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Letztens bei der Telekom
Verfasst: 20 Jun 2009 16:58
von Anja
Vor einigen Wochen (irgendwann im April) hab ich mal mit einer Telekom-Tante telefoniert wegen Vertragsverlängerung/Tarifänderung. Der angekündigte schriftliche Beleg für unser Gespräch kam nie. Ich hab nicht weiter darüber nachgedacht.
Letzten Samstag (13.06.) lag dann plötzlich ein Splitter in meiner Post.
Ich war verwundert. Keine Bestätigung meiner Telefontarifänderung, über eine Veränderung im Internetanschluß haben wir eh nie gesprochen und jetzt ein neuer Splitter?
Also rief ich an.
Die freundliche Dame war verwundert. Ich hätte doch eine Tarifänderung von xyyz auf xzzy vorgenommen zum 18.06.
Nein, hab ich nicht.
Sie stutzt, überlegt. Fragt sich, was der wer wie beraten haben könnte und kommt zu dem Ergebnis, daß das ja alles gar keinen Sinn macht. Dann würde ich ja in einen schlechteren Tarif wechseln, das hätte ich doch sicher nicht gewollt.
Sie berät mich neu und wir kommen zum gleichen Schluß wie bereits mit der Kollegin im April. Sie verspricht mir, daß ich dazu eine schriftliche Bestätigung bekommen würde und sagt mir, daß ich zum Glück angerufen habe, denn sonst hätte ich jetzt ab 18.06. für zwei Jahre einen Tarif, der mir nichts bringt. Warum ich den Splitter bekommen habe versteht sie jedoch immer noch nicht und meinte, ich soll ihn einfach mal aufheben.
Am 17.06. bekomm ich Post von der Telekom. Erster Blick auf den gewählen Tarif: Es ist wieder ein Tarif mit rund 44 €, den ich nicht will. Gültig ab dem 18.06.
Also wieder angerufen. Netter Herr am Telefon: Ich schilder ihm, daß ich eine Bestätigung für den Tarf xyz bekommen hätte, den ich jedoch nicht will.
Sagt mir der freundliche Herr, daß sie so einen Tarif gar nicht hätten!
Wir haben dann rekonstruiert, daß das wohl die Bestätigung zum Tarif war, den ich angeblich am 09.06. bestellt habe, jedoch vom Samstag, wo ich mit der Kollegin gesprochen habe, schon die Änderung eingegeben wurde. Ich sollte jedoch auf jeden Fall ALLE Schreiben aufheben, falls noch irgendwas wäre...
Am 19.06. kam dann das Schreiben mit dem richtigen Tarif. Ich bin gespannt, was meine nächsten Rechnungen sagen.
Anja
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 20 Jun 2009 17:09
von PeterMUC
Hört sich nach einem völlig normalen Telekom-Vorgang an.

(ich kenne das auch)
Nicht ärgern, nur wundern ! (und natürlich hart bleiben)
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 20 Jun 2009 17:20
von Anja
PeterMuc hat geschrieben:Hört sich nach einem völlig normalen Telekom-Vorgang an.

(ich kenne das auch)
Nicht ärgern, nur wundern ! (und natürlich hart bleiben)
Lustigerweise haben Sie einen neue Standardverabschiedung "Ich hoffe Sie waren mit der Beratung heute sehr zufrieden."
"Ja, damit schon, aber was machen Sie mit meinem Anliegen, nachdem ich aufgelegt habe?"
Anja
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 20 Jun 2009 17:28
von beeste
Ah, wieso kommt mir das so bekannt vor? Ach ja, weil ich vorgestern so eine Nixweissnase von der Telekom zusammengeschissen ahbe, ob des Scheiss', den sie meinen Eltern verkauft haben. Der hatte auch keinen Plan von nix. Aber erstmal großzügig zweimal gut 400€ vom Konto abbuchen. Wir wissen zwar nicht wofür und warum, aber Hauptsache, wir haben erstmal was gemacht....
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 20 Jun 2009 17:59
von thilo69
Klingt komisch, ist aber so! Man muss sich schon wundern!
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 10:36
von vb_man
Ja, die Telekom alles grenzdebile Idioten!
Ist es den bei Vodafone, O2, Arcor oder wie sie alle heißen mögen so viel besser? Ich kenne Fälle, bei denen Kollegen, die auf den so super günstigen Freenet Tarif gewechselt haben erstmal 6(!) Wochen offline waren und jeder Anruf bei der Hotline mit 15 cent pro Minute abgerechnet wurde.
Habt ihr Euch schon mal gefragt, warum der "Service" so schlecht ist, wie er wahrgenommen wird? Der Preisdruck und Konkurrenzkampf zwingt zu Kostensenkungen. Dann werden in den Callcentern eben keine qualifizierten Fachleute engagiert sonder studentische Hilfskräfte oder Hausfrauen, die nächste Woche auch für Quelle die Waschmaschinen beraten.
Ich habe den Call & Surf Comfort Tarif und war nach meinem Umzug nur ca. 24h offline und der Techniker von den Teletubbies war sogar am Samstag vormittag da.
Beratung kann manchmal auch ein schwieriges Geschäft sein, wenn der zu Beratende eigentlich gar nicht weiss was er will.

Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 11:14
von Matthias
vb_man hat geschrieben:Ist es den bei Vodafone, O2, Arcor oder wie sie alle heißen mögen so viel besser?
Die sind definitiv noch übler. Die Teletubbies sind die Einäugigen unten den Blinden. Deswegen bleibe ich erstmal bei Telekom, obwohl ich viel Geld sparen könnte. Außerdem sichere ich persönlich damit Tacis' Arbeitsplatz!

Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 11:16
von QRoo
Matthias hat geschrieben:vb_man hat geschrieben:Ist es den bei Vodafone, O2, Arcor oder wie sie alle heißen mögen so viel besser?
Die sind definitiv noch übler.
Die Teletubbies sind die Einäugigen unten den Blinden. Deswegen bleibe ich erstmal bei Telekom, obwohl ich viel Geld sparen könnte. Außerdem sichere ich persönlich damit Tacis' Arbeitsplatz!


volle Zustimmung
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 13:03
von Anja
vb_man hat geschrieben:Ja, die Telekom alles grenzdebile Idioten!
Ist es den bei Vodafone, O2, Arcor oder wie sie alle heißen mögen so viel besser? Ich kenne Fälle, bei denen Kollegen, die auf den so super günstigen Freenet Tarif gewechselt haben erstmal 6(!) Wochen offline waren und jeder Anruf bei der Hotline mit 15 cent pro Minute abgerechnet wurde.
Habt ihr Euch schon mal gefragt, warum der "Service" so schlecht ist, wie er wahrgenommen wird? Der Preisdruck und Konkurrenzkampf zwingt zu Kostensenkungen. Dann werden in den Callcentern eben keine qualifizierten Fachleute engagiert sonder studentische Hilfskräfte oder Hausfrauen, die nächste Woche auch für Quelle die Waschmaschinen beraten.
Ich habe den Call & Surf Comfort Tarif und war nach meinem Umzug nur ca. 24h offline und der Techniker von den Teletubbies war sogar am Samstag vormittag da.
Beratung kann manchmal auch ein schwieriges Geschäft sein, wenn der zu Beratende eigentlich gar nicht weiss was er will.

Darum gings mir nicht. Warum es überhaupt Callcenter gibt, warum die oft so schlecht sind und daß auch Kunden ihren Anteil daran haben ist mir klar. Ich wollte auch hier keine arbeitsmarktpolitische Diskussion anstoßen, sondern einfach nur eine lustige Begebenheit wiedergeben.
Ich will einfach nicht alles toll finden und immer alles entschuldigen und generell die Schuld bei mir suchen. Wäre es besser gewesen, ich hätte einfach alles so akzeptiert? Dann hätte ich jetzt einen teuren Tarif, den ich nicht wollte, aber ich hätte der Telekom keinen Ärger gemacht. Ich böser Kunde.
Anja
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 18:32
von Nils
Ich kenne so eine Geschichte auch.
Waren dann aber sehr kulant. Hat mich aber ca. 12h Nettozeit meines Lebens in irgendwelchen Hotlines gekostet.
Mein Vorschlag wäre ja, dass jeder einen festen Berater bekommt, der fester Ansprechpartner ist. Aber das würde den Luschen aus Bonn ja wieder Geld kosten

Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 19:14
von drullse
vb_man hat geschrieben:Habt ihr Euch schon mal gefragt, warum der "Service" so schlecht ist, wie er wahrgenommen wird? Der Preisdruck und Konkurrenzkampf zwingt zu Kostensenkungen. Dann werden in den Callcentern eben keine qualifizierten Fachleute engagiert sonder studentische Hilfskräfte oder Hausfrauen, die nächste Woche auch für Quelle die Waschmaschinen beraten.
Falsche Argumentation (und im Fall der Telekom doppelt falsch): für mich als Kunden zählt nur, wie ich behandelt werde. Mich interessiert nicht, wie der Laden seinen Service organisiert. Die Telekom ist NICHT der preiswerteste Anbieter auf dem Markt, also zählt das auch nicht. Und wo der Laden sein Geld versenkt, dass er auch in den Service stecken könnte, interessiert mich ebenso wenig.
Wer damit argumentiert, dass der Service ja woanders noch schlechter ist als im eigenen Unternehme, disqualifiziert sich sofort selbst. Der Kunde ist König. Punkt. Wie ich das hinbekomme ist mein Problem, aber nach außen muss alles funktionieren. Natürlich weiß ich, dass diese Philosophie heutzutage (und erst Recht wenn es darum geht, Aktionäre zu befriedigen) nicht mehr en vogue ist, ich verlange sie trotzdem und habe auch nach wie vor kein Problem, bei schlechtem Service beim Vorstand vorstellig zu werden. Hilft ungemein.
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 21:58
von Tri
in meiner alten Wohnung war ich bei Freenet. Die riefen mich an und wollten mir DSL 6000 andrehen. Ich hatte dort nur DSL 2000. Dummerweise ist der DSL-Ausbau auf dem Land nicht sonderlich weit fortgeschritten, denn technisch war nur ein DSL 1500 möglich. Sollte der Provider eigentlich wissen. Aber Hauptsache mal die gleiche Leistung zu nem höheren Tarif versucht zu verkaufen...
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 21 Jun 2009 22:58
von beeste
Tri hat geschrieben:in meiner alten Wohnung war ich bei Freenet. Die riefen mich an und wollten mir DSL 6000 andrehen. Ich hatte dort nur DSL 2000. Dummerweise ist der DSL-Ausbau auf dem Land nicht sonderlich weit fortgeschritten, denn technisch war nur ein DSL 1500 möglich. Sollte der Provider eigentlich wissen. Aber Hauptsache mal die gleiche Leistung zu nem höheren Tarif versucht zu verkaufen...
Die Telekom hat meinem Vater einen 16000 verkauft, obwohl es hier mehr als drei gar nicht gibt. Aktuell kommen da 2,8 aus der Leitung. Mit ein Grund, warum ich da angerufen habe.
Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 22 Jun 2009 07:41
von Friedrichvontelramund
Outsourcing heißt das Zauberwort

