Erkläre mir die Welt

Der EMU-Stammtisch

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vb_man
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Erkläre mir die Welt

Beitrag von vb_man »

eine kleine Argumentationshilfe für diejenigen, die den pawlowschen Reflexen klare Fakten entgegensetzten mögen.

Warum sind hohe Löhne schlecht

Das Niveau des Beitrags ist so, daß es von Physikern, Juristen, IT-Fricklern und Handwerkern verstanden werden sollte. ;)
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meggele
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Re: Erkläre mir die Welt

Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:eine kleine Argumentationshilfe für diejenigen, die den pawlowschen Reflexen klare Fakten entgegensetzten mögen.

Warum sind hohe Löhne schlecht
Ey! Da sind Fakten in dem Artikel, das kannst Du doch nicht machen! :keko Wie soll man denn sonst blind ins Blaue spekulieren und mit nicht haltbaren selbstgebrauten Thesen argumentieren? :???: Du bist echt voll unfair :hammer
vb_man hat geschrieben:Das Niveau des Beitrags ist so, daß es von Physikern, Juristen, IT-Fricklern und Handwerkern verstanden werden sollte. ;)
:laugh: :bse :laugh:


Ist es eigentlich schön auf der IAA? :lookaroun: Der Bericht in der tagesschau gestern war herzzerreißend. Sogar Bäume gibt's da nun! :lol:
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MöMö
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Beitrag von MöMö »

Die "Erklär mir die Welt"-Serie ist echt klasse.
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Osso
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Re: Erkläre mir die Welt

Beitrag von Osso »

vb_man hat geschrieben:eine kleine Argumentationshilfe für diejenigen, die den pawlowschen Reflexen klare Fakten entgegensetzten mögen.

Warum sind hohe Löhne schlecht

Das Niveau des Beitrags ist so, daß es von Physikern, Juristen, IT-Fricklern und Handwerkern verstanden werden sollte. ;)
Dann meldet sich gleich mal einer der Halbgötter des Alles-besser-wissens zu Wort.

Die Gegemargumentation, daß hier steigende Löhne, durch den "hohen Importanteil" verpuffen und zu einem drittel in Ausland gehen sind Augenwischerei und eine Verarschung Ohnes gleichen. Insbesondere durch die Globalisierung kommt Durch jeden Euro, der ins Ausland wandert, ein erheblicher Anteil auch wieder zurück. Warum wohl sind wir Außenhandelsweltmeister. Man kann doch die deutsche Volkswirtschaft in dieser Frage nicht isoliert betrachten, insofern man einen Satz zuvor noch von der Globalisierung redet. Ein großteil der deutschen Ex- und Importe lassen sich auf den Euro-Raum beziehen. Deswegen, und aus dem Verhältnis Export/Import muss man davon ausgehen, daß hier steigende Löhne eine positive Rückkopplung auf die Nachfrage haben.

Bitte nicht sagen "Am Thema vorbei! 4" Das gabs immer in der Schule.
Falls es allerdings um die Reine Gewinnmaximierung der Unternehmer geht, so könnte er eventuell reht haben. Aber der Ist VWler. Von Unternehmen hat der doch keine Ahnung ;)
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Matthias
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Beitrag von Matthias »

Die "klaren Fakten" in dem Artikel sind ja eine schöne Schlaumeierei. Klingt ja so simpel, aber wohl doch zu simpel.
Der Unternehmer in dem Beispiel, der den Angestellten Geld "schenkt", damit sie Waren bei ihm kaufen: Aua. Das würde ja heißen, dass die Angestellten den Kaufpreis der von ihnen produzierten Waren als Lohn erhalten. Das es so nicht funktionieren kann, liegt ja auf der Hand. Das Unternehmen könnte ja noch nicht einmal Mehrwertsteuer abführen. Ein völlig irrelevantes Extrembeispiel also.
Das andere Extrem: Die Angestellten erhalten gar keinen Lohn, oder nur soviel, dass sie gerade nicht verhungern. Keiner kauft mehr irgendwas (außer der billigsten Brotsorte). Naja, der Boss vielleicht, aber nach der 3. Motoryacht ist der Reiz ja auch irgendwann mal weg. OK, Binnennachfrage ist nicht alles, aber auch nicht nichts.
Ziemlich eindimensional und tendenziös, der Artikel.
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Kampa
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Beitrag von Kampa »

ich hab den Sinn des ganzen Artikels nicht verstanden - wenn es nur darum ging irgendwelche uralten Theorien aufzukauen bzw. historisches Zeitgeschehen zu dokumentieren - dafür war es ohne jede weitere Zusammenhänge und rahmen
-wenn es darum ging eine wissenschaftlichen Artikel mehr auf der Liste zu haben - ganz schwachh
- wenn es darum ging, sich in einer sonst recht guten Reihe zu profilieren - voll in die Hose gegangen
- wenn es darum ging eins gegen die Gewerkschaften zu hauen - gähn....
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
vb_man
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Beitrag von vb_man »

Befreit Euch doch einfach mal von Ideologie.

