Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

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drullse
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von drullse »

glaurung hat geschrieben:
chris.fall hat geschrieben: Hier in Niedersachsen hat vor ein paar Jahren ein Plozeikommissar(!) auf der Weihnachtsfeier eine (!) Flasche Whiskey getrunken, und dann im Suff einen Radfahrer totgefahren. Der hat nicht ganz ein Jahr auf Bewährung bekommen, und ist, weil das Strafmaß eben kürzer als ein Jahr war, immer noch Beamter....
DAS ist wirklich ne Sauerei vor dem Herrn. :nono
Allerdings. Macht es deswegen Sportbetrug besser?

IMHO: nein.
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glaurung
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von glaurung »

drullse hat geschrieben:
glaurung hat geschrieben:
chris.fall hat geschrieben: Hier in Niedersachsen hat vor ein paar Jahren ein Plozeikommissar(!) auf der Weihnachtsfeier eine (!) Flasche Whiskey getrunken, und dann im Suff einen Radfahrer totgefahren. Der hat nicht ganz ein Jahr auf Bewährung bekommen, und ist, weil das Strafmaß eben kürzer als ein Jahr war, immer noch Beamter....
DAS ist wirklich ne Sauerei vor dem Herrn. :nono
Allerdings. Macht es deswegen Sportbetrug besser?

IMHO: nein.
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chris.fall
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von chris.fall »

Moin,
drullse hat geschrieben: Allerdings. Macht es deswegen Sportbetrug besser?

IMHO: nein.
es ging mir bei diesem extremen Besipiel nur mal um den Vergleich richtiges Strafrecht <=> Dopingstrafen. Denn auch wenn das das Gesetz mit "ganzer Härte" zugeschlagen hätte, was hätte der dann bekommen?... Fünf Jahre wegen fahrlässiger Tötung? Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Jurist..

Und das steht für mich in keiner vernünftigen Relation zu den Dopingstrafen mehr. Wie Du ja selber schreibst: Es geht um Sportbetrug, der natürlich heimtückischer weil schwerer zu entdecken ist, als ein schlichtes Foul oder Windschattenfahren.

Wobei auch die aktuellen Strafen schon oft genug das faktische Karriereende bedeutet haben.

Sei rund vierzig Jahren - der große Eddy Mercks ist dreimal positiv getestet worden, und hat dafür jeweils ein Woche(!) Sperre kassiert, ohne dass das seinem heutigen Ansehen geschadet hätte (*) - werden die Dopingstrafen immer höher gesetzt, ohne dass sich an der Problematik etwas geändert hätte.

MMn sollte man da mal über neue Wege nachdenken. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich auch keine Idee habe, wie die aussehen sollen...

Viele Grüße,

Christian

(*) Angaben ohne Gewähr, ich habe gerade keine Zeit,
harte Fakten zu suchen, aber ungefähr in der Preislage war das.
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Klugschnacker
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von Klugschnacker »

la_gune hat geschrieben:Sach mal Arne, hast Du einen guten Freund/Freundin der dopt bzw gedopt hat ? Ist schon auffällig, wie Du diese Leute in Schutz nimmst...
Nein, denn ich würde auch bei einem Freund dafür plädieren, dass er den Regeln entsprechend betraft wird.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren mit dem Dritten Reich beschäftigt, vor allem mit der Frage, wie sich in einem kultivierten Land voller rechtschaffender, wohlmeinender Bürger ein Naziregime etablieren konnte. Und zwar durch demokratische Wahl, denn die NSDAP war ja bereits vor Hitlers Diktatur stärkste Partei. Wie konnte das zugehen?

Die Antwort ist sehr vielschichtig, aber eine wichtige Rolle spielte die Bereitschaft der besonders Rechtschaffenden, sich zu Gunsten einer subjektiv höheren Gerechtigkeit über bestehendes Recht hinwegzusetzen. Dadurch wurde das Gute beabsichtigt und das Schlechte erreicht. Rechtschaffenheit ohne Recht ist eine sehr gefährliche Sache.

Der erwischte Ladendieb wurde bereits vor dem Eintreffen der Polizei ordentlich geohrfeigt, unter dem Beifall der rechtschaffenden Bevölkerung ("endlich sorgt mal jemand für Recht und Ordnung"). Strafverteidiger sahen sich sozialem Druck ausgesetzt ("wie kann ein anständiger Mensch einen Mörder verteidigen!"), und zwar von Menschen, denen die Gerechtigkeit in einem umfassenden Sinn sehr am Herzen lag. – Das Naziregime war keine Epoche ohne Recht oder Gerechtigkeit, sondern eine, in der das Recht – einer höheren Gerechtigkeit zuliebe – nicht mehr für alle galt.

