Das ist so ein albernes Spiel, aber genau dieses Spiel wird dort halt gespielt. Wenn die Kameras aus sind, saufen die sich bestimmt alle zusammen die Hucke voll und jammern, wie scheiße es gelaufen sei
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Moderator: Moderator
- Thorsten
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Wenn sie gegenüber 2017 verloren haben, wird der heutige Siege gegen Parteien mit weniger Stimmen als der Gewinn angeführt. Hat man weniger Stimmen als die anderen, dann wird der Zuwachs gegenüber 2017 angeführt. Oder dass man besser als die vorherigen Umfragen abgeschnitten hätte.
Das ist so ein albernes Spiel, aber genau dieses Spiel wird dort halt gespielt. Wenn die Kameras aus sind, saufen die sich bestimmt alle zusammen die Hucke voll und jammern, wie scheiße es gelaufen sei
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Das ist so ein albernes Spiel, aber genau dieses Spiel wird dort halt gespielt. Wenn die Kameras aus sind, saufen die sich bestimmt alle zusammen die Hucke voll und jammern, wie scheiße es gelaufen sei
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Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Sehr gut finde ich, dass die AfD in der folgenden Regierung keine Rolle spielt.captainbeefheart hat geschrieben:Dass sich alle als Gewinner präsentieren, na ja.Thorsten hat geschrieben:Ach, die präsentieren sich doch mal wieder alle als Gewinner, egal wie sehr es auf die Fresse gab.
Wenn sich mit den Briefwahlstimmen nicht noch gravierend ändert, sind SPD und Union einigermaßen gleichauf und können nur entweder zusammen als Groko weitermachen oder einer von beiden nimmt die Grünen und die FDP dazu. Ohne einen von den beiden geht nichts, die Linken sind in keiner Konstellation das Zünglein an der Waage. Die AFD eh pauschal bei allen abgemeldet.
Also Grün + Gelb + X. Grün würde X = SPD bevorzugen, Gelb lieber X = Union. Das Dilemma gilt es aufzulösen, ob die Grünen am Ende besser mit der Union oder die FDP besser mit der SPD kann.
Besonders dreist Weidel von der AfD, die sich explizit die Prozente der Freien Wähler dazu rechnet und von einem „Zuwachs“ spricht, aber - 2 % einfährt.
Aktuell: SPD + 5,4% und fast 2 vor CDU/CSU, die 8,9% verlieren. Grüne + 5,4, FDP + 0,8
Also ich seh da Gewinner und Verlierer.
Ansonsten ist wohl die letzte Volkspartei, die wir noch hatten (CDU), nun auch keine mehr.
Die CDU wurde deutlich abgewählt. Dies alles auf Laschet zu schieben, halte ich für zu einfach.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Und in der Gruppe U30 sind die Grünen die stärkste Partei.Cogi Tatum hat geschrieben:Na ja. Platz zwei im Kampf um das Kanzleramt und dabei deutlich vor den Grünen liegend.keko hat geschrieben:Laschet war wohl nicht so der Burner
Dies ist für mich interessant vor dem Hintergrund, dass in einem sich für bedeutsam haltenden Internetforum bei einer internen Umfrage, knapp 70 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage für Frau Baerbock aussprachen.![]()
Und während wir in der vergangenen Woche in den Leitmedien breitflächig den erpresserischen Hungerstreik von Pennälern und die altklugen Worte einer jungen, eigens herbeigeschafften Schwedin vor Schülern mit Pappschildern erleben durften, schrieb Zeit online am gestrigen späten Abend
"Bei den Erstwählenden der diesjährigen Bundestagswahl ist die FDP die erfolgreichste Partei."
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... gle.com%2F
Times are changing und mit ihr das Parteienspektrums. Plötzlich sagen FDP und Grüne an, wer Kanzler wird.