Ein Lohn wird für eine geleistete Arbeitseinheit entgolten. Daher nennt man den Lohn auch Entgelt und nicht Endgeld.

Eine Lohnerhöhung führt zu erhöhten Produktionskosten.
Höhere Kosten führen zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber denjenigen, die zu günstigeren Kosten produzieren können.
Um diesen Wettbewerbsnachteil kompensieren zu können, muss effizienter produziert werden.

Wenn ich effizienter produziere, verschaffe ich mir einen Wettbewerbsvorteil. Wenn ich im Wettbewerb erfolgreich bin, steigere ich meinen Gewinn.
Diesen Gewinn kann ich z.B. in Forschung und Entwicklung, neue Anlagen und Maschinen und in die Erschließung neuer Märkte investieren. Wenn ich durch diese Investitionen meine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig ausbauen kann, dann kann ich auch einen Teil des Gewinns an die Mitarbeiter ausschütten.

Das heißt im Klartext, einer Lohnerhöhung muss eine Produktivitätssteigerung vorausgehen.
Eine Lohnerhöhung führt nicht zwangsläufig zu einer Produktivitätssteigerung; die Reihenfolge ist entscheidend.
MöMö
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Beitrag von MöMö »

vb_man hat geschrieben:Befreit Euch doch einfach mal von Ideologie.
Oskar Lafontaine, Andrea Nahles und Claudia Roth haben ganze Arbeit geleistet. SCNR
vb_man hat geschrieben:Ein Lohn wird für eine geleistete Arbeitseinheit entgolten. Daher nennt man den Lohn auch Entgelt und nicht Endgeld.

Eine Lohnerhöhung führt zu erhöhten Produktionskosten.
Höhere Kosten führen zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber denjenigen, die zu günstigeren Kosten produzieren können.
Um diesen Wettbewerbsnachteil kompensieren zu können, muss effizienter produziert werden.

Wenn ich effizienter produziere, verschaffe ich mir einen Wettbewerbsvorteil. Wenn ich im Wettbewerb erfolgreich bin, steigere ich meinen Gewinn.
Diesen Gewinn kann ich z.B. in Forschung und Entwicklung, neue Anlagen und Maschinen und in die Erschließung neuer Märkte investieren. Wenn ich durch diese Investitionen meine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig ausbauen kann, dann kann ich auch einen Teil des Gewinns an die Mitarbeiter ausschütten.

Das heißt im Klartext, einer Lohnerhöhung muss eine Produktivitätssteigerung vorausgehen.
Eine Lohnerhöhung führt nicht zwangsläufig zu einer Produktivitätssteigerung; die Reihenfolge ist entscheidend.
Unglaublich, daß ein (ehem.) Juso zu solchen Erkenntnissen gelangen kann! :oops: :cheer :bravo
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meggele
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Beitrag von meggele »

@vb_man: So ist es! :bravo
Es endet immer gleich.
vb_man
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Beitrag von vb_man »

Eisenmann hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:Befreit Euch doch einfach mal von Ideologie.
Oskar Lafontaine, Andrea Nahles und Claudia Roth haben ganze Arbeit geleistet. SCNR
vb_man hat geschrieben:Ein Lohn wird für eine geleistete Arbeitseinheit entgolten. Daher nennt man den Lohn auch Entgelt und nicht Endgeld.

Eine Lohnerhöhung führt zu erhöhten Produktionskosten.
Höhere Kosten führen zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber denjenigen, die zu günstigeren Kosten produzieren können.
Um diesen Wettbewerbsnachteil kompensieren zu können, muss effizienter produziert werden.

Wenn ich effizienter produziere, verschaffe ich mir einen Wettbewerbsvorteil. Wenn ich im Wettbewerb erfolgreich bin, steigere ich meinen Gewinn.
Diesen Gewinn kann ich z.B. in Forschung und Entwicklung, neue Anlagen und Maschinen und in die Erschließung neuer Märkte investieren. Wenn ich durch diese Investitionen meine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig ausbauen kann, dann kann ich auch einen Teil des Gewinns an die Mitarbeiter ausschütten.

Das heißt im Klartext, einer Lohnerhöhung muss eine Produktivitätssteigerung vorausgehen.
Eine Lohnerhöhung führt nicht zwangsläufig zu einer Produktivitätssteigerung; die Reihenfolge ist entscheidend.
Unglaublich, daß ein (ehem.) Juso zu solchen Erkenntnissen gelangen kann! :oops: :cheer :bravo
Wenn Du Dich vom ideologischem Ballast befreien würdest, dann würdest Du feststellen, daß es es einige Sozialdemokraten gab, die mehr ökonomischen Sachverstand besassen als die sog. Wirtschaftspartei f.d.p.
Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da man sich in der sog. freiheitlichen Wirtschaftspartei offensichtlich nur durch eine Vorstrafe in Steuerangelegenheiten für entsprechende Aufgaben qualifizieren kann.
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meggele
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Beitrag von meggele »

vb_man hat geschrieben:Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da man sich in der sog. freiheitlichen Wirtschaftspartei offensichtlich nur durch eine Vorstrafe in Steuerangelegenheiten für entsprechende Aufgaben qualifizieren kann.
Das wollt ich grad sagen. Und hat von denen schon jemals einer arbeiten müssen?
Es endet immer gleich.
vb_man
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Beitrag von vb_man »

