Papst Johannes Paul II

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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

outergate hat geschrieben:
Olli hat geschrieben:
Eisenmann hat geschrieben:, aber Du kannst nicht von einem Papst verlangen, die Religion als solches zu ändern.


Ändern kann er sie sicher nicht, aber das meiste was in der Bibel steht sind doch die Wiedergabe von Dialogen, die man dann heute in unsere Zeit als eine Art Gleichnis bringt.


ich frage mich immer wieder, wer damals eigentlich das diktiergerät bedient hat, um die seitenlangen dialoge später wortgetreu wiedergeben zu können... :lookaroun:


Damit sprichst du die "wortgetreuen" Überlieferungen an, die es so gesehen nicht gibt.
Bei jeder Übersetzung wurde die Bibel im Prinzip neu interpretiert. Das ist so ähnlich wie das Entstehen von Gerüchten!

Was damals zu Lebenszeiten Jesu, bzw. kurz danach, wirklich im Sinne des Originals und des Zeitgeistes geschehen ist und dann aufgeschrieben wurde, könnte/ kann mit der heutigen Bibel zT fast nichts mehr zu tun haben.

Ich habe mal gelesen, daß Jesus so etwas wie eine "Nachfolge", also so etwas wie das Papsttum, nie wirklich wollte.
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keko
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Beitrag von keko »

DragAttack hat geschrieben:Was mich jedoch wundert, ist dass nach meiner beobachtung so wenige Gläubige inder Lage sind einen Grund zu nennen warum sie glauben, warum sie sich für ihre religion und nicht eine andere entschieden haben und (wieder nach meiner Beobachtung) dieser Frage meisten nur wenig beachtung schenken.


Ich denke, es ist eine Art Naturgesetz, an etwas zu glauben. Man wird sozusagen damit geboren. Früher suchte man Götter in Naturgewalten, dann absolut in der Gestalt eines Gottes im Himmel, jetzt glauben viele einfach an eine höhere Macht. Gleich bleibt immer die Suche oder die Vermutung nach einem höhren Wesen. Das ist kein Beweis, aber ebenso wenig ist dein "Unglaube" (angenommen du glaubst an "nichts") kein Beweis für ein Nichtvorhandensein. Und indem duch nicht glaubst, glaubst du ja schon wieder ;)
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Beitrag von vb_man »

Ist der Papst nicht der Nachfolger des Apostel Petrus?
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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

vb_man hat geschrieben:Ist der Papst nicht der Nachfolger des Apostel Petrus?


Ja, und Petrus hat nach dem Tod von Jesus begonnen als erster Missionar die Lehren Jesu an den Mann/ die Frau zu bringen. Deshalb war er quasi der 1. Nachfolger Jesu und Gründer der christlichen Religion!

So hab ich das mal im Religionsunterricht gelernt. immerhin war Religion mein mündliches Abi-Prüffach! :D
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drullse
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Beitrag von drullse »

think-or-thwim hat geschrieben:immerhin war Religion mein mündliches Abi-Prüffach! :D


Zusammen mit Bio?

Dünnbrettbohrer-Abi hieß das bei uns... :newwer

D. - Musik und Chemie
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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

drullse hat geschrieben:
think-or-thwim hat geschrieben:immerhin war Religion mein mündliches Abi-Prüffach! :D


Zusammen mit Bio?

Dünnbrettbohrer-Abi hieß das bei uns... :newwer

D. - Musik und Chemie


Bei uns gabs kein Dünnbrettbohrer-Abi. Wir hatten noch 3 LKs und ein 1 zusätzliches mündliches Prüfungsfach.

Damit wären die meisten heutzutage überfordert! :newwer
vb_man
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Beitrag von vb_man »

keko hat geschrieben:
DragAttack hat geschrieben:Was mich jedoch wundert, ist dass nach meiner beobachtung so wenige Gläubige inder Lage sind einen Grund zu nennen warum sie glauben, warum sie sich für ihre religion und nicht eine andere entschieden haben und (wieder nach meiner Beobachtung) dieser Frage meisten nur wenig beachtung schenken.


Ich denke, es ist eine Art Naturgesetz, an etwas zu glauben. Man wird sozusagen damit geboren. Früher suchte man Götter in Naturgewalten, dann absolut in der Gestalt eines Gottes im Himmel, jetzt glauben viele einfach an eine höhere Macht. Gleich bleibt immer die Suche oder die Vermutung nach einem höhren Wesen. Das ist kein Beweis, aber ebenso wenig ist dein "Unglaube" (angenommen du glaubst an "nichts") kein Beweis für ein Nichtvorhandensein. Und indem duch nicht glaubst, glaubst du ja schon wieder ;)


Einverstanden, aber früher gab es jede Menge "Gebrauchsgötter", die den Menschen nahe waren. Die natürlichen Götter haben mit den Menschen existiert.
Im christlichen Glauben hat man die Gebrauchsgötter durch einen allmächtigen Gott im Himmel ersetzt. Dadurch wurden die Menschen den ihnen nahestehenden Gebrauchsgöttern entfremdet und unter ständige Beobachtung von Oben gestellt. Man musste also immer ein schlechtes Gewissen haben, da Gott ja allwissend ist. Aber gegen das schlechte Gewissen wurde ja das Instrument der Beichte eingeführt.
Jeder Mensch glaubt an etwas. Ist nur die Frage, welchem Rattenfänger man sich anschließt. In welcher Religionsgemeinschaft ist man frei von Zwängen? Christen definieren Freiheit anders als Muslime.
In den 26 Jahren JP II hat sich in der "christlichen" Welt die Anzahl an Diktaturen und Gewaltregimen signifikant verringert. Die Mauer ist gefallen und Europa wächst zusammen. Sogar Fidel Castro hat 98 den Papst empfangen. Im nicht christlichen Einflussbereich hat die Anzahl der Gewaltherrschaften eher noch zugenommen.