Und wir erleben. Die Verzwergung der CDU
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captainbeefheart
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Laschet steht pars pro toto für das Desaster der Verzwergung. Dass die Partei sich gerade ihn als Kandidaten erwählt, spricht ja Bände über die Verfassung einer Partei, die Merkel- und Machtergeben jede wirklich konservative Position sukzessive aufgegeben und eine „Sozialdemokratisierung“ hinter sich hat.keko hat geschrieben:Sehr gut finde ich, dass die AfD in der folgenden Regierung keine Rolle spielt.captainbeefheart hat geschrieben:Dass sich alle als Gewinner präsentieren, na ja.Thorsten hat geschrieben:Ach, die präsentieren sich doch mal wieder alle als Gewinner, egal wie sehr es auf die Fresse gab.
Wenn sich mit den Briefwahlstimmen nicht noch gravierend ändert, sind SPD und Union einigermaßen gleichauf und können nur entweder zusammen als Groko weitermachen oder einer von beiden nimmt die Grünen und die FDP dazu. Ohne einen von den beiden geht nichts, die Linken sind in keiner Konstellation das Zünglein an der Waage. Die AFD eh pauschal bei allen abgemeldet.
Also Grün + Gelb + X. Grün würde X = SPD bevorzugen, Gelb lieber X = Union. Das Dilemma gilt es aufzulösen, ob die Grünen am Ende besser mit der Union oder die FDP besser mit der SPD kann.
Besonders dreist Weidel von der AfD, die sich explizit die Prozente der Freien Wähler dazu rechnet und von einem „Zuwachs“ spricht, aber - 2 % einfährt.
Aktuell: SPD + 5,4% und fast 2 vor CDU/CSU, die 8,9% verlieren. Grüne + 5,4, FDP + 0,8
Also ich seh da Gewinner und Verlierer.![]()
Ansonsten ist wohl die letzte Volkspartei, die wir noch hatten (CDU), nun auch keine mehr.
Die CDU wurde deutlich abgewählt. Dies alles auf Laschet zu schieben, halte ich für zu einfach.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Die FDP war schon früher das Fähnlein im Winde als Kanzlermacher, aber immer nur das Reiskorn, dass die Waage zum Kippen brachte und nie ein Schwergewicht. Die Grünen sind in diesem Moment genauso dran. Momentan braucht man halt beide Reiskörner.captainbeefheart hat geschrieben:Plötzlich sagen FDP und Grüne an, wer Kanzler wird.
Ohne die SPD oder die Union sind auch FDP und Grüne momentan auch so in etwa gar nichts.
Als Politiker kann man jetzt natürlich ein riesiges blabla draus machen, aber de facto gehen doch nur Groko (die die beiden anderen exakt null bräuchte) oder grün + gelb + [rot oder schwarz]. Die Linke wird für nichts gebraucht, sie kann in nicht einer einzigen Konstellation das Reiskorn spielen und die AFD lässt man einfach einig nicht mitspielen.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Ich beurteile das anders. Bisherige Koalitionen hatten 2 und nicht 3 Player, das ist schon mal schwieriger. Und es gab i.d.R. den einen starken Partner, der den kleinen bissl mitspielen ließ. Jetzt gibt es diesen 1 starken „Koch“ nicht mehr und die beiden „Kellner“ können, insbesondere weil sie zwischen 2 Köchen wählen können das Spiel bestimmen, sofern sie gut zusammenarbeiten. Das ist für mich eine neue Qualität, es dreht sich um: der Koch muss viele Zugeständnisse machen.Thorsten hat geschrieben:Die FDP war schon früher das Fähnlein im Winde als Kanzlermacher, aber immer nur das Reiskorn, dass die Waage zum Kippen brachte und nie ein Schwergewicht. Die Grünen sind in diesem Moment genauso dran. Momentan braucht man halt beide Reiskörner.captainbeefheart hat geschrieben:Plötzlich sagen FDP und Grüne an, wer Kanzler wird.
Ohne die SPD oder die Union sind auch FDP und Grüne momentan auch so in etwa gar nichts.
