fröhliches inder jagen

Der EMU-Stammtisch

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MöMö
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Beitrag von MöMö »

keko hat geschrieben:
kaiseravb hat geschrieben:...in der Maienzeit gelegentlich dort und da hing an einer Ampel, die so etwa zwischen Schmiden und Oeffingen ist, ein Transparent mit der Aufschrift "Freiheit für Oeffingen". :smokin:


Klasse! Ich lach mich schepp :lachen :lachen :lachen
Kenn ich aus Solingen-Burg. Die fühlen sich eher Remscheid zugehörig. Also gibt es einen Aufkleber in Form eines Ortseingangschildes:
"Solingen-Burg
Zur Zeit unter Solinger Verwaltung"
chris76
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Beitrag von chris76 »

ich will ja nicht meckern gell, aaaaaaber: :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :ot :linus
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DragAttack
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Beitrag von DragAttack »

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html

Heitmeyer: Empirische Untersuchungen haben gezeigt: Ostdeutschland hat ein spezifisch siedlungsstrukturelles Problem - durch die vielen kleinen Gemeinden und Kleinstädte. Die gut ausgebildeten Menschen, die Widerworte geben, die wandern ab. Dadurch wird die Struktur immer homogener, sowohl sozial als auch von den Einstellungsmustern her. Und von homogenen Gruppen geht an vielen Stellen weit mehr Gefahr aus als von heterogenen Gruppen. Weiterhin herrscht ein hoher Konformitätsdruck in diesen kleinen Gemeinden, man kennt sich, es ist kaum möglich, alternative Bekanntschaften und Freundeskreise aufzubauen - anders als in Großstädten.
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
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Osso
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Beitrag von Osso »

DragAttack hat geschrieben:http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7342662_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Heitmeyer: Empirische Untersuchungen haben gezeigt: Ostdeutschland hat ein spezifisch siedlungsstrukturelles Problem - durch die vielen kleinen Gemeinden und Kleinstädte. Die gut ausgebildeten Menschen, die Widerworte geben, die wandern ab. Dadurch wird die Struktur immer homogener, sowohl sozial als auch von den Einstellungsmustern her. Und von homogenen Gruppen geht an vielen Stellen weit mehr Gefahr aus als von heterogenen Gruppen. Weiterhin herrscht ein hoher Konformitätsdruck in diesen kleinen Gemeinden, man kennt sich, es ist kaum möglich, alternative Bekanntschaften und Freundeskreise aufzubauen - anders als in Großstädten.


Wie ich schon sagte. Dann wird das gemacht,was die drei mit der Größten Klappe propagieren
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Beitrag von MöMö »

Also verkommt der Osten zu einem riesigen Ghetto voller Ewiggestriger und Rentner. Und ehrlich gesagt, können auch die tollsten (und teuersten) Programme nichts dagegen machen.
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Sportfreundin
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Beitrag von Sportfreundin »

Eisenmann hat geschrieben:Also verkommt der Osten zu einem riesigen Ghetto voller Ewiggestriger und Rentner. Und ehrlich gesagt, können auch die tollsten (und teuersten) Programme nichts dagegen machen.


leider sieht es so aus. zumindest auf dem land. und du hast die jungen vergessen, die deshalb nicht wegkönnen, weil ihnen bildung und/oder geist fehlen.
Werft mich in einen Fluss und wenn Ihr Pech habt, hab ich Glück und komm mit einem Fisch im Maul zurück.
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Beitrag von MöMö »

Sportfreundin hat geschrieben:
Eisenmann hat geschrieben:Also verkommt der Osten zu einem riesigen Ghetto voller Ewiggestriger und Rentner. Und ehrlich gesagt, können auch die tollsten (und teuersten) Programme nichts dagegen machen.


leider sieht es so aus. zumindest auf dem land. und du hast die jungen vergessen, die deshalb nicht wegkönnen, weil ihnen bildung und/oder geist fehlen.
Die werden ja ewiggestrig. Ist zwar sehr pauschal, aber die Tendenz ist da.
Im westen gibt es zwar auch die Landflucht der Jungen, aber dafür ist die Arbeitslosigkeit nicht so hoch und die Leute mußten eben auch füher nicht auf einen Parteisekretär hören.
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pioto
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Beitrag von pioto »

Sportfreundin hat geschrieben:
Eisenmann hat geschrieben:Also verkommt der Osten zu einem riesigen Ghetto voller Ewiggestriger und Rentner. Und ehrlich gesagt, können auch die tollsten (und teuersten) Programme nichts dagegen machen.


leider sieht es so aus. zumindest auf dem land. und du hast die jungen vergessen, die deshalb nicht wegkönnen, weil ihnen bildung und/oder geist fehlen.