Ich bin ziemlich unverdächtig als Papstbewunderer zu gelten. Aber sein konsequentes Eintreten für Frieden, gegen den Krieg, sein Besuch in Israel, sein Besuch einer Moschee, all das Verdient Respekt.
Wenn er Bush erklärt, daß der Krieg im Irak unnötiges Blutvergießen bedeutet, dann ist seine Haltung zu Verhütung, Abtreibung und Sterbehilfe nur eine logische Konsequenz. In einer Zeit der Beliebigkeit steht der Papst für Werte. Das verdient Respekt.
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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

vb_man hat geschrieben:Wenn er Bush erklärt, daß der Krieg im Irak unnötiges Blutvergießen bedeutet, dann ist seine Haltung zu Verhütung, Abtreibung und Sterbehilfe nur eine logische Konsequenz. In einer Zeit der Beliebigkeit steht der Papst für Werte. Das verdient Respekt.


Meinen Respekt hat er ebenso. JH II war auf alle Fälle ein Friedensstifter!

Dennoch ist eine Haltung gegen Verhütung im Zeitalter von AIDS und Armut in der 3. Welt nicht vertretbar! Reine logische Konsequenz kann hier nicht genug sein.
MöMö
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Beitrag von MöMö »

drullse hat geschrieben:
think-or-thwim hat geschrieben:immerhin war Religion mein mündliches Abi-Prüffach! :D


Zusammen mit Bio?

Dünnbrettbohrer-Abi hieß das bei uns... :newwer

D. - Musik und Chemie
Irgendwie muß man ja den NC schaffen....
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Beitrag von MöMö »

vb_man hat geschrieben:Einverstanden, aber früher gab es jede Menge "Gebrauchsgötter", die den Menschen nahe waren. Die natürlichen Götter haben mit den Menschen existiert.
Ich finde, bei den Griechen war wenigstens noch richtig was los. Die haben sich wenigstens mal anständig gezofft :newwer und fleischigen Genüssen waren die auch nicht abgeneigt :yo: .
Wenn man was von denn wolte, dann hat man ne Schweineleber gegrillt (und vom Rest ne Party geschmissen) und gut is.
Und wenn man Scheiße gebaut hat, dann mußte man nicht ewig aufs Fegefeuer warten, sonder da schluß wenigstens gleich der Blitz ein. Das weißte doch, okay, Alter, war nicht gut, ich machs nie wieder.

Wer hat Lust, 'nen Tempel zu bauen?
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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

Eisenmann hat geschrieben:Wer hat Lust, 'nen Tempel zu bauen?


Einen Tempel der Lust? :lol:
chris76
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Beitrag von chris76 »

Eisenmann hat geschrieben:Wer hat Lust, 'nen Tempel zu bauen?


Bin dabei, wo, wann, wer und wie? :lol:
MöMö
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Beitrag von MöMö »

think-or-thwim hat geschrieben:Dennoch ist eine Haltung gegen Verhütung im Zeitalter von AIDS und Armut in der 3. Welt nicht vertretbar! Reine logische Konsequenz kann hier nicht genug sein.
Liegt das Problem beim Papst, oder bei der niedrigen Bildung (Was ist Aids?, individuelle Emanzipation von der Kirche), dem Status der Frauen (Frau ohne sexuelle Selbstbestimmung, Beschneidung, Kondome sind unmännlich) und herkömlichen Riten (Beschneidung, Heilung durch Sex mit einer Jungfrau wie in Südafrika) in diesen Ländern?
MöMö
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Beitrag von MöMö »

think-or-thwim hat geschrieben:Einen Tempel der Lust? :lol:
Also wir fangen bei Aphrodite an, okay. Die hat doch immer scho schöne Tempeldienerinnen gehabt, oder? Welcher Gott ist für Triathlon zuständig? Für welches Opfer krieg ich ne Scheibe?
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think-or-thwim
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Beitrag von think-or-thwim »

Eisenmann hat geschrieben:
think-or-thwim hat geschrieben:Dennoch ist eine Haltung gegen Verhütung im Zeitalter von AIDS und Armut in der 3. Welt nicht vertretbar! Reine logische Konsequenz kann hier nicht genug sein.
Liegt das Problem beim Papst, oder bei der niedrigen Bildung (Was ist Aids?, individuelle Emanzipation von der Kirche), dem Status der Frauen (Frau ohne sexuelle Selbstbestimmung, Beschneidung, Kondome sind unmännlich) und herkömlichen Riten (Beschneidung, Heilung durch Sex mit einer Jungfrau wie in Südafrika) in diesen Ländern?


Das Problem liegt nicht beim Papst, nur sollte er es nicht durch religiöse Tabus verstärken.
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