Bundestagswahl 2009

Der EMU-Stammtisch

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Was wählt ihr im September?

Angie ist doch super, CDU
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natürlich Steini, SPD
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Claudia for President, Grüne
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ich bin schwul, FDP
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isch bin Hartz IV, die Linke
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weisse Bescheid, HSP
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ich will weiterhin raubkopieren, Die Piraten
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Ich bin Papst, Partei bibeltreuer Christen
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Ich gebe Vollgas, ADAC
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Linus
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Linus »

keko hat geschrieben: Mit Wasserwerfern auf alte Leute und Schüler losgehen, das ganze auch noch als "angemessen" darstellen und diese Kehrtwende in der Atomenergie -- ganz so dumm sind die Wähler doch nicht.
Quatsch, Wahlen gewinnt nicht wer besonders aufrichtig ist sondern wer die Dummheit der Menschen besonders gut auszunutzen vermag. :ditsch
Wenn der Wähler gestern "intelligent" gewählt hätte dann müsste er das die letzten 60 Jahre doch auch schon getan haben ... oder hat es in BW kürzlich Hirn geregnet? :smokin:
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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PeterMUC
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von PeterMUC »

So, die Rücktrittswelle hat begonnen.
Wieviele Leute müssen eigentlich zurücktreten, damit dem ersten wieder auf die Füsse getreten wird ?
Du kannst aus einem dicken Schwein kein Rennpferd machen,
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
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PeterMUC
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von PeterMUC »

Jetzt haben wir den grünen Salat !

Gut 2 Wochen nach der folgenschweren Naturkatastrophe in Japan dürfen deutsche Politiker jetzt die Konsequenzen ausbaden. Allen vorran die Baden-Würtembergischen "Wir können alles"-Mitbürger, die das Schicksal ihres bislang sehr erfolgreichen Bundeslandes nun in Grün-Rote Hände gelegt hat. Ich kenne die Wahlprogramme beider Parteien in BaWü nicht, aber mir graut´s davor mir auch nur im entferntesten vorzustellen, wenn rot-grüne Schulpolitik beispielsweise im Bildungswunder-Ländle demnächst Einzug halten. Ist die Quittung, die die Wähler der bisherigen Landesregierung ausgestellt haben, auch wirklich bis auf den letzten Cent durchdacht?

Spannend wird sein, wie die neue Landesregierung mit den grossen Zankäpfeln EnBW und S21 umzugehen gewillt sein wird. Als Regierungspartei werden sie sich wohl daran gewöhnen müssen, das es mehr bedeutet als nur "Dagegen" zu sein, wenn man Regierungsverantwortung trägt. Nun haben die Grünen in BaWü ein hervorragendes, kommunalpolitisches Standing. Aus meiner längst vergangenen Heidelberger Zeit weiss ich noch, dass Baden-Würtembergische Grünen-Politik nicht die Berliner Grünen Politik ist. Sehr schön illustriert wurde dieses durch die scheinbar boshafte Abwesenheit Grüner Bundes-Spitzenpoltiker am gestrigen Wahlabend im Ländle....


Und was heisst es für mich. CSU-Meister Söder hat jüngst verkündet, dass Bayern bald Atomenergie-Frei sein wird. Was er vergessen hat zu erwähnen ist, wo wir dann unseren Strom herbekommen. Die Österreicher, unsere lieben Nachbarn, rühmen sich auch damit, AKW-frei zu sein.....Nur die haben noch ein wenig mehr Wasserkraft als die Bayern. Also, Herr Söder, wo bleibt die Bundesinitiative zur Vereinfachung der Förderung regenerativer Energien ? Wann ist das Leben eines Feldhamsters, das hypersensible Gehörorgan eines mittelbaren Nachbarn oder die Flugroute von isländischen Zugvögeln endlich weniger wichtig als der stabile Ausbau regenerativer Energiesysteme. In diesem Land kann man doch noch nicht mal mehr ein Kabel von A nach B ziehen, ohne die "Dagegen"-Wut von mindestens 10 Bürgerinitiativen fürchten zu müssen, ganz zu schweigen von so manchem wiehernden Amtsschimmel, der investitionsbereiten Bürgern mit konservativem Ensembleschutz die Schweissperlen der Existenzangst in die Stirn treiben. http://www.merkur-online.de/lokales/lan ... 79379.html

Und ich sitze wieder das mit meiner Tochter und frage mich, was kann ICH machen, damit sich da was ändert. Naja, zumindest schreiben kann ich ja mal was und hoffen, dass es einer liest.....