Die Menschen, mit denen Ihr da sprecht sind gar nicht bei Teledingsda und Konsorten. Das sind externe Servicecenter mit "geschultem" Personal. Ist nämlich billiger....und das Wissen, das im Konzern abgebaut wird, ist auch gleich weg. Aber man hat ja Personalkosten gespart; clever, oder?

Re: Letztens bei der Telekom
Verfasst: 22 Jun 2009 11:54
von vb_man
drullse hat geschrieben:vb_man hat geschrieben:Habt ihr Euch schon mal gefragt, warum der "Service" so schlecht ist, wie er wahrgenommen wird? Der Preisdruck und Konkurrenzkampf zwingt zu Kostensenkungen. Dann werden in den Callcentern eben keine qualifizierten Fachleute engagiert sonder studentische Hilfskräfte oder Hausfrauen, die nächste Woche auch für Quelle die Waschmaschinen beraten.
Falsche Argumentation (und im Fall der Telekom doppelt falsch): für mich als Kunden zählt nur, wie ich behandelt werde. Mich interessiert nicht, wie der Laden seinen Service organisiert. Die Telekom ist NICHT der preiswerteste Anbieter auf dem Markt, also zählt das auch nicht. Und wo der Laden sein Geld versenkt, dass er auch in den Service stecken könnte, interessiert mich ebenso wenig.
Wer damit argumentiert, dass der Service ja woanders noch schlechter ist als im eigenen Unternehme, disqualifiziert sich sofort selbst. Der Kunde ist König. Punkt. Wie ich das hinbekomme ist mein Problem, aber nach außen muss alles funktionieren. Natürlich weiß ich, dass diese Philosophie heutzutage (und erst Recht wenn es darum geht, Aktionäre zu befriedigen) nicht mehr en vogue ist, ich verlange sie trotzdem und habe auch nach wie vor kein Problem, bei schlechtem Service beim Vorstand vorstellig zu werden. Hilft ungemein.
Ich sehe es vor meinem geistigen Auge:
Rene Obermann auf dem Weg zur Kanzlerin, die Sekretärin stürzt rein und meldet ein Mail von Dr. Ullse und Obermann lässt sofort alle Termine streichen
Ernsthaft, ich habe mich bei meinem Umzug auch über die Teletubbies geärgert (Splitter an die falsche Adresse geschickt, Anschluss nicht freigeschaltet am 15.05) steht auch irgendwo in einem was-popelst-du-gerade-fred.
Aber innerhalb von 24h war alles geklärt und der Anschluss hat problemlos funktioniert und mit 4 Wochen Abstand kann ich das mit einer gewissen buddhistischen Gelassenheit betrachten.
Hätte ich den Anschluss bei Freenet oder Arcor oder wie immer diese Fuzzies heißen beantragt, dann wäre ich mir nicht sicher, ob ich ich heute schon online wäre.
Ich kenne diesen Laden schon, da hieß er noch Bundespost und man hat eine Ordnungswidrigkeit(!) begangen, wenn man an den Anschluss einen aus USA mitgebrachten Anrufbeantworter drangefrickelt hat. Das ist gerade mal 20 Jahre her. Seitdem hat sich der Service der ehemaligen Bundespost spürbar verbessert.
Diesen ganzen Telefonläden, die unsere Fussgängerzonen verschandeln, traue ich keine 5 m gegen den Wind. Da stehen irgendwelche schwindsüchtigen Bürschlein in schlechtsitzenden C&A Anzügen, falsch gebundener Kravatte und ungeputzten Deichmann-Schuhen, die mich ungefragt duzen und vom Thema ungefähr soviel Ahnung haben wie ich vom Kraulschwimmen. Die Telekom ist ein Saftladen, aber da ich weiss wenigstens woran ich bin. Und ich brauche auch kein Bundesliga- oder Pornopaket oder 100 Frei-SMS ins Festnetz von Absurdistan, ich will telefonieren und einen Internetanschluss, feddisch!