Der Psychiater Ralph Schulte erläuterte dem Gericht die schwierige persönliche Situation der Angeklagten - ihr Mann hatte sich von ihr getrennt, sie war ohne eigenes Einkommen allein mit den Kindern, sie entwickelte eine Depression und trank in der Folge davon auch zu viel Alkohol - am Unglückstag war sie freilich nüchtern. Er halte es für wahrscheinlich, sagte der Psychiater, dass die Kränkung durch den Radfahrer viele frühere psychische Kränkungen und Demütigungen in ihr wachgerufen hätte und dass sie, wenn auch unbewusst, in dem Radfahrer in "Wahrheit ihren untreuen Ehemann" verfolgt habe. Jedenfalls sei sie in eine psychisch bedingte Ausnahmesituation geraten, ihre Steuerungsfähigkeit sei erheblich beeinträchtigt gewesen.
Wegsperren, für immer ! Und wahrscheinlich darf sie sogar den Führerschein behalten