Gut´s Nächtle
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Wagnerli »

In meinen Augen sind die Grünen schon lange nicht mehr die Partei,die nur dagegen ist.
Man kann aber auch nicht erwarten,dass sich von heute auf morgen alles ändert.
Das haben die Amis auch gedacht,aber leider sind den Damen und Herren oft rechtlich die Hände gebunden.
In Hessen hat sich einiges durch die Grünen geändert, sehr zum Positiven.
Leider hatten wir zwischenzeitlich Herrn Koch alleine regieren lassen, was den Flughafenausbau nicht verhindert hat und jetzt beklagen sich die Menschen über den Lärm.
Auch hier wurden die Leute verarscht, weil es angeblich ein Nachtflugverbot geben sollte.
Da aber der Frachtverkehr nachts abgewickelt wird, will die Flughafengesellschaft das natürlich nicht.

Die übereilte Laufzeitverlängerung der AKWs durch unsere Kanzlerin :hammer kann sicher nicht einfach so rückgängig gemacht werden.
Damals als Rot/Grün den Aussteig beschloß, war das auch mit Kompromissen verbunden.
Der neue Minissterpräsident von BW macht aber einen sehr bodenständigen Eindruck.
Ich bin guter Dinge.

:tomtiger
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Osso
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Osso »

Ich fannd die Laufzeitverlängerung nicht übereilt. Zum ersten mal gab es seit einer langen Zeit wieder ein Konzept, wie Deutschland mit Energie langfristig versorgt werden soll. Wenn man dann darauf verweist, dass der Weiterbetrieb der AKWs den Ausbau der regenerativen Energien behindert, so ist das einfach unwahr. Aufgrund der Wechsellast, dem Handel der Überschüssigen Elektrizität an einer Börse, sowie die Abnahmegarantie für Ökostrom ergibt sich ein fundamentales Interesse am Ausbau von Energiespeichermöglichkeiten und Netzen. Nur sowas baut sich selbst bei bestem Willen seitens möglicher Betreiber nicht von Heute auf Morgen.

Die Parteien bieten momentan alle ein Trauerspiel, der Bürger allerdings auch.

Die Politiker müssten einfach den Arsch in der Hose haben und mal was durchziehen, wenn sie der Meinung sind, es wäre richtig. Problematisch ist dabei lediglich, dass wenig Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn man nicht jemandem sehr, bzw. Allen ein klein weniger weniger weh tun möchte. Die Politik muesste zuallererst einmal wieder dazu kommen Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Der Bürger ist ein Element des Staatsvolks. Dies setzt ein Begreifen als "Schicksalsgemeinschaft" vorraus. Durch den erreichten Wohlstand und das verlagern der Bedürfnisse von den Basisbedürfnissen (die sind ja bei fast allen Menschen gleich) zu denen der Selbstverwirklichung. Die sind halt nicht auch nur annähernd deckungsgleich. Dann wird Uns auch noch erzählt, das wir Alles haben können. Ist das fast Gleiche wie bei der Geld Sache.


Ich weiß nicht Recht, aber ab und an Wünsche ich mir eine auf uns zurollende kosmische Katastrophe, welche in dem zeitlichen Horizont abwehrbar (theoretisch) ist. Das würde uns schlagartig zwingen mal zusammenzurbeiten. Ob dadurch dann eine Zusammenarbeit für die diffus eintetende Kathastrophe die wir jetzt schon haben eintrifft ist unwahrsheinlich, aber es wäre einfach mal schön zu sehen, zu was die Menschheit heute fähig wäre, wenn die Motivation stimmt. Vielleicht wäre das Ergebnis auch erschreckend bzgl. der moralischen Dehnbarkeit, aber was solls. Thats Life...


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Linus
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Linus »

Osso hat geschrieben:Ich weiß nicht Recht, aber ab und an Wünsche ich mir eine auf uns zurollende kosmische Katastrophe, welche in dem zeitlichen Horizont abwehrbar (theoretisch) ist. Das würde uns schlagartig zwingen mal zusammenzurbeiten. Ob dadurch dann eine Zusammenarbeit für die diffus eintetende Kathastrophe die wir jetzt schon haben eintrifft ist unwahrsheinlich, aber es wäre einfach mal schön zu sehen, zu was die Menschheit heute fähig wäre, wenn die Motivation stimmt. Vielleicht wäre das Ergebnis auch erschreckend bzgl. der moralischen Dehnbarkeit, aber was solls. Thats Life...
Menschen halten in großer Zahl nur in echten Notzeiten zusammen.
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PeterMUC
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von PeterMUC »

Osso hat geschrieben:
Ich weiß nicht Recht, aber ab und an Wünsche ich mir eine auf uns zurollende kosmische Katastrophe, welche in dem zeitlichen Horizont abwehrbar (theoretisch) ist. Das würde uns schlagartig zwingen mal zusammenzurbeiten. Ob dadurch dann eine Zusammenarbeit für die diffus eintetende Kathastrophe die wir jetzt schon haben eintrifft ist unwahrsheinlich, aber es wäre einfach mal schön zu sehen, zu was die Menschheit heute fähig wäre, wenn die Motivation stimmt. Vielleicht wäre das Ergebnis auch erschreckend bzgl. der moralischen Dehnbarkeit, aber was solls. Thats Life...

