Re: Erdbeben in Japan - bald ein neuer Super-GAU?
Verfasst: 01 Apr 2011 13:04
PeterMUC hat geschrieben:Zum Thema Dagegen und Deutscher Bürokratismus
http://www.merkur-online.de/lokales/lan ... 85620.html
Alles rund um Triathlon
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PeterMUC hat geschrieben:Zum Thema Dagegen und Deutscher Bürokratismus
http://www.merkur-online.de/lokales/lan ... 85620.html
Sehr gut beschrieben, vor allem bemerkenswert fand ich den folgenden Gedankengang der auch meinen Eindruck seit drei Wochen widerspiegelt:runningmaus hat geschrieben:http://www.japanblog.de/
Eine Bekannte - Anja aus Winterberg, bzw. Genetix im Netz - ist seit Jahren in Japan und hat ihren Blog aktualisiert....
Link siehe oben
Ist eine Katastrophe dieses Ausmasses wirklich der richtige Anlass fuer Wahlkampftaktik? Bisher – und wir alle hoffen, dass das so bleibt – ist noch kein Mensch in Japan durch radioaktive Strahlung getoetet worden, aber mehr als 10.000 durch das Erdbeben und den darauf folgenden Tsunami. Ist es fair, dass dies so in den Hintergrund rueckt, hinter Debatten ueber Atomausstieg in Deutschland? Wenn ich Sprueche hoere, wie „Fukushima ist ueberall“, dann frage ich mich wirklich, ob die Leute, die sowas schreiben, auch nur eine Sekunde ernsthaft darueber nachgedacht haben, oder ihr sicheres „ueberall“ vielleicht mal fuer eine Weile gegen das „ueberall“ der Arbeiter am Kernkraftwerk tauschen moechten.
Nenn mich meinetwegen Egoist, aber es ist nun mal so:Linus hat geschrieben:Sehr gut beschrieben, vor allem bemerkenswert fand ich den folgenden Gedankengang der auch meinen Eindruck seit drei Wochen widerspiegelt:runningmaus hat geschrieben:http://www.japanblog.de/
Eine Bekannte - Anja aus Winterberg, bzw. Genetix im Netz - ist seit Jahren in Japan und hat ihren Blog aktualisiert....
Link siehe oben
Ist eine Katastrophe dieses Ausmasses wirklich der richtige Anlass fuer Wahlkampftaktik? Bisher – und wir alle hoffen, dass das so bleibt – ist noch kein Mensch in Japan durch radioaktive Strahlung getoetet worden, aber mehr als 10.000 durch das Erdbeben und den darauf folgenden Tsunami. Ist es fair, dass dies so in den Hintergrund rueckt, hinter Debatten ueber Atomausstieg in Deutschland? Wenn ich Sprueche hoere, wie „Fukushima ist ueberall“, dann frage ich mich wirklich, ob die Leute, die sowas schreiben, auch nur eine Sekunde ernsthaft darueber nachgedacht haben, oder ihr sicheres „ueberall“ vielleicht mal fuer eine Weile gegen das „ueberall“ der Arbeiter am Kernkraftwerk tauschen moechten.
Gerade beim Marathon ist es aber ziemlich blödsinnig loszulaufen solange man noch nicht am Start steht und die Strecke nicht findet. Aber genau das passiert gerade - so richtig weiß noch niemand was in Japan passiert ist, aber die bundesdeutsche Energiepolitik wird als Reaktion von jetzt auf gleich komlett über den Haufen geworfen und umgekrempelt. Da entwerfen wir mal ganz schnell neue Sicherheitsstandards in die die Erkenntnisse aus Fukushima aufgrund der Kürze der Zeit garantiert nicht einfliessen. Und das für die gesamte Restlaufzeit.thilo69 hat geschrieben: Nenn mich meinetwegen Egoist, aber es ist nun mal so:
1. Tsunami: Recht unwahrscheinlich, dass es in Bayern einen geben wird. Ergo: Die Leute vor Ort haben mein Mitgefühl, aber ich keine Angst, dass mir das auch passieren kann.
2. Erdbeben: Ähnlich wie 1., jedoch mit marginal höherem Risiko.
3. Atomkatastrophe: Wer mag hier die Wahrscheinlichkeit ausrechnen? Ich kann das Gefährdungspotential nur wage einschätzen, ergo habe ich Angst und frage mich, was man dagegen tun kann.
Es ist doch vollkommen logisch, dass uns bei all der menschlichen Tragödie in Japan, hier in Deutschland vorallem das Thema Atomenergie beschäftigt. Klar kann man nicht von heute auf morgen alle AKWs abschalten, aber wenn wir nie anfangen und das Thema vor uns her schieben, wird nie was passieren. Ich sag`s gerne noch mal: Auch ein Marathon beginnt mit EINEM SCHRITT!
Das Schüren unbegründeter Ängste ist für mich per se schlecht. Wer anders keine Politik machen kann ist IMHO unqualifiziert. Realität ist aber wohl daß es bei der Masse der Bevölkerung wohl so funktioniert.thilo69 hat geschrieben:Zum Thema Wahlkampftaktik: Da nehme ich keine Partei aus, dass aktuelle Ereignisse ganz sicher IMMER genutzt werden, um Wahlkampf zu machen. Die Grünen wären schön blöd gewesen, hätten sie das Thema nicht gespielt. Was ist daran schlecht? Politik funktioniert so! Deswegen mag ich Politik nicht. Aber es hiflt auch nix, sich vor der Realität zu verschließen.
Bemerkenswert finde ich die Aussage, es sei noch niemand durch die Strahlung getötet worden. Glaubt das ernsthaft jemand? Ich nicht...Linus hat geschrieben:Sehr gut beschrieben, vor allem bemerkenswert fand ich den folgenden Gedankengang der auch meinen Eindruck seit drei Wochen widerspiegelt:
Bisher – und wir alle hoffen, dass das so bleibt – ist noch kein Mensch in Japan durch radioaktive Strahlung getoetet worden, ...
Sagen wir es mal so: Der Todeszeitpunkt von einer kleinen dreistelligen Anzahl der Helfer ist zeitlich, signifikant Richtung Gegenwart verschoben worden. Durch die Strahlung unmittelbar sterben tatsächlich sehr selten Menschen. Während den Beiden Atombombenabwürfen, sowie in Tschernobyl war das wohl so. Bei Atombmbenabwürfen muss man auch unterscheiden, was denn zuerst tödlich wirkte. Für Jeden, der zu nah dran war, lässt sich das nicht genau trennen zwischen ionisierender Strahlung und sonstiger elektromagnetischer Stahlung. Wer in duch einfache Sichtlinienunterbrechung nicht auch durch das optische Spektrum eingeäschert wurde starb unmittelbar durch die ionisierende Strahlung. Bei weiter anwachsender Entfernung kann man dann von Strahlenkrankheit sprechen. Die meisten streben dann relativ kurzfristig an den Folgen. Das ganze geht dann fließend über in eine deutliche Anfälligkeit für Tumorerkrankungen. Je später der Todeszeitpunkt, desto weniger korreliert dann allerdings der Tod mit der Strahlungsexposition. Liegt einfach in der Natur einer teilweise "zufällig" erscheinenden Erkrankung.drullse hat geschrieben:Bemerkenswert finde ich die Aussage, es sei noch niemand durch die Strahlung getötet worden. Glaubt das ernsthaft jemand? Ich nicht...Linus hat geschrieben:Sehr gut beschrieben, vor allem bemerkenswert fand ich den folgenden Gedankengang der auch meinen Eindruck seit drei Wochen widerspiegelt:
Bisher – und wir alle hoffen, dass das so bleibt – ist noch kein Mensch in Japan durch radioaktive Strahlung getoetet worden, ...
Paßt schon. Ich kacke dazu noch eine Korinthe: für mich sind diejenigen, die jetzt einer zu hohen Dosis ausgesetzt waren quasi tot, also schon gestorben.Osso hat geschrieben:sorry fürs nüchtern sein ;-)
Ich würde mir wünschen, das ganze Thema würde hier viel nüchterner behadelt. Dann würde sich aber wohl außer ein paar Fachleuten niemand mehr dafür interessieren.Osso hat geschrieben: sorry fürs nüchtern sein ;-)
Ich habe da ein anderes Szenerio im Sinn...Linus hat geschrieben:Ich würde mir wünschen, das ganze Thema würde hier viel nüchterner behadelt. Dann würde sich aber wohl außer ein paar Fachleuten niemand mehr dafür interessieren.Osso hat geschrieben: sorry fürs nüchtern sein ;-)
Ich wage mal eine Zukunftprognose: in 10 Jahren wird Japan die führende Technologienation für erneuerbare Energien sein - mit intensiver Nutzung deutscher Ideen und Patente. Und in Deutschland werden wir immer noch diskutieren welche Chancen die regenerativen Energien für die Technologienation Deutschland bieten.
hier = hier im Forum oder in Deutschland oder was meinst Du damit?Linus hat geschrieben:Ich würde mir wünschen, das ganze Thema würde hier viel nüchterner behadelt. Dann würde sich aber wohl außer ein paar Fachleuten niemand mehr dafür interessieren.Osso hat geschrieben: sorry fürs nüchtern sein ;-)
Ich wage mal eine Zukunftprognose: in 10 Jahren wird Japan die führende Technologienation für erneuerbare Energien sein - mit intensiver Nutzung deutscher Ideen und Patente. Und in Deutschland werden wir immer noch diskutieren welche Chancen die regenerativen Energien für die Technologienation Deutschland bieten.
Dann wäre die Welt nur noch trist!!!Anja hat geschrieben:Grundsätzlich wäre es sicher mal interessant wie still es auf der Welt wird, wenn sich zu allen Themen nur noch Fachleute (Profis auf ihrem Gebiet mit entsprechender Ausbildung) äußern, und ansonsten alle still sind, egal um was es geht. Dann könnten wir hier auch ganz schnell zusperren vermute ich.
Was ist denn das für ein pessimistischer Grundton? Gerade der Streit unter Fachleuten ist um einiges härter. Da hat ja jeder für seine Sicht der Dinge eine lange durchdachte Erklärung parat. Im zweifelsfall auch noch eine, die sich für Ihn selbst nicht von der eigenen Person trennen lässt, schlimmstenfalls ist es sogar das einzigste was er hat. Diese Fachleute sind aber auch nur Menschen und behrren gerne auf Ihrem Standpunkt. Da wird sich gestritten und gezankt, das ist schlimmer als im Kindergarten. Jeder der mal im universitären Wissenschaftsbetrieb verwickelt war wird das bestätigen können. Die Heftigkeit der Auseinandersetzung korrreliert dabei auch nicht im geringsten mit der Relevanz des Themas für den Rest der Menschheit.thilo69 hat geschrieben:Dann wäre die Welt nur noch trist!!!Anja hat geschrieben:Grundsätzlich wäre es sicher mal interessant wie still es auf der Welt wird, wenn sich zu allen Themen nur noch Fachleute (Profis auf ihrem Gebiet mit entsprechender Ausbildung) äußern, und ansonsten alle still sind, egal um was es geht. Dann könnten wir hier auch ganz schnell zusperren vermute ich.![]()
...und vorallem, wer definiert denn, ob man "Fachmann" ist? Die Fachleute selbst! Was wäre das für ein Geklüngel!