Dass ein schwarzhaariger Ex-Zuchthäusler namens Kchratikziçiç vor dem Recht gleichgestellt ist mit einem blonden deutschen Brückenbauer namens Schmitt ist ein ganz wesentliches Gut, das wir verteidigen müssen. Auch einem Dopingsünder müssen seine Rechte gewährt werden. Eigenmächtig und nach persönlichem Rechtsempfinden (oder Zeitgeist) davon abzuweichen lehne ich ebenso ab wie ein öffentlich verbranntes Buch oder einen auf Weisung eines Politikers rausgeworfenen Zeitungsredakteur. Ganz gleich wie viel tief empfundene Rechtschaffenheit auch dahinter stecken mögen.

Weil weiter oben davon die Rede war: Es gibt keinen Unterschied, ob man einem Ex-Doper, einem Ex-Sträfling, einem Mitglied der CSU oder einem Homosexuellen seine Rechte unter Berufung auf das persönliche Rechtsempfinden vorenthält. Das von Professor Franke geforderte Mobbing "mit so einer Sau starte ich nicht" ist aller unterste Schublade. Er sollte sich schämen. Ersetze mal im Geiste die Ex-Doper durch die Homosexuellen.

Grüße,
Arne
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PeterMUC
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von PeterMUC »

:lachen :lachen :lachen :lachen :lachen

...und diese Argumentations-Kette schon nach 3 Seiten, EMUs sind echt unschlagbar: Godwin's Law
Du kannst aus einem dicken Schwein kein Rennpferd machen,
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
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drullse
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von drullse »

chris.fall hat geschrieben:Und das steht für mich in keiner vernünftigen Relation zu den Dopingstrafen mehr. Wie Du ja selber schreibst: Es geht um Sportbetrug, der natürlich heimtückischer weil schwerer zu entdecken ist, als ein schlichtes Foul oder Windschattenfahren.
Die Relation der Strafen an sich ist eh immer so eine Sache finde ich - auch auf andere Fälle bezogen. Vermutlich wirst Du auch da nie eine wirkliche "Gerechtigkeit" hinbekommen.
Wobei auch die aktuellen Strafen schon oft genug das faktische Karriereende bedeutet haben.
Damit kann ich persönlich durchaus leben.
Sei rund vierzig Jahren - der große Eddy Mercks ist dreimal positiv getestet worden, und hat dafür jeweils ein Woche(!) Sperre kassiert, ohne dass das seinem heutigen Ansehen geschadet hätte (*) - werden die Dopingstrafen immer höher gesetzt, ohne dass sich an der Problematik etwas geändert hätte.

MMn sollte man da mal über neue Wege nachdenken. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich auch keine Idee habe, wie die aussehen sollen...
Wenn Du mich fragst: freigeben. Ich sehe nicht, dass dem ganzen Aufwand für die Dopingbekämpfung auch nur ansatzweise ein passender Ertrag gegenüber steht. Zumal ich den meisten Funktionären und Sponsoren ein echtes Interesse abspreche, Doper wirklich aus dem Sport zu entfernen (zumindest nicht, solange das nicht absolut geräuschlos von statten geht). Es ist für viele ja schon schlecht genug, dass Rekorde immer seltener gebrochen werden, weil man in einigen Bereichen den genetischen Grenzen langsam ziemlich nahe gekommen ist.

Außerdem frage ich mich, warum grade der Sport so eine Kontrolllandschaft entwickeln soll, die im normalen Leben nirgendwo sonst herrscht. Ich kann mir hier einpfeifen was ich will, das kontrolliert niemand und wenn ich damit durch meine Arbeitsleistung meine Kollegen überflügel und am Ende mehr Geld einsacke dann ist es eben so. Warum soll das im Sport eigentlich anders sein?
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drullse
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von drullse »

Klugschnacker hat geschrieben:Die Antwort ist sehr vielschichtig, aber eine wichtige Rolle spielte die Bereitschaft der besonders Rechtschaffenden, sich zu Gunsten einer subjektiv höheren Gerechtigkeit über bestehendes Recht hinwegzusetzen. Dadurch wurde das Gute beabsichtigt und das Schlechte erreicht. Rechtschaffenheit ohne Recht ist eine sehr gefährliche Sache.
Ja. Andererseits sollte man sich hin und wieder aber auch fragen, ob das gesprochene Recht wirklich "realitätsnah" ist oder nicht.

Es hilft nämlich IMHO nichts, wenn die Rechtsstaatlichkeit zwar "im Recht" ist, es aber keine Akzeptanz seitens der Bürger mehr gibt.
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Nils
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von Nils »

Klugschnacker hat geschrieben:
Nils hat geschrieben:Ah, okay...aber schön wäre es, wenn es alle machen würden...
Generell sollten die Vorstrafen und polizeilichen Führungszeugnisse der Teilnehmer in der Startliste stehen. Ich habe keinen Bock drauf, dass ein verurteilter Fahrraddieb neben mir seinen Wechselplatz hat. Oder ein Choleriker mit mir um die Boje schwimmt. Ne eigene Dusche für Schwule wäre auch gut! Wenn alle zusammenhalten, kann man da bestimmt was erreichen!
Ah, wenn ich den Fred ganz lese und Deine Ausführungen, die Du zum 3. Reich lese...ich bin also ein Nazi :chris76
Mir zum Beispiel Schwulenfeindlichkeit zu unterstellen kann ich mal als absolute Beleidigung und Unverschämtheit auffassen.