Osso
Meinst Du sowas wie damals während des kalten Krieges und dem Rennen zum Mond ?
Bisher haben uns in der Geschichte der Menschheit nur Krieg und Systemkonkurrenz technologisch weiter gebracht.
ob uns mal ein "Global Killer" auch nochmal einen Schub bringt wage ich zZ zu bezweifeln.
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Osso
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Osso »

PeterMUC hat geschrieben:
Osso hat geschrieben:
Ich weiß nicht Recht, aber ab und an Wünsche ich mir eine auf uns zurollende kosmische Katastrophe, welche in dem zeitlichen Horizont abwehrbar (theoretisch) ist. Das würde uns schlagartig zwingen mal zusammenzurbeiten. Ob dadurch dann eine Zusammenarbeit für die diffus eintetende Kathastrophe die wir jetzt schon haben eintrifft ist unwahrsheinlich, aber es wäre einfach mal schön zu sehen, zu was die Menschheit heute fähig wäre, wenn die Motivation stimmt. Vielleicht wäre das Ergebnis auch erschreckend bzgl. der moralischen Dehnbarkeit, aber was solls. Thats Life...

Osso
Meinst Du sowas wie damals während des kalten Krieges und dem Rennen zum Mond ?
Bisher haben uns in der Geschichte der Menschheit nur Krieg und Systemkonkurrenz technologisch weiter gebracht.
ob uns mal ein "Global Killer" auch nochmal einen Schub bringt wage ich zZ zu bezweifeln.
Ja, es würde uns ein klein wenig weiter bringen. Um den Global Killer abzuwehren würde man aber auch einen Großteil an bestehender Technologie ausreizen und gleichzeitig die Natur sehr stark ausbeuten (garniert mit dem Hinweis der Alternativlosigkeit ;-) ) Unsere Energie würde aber in die Weiternetlichlung anderer Technologien gehen als jetzt. Evtl. kommen dann nur noch halb so viele Apps pro Tag raus und nur noch halb so oft neue Handymodelle. Was ich mich nur noch frage ist: Wie würde man das alles finanzieren. Würden im falle der Beibehaltung der Marktwirtschaft die Besitzer bereitwillig Ihr Geld in den "Weltrettungsfond" einzahlen (abgeben), würden man noch immer das Ganze als Anlage verstehen, die nach heutigen Regeln verzinst wird, enteignet man einfach Alle, oder bildet sich dann von alleine eine Art Kommunismus heraus?

@Linus: ja so ist es...

@PeterMuc: Mir gehts auch garnicht darum, die Menscheit weiter zu bringen. Wie gesagt: Ich hege nur eine gewisse Sympathie für die Ästehtik einer Menscheit du sich unter dem Äußeren Zwang zusammenrauft.


Bleibt eigentlich nur eine Lösung: Wir müssen einne konstanten Threat-Level aufrecht erhalten. Aber da versagen unsere Politiker ja auch. So ein bissel Terrorangst, Armutsangst, ... reicht einfach nicht. :bse
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von PeterMUC »

Osso hat geschrieben:

Bleibt eigentlich nur eine Lösung: Wir müssen einne konstanten Threat-Level aufrecht erhalten. Aber da versagen unsere Politiker ja auch. So ein bissel Terrorangst, Armutsangst, ... reicht einfach nicht. :bse
Die immernoch angestrebte EMU-Weltherrschaft sollte Threat-Level genug sein, oder :lol:

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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Wagnerli »

Osso hat geschrieben:Ich fannd die Laufzeitverlängerung nicht übereilt. Zum ersten mal gab es seit einer langen Zeit wieder ein Konzept, wie Deutschland mit Energie langfristig versorgt werden soll. Wenn man dann darauf verweist, dass der Weiterbetrieb der AKWs den Ausbau der regenerativen Energien behindert, so ist das einfach unwahr. Aufgrund der Wechsellast, dem Handel der Überschüssigen Elektrizität an einer Börse, sowie die Abnahmegarantie für Ökostrom ergibt sich ein fundamentales Interesse am Ausbau von Energiespeichermöglichkeiten und Netzen. Nur sowas baut sich selbst bei bestem Willen seitens möglicher Betreiber nicht von Heute auf Morgen.


Osso
Die Betreiber lachen sich jetzt eins ins Fäustchen, weil sie schon lange mit der Abschaltung der alten AKWs geplant und jetzt Dank der Bundesregierung Anspruch auf Schadensersatz haben.
Und der Ausstieg wäre nicht von heute auf Morgen gekommen.
Er war langfristig geplant und Du hättest jeder Zeit die Option gehabt, einzelne AKWs länger laufen zu lassen,wenn die Stromversorgung nicht Aufrecht erhalten werden konnte.

Ich sehe es nicht ein,dass diese Konzerne Milliarden-Gewinnen einfahren und sich einen Dreck kümmern, wie dieser Müll gelagert werden soll.

Und so hat halt jeder seine Meinung zu diesem Thema.

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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Osso »

Wagnerli hat geschrieben:
Osso hat geschrieben:Ich fannd die Laufzeitverlängerung nicht übereilt. Zum ersten mal gab es seit einer langen Zeit wieder ein Konzept, wie Deutschland mit Energie langfristig versorgt werden soll. Wenn man dann darauf verweist, dass der Weiterbetrieb der AKWs den Ausbau der regenerativen Energien behindert, so ist das einfach unwahr. Aufgrund der Wechsellast, dem Handel der Überschüssigen Elektrizität an einer Börse, sowie die Abnahmegarantie für Ökostrom ergibt sich ein fundamentales Interesse am Ausbau von Energiespeichermöglichkeiten und Netzen. Nur sowas baut sich selbst bei bestem Willen seitens möglicher Betreiber nicht von Heute auf Morgen.


Osso
Die Betreiber lachen sich jetzt eins ins Fäustchen, weil sie schon lange mit der Abschaltung der alten AKWs geplant und jetzt Dank der Bundesregierung Anspruch auf Schadensersatz haben.
Und der Ausstieg wäre nicht von heute auf Morgen gekommen.
Er war langfristig geplant und Du hättest jeder Zeit die Option gehabt, einzelne AKWs länger laufen zu lassen,wenn die Stromversorgung nicht Aufrecht erhalten werden konnte.

Ich sehe es nicht ein,dass diese Konzerne Milliarden-Gewinnen einfahren und sich einen Dreck kümmern, wie dieser Müll gelagert werden soll.

Und so hat halt jeder seine Meinung zu diesem Thema.

:tomtiger
Ja deswegen fand ich ja die bestehende Regelung, die bis zum Verhängen des Moratoriums bestand hatte richtig, oder hab ich dich da jetzt falsch verstanden?

Milliardengewinne werden immer durch die Versorger gemacht, unabhängig davon, ob nun AKW oder Kohle, Öl, Gas oder Regenerativ. Da wird sich auch nichts dran ändern.
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Wagnerli »

Osso hat geschrieben:
Wagnerli hat geschrieben:
Osso hat geschrieben:Ich fannd die Laufzeitverlängerung nicht übereilt. Zum ersten mal gab es seit einer langen Zeit wieder ein Konzept, wie Deutschland mit Energie langfristig versorgt werden soll. Wenn man dann darauf verweist, dass der Weiterbetrieb der AKWs den Ausbau der regenerativen Energien behindert, so ist das einfach unwahr. Aufgrund der Wechsellast, dem Handel der Überschüssigen Elektrizität an einer Börse, sowie die Abnahmegarantie für Ökostrom ergibt sich ein fundamentales Interesse am Ausbau von Energiespeichermöglichkeiten und Netzen. Nur sowas baut sich selbst bei bestem Willen seitens möglicher Betreiber nicht von Heute auf Morgen.


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Die Betreiber lachen sich jetzt eins ins Fäustchen, weil sie schon lange mit der Abschaltung der alten AKWs geplant und jetzt Dank der Bundesregierung Anspruch auf Schadensersatz haben.
Und der Ausstieg wäre nicht von heute auf Morgen gekommen.
Er war langfristig geplant und Du hättest jeder Zeit die Option gehabt, einzelne AKWs länger laufen zu lassen,wenn die Stromversorgung nicht Aufrecht erhalten werden konnte.

Ich sehe es nicht ein,dass diese Konzerne Milliarden-Gewinnen einfahren und sich einen Dreck kümmern, wie dieser Müll gelagert werden soll.

Und so hat halt jeder seine Meinung zu diesem Thema.

:tomtiger
Ja deswegen fand ich ja die bestehende Regelung, die bis zum Verhängen des Moratoriums bestand hatte richtig, oder hab ich dich da jetzt falsch verstanden?

