Becks Arbeitslosenschelte

Der EMU-Stammtisch

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drullse
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Beitrag von drullse »

Für so ein Leben brauche ich keine Familie. Wenn das temporär ist (weniger als ein Jahr), mag es vielleicht noch gehen, länger nicht. Aber wer damit klarkommt - bitte.

Ich kann jedenfalls all jene verstehen, die letztens - alle in dem Alter, wo Familie gründen eigentlich anstehen würde - bei einer Diskussion beim THW sagten "Nee - was weiß ich, wohin mich das in den nächsten Jahren verschlägt.".

Diejenigen, die immer diese Flexibilität predigen gehören in den meisten Fällen zur Sorte "Vati arbeitet, Mutti hütet die Kinder". Ob sie das in Hamburg oder München macht, ist wurscht.

In dem Moment, wo das aber nicht mehr so ist, ist ein Lebenspartner gezwungen, seinen Job aufzugeben. In der heutigen Zeit und in den meisten Branchen keine leichte Sache. Die Agentur interessiert das natürlich nicht, die müssen nicht sozial sein. Politiker ebenso wenig.

Nur muss sich dann keiner wundern, wenn der Gemeinschaftsgedanke rapide abnimmt.
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powermanpapa
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Beitrag von powermanpapa »

drullse hat geschrieben:
powermanpapa hat geschrieben:hab hier ein paar Bekannte, die ihrem Arbeitsplatz halt hinterher ziehen mussten, die Familie blieb hier im Haus und der Ernährer wurde eben Wochenend Heimfahrer
Und das soll Lebensqualität sein?
alternativ Harz4 und jeden moren mit den Kumpels am Budchen ein Frühstücksbier?

ohne Moos nix los

und wer ausser du selber soll für deine Lebensqualität morgens aufstehn?
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drullse
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Beitrag von drullse »

powermanpapa hat geschrieben:alternativ Harz4 und jeden morgen mit den Kumpels am Budchen ein Frühstücksbier?
Mönsch Peter... Scher doch nicht wieder alle über einen Kamm. Meinste ich würde dann mit Kumpels an der Bude stehen und saufen?
ohne Moos nix los

und wer ausser du selber soll für deine Lebensqualität morgens aufstehn?
Ja, das IST ein Problem. Ich bestreite das ja nicht. Aber solange ich nicht von Hartz4 bedroht bin, werde ich nicht 3 oder 4 Stunden am Tag pendeln oder jedes Wochenende durch die Republik reisen.

Bitte das aber nicht verwechseln mit z.B. Reisetätigkeit. Die hatte ich jahrelang und kein Problem damit!

Und nun nenn mich Sozialschmarotzer, ist mir egal.
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beeste
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Beitrag von beeste »

powermanpapa hat geschrieben: alternativ Harz4 und jeden moren mit den Kumpels am Budchen ein Frühstücksbier?
Soll ich Dich mal mit den ganzen alleinerziehenden Müttern bekannt machen, die ALG II beziehen? Aber mach ruhig weiter mit den Klischees...
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keko
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Beitrag von keko »

powermanpapa hat geschrieben:also ich würde sofort zu der neuen Arbeitsstelle umziehen
Sofort?! ;)

Angenommen mich schmeissen sie raus und am 1. März könnte ich in München anfangen. Jeden Tag 2x200km is nix. Also einfach so mal ganze Familiy umziehen? Erzähl mir nicht, dass du das "sofort" machen würdest ... :hammer

Ok, als ein Zimmer in München für Mo-Fr, da geht locker mal ein Tausender weg (Essen, Fahrtkosten usw). Naja,... da muß ich schon ordentlich verdienen, um einen zusätzlichen Tausender wegstecken zu können.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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Anja
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Beitrag von Anja »

Eisenmann hat geschrieben:
drullse hat geschrieben:
powermanpapa hat geschrieben:hab hier ein paar Bekannte, die ihrem Arbeitsplatz halt hinterher ziehen mussten, die Familie blieb hier im Haus und der Ernährer wurde eben Wochenend Heimfahrer
Und das soll Lebensqualität sein?
Nee, aber ich finds doof, wenn jemand seiner Freizeit nachtrauert, währen anderen täglich 4 Std pendeln, um demjenigen das ALG zu finanzieren - durfte ich auch schon über ein Jahr lang ....
Naja - man hat ja auch eingezahlt.

Außerdem gibt es genügend, die bekommen eh kein AL I und schon gar kein AL II.

Des weiteren sollten wir mal in die Möglichkeit der AL-Empfänger auch Personen jenseits der Altersgruppe 20 - 40 und Single oder mit mobiler Familie bedenken.

Und genügend ALII-Empfänger können einfach nicht arbeiten (Stichwort alleinerziehende Frauen).

Anja
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drullse
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Beitrag von drullse »

Eisenmann hat geschrieben:Nee, aber ich finds doof, wenn jemand seiner Freizeit nachtrauert, währen anderen täglich 4 Std pendeln, um demjenigen das ALG zu finanzieren - durfte ich auch schon über ein Jahr lang ....
Nehmen wir wieder das Beispiel Dessau, Umweltbundesamt.

Es gibt dort keine unbefristeten Stellen mehr, die meisten auch noch weniger als Vollzeit, Bezahlung auf alle Fälle eher schlecht.

Da arbeite ich dann quasi für die Miete und die Fahrtkosten. Am Ende habe ich nicht mehr als wenn ich HartzIV bekomme.

Wozu?
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Anja
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Beitrag von Anja »

Ich sagte ja: 6000 km pro Monat pendeln (6000 x 0,30 € = 1800 €). Bei einem Gehalt von 1800 € arbeite ich quasi für mein Fahrtgeld.

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Rhoihesse
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Beitrag von Rhoihesse »

Anja hat geschrieben:Ich sagte ja: 6000 km pro Monat pendeln (6000 x 0,30 € = 1800 €). Bei einem Gehalt von 1800 € arbeite ich quasi für mein Fahrtgeld.

Anja
dann sollte ein umzug in erwägung gezogen werden
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Beitrag von Rhoihesse »

drullse hat geschrieben: Da arbeite ich dann quasi für die Miete und die Fahrtkosten. Am Ende habe ich nicht mehr als wenn ich HartzIV bekomme.
Dafür hast du es selbst erarbeitet und nicht von jemand anderem bezahlt bekommen.
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Beitrag von Rhoihesse »

beeste hat geschrieben:
Soll ich Dich mal mit den ganzen alleinerziehenden Müttern bekannt machen, die ALG II beziehen? Aber mach ruhig weiter mit den Klischees...
*Gähn* Der vielzittierten alleinerziehenden Mutter geht es überall schlecht, ob in Deutschland oder sonstwo auf der Welt. Man kann aber auch nachdenken bevor man ein Kind in die Welt setzt.
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drullse
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Beitrag von drullse »

Rhoihesse hat geschrieben:Dafür hast du es selbst erarbeitet und nicht von jemand anderem bezahlt bekommen.
Ja und weiter?
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Beitrag von Rhoihesse »

drullse hat geschrieben:
Rhoihesse hat geschrieben:Dafür hast du es selbst erarbeitet und nicht von jemand anderem bezahlt bekommen.
Ja und weiter?
das ist nicht sinn der sache.
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drullse
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Beitrag von drullse »

Rhoihesse hat geschrieben:das ist nicht sinn der sache.
Nicht so einsilbig... Was ist denn der Sinn der Sache?

Bedingungslos soziale Netze zu zerschneiden?

Arbeiten um jeden Preis, auch wenn am Ende nix überbleibt, weil Miete und Fahrtkosten schon alles auffressen?
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Rhoihesse
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Beitrag von Rhoihesse »

drullse hat geschrieben:
Rhoihesse hat geschrieben:das ist nicht sinn der sache.
Nicht so einsilbig... Was ist denn der Sinn der Sache?

Bedingungslos soziale Netze zu zerschneiden?

Arbeiten um jeden Preis, auch wenn am Ende nix überbleibt, weil Miete und Fahrtkosten schon alles auffressen?
nein, es ist nicht sinn der sache, dass ein anderer, der einen job in dieser konstellation annimmt, dein jetziges Leben mitfinanziert.
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