weniger ist manchmal mehr

Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten. Davon aber genug.

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nurmi
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weniger ist manchmal mehr

Beitrag von nurmi »

weniger ist manchmal mehr o.ä. titel war vor kurzem in der zeitschrift running.
in der artikel wurde das bsp. einer frau gebracht. sie trainiert in der woche ca. 70km aber läuft auf 10km ca. 52min. der autor meint dass sie zu viel trainiert. zu diesem trainingsumfang gehört eine viel schnellere zeit. (45min?)
in der artikel befindet sich auch eine tabelle. nach der tabelle (weiss ich leider nicht mehr auswendig) ein läufer der 10km ca.35min läuft soll nicht mehr als 6 stunden in der woche laufen.

ich sehe irgendwie ein widerspruch, wenn man hier die trainingspläne der emus anschaut. trainieren wir zu viel :???:
gruss nurmi
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keko
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Re: weniger ist manchmal mehr

Beitrag von keko »

nurmi hat geschrieben:ich sehe irgendwie ein widerspruch, wenn man hier die trainingspläne der emus anschaut. trainieren wir zu viel :???:


Es killt eher das Tempo, als die Strecke. Man muss immer Qualität und Quantität betrachten.

Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass sich viel Training immer postiv auswirkt. Bei manchen früher, bei manchen später.

Ich kenn jemand, der hat jahrelang versucht den Marathon unter 3h zu laufen. Und wurde gehänselt von Leuten, die mit weniger Training 2:54 liefen. Irgendwann war dann der Knoten geplatzt. Er lief 2:47 und ein Jahr später 2:39, mit gleichem Training.
Zuletzt geändert von keko am 02 Sep 2004 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Ulfila
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Beitrag von Ulfila »

Bei mir stimmt das. Ich laufe die 35 min auf 10km und trainiere nicht mehr als sechst Stunden pro Woche. Nur die letzten vier Wochen sahen etwas anders aus, weil ich Marathon laufen will.

Aber abgesehen davon, kann nicht jeder eine bestimmte Zeit laufen. Es gibt ein Limit, das durch den Körper (Veranlagung, Talent, Gene, wie auch immer) vorgeben, bei dem Schluss ist, egal wie viel oder wie wenig ich trainiere.

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Newbie
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Re: weniger ist manchmal mehr

Beitrag von Newbie »

ich denke, da gibts grosse Unterschiede.Guck Dir Hunki an - der schwimmt praktisch nie und schwimmt trotzdem um die 16 Minuten pro Kilometer...

andere trainieren kaum und laufen Marathon in 3:30 - andere trainieren viel und sind um einiges langsamer.

ich glaube nicht dass man aufgrund von der Trainingszeit auf die Laufzeit schliessen kann. Sonst wäre ich mit meinen doch relativ vielen Trainingsstunden vieeeel weiter vorne anzutreffen.
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nurmi
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Re: weniger ist manchmal mehr

Beitrag von nurmi »

Newbie hat geschrieben: Sonst wäre ich mit meinen doch relativ vielen Trainingsstunden vieeeel weiter vorne anzutreffen.


siehst du? du trainierst auch zu viel.
gruss nurmi
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wehaka
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Re: weniger ist manchmal mehr

Beitrag von wehaka »

nurmi hat geschrieben:in der artikel befindet sich auch eine tabelle. nach der tabelle (weiss ich leider nicht mehr auswendig) ein läufer der 10km ca.35min läuft soll nicht mehr als 6 stunden in der woche laufen.

ich sehe irgendwie ein widerspruch, wenn man hier die trainingspläne der emus anschaut. trainieren wir zu viel :???:

Welches Emu meinst Du denn? Ich bin dieses Jahr ca 37 km/Woche gelaufen, Tendenz steigend wegen Marathonvorbereitung.
Letztes Jahr etwa 45. Also ca 4 Std./Woche. Damit laufe ich etwa 43 Min auf 10 km. Ich laufe also eher wenig, aber die Radfahrerei wirkt ja auch positiv.
70 km und 52 Minuten finde ich ist ein krasses Missverhältnis.
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Hunki
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Beitrag von Hunki »

Man kann eigentlich generell sagen, dass ein gewisses Talent nötig ist um ein guter Läufer zu sein / werden. Wie schon gesagt, eine gewisse Veranlagung braucht man schon. Bis zu einem Punkt kann man alles trainieren... ab da, ists das Talent... sonst würde ja leder nen Marathon in 2:04 laufen können...

Ich gehe auch mal davon aus, dass ich ein gewisses Triathlon-Talent habe, sonst hätte ich kaum meine erste MD in 4:50 absolviert und würde kaum nach total 36km Schwimmen im Jahr an die 16min pro km benötigen.

Ein bisschen gehört dann auch noch das überwinden des Schweinehundes dazu.

