Die Statistik ist natürlich Quatsch, grundsätzlich sind Praktika schon sinnvoll. Letztlich ist es IMHO vernünftiger, Firmen stellen unbezahlte Praktikumsplätze zur Verfügung als gar keine.
Das greift natürlich nur, solange keine regulären Arbeitsplätze durch unbezahlte Praktikanten besetzt werden. Das Erlebnis von Drullse fällt ja wohl eindeutig unter Mißbrauch. Wie dem aber zu begegnen ist - große Frage.
Wohl kaum ohne großen bürokratischen Aufwand. Und ob der sich lohnt, dazu müsste man erstmal wissen, wie groß der Mißbrauch ist - wozu wir wieder eine Statistik brauchen, der dann eh nicht zu trauen ist...
Generation Praktikum
Moderator: Moderator
- meggele
- Das Hawaii Emu
- Beiträge: 20947
- Registriert: 29 Mär 2005 11:59
- Wohnort: Hamburg
- Kontaktdaten:
Es ist wohl reichlich unbestritten, dass insbesondere in den Medienunternehmen die Leute reihenweise Praktika machen und von den Unternehmen auf spätere mögliche Übernahmen vertröstet werden. Da sehe ich drullses Beispiel nicht als bedauerlichen Einzelfall.Linus hat geschrieben:Die Statistik ist natürlich Quatsch, grundsätzlich sind Praktika schon sinnvoll. Letztlich ist es IMHO vernünftiger, Firmen stellen unbezahlte Praktikumsplätze zur Verfügung als gar keine.
Das greift natürlich nur, solange keine regulären Arbeitsplätze durch unbezahlte Praktikanten besetzt werden. Das Erlebnis von Drullse fällt ja wohl eindeutig unter Mißbrauch. Wie dem aber zu begegnen ist - große Frage.
Wohl kaum ohne großen bürokratischen Aufwand. Und ob der sich lohnt, dazu müsste man erstmal wissen, wie groß der Mißbrauch ist - wozu wir wieder eine Statistik brauchen, der dann eh nicht zu trauen ist...
Dass es auch sinnvolle Praktika gibt, ist ja unbestritten, aber solche, die keinem Ausbildungswerg dienen und bei denen qualifizierte Arbeitskräfte weiterhin ihren Eltern für Unterstützung dankbar sein müssen, fallen wohl kaum darunter.
Es endet immer gleich.
Bei uns kommen hin und wieder Praktikanten hinzu. Meist Leute >30J. mit Berufserfahrung, die aus irgendwelchen Gründen arbeitslos geworden sind (betriebsbedingte Kündigung usw). Wenn sie sich halbwegs gut anstellen, werden sie übernommen. Als Praktikant verdienen sie in den ersten 6 Monaten natürlich wenig, später dann aber normal. So lange ich hier bin (5J.) wurde nur 1x jemand nicht übernommen. Insgesamt schätze ich auf 8-10 Praktikanten, die auf diesen Weg einen festen Job gefunden haben.drullse hat geschrieben:Sicher - ist halt Statistik.
Wieviele Leute kennst Du, die nach einem Praktikum übernommen wurden?
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
https://sifiman.kkessler.de
Ja, nur spart man so halt ein bisschen Gelddrullse hat geschrieben:Das ist ja auch kein Problem - kann man so aber auch gleich als Anstellung mit Probezeit machen und nicht als Praktikantenstelle.keko hat geschrieben:Als Praktikant verdienen sie in den ersten 6 Monaten natürlich wenig, später dann aber normal.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
https://sifiman.kkessler.de
- Kampa
- 1. Half-Eiermann Emu
- Beiträge: 13316
- Registriert: 04 Okt 2006 09:34
- Wohnort: Hopfen- und Traubenzentrum am Taunus
Ich denk mir mal, dass wird sich erst ändern, wenn die Unternehmen froh sind überhaubt gut ausgebildete Leute zu bekommen und die dann auch schnell halten wollen.drullse hat geschrieben:Das ist ja auch kein Problem - kann man so aber auch gleich als Anstellung mit Probezeit machen und nicht als Praktikantenstelle.keko hat geschrieben:Als Praktikant verdienen sie in den ersten 6 Monaten natürlich wenig, später dann aber normal.
"...Wenn dein Herz auf dem Wasser liegt, musst du es ja nicht auf der Strasse quälen..."
Wo ist das Problem? Wir schaffen einfach ein paar unbezahlte Praktikantenarbeitsplätze.Linus hat geschrieben: Das greift natürlich nur, solange keine regulären Arbeitsplätze durch unbezahlte Praktikanten besetzt werden. Das Erlebnis von Drullse fällt ja wohl eindeutig unter Mißbrauch. Wie dem aber zu begegnen ist - große Frage.
Wohl kaum ohne großen bürokratischen Aufwand. Und ob der sich lohnt, dazu müsste man erstmal wissen, wie groß der Mißbrauch ist - wozu wir wieder eine Statistik brauchen, der dann eh nicht zu trauen ist...
Also ich seh das anders.