Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

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Friedrichvontelramund
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Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Lieber Läufergemeinde :D
Ich habe gerade ein Verständnisproblem: Wie würdet Ihr den Begriff "Steady State Run" und wie den Begriff "Tempo Run" übersetzen?

Hintergrund meiner Frage ist folgender: Wenn ich hier meine Zeiten zur Berechnung eingebe, spuckt mir die Seite verschiedene Schwellen bzw. Zeiten für Laufbereiche aus. Soweit so gut.

Gehe ich jetzt aber hierher um meine Zeiten zu berechnen oder gar zu Papa Greif, dann wirds verwirrend. MC Millan und Greif geben den Tempodauerlauf (10-15 KM) bzw. den Steady-State Run in etwa der gleichen Zeit an. M.E. ist das doch der Lauf, um die anaerobe Schwelle zu heben. Daniels hingegen liegt mit den Zeiten des Tempodauerlaufs bei den Zeiten, die Mc Millan für den sog. "Temporun" angibt.. Das verwirrt mich! was ist denn jetzt was? Nach Daniels wäre der Tempodauerlauf genau die Zeit, in der ich HM-Bestzeit laufe. Sind jetzt die Begrifflichkeiten unterschiedlich oder gar die Trainingsansätze?

Vielen Dank für die Hilfe
Fritz

P.S. Bitte mal ON TOPIC bleiben ;)
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keko
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von keko »

Aus dem Hinterkopf heraus würde ich sagen, Steady State Run ist der "Schwellenlauf", also an der an/aeroben Schwelle und Tempo Run ist ein "Tempolauf" auch an der Schwelle, also das Gleiche.
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beeste
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von beeste »

keko hat geschrieben:Aus dem Hinterkopf heraus würde ich sagen, Steady State Run ist der "Schwellenlauf", also an der an/aeroben Schwelle und Tempo Run ist ein "Tempolauf" auch an der Schwelle, also das Gleiche.
Ich frag mich ja immer, warum mir der McMillan zig verschiedenen Paces auswirft. Muss ich mir da jetzt noch das entsprechende Werk kaufen? Der Daniels liegt ja seit Jahren bei mir unterm Kopfkissen, aber irgendwie kann der mich nicht meinen: Der will ja, dass ich jeden Tag laufe. Da brech ich nach 3 Tagen mit Systemversagen tot zusammen... :chris76

Geh ich richtig in der Annahme, dass ich bei 3/w mit 1x lang und locker, 1xkurz und zügig und 1x Intervalle richtig liege? Welche Bezeichnungen wären bei McMillan denn da zuzuordnen?
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drullse
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von drullse »

Steady-State kenne ich (von Lydiard) als das Tempo, dass ich "mit größtmöglichem aeroben Einsatz" (sinngemäß) gelaufen werden kann. TDL ist IMHO etwas schneller, denn (um mal Onkel Lydiard zu bemühen): 160 Km die Woche steady state sind möglich, 160 km TDL eher nicht... ;)
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Friedrichvontelramund
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von Friedrichvontelramund »

keko hat geschrieben:Aus dem Hinterkopf heraus würde ich sagen, Steady State Run ist der "Schwellenlauf", also an der an/aeroben Schwelle und Tempo Run ist ein "Tempolauf" auch an der Schwelle, also das Gleiche.
Da hab ich bei MC Millan aber unterschiedliche Werte zwischen Tempo und Steady State. Der Tempolauf bei Daniels ist aber von der Geschwindigkeit gleich mit dem Tempolauf bei MC Millan....was ist dann aber Steady State (wenn Daniels den Tempolauf als Lauf an der Schwelle bezeichnet)???
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pioto
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von pioto »

friedrichvontelramund hat geschrieben:
keko hat geschrieben:Aus dem Hinterkopf heraus würde ich sagen, Steady State Run ist der "Schwellenlauf", also an der an/aeroben Schwelle und Tempo Run ist ein "Tempolauf" auch an der Schwelle, also das Gleiche.
Da hab ich bei MC Millan aber unterschiedliche Werte zwischen Tempo und Steady State. Der Tempolauf bei Daniels ist aber von der Geschwindigkeit gleich mit dem Tempolauf bei MC Millan....was ist dann aber Steady State (wenn Daniels den Tempolauf als Lauf an der Schwelle bezeichnet)???
Gibt's keine geeigneten deutschen Laufbücher? Die bei den Interpretationsversuchen eingesparte Zeit könntest du z.B. zum Trainieren nutzen ;)

Irgendwo habe ich übrigens mal gelesen, dass es keine anaerobe Schwelle gibt. Kann das angehen? :lookaroun:
laufsusi
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von laufsusi »

ich habe mal vor längerer zeit marathontrainingspläne für meinen verein erstellt.
dafür kämpfte ich mich durch sämtliche, allerdings deutschsprachige, lauf-literatur.
was besonders auffiel, dass jeder autor andere geschwindigkeiten angab.
z.b. für den langen lauf gings von 1,5 minuten bis zu einer halben minuten pro km zzgl. angepeilter marathonzeit pro km.
mal davon abgesehen, dass jeder andere begriffe (abkürzungen) verwandt.
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drullse
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von drullse »

pioto hat geschrieben:Irgendwo habe ich übrigens mal gelesen, dass es keine anaerobe Schwelle gibt. Kann das angehen? :lookaroun:
Jep. Und wenn man sich nach solchen Werten richten will, dann muss auch regelmäßig ne Diagnostik her.

