Osso hat geschrieben:Die Technologie der schnellen Brüter hätte weiter verfolgt werden müssen.
Ich bin ganz froh, dass das nicht der Fall ist und dass weltweit nur wenige solchen Anlagen exisitieren. Jedenfalls, wenn wir hier von dem reden, was im engeren Sinne ein "Schneller Brüter" ist, also ein Reaktor, in dem Pu-239 aus U-238 erzeugt wird. Gründe:
- Ein schneller Brüter ist nicht unter allen Betriebsbedingungen "inherent sicher", sondern erfordert u.U. eine aktive Regelung, um eine Leistungsexkursion zu verhindern (wie in einem graphitmoderierten Reaktor). Dass das keine gute Idee ist, hat Tschernobyl gezeigt.
- Plutonium-239 ist hier das Hauptprodukt. In gewöhnlichen Uran-Reaktoren ist es ein in vergleichsweise geringen Mengen auftretenden Neben- oder Zwischenprodukt.
Warum ist gerade Pu-239 so problematisch?
- "Mittlere" Halbwertzeit von 24000 Jahren: Lang genug, um "für immer" da zu sein, trotzdem hohe Aktivität. Deswegen ist speziell Plutonium im Körper so unerfreulich;
- Ungewöhnlich hohe chemische Toxizität;
- Attraktiv für die bösen Jungs: Pu-239 ist "Bomben-Plutonium"; für die Amateure auch sehr schön für schmutzige Bomben.
Plans without goals are wishy-washy.