Hunki
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Newbie
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Beitrag von Newbie »

krasses Beispiel: einer aus meinem Verein, etwa mein Alter, ebenfalls einige Kilos zuviel läuft seit ca 4 Jahren, nur bis ca 15 km. Trotzdem hat er sich an den Zürich-Marathon angemeldet, hat aber, gemäss eigenen Angaben, keinen einzigen Lauf von über 15 km gemacht - weder im Wettkampf noch im Training

und was läuft der Kerl.. unter 3:40! und er fährt weder enorm viel Rad (ich denke eher gar nicht) und schwimmen schon grad überhaupt nie. Hat auch keine sportliche Vergangenheit, ausser reiten.. aber das zählt nicht. Ist selbständig, hat Frau und kleines Kind, läuft also auch nicht täglich seine 15 km.

oder Caba... der hätte in Roth eine super Marathonzeit hingelegt, wenn er nicht unterwegs auf LG gestossen wäre und den Rest mit ihr gejoggt ist - sein Training kann man selber unter http://www.caba.de nachlesen - sicher alles andere als optimal!

tja - es gibt solche und andere :cry:
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Beitrag von Ulfila »

Hey newbie, dass Training macht uns doch Freude. Da macht es doch nichts, wenn man ein bisschen mehr laufen muss als dein talentierter Freund. :ditsch

Ulfila
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Beitrag von Newbie »

Ulfila hat geschrieben:Hey newbie, dass Training macht uns doch Freude. Da macht es doch nichts, wenn man ein bisschen mehr laufen muss als dein talentierter Freund. :ditsch

Ulfila


ich finds einfach unfair :mad:

viele die sehen dass ich fast jeden Tag was mache denke, ich sei dafür auch jeweils vorne mit dabei - und ich bin doch immer ganz ganz weit hinten im Feld. Muss ich vielleicht anfangen, nur noch im Dunklen zu trainieren? dann denken alle.. dafür, dass die nie trainiert, ist sie gar nicht mal soooo schlecht :twisted:
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Beitrag von Ulfila »

Newbie hat geschrieben:ich finds einfach unfair :mad:

viele die sehen dass ich fast jeden Tag was mache denke, ich sei dafür auch jeweils vorne mit dabei - und ich bin doch immer ganz ganz weit hinten im Feld. Muss ich vielleicht anfangen, nur noch im Dunklen zu trainieren? dann denken alle.. dafür, dass die nie trainiert, ist sie gar nicht mal soooo schlecht :twisted:


Das ist doch Verstellerei oder, um es philosophischer auszudrücken, eine Frage von Sein und Schein. Sicher gibt es einige Trias, die ihr Training herunterspielen, um ihre Leistung zu schönen. Aber wir glauben es ihnen nicht. :P (Wie war das noch: Vor dem Wettkampf haben alle nicht trainiert, sind krank ...)

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Beitrag von Newbie »

Ulfila hat geschrieben:Das ist doch Verstellerei oder, um es philosophischer auszudrücken, eine Frage von Sein und Schein. Sicher gibt es einige Trias, die ihr Training herunterspielen, um ihre Leistung zu schönen. Aber wir glauben es ihnen nicht. :P (Wie war das noch: Vor dem Wettkampf haben alle nicht trainiert, sind krank ...)

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ich dachte eher an Nachbarn, Verwandte, Arbeitskollegen.. der Geschäftsleiter meiner neuen Arbeitsstelle meinte neulich, ich mische ganz vorne mit :P seitdem ich ihn aufgeklärt habe fragte er mich nie mehr, ob ich denn heute mit dem Rad gekommen sei :(
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Beitrag von Ulfila »

Newbie hat geschrieben:ich dachte eher an Nachbarn, Verwandte, Arbeitskollegen.. der Geschäftsleiter meiner neuen Arbeitsstelle meinte neulich, ich mische ganz vorne mit :P seitdem ich ihn aufgeklärt habe fragte er mich nie mehr, ob ich denn heute mit dem Rad gekommen sei :(


Wenn du Leute meinst, die vom Renngeschehen eh keine Ahnung haben, dann sage doch, dass du vorne mitmischsts (im Kleingedruckten dann: in der AK, an dem Maltodextringesöff etc.). Musst ja nicht vor Nicht-Sportlern ins Detail gehen.

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wehaka
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Beitrag von wehaka »

Newbie hat geschrieben:ich dachte eher an Nachbarn, Verwandte, Arbeitskollegen.. der Geschäftsleiter meiner neuen Arbeitsstelle meinte neulich, ich mische ganz vorne mit :P seitdem ich ihn aufgeklärt habe fragte er mich nie mehr, ob ich denn heute mit dem Rad gekommen sei :(

Ja und? Für die trainierst Du doch nicht. Denen musst Du nichts beweisen. Sie haben einfach keine Ahnung, ist gar nicht mal bös gemeint. Aber wer selber keinen Sport betreibt und sein Wissen nur aus dem Fernseher bezieht, dem fehlen einfach die Maßstäbe um die Leistungen von Freizeitsportlern zu beurteilen.
Muss man mit leben können. ;) Geht´s nicht hauptsächlich um die Freude am Training und auch am Wettkampf?
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keko
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Beitrag von keko »

wehaka hat geschrieben:Geht´s nicht hauptsächlich um die Freude am Training und auch am Wettkampf?


Eben! Der Wettkampf ist nur das Salz in der Suppe, das Schöne ist doch das Training. Und wenn andere mit weniger Training 5h vor mir im Ziel sind, dann wär ich zwar auch gern so schnell, aber im Endeffekt scheiss ich doch drauf :smokin:

Ich bin ich und du bist du und das ist gut so (cool -- ein Reim)
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