Ich bin da dann doch mehr für Gefühl: Grundkondi im Steady State aufbauen (sprich: maximaler aerober Einsatz speziell bei den längeren Läufen, insbesondere 1,5-Stunden Einheiten nicht rumeiern), spezifisches Tempo dann im angepeilten Renntempo als TDL.

Siehe LC: je mehr man liest, desto unsicherer wird man. Rausgehen und laufen ist immer noch das Beste Rezept.

Ach ja: es darf wehtun! ;)
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beeste
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von beeste »

drullse hat geschrieben:Grundkondi im Steady State aufbauen (sprich: maximaler aerober Einsatz speziell bei den längeren Läufen, insbesondere 1,5-Stunden Einheiten nicht rumeiern), spezifisches Tempo dann im angepeilten Renntempo als TDL.
...
Ach ja: es darf wehtun! ;)
Äh, heißt das, ich soll den Langen, Langsamen auch schon rennen und nicht durch die Gegend traben...? :???:
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drullse
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von drullse »

beeste hat geschrieben:Äh, heißt das, ich soll den Langen, Langsamen auch schon rennen und nicht durch die Gegend traben...? :???:
:ja
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Friedrichvontelramund
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von Friedrichvontelramund »

drullse hat geschrieben: Ich bin da dann doch mehr für Gefühl: Grundkondi im Steady State aufbauen (sprich: maximaler aerober Einsatz speziell bei den längeren Läufen, insbesondere 1,5-Stunden Einheiten nicht rumeiern), spezifisches Tempo dann im angepeilten Renntempo als TDL.
Ok, das heißt dann was? Laufe ich dann 1,5h Tempo an der "Schwelle"...was ist dann aber der TDL? Bzw. Wo ist bei Deiner Erklärung der Unterschied zwischen Steady State und TDL in der Geschwindigkeit. Nehmen wir mal den letzten HM als Maßstab, sprich 1.29. Dann wäre Steady State wieviel und TDL wieviel? Oder soll ich Mc Millan einfach vergessen....
Test doch mal die seite mit Deinen Werten; evtl. kannst Du dann aus den Ergebnissen, die er ausspuckt ein nachvollziehbares Ergebnis ziehen.....

@Pioto: Das mit der Schwelle hab ich auch schon gelesen.......Mir ist es aber wurscht, ob es sie gibt oder nicht. Es ist zumindest ein Richtwert, an dem ich meine Training orientieren kann. Für Roth habe ich eh vor, eine Diagnostik zu machen und dann immer mal wieder checken zu lassen, ob das Training anschlägt
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beeste
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von beeste »

McMillan hat ja die

Endurance Workouts:
Long Run
5:41-6:18

und die

Stamina Workouts:
Steady State Run
5:06-5:16

Ausgehend von meinen 5k (23:13): Seh ich das richtig, dass ich (Ziel immer OD) zwar genügend Endurance (Ausdauer) hab, um den Marathon bis km37 durchzulaufen (LD Köln), mir aber die Stamina (Tempohärte) fehlt, um das auch tatsächlich "laufend" und nicht nur trabend zu tun? :???:
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Super, jetzt kenn ich den Unterschied zwischen Steady State Run und Temporun immer noch nicht...Ich dachte, wir sind DAS BILDUNGSFORUM :hammer :???: :chris76
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Voldi
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von Voldi »

friedrichvontelramund hat geschrieben:Super, jetzt kenn ich den Unterschied zwischen Steady State Run und Temporun immer noch nicht...Ich dachte, wir sind DAS BILDUNGSFORUM :hammer :???: :chris76
Ist doch ganz egal .... geh einfach laufen :tomtiger
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Re: Begrifflichkeiten in der englischsprachigen Lauflehre

Beitrag von beeste »

friedrichvontelramund hat geschrieben:Super, jetzt kenn ich den Unterschied zwischen Steady State Run und Temporun immer noch nicht...Ich dachte, wir sind DAS BILDUNGSFORUM :hammer :???: :chris76
Wenn ich mir die Zeiten bei mir so angucke, erscheint der SSR gerade noch so machbar *ächz* und der TR schon wie richtiges Rennen.*urgs*
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