Milliardengewinne werden immer durch die Versorger gemacht, unabhängig davon, ob nun AKW oder Kohle, Öl, Gas oder Regenerativ. Da wird sich auch nichts dran ändern.
Ja,da hast Du was falsch verstanden.
Man hat AKWs, die in den nächsten Jahren geplant vom Netz gehen sollten, auf die Schnelle ein Laufzeitverlängerung geben.
Jetzt will man sie doch abschalten, wie es damals schon von Rot/Grün geregelt wurde.
Das Problem ist jetzt aber,dass die AKW-Besitzer von Frau Merkel eine rechtswirksame Zusage für die Laufzeitverlängerung haben und ihr Rechte einfordern.
Das müssen schon machen,weil die ihren Aktionären Rechenschaft schuldig sind.Es wäre alles nicht nötig gewesen,weil es ein gute Regelung gab.
Sie haben sich auch nicht wirklich beklagt.

Über Jahre wurde eine Gefährdungsbeurteilung für AKWs erarbeitet, die immer noch von der Regierung blockiert wird,weil Biblis A dann nicht mehr
an Netz dürfte.
So eine Gefährdungsbeurteilung muß jeder chemische Betrieb für seine Arbeitsplätze vorweisen, warum die AKWs nicht?
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Osso »

Das Problem ist allerdings, das bei dem von dir beschriebenen Atomkompromiss seitens Rot/Grün kein Konzept für die Energieversorgung der BRD für die Zukunft getroffen wurde. Da hat Rot/Grün genau wie alle Anderen auf den Markt gesetzt. Rot/Grün hat somit garnichts geregelt, als sein Wunschdenken in ein Gesetz zu gießen. Das hat so aber nicht geklappt. Meiner Meinung nach haette das Energiekonzept, das es jetzt gibt und von dem ein Teil die Laufzeitverlängerung ist, bereits 2002 stehen müssen. Hat es aber nicht. Ebenso wäre man mit dem gleichen Konzept, nicht zu einem 8-9 Jahre zeitigeren Komplettausstieg gekommen, sondern lediglich auf 5-6 Jahre. Eine Laufzeitverlängerung wäre also trotzdem eigetreten, es sei denn, man hätte die Importquote von Strom erhöht. Das das aber im Sinne des Umweltschutzes nichts bringt dürfte wohl jedem klar sein.

Zum Inhalt diverser Studien würd ich nix sagen wollen, die kennt keiner (woher kennst Du den Inhalt?). Gründe für die Nichtveröffentlichung können viele sein. Einer davon z.B. dass bestehende Schwachstellen (Angriffspunkte für Terroristen oder Angriffe aus dem Netzt) nicht jedem unter die Nase gerieben werden sollen.

Risikobeurteilung für Singuläre Ereignisse ist nicht besonders einfach...

Mahlzeit
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Linus »

Ach was, da werden wir doch hüben wie drüben nur verarscht.

Die Einen behaupten wir brauchen dringend die AKWs zur Versorgungssicherheit - und überschlagen sich jetzt mit der Abschalterei.

Die Anderen behaupten, den Energieversorgern ginge es nur um satte Gewinne - aber AKWs könne man sofort abschalten. Als ob unnötige Milliardeninvestitionen satte Gewinne erwirtschaften würden.

In meinen Augen war der rot-grüne "Atomkompromiß" genauso eine schwachsinnige, parteipolitische-ideologisch motivierte Entscheidung wie die schwarz-gelbe Laufzeitverlängerung. Nur noch getoppt vom wahltaktisch geprägten Aktionismus der letzten 3 Wochen, der von allen Seiten ebenso unredlich wie unnötig war.

Da aber wohl aber auch in weiten Teilen der Bevölkerung -trotz Fukushima- Ideologie wichtiger als Verstand sind werden die beschämenden Spielchen wahrscheinlich weitergehen.
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Re: Bundestagswahl 2009

Beitrag von Osso »

Also wir können die 17 AKW nicht komplett abschalten. Die 7 AKW waren kein Problem, weil eh nie alle Laufen. Schließlich gibt es ne Reserve, dann noch ne Reserve wegen Wartungsintervallen und man kann die Importe leicht erhöhen. Wie gesagt, ich habe obige Aussage getroffen unter der Maßgabe, dass sich import nicht ändert. Zusätzlich waren von den 7 abgeschalteten eh schon 2 nicht mehr am Netz. Somit hat man real nur 5/15(14) abgeschaltet. Aber Alle plötzlich abschalten geht halt definitiv nicht.
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