Eisenmann hat geschrieben:Unglaublich, daß ein (ehem.) Juso zu solchen Erkenntnissen gelangen kann! :oops: :cheer :bravo
Eine Bemerkung dazu kann ich mir doch nicht verkneifen:

Ich war in 80ern bei den Jusos, weil ich der Überzeugung war, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Wenn Du ein wenig googelst, dann werden Dir Begriffe wie SS20, Pershing, Nato-Doppelbeschluss, Mutlangen und dergleichen, passend zur Weltanschauung erläutert. Ich war im Oktober 1981 im Bonner Hofgarten (da war Helmut Schmidt noch Bundeskanzler) und habe Heinrich Böll, Heinrich Albertz, Erhard Eppler usw. zugehört. Ich habe erlebt, wie diese größte Friedensdemonstration, die Deutschland je erlebt hat, von Willy Brandt in die SPD hineingetragen wurde.

Ich mag heute vielleicht ein wenig mehr von Ökonomie verstehen als vor 25 Jahren. Aber auch aus dem Blickwinkel meiner heutigen Lebenserfahrung habe ich mich damals richtig verhalten.

Ich war Juso aus Überzeugung, die meisten Schleimscheißer von der Jungen Union waren nur in der JU, weil es der Papa gesagt hat; das ist der Unterschied!
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Sportfreundin
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Beitrag von Sportfreundin »

vb_man hat geschrieben:
Eisenmann hat geschrieben:Unglaublich, daß ein (ehem.) Juso zu solchen Erkenntnissen gelangen kann! :oops: :cheer :bravo
Eine Bemerkung dazu kann ich mir doch nicht verkneifen:

Ich war in 80ern bei den Jusos, weil ich der Überzeugung war, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Wenn Du ein wenig googelst, dann werden Dir Begriffe wie SS20, Pershing, Nato-Doppelbeschluss, Mutlangen und dergleichen, passend zur Weltanschauung erläutert. Ich war im Oktober 1981 im Bonner Hofgarten (da war Helmut Schmidt noch Bundeskanzler) und habe Heinrich Böll, Heinrich Albertz, Erhard Eppler usw. zugehört. Ich habe erlebt, wie diese größte Friedensdemonstration, die Deutschland je erlebt hat, von Willy Brandt in die SPD hineingetragen wurde.

Ich mag heute vielleicht ein wenig mehr von Ökonomie verstehen als vor 25 Jahren. Aber auch aus dem Blickwinkel meiner heutigen Lebenserfahrung habe ich mich damals richtig verhalten.

Ich war Juso aus Überzeugung, die meisten Schleimscheißer von der Jungen Union waren nur in der JU, weil es der Papa gesagt hat; das ist der Unterschied!
in den 80ern waren doch alle links! :roll:
kann man auch sehr schön bei "neue vahr süd" erlesen. :) oder kennste den film: "sie haben knut"? der würde dir sicher gefallen. is auch voll schöngeistig. es geht nicht um eisbären und herrn dörflein, nein.
Werft mich in einen Fluss und wenn Ihr Pech habt, hab ich Glück und komm mit einem Fisch im Maul zurück.
bello
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Beitrag von bello »

vb_man hat geschrieben: Ich mag heute vielleicht ein wenig mehr von Ökonomie verstehen als vor 25 Jahren. Aber auch aus dem Blickwinkel meiner heutigen Lebenserfahrung habe ich mich damals richtig verhalten.
Wie hat ein kluger Mann mal gesagt:

Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 60 immer noch ist, keinen Verstand.

Da ist ne Menge dran finde ich.
MöMö
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Beitrag von MöMö »

vb_man hat geschrieben:Wenn Du Dich vom ideologischem Ballast befreien würdest, dann würdest Du feststellen, daß es es einige Sozialdemokraten gab, die mehr ökonomischen Sachverstand besassen als die sog. Wirtschaftspartei f.d.p.
Genau das vermisse ich.

Zum Zeitpunkt des Nato-Doppelbeschlusses konnte ich diesen noch nicht einmal schreiben, da wir damals noch nicht das genze Alphabet durch hatten. ;)

Falls Du den Verdacht hast, ich war in der JU - Fehlanzeige. Die Typen kamen mir damals schon älter vor, als sie je werden konnten.

Allerdings konnte ich noch nie verstehen, wie mit Regierungen sympathisieren kann, die ihre Bevölkerung wie in einem riesigen KZ einsperren mußten. Und das taten damals einige....
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