von Erik Zabel bringen

http://sport.ard.de/sp/radsport/news200 ... unft.jhtml

mal gespannt....was dabei heraus kommt.... :roll:
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meggele
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Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:Wie lässt sich Eigenblut Doping eigentlich nachweisen?
Justiziabel noch nicht. Allerdings setzt z. B. die FIS (Weltskiverband) eine Methode ein, mit deren Hilfe sie genau wissen, wer ihrer Sportler Eigenblutdoping betreibt. Dazu bestimmen sie (und der Teil ist wohl noch etwas wackelig) das Alter der roten Blutkörperchen. Ein normaler Mensch bzw. ein normal gedopter Athlet hat eben eine ganz bestimmte Verteilung. Nur bei den Blutpanschern kommt es zu Häufungen älterer Blutkörperchen.

Daneben gibt es neuerdings direkte Tests wie die Blutvolumenmessung aus Bayreuth, die aber auch noch kein formelles Verfahren ist.

Aus meiner Sicht gäbe es mit der Einführung von detaillierten Blutprofilen aller Sportler vom Jugendalter an keine direkten Betrugsmöglichkeiten mit Blutpanscherei mehr, die nicht eine direkte Manipulation der Kontrolle an sich voraussetzen (oder Labors, die absichtlich falsch testen).
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meggele
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Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:Den Effekt erziehle ich doch auch durch Höhentraining oder durch das Schlafen in der Unterdruckkammer. Und Höhentraining ist doch nichts illegales. :???:
Im Prinzip ja. Nur: Höhentraining ist nicht vermeidbar, weil einige einfach in der Höhe leben. Unterdruckkammern sind in der Diskussion. Aber: der Effekt durch Blutdoping ist viel sicherer, viel schneller zu erreichen und zudem noch wirksamer und besser steuerbar.
vb_man hat geschrieben:Wie wurde der HC-Wert von 50 den bestimmt? Ist das überhaupt ein sinnvoller Wert?
Im wesentlichen ist der wohl schon so hoch angesetzt, dass da nur wenige natürlich drüberliegen. Ob er auch medizinisch begründbar sinnvoll ist - keine Ahnung.
Es endet immer gleich.
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