Ich finde es einen Unterschied, wenn ich nicht mit Sportbetrügern meinen Sport ausüben will.
Um mal bei krassen Beispielen zu bleiben: ich würde meine Kinder auch keinem verurteilten Kinderschänder überlassen, auch wenn er seine Strafe abgesessen hat.
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Anja
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von Anja »

Nils hat geschrieben: Um mal bei krassen Beispielen zu bleiben: ich würde meine Kinder auch keinem verurteilten Kinderschänder überlassen, auch wenn er seine Strafe abgesessen hat.
Danke, das war genau mein Gedanke.
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12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
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keko
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von keko »

drullse hat geschrieben: Außerdem frage ich mich, warum grade der Sport so eine Kontrolllandschaft entwickeln soll, die im normalen Leben nirgendwo sonst herrscht. Ich kann mir hier einpfeifen was ich will, das kontrolliert niemand und wenn ich damit durch meine Arbeitsleistung meine Kollegen überflügel und am Ende mehr Geld einsacke dann ist es eben so. Warum soll das im Sport eigentlich anders sein?
Das hängt mit der Idee und dem Glauben zusammen, dass Sport etwas Reines und Ursprüngliches ist. Du erreichst deine Ziele und Erfolge nur damit, dass du hart und ausdauernd trainierst, unabhängig von weltlichen Dinge wie Geld und Manipulation oder Herrkunft. Fans identifizieren sich damit. Würde Doping freigegeben, wäre es ein neuer Sport. Höchstwahrscheinlich würde dieser Sport an Marktwert verlieren.
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von drullse »

keko hat geschrieben:Das hängt mit der Idee und dem Glauben zusammen, dass Sport etwas Reines und Ursprüngliches ist. Du erreichst deine Ziele und Erfolge nur damit, dass du hart und ausdauernd trainierst, unabhängig von weltlichen Dinge wie Geld und Manipulation oder Herrkunft.
Ja. Nur wenn das meilenweit an der Realität vorbei geht - wozu dann so eine Träumerei aufrecht erhalten? Grade im AG-Sport sieht man doch, wie viele auf diese "Idee und Glauben" pfeifen.
Fans identifizieren sich damit. Würde Doping freigegeben, wäre es ein neuer Sport. Höchstwahrscheinlich würde dieser Sport an Marktwert verlieren.
Würde es? Da bin ich mir gar nicht so sicher. Es wird doch auch heute schon von den Wenigsten hinterfragt, wie eine Leistung zustande kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass der Marktwert eher noch steigt, wenn da erstmal gengedopte Mutanten antreten.
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chris.fall
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von chris.fall »

Moin,
keko hat geschrieben: Das hängt mit der Idee und dem Glauben zusammen, dass Sport etwas Reines und Ursprüngliches ist. Du erreichst deine Ziele und Erfolge nur damit, dass du hart und ausdauernd trainierst, unabhängig von weltlichen Dinge wie Geld und Manipulation oder Herrkunft. Fans identifizieren sich damit. Würde Doping freigegeben, wäre es ein neuer Sport. Höchstwahrscheinlich würde dieser Sport an Marktwert verlieren.
Na und?

Ist Hochleistungssport nicht ohnehin nur noch eine Zirkusnummer oder Freakshow - "Sähr geärrtes Publikum! Sähen sie nun den mänschlichen Riesenfüßlerrr, der so schnell schwimmt wie eine Fischä" (Ian Thorpe war für seinen Beinschlag gefürchtet und hat Schuhgröße 54) - zu Erbaung der Massen? Für mich ist diese Reinheit und Ursprünglichkeit spätestens flöten gegangen, als bei Olympia millionenschwere Baskettball- oder Tennisprofis zugelassen wurden. Dabei ging es doch wohl nur darum, die "Show" zu verbessern.

Wofür ist diese Heldenverehrung in den richtigen Sportarten überhaupt gut? Warum ist es uns als Gesellschaft Millionen wert, dass jemand besonders toll gegen den Ball treten kann, oder besonders schnell rennen?

Von Profisportlern hört man immer wieder, wie froh und dankbar sie sind, dass sie "die tollste Sache der Welt" ausüben dürfen. Prima, dann können wir ja mal aufhören, jemandem für nur seine sportlichen Leistungen zu huldigen.


Viele Grüße,

Christian
Zuletzt geändert von chris.fall am 20 Jun 2013 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von keko »

Klugschnacker hat geschrieben: Weil weiter oben davon die Rede war: Es gibt keinen Unterschied, ob man einem Ex-Doper, einem Ex-Sträfling, einem Mitglied der CSU oder einem Homosexuellen seine Rechte unter Berufung auf das persönliche Rechtsempfinden vorenthält. Das von Professor Franke geforderte Mobbing "mit so einer Sau starte ich nicht" ist aller unterste Schublade. Er sