captainbeefheart hat geschrieben:Ich finde es in einer (sozialen) Marktwirtschaft absolut OK, unterschiedliche Transaktionskosten in unterschiedlichen Preis- und Geschäftsmodellen abzubilden. Auch das ist ein konstitutives Element von Volkswirtschaft. Preise sind nicht per se eine Einschränkung von Wahlfreiheit.
In einer Marktwirtschaft ja, in einer sozialen Marktwirtschaft eher nicht. Denn wen treffen diese Kosten am Ende?
Wenn ich am Ende 10,- für eine Überweisung bezahlen muss (ja, das haben Banken schon angedacht) und 10 Überweisungen im Monat habe, dann sind das 100,-. Ich kenne genug Menschen, diese 100,- nicht hätten. Und damit gezwungen werden, einen anderen Weg zu gehen. Und das ist sehr wohl eine Einschränkung der Wahlfreiheit.
Das gleiche gilt irgendwann für das Mieten von Fahrzeugen, einkaufen etc..
Und warum soll ein Staat nicht seine Währung abschaffen (haben wir auch gemacht oder zahlst Du noch in D-Mark?), wenn er das auch über eine Cyberwährung lösen kann? Die DDR wäre begeistert gewesen, wenn damals solche Möglichkeiten bestanden hätten - wie hätte man da erst die Bürger kontrollieren können?
So wie wir noch eine lange Zeit Verbrenner auf den Straßen haben werden, werden ich es nicht erleben, dass das Geld abgeschafft wird aber irgendwann wird das der Fall sein. Erst Bargeld und dann die Währung an sich. Da bin ich von überzeugt. Spätestens wenn die sozialen Spaltungen ein Ausmaß angenommen haben, das mehr Kontrolle verlangt.
Klingt nach Katastrophenszenario? Nö - klingt in meinen Augen einfach nach stringenter Fortführung dessen, was man seit ein paar Jahrzehnten sehen kann.
Und alleine der Energiehunger der Bitcoin-Währungen verbietet diese eigentlich im Hinblick auf den Klimawandel aber das interessiert komischerweise keinen....