Ab wann bringst du und Eisulle den maroden Laden wieder auf Vordermann...will sagen: wann kauft ihr euch den Bauernhof in Brandenburg? Wie viel Handgeld steht dafür im Raum?
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Sportfreundin
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Beitrag von Sportfreundin »

pioto hat geschrieben:
Ab wann bringst du und Eisulle den maroden Laden wieder auf Vordermann...will sagen: wann kauft ihr euch den Bauernhof in Brandenburg? Wie viel Handgeld steht dafür im Raum?


wenn ich auf dem bauernhof wohne, ziehe ich mich von allem und von allen zurück. ich werde auf meiner insel also nichts mitbekommen. :smokin:
Werft mich in einen Fluss und wenn Ihr Pech habt, hab ich Glück und komm mit einem Fisch im Maul zurück.
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Anja
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Beitrag von Anja »

Doch, ich glaube Veränderung ist möglich und wird auch passieren. Nur braucht sie Zeit, läßt sich nicht verordnen.

Welchen Prozeß durchliefen die Bürger in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg? Wie sehr wurde eine Demokratisierung erwünscht - vor allem im Vergleich dazu wie schlecht es den Leuten vorher ging. Wie sehr wurde dieser Prozeß vom Wirtschaftswunder gestütz!

Wie gut ging es vielen in der DDR - gerade im Hinblick auf Arbeitslosigkeit und gesicherte Zukunft. Und nun? Alles wird unsicherer, unzufriedener, ängstlicher.

Daß dörftliche Strukturen und Traditionsbewußtsein ein Hemmnis sein können ist klar - das gibt es genauso im Westen. Es kann jedoch auch Sicherheit bieten und Ruhe - im Vergleich zur aufgeschlossenen, aber anonymen Großstadt.

Eine Veränderung wird passieren, wenn sie von allen gewollt und unterstützt wird. Vom Abwerten, Ignorieren, Wegschauen und Aufgeben wird sich nichts ändern.

Anja

Anja
06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
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Beitrag von MöMö »

Ich halte die Vollbeschäftigung in der DDR für einen Etikettenschwindel. Okay, es gab Geld. Aber wie oft standen Betriebe still, weil keine Vorprodukte da waren? Für welche noch so unproduktiven Tätigkeiten (Bleistiftspitzen! kein Scherz) gab es Arbeitsplätze? Und wenns kanppe Waren gab, standen halbe Betriebe in irgendiner Schlange, ohne daß es arg schlimm war?
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DragAttack
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Beitrag von DragAttack »

Anja hat geschrieben:Daß dörftliche Strukturen und Traditionsbewußtsein ein Hemmnis sein können ist klar - das gibt es genauso im Westen. Es kann jedoch auch Sicherheit bieten und Ruhe - im Vergleich zur aufgeschlossenen, aber anonymen Großstadt.

"Wir brauchen Unruhe!"

tagesschau.de: Viel wurde an der Förderstruktur kritisiert, da jetzt die Kommunen Geld beantragen, die Initiativen können dies nicht mehr tun.

Heitmeyer: Bei den kommunalen Trägern gibt es das Problem, dass mehr Bürokratie entsteht. Und durch diese bürokratischen Abläufe soll gewährleistet werden, dass Ruhe im Karton ist. Aber bei der Lage in Ostdeutschland braucht man Unruhe! Die kleinen Initiativen, die immer wieder mahnen, die müssen ermuntert und nicht über Bürokratie gebremst werden. Die Schweigespirale muss unterbrochen werden. Schweigespirale heißt: Alles was als normal gilt, das wird nicht mehr problematisiert. Und wenn sich gewisse Normalitäten, noch abgesichert durch einen Bürgermeister, herausstellen, dann werden rechte Einstellungen weiter verstärkt."


Gruß Torsten
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Linus
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Beitrag von Linus »

DragAttack hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Daß dörftliche Strukturen und Traditionsbewußtsein ein Hemmnis sein können ist klar - das gibt es genauso im Westen. Es kann jedoch auch Sicherheit bieten und Ruhe - im Vergleich zur aufgeschlossenen, aber anonymen Großstadt.

"Wir brauchen Unruhe!"

tagesschau.de: Viel wurde an der Förderstruktur kritisiert, da jetzt die Kommunen Geld beantragen, die Initiativen können dies nicht mehr tun.

Heitmeyer: Bei den kommunalen Trägern gibt es das Problem, dass mehr Bürokratie entsteht. Und durch diese bürokratischen Abläufe soll gewährleistet werden, dass Ruhe im Karton ist. Aber bei der Lage in Ostdeutschland braucht man Unruhe! Die kleinen Initiativen, die immer wieder mahnen, die müssen ermuntert und nicht über Bürokratie gebremst werden. Die Schweigespirale muss unterbrochen werden. Schweigespirale heißt: Alles was als normal gilt, das wird nicht mehr problematisiert. Und wenn sich gewisse Normalitäten, noch abgesichert durch einen Bürgermeister, herausstellen, dann werden rechte Einstellungen weiter verstärkt."


Gruß Torsten


Geld an kommunale Träger geben ist doch der Mega-Witz wenn man berücksichtigt, daß auch die kommunalen Verwaltungen vor dem braunen Gesocks kuscht.

Ich denke, sinnvoller wäre diesen Kommunen den Geldhahn komplett abzudrehen. Solange, bis der braune Abschaum zum Teufel gejagt ist - oder eben dauerhaft, wenn die Außen-wie-Innen-Kahlschädel unter sich bleiben. Klar trifft das zunächst auch Unbeteiligte und Unschuldige. Die Kackfarbenen gewähren lassen trifft sie aber noch viel schlimmer.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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