Als Politiker kann man jetzt natürlich ein riesiges blabla draus machen, aber de facto gehen doch nur Groko (die die beiden anderen exakt null bräuchte) oder grün + gelb + [rot oder schwarz]. Die Linke wird für nichts gebraucht, sie kann in nicht einer einzigen Konstellation das Reiskorn spielen und die AFD lässt man einfach einig nicht mitspielen.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Da hast du natürlich auch recht, die Koalitionäre sind jetzt dichter zusammen als früher. Früher machten zwar die FDP oder auch die Grünen den Kanzler, aber hatten am Ende mit gut 10 % der Koalitionssitze sicher deutlich weniger zu melden als jetzt, wo es 50 / 30/ 20 % steht.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Die letzten Jahre wurde Merkel zu einer Marke. Sie hat sich verselbständigt. Unterstützt durch große Teile der Medien, die sie kaum mehr ernsthaft kritisierten. In diesem Vakuum wuchs auch kein echter Nachfolger heran.captainbeefheart hat geschrieben:....
Laschet steht pars pro toto für das Desaster der Verzwergung. Dass die Partei sich gerade ihn als Kandidaten erwählt, spricht ja Bände über die Verfassung einer Partei, die Merkel- und Machtergeben jede wirklich konservative Position sukzessive aufgegeben und eine „Sozialdemokratisierung“ hinter sich hat.
Vielleicht bekommen wir wieder eine stärkere Aufteilung in "links" und "rechts". Das muss nicht unbedingt schlecht sein.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Denke ich auch - bin aber wirklich gespannt, wo das alles jetzt hinführt.keko hat geschrieben:Das muss nicht unbedingt schlecht sein.
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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captainbeefheart
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Mir geht es dabei eher darum, dass konservative Inhalte aufgegeben wurden. In der CDU haben echte Konservative in den letzten Jahren keine Rolle mehr gespielt. Dasselbe bei der SPD mit echten linken Inhalten.keko hat geschrieben:Die letzten Jahre wurde Merkel zu einer Marke. Sie hat sich verselbständigt. Unterstützt durch große Teile der Medien, die sie kaum mehr ernsthaft kritisierten. In diesem Vakuum wuchs auch kein echter Nachfolger heran.captainbeefheart hat geschrieben:....
Laschet steht pars pro toto für das Desaster der Verzwergung. Dass die Partei sich gerade ihn als Kandidaten erwählt, spricht ja Bände über die Verfassung einer Partei, die Merkel- und Machtergeben jede wirklich konservative Position sukzessive aufgegeben und eine „Sozialdemokratisierung“ hinter sich hat.
Vielleicht bekommen wir wieder eine stärkere Aufteilung in "links" und "rechts". Das muss nicht unbedingt schlecht sein.
Die Volksparteien haben sich durch Integration unterschiedlich breiter Inhalte ausgezeichnet. Die deutlich „rechten“ und „linken“ Inhalte werden jetzt außerhalb von anderen Parteien repräsentiert.
Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Ja, diese Entwicklung wurde auch längst von verschiedenen Seiten so dargestellt und bestätigt. Ein bisschen mehr links und rechts fände ich nicht schlecht, bevor es völlige Ausreißer in irgendeine Richtung geht (wahrscheinlich rechts).captainbeefheart hat geschrieben:Mir geht es dabei eher darum, dass konservative Inhalte aufgegeben wurden. In der CDU haben echte Konservative in den letzten Jahren keine Rolle mehr gespielt. Dasselbe bei der SPD mit echten linken Inhalten.keko hat geschrieben:Die letzten Jahre wurde Merkel zu einer Marke. Sie hat sich verselbständigt. Unterstützt durch große Teile der Medien, die sie kaum mehr ernsthaft kritisierten. In diesem Vakuum wuchs auch kein echter Nachfolger heran.captainbeefheart hat geschrieben:....
Laschet steht pars pro toto für das Desaster der Verzwergung. Dass die Partei sich gerade ihn als Kandidaten erwählt, spricht ja Bände über die Verfassung einer Partei, die Merkel- und Machtergeben jede wirklich konservative Position sukzessive aufgegeben und eine „Sozialdemokratisierung“ hinter sich hat.
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Die Volksparteien haben sich durch Integration unterschiedlich breiter Inhalte ausgezeichnet. Die deutlich „rechten“ und „linken“ Inhalte werden jetzt außerhalb von anderen Parteien repräsentiert.
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Re: Merz, Laschet, Röttgen? Wer wird CDU-Chef?
Wie peinlich kann ein CDU Vorsitzender eigentlich noch sein? Ein Trauerspiel.