Sollte Kampa nicht der Titel "Das knallharte Materialismus-Emu" verliehen werden?Kampa hat geschrieben:ist aber sothilo69 hat geschrieben:
Mich gruselt ein wenig bei dem Gedanken einen Menschen wirklich nur darauf zu reduzieren.
@Kampa (Vorsicht, z.T. anstößige Pix)
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Ich würde noch ein wenig warten ...Ulfila hat geschrieben: Sollte Kampa nicht der Titel "Das knallharte Materialismus-Emu" verliehen werden?
... ich glaube, Kampa durchläuft gerade verschiedene Phasen ... in welchem Zustand sich das dann mittelfristig einpendelt ist möglicherweis noch nicht abzusehen ...vb_man hat geschrieben:Liebe Kampa,
ich habe keine Ahnung was Du gerade rauchst. Aber wenn Du anfängst, Chris Avancen zu machen, dann muss das ein verdammt starkes Zeug sein.
Gepfiffen auf die political correctness, bitte bring zum MTB Wochenende was mit von dem Zeug
Vielleicht solltet Ihr mal wenigstens das Interview lesen. Es geht nicht (nur) darum, ob wir von Trieben oder sonstwas beherrscht sind. Es geht darum, ob wir überhaupt sind.
Metzinger hat geschrieben:Das ist ein kaltes, leeres Universum, wir sind eine bessere Art von Bioautomaten, Ego-Maschinen ohne Willensfreiheit, die aus der Evolution entstanden sind. Wir haben keine Seele, sondern Selbstmodelle, und es wird im Jenseits keine Belohnung für gute schauspielerische Leistungen geben.
Metzinger hat geschrieben:Zweitens beherrscht uns ein tief in unser Selbstmodell eingebrannter biologischer Imperativ: Du darfst nicht sterben, du musst überleben. Und drittens haben wir bewusste Gedanken, und der präfrontale Kortex, unser kognitives Selbstmodell, sagt uns: Der größte anzunehmende Unfall, der wird kommen, auch für dich. Das ist der existenzielle Riss im Selbstmodell. Niemand von uns ist gefragt worden, ob er existieren will, mit diesem Gehirn, mit dieser Form von Bewusstsein. Und am Ende werden wir auch nicht gefragt werden, ob wir bereit sind zu gehen. Wir sind die ersten Tiere, die das bewusst erleben.
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DAS ist aber der eher schwierige Part an der Diskussion.Matthias hat geschrieben:Vielleicht solltet Ihr mal wenigstens das Interview lesen. Es geht nicht (nur) darum, ob wir von Trieben oder sonstwas beherrscht sind. Es geht darum, ob wir überhaupt sind.
Metzinger hat geschrieben:Das ist ein kaltes, leeres Universum, wir sind eine bessere Art von Bioautomaten, Ego-Maschinen ohne Willensfreiheit, die aus der Evolution entstanden sind. Wir haben keine Seele, sondern Selbstmodelle, und es wird im Jenseits keine Belohnung für gute schauspielerische Leistungen geben.Metzinger hat geschrieben:Zweitens beherrscht uns ein tief in unser Selbstmodell eingebrannter biologischer Imperativ: Du darfst nicht sterben, du musst überleben. Und drittens haben wir bewusste Gedanken, und der präfrontale Kortex, unser kognitives Selbstmodell, sagt uns: Der größte anzunehmende Unfall, der wird kommen, auch für dich. Das ist der existenzielle Riss im Selbstmodell. Niemand von uns ist gefragt worden, ob er existieren will, mit diesem Gehirn, mit dieser Form von Bewusstsein. Und am Ende werden wir auch nicht gefragt werden, ob wir bereit sind zu gehen. Wir sind die ersten Tiere, die das bewusst erleben.
Ich hab schon einige andere Artikel zu diesem Thema gelesen und muß sagen, da fehlt noch einiges jedenfalls bei mir, damit ich es verstehe.
Was er mit dem Selbstmodell meint ist soweit klar - nur welche Auswirkung diese aktuell auf unser Handeln und "Denken" hat, auf die Wahrnehmung durch uns selbst und durch andere, ist mir noch nicht ganz klar
aber es ist eine wirklich irre spannende Diskussion - sie geht so tief wie nix anderes und berührt einen in den geheimsten Ängsten - Nervenkitzel garantiert, wenn man sich mehr damit beschäftig.
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
Geschweige dann, das dann verstehen, oder 'ne eigenständige Meinung dazu zu haben ...Flow hat geschrieben:Wie soll ich denn das lesen, wenn ich überhaupt nicht bin ...Matthias hat geschrieben:Vielleicht solltet Ihr mal wenigstens das Interview lesen. Es geht nicht (nur) darum, ob wir von Trieben oder sonstwas beherrscht sind. Es geht darum, ob wir überhaupt sind.
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falsch Richtung flow - stoooohooop es geht nicht darum sich zu entmaterialisieren -Flow hat geschrieben:Geschweige dann, das dann verstehen, oder 'ne eigenständige Meinung dazu zu haben ...Flow hat geschrieben:Wie soll ich denn das lesen, wenn ich überhaupt nicht bin ...Matthias hat geschrieben:Vielleicht solltet Ihr mal wenigstens das Interview lesen. Es geht nicht (nur) darum, ob wir von Trieben oder sonstwas beherrscht sind. Es geht darum, ob wir überhaupt sind.
du kannst lesen, weil Du Augen im Kopf hast die sehen
du kannst lesen, weil Dein Hirn gelernt hat die Buchstaben anneinander zu reihen und ihnen ein Bedeutung zu geben
du kann eine Meinung haben nur ist sie nicht "Deine" und schon lange mal nicht "eigenständig" jedenfalls nicht in dem Sinne, was Du darunter zu 99% iger Wahrscheinlichkeit noch verstehst
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Ich habe es schon gelesen und habe mit den Aussagen erst einmal kein Problem. Das Interessante ist ja, dass hier Philosphie und Neurowissenschaften zusammenkommen und so einige sehr unbequeme Annahmen jetzt auch noch eine empirisch Absicherung erhalten - möglicherweise.
Jedenfall ist das Gehirn sehr komplexes System, an dem es noch sehr viel zu entdecken gibt. Jedenfalls gibt es nicht nur diesen biologischen Imperativ, sondern noch viele andere Möglichkeiten und Denkmuster.
Z.B. versucht das menschliche Gehirn eigentlich immer, den (allen) Dingen einen Sinn zu geben. Für Dinge, die wir uns in der Vergangenheit (und z.T. auch heute) nicht rational erklären konnten, haben wir halt andere Erklärungsmuster zurechtgelegt (Gott, Religion, Erlösung etc.).
Die letzte Ausfahrt zur Rettung religiöser Ansichten liegt für mich eigentlich nur darin, dass man behaupten kann: OK, der Mensch hat sich selbst Religionen, Götter, Weltbilder etc. geschaffen und imaginiert. Aber das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keinen Gott, höheren Sinn oder was auch immer gibt. Man müsste sich halt von der Ansicht einer Offenbarung dieses Gottes verabschieden und mit einem deus absconditus leben können.
Damit kann man sich dann bis zu seinem Tod trösten. Und wenn man dann eines Tages tot aufwacht (oder eben auch nicht), ist ja dann auch Wurscht.
Jedenfall ist das Gehirn sehr komplexes System, an dem es noch sehr viel zu entdecken gibt. Jedenfalls gibt es nicht nur diesen biologischen Imperativ, sondern noch viele andere Möglichkeiten und Denkmuster.
Z.B. versucht das menschliche Gehirn eigentlich immer, den (allen) Dingen einen Sinn zu geben. Für Dinge, die wir uns in der Vergangenheit (und z.T. auch heute) nicht rational erklären konnten, haben wir halt andere Erklärungsmuster zurechtgelegt (Gott, Religion, Erlösung etc.).
Die letzte Ausfahrt zur Rettung religiöser Ansichten liegt für mich eigentlich nur darin, dass man behaupten kann: OK, der Mensch hat sich selbst Religionen, Götter, Weltbilder etc. geschaffen und imaginiert. Aber das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keinen Gott, höheren Sinn oder was auch immer gibt. Man müsste sich halt von der Ansicht einer Offenbarung dieses Gottes verabschieden und mit einem deus absconditus leben können.
Damit kann man sich dann bis zu seinem Tod trösten. Und wenn man dann eines Tages tot aufwacht (oder eben auch nicht), ist ja dann auch Wurscht.
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In diesem Sinne hat die Sache ja auch etwas Tröstliches, wie schon Monty Python wusste:Ulfila hat geschrieben:Aber das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keinen Gott, höheren Sinn oder was auch immer gibt. Man müsste sich halt von der Ansicht einer Offenbarung dieses Gottes verabschieden und mit einem deus absconditus leben können.
Damit kann man sich dann bis zu seinem Tod trösten. Und wenn man dann eines Tages tot aufwacht (oder eben auch nicht), ist ja dann auch Wurscht.
"You know, you come from nothing
You're going back to nothing
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oh jaMatthias hat geschrieben:In diesem Sinne hat die Sache ja auch etwas Tröstliches, wie schon Monty Python wusste:Ulfila hat geschrieben:Aber das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keinen Gott, höheren Sinn oder was auch immer gibt. Man müsste sich halt von der Ansicht einer Offenbarung dieses Gottes verabschieden und mit einem deus absconditus leben können.
Damit kann man sich dann bis zu seinem Tod trösten. Und wenn man dann eines Tages tot aufwacht (oder eben auch nicht), ist ja dann auch Wurscht.
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You're going back to nothing
What have you lost? Nothing!"
MP paßt zu diesen Thesen wahrlich hervorragend
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
Ich verstehe die Religionen eher als eine Art Verein. Um die Mitglieder bei Laune zu halten oder eben anzuwerben, werden Bilder verwendet, die auch einfachen Menschen einleuchten. Es werden Bilder/Geschichten verwendet, um den Menschen zu zeigen was gut ist und was nicht. Und es werden Bilder/Geschichten verwendet, um den Menschen Halt zu geben.Ulfila hat geschrieben: Damit kann man sich dann bis zu seinem Tod trösten. Und wenn man dann eines Tages tot aufwacht (oder eben auch nicht), ist ja dann auch Wurscht.
Insofern finde ich Religionen, so sie nicht radikale Ansichten vertreten (oder gar durchsetzen) absolut begrüßenswert. Sie geben eine Richtung und Halt. Sollte aber nicht in Inquisition oder ähnlichen Geschichten ausarten.
So! Und jetzt steinigt mich!
Thilo, bekennender Atheist
P.S. Wobei, manchmal sehe ich auch Engelsgleiche Wesen und fange an an Gott zu glauben.
Zuletzt geändert von thilo69 am 24 Okt 2007 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
Sind wir nicht alle ein bisschen.....EMU!?
also irgendwie hat mir der Thread gestern besser gefallen
liegt aber vielleicht auch daran, dass man schneller Bilder anguckt wie Texte liest (und versteht
) und ich für zweiteres heute keine Zeit habe weil Chef hier ist 
liegt aber vielleicht auch daran, dass man schneller Bilder anguckt wie Texte liest (und versteht
Im Gedenken an Rita: Be Crazy. Be Stupid. Be Silly. Be Weird. Be Whatever. Because life is too short to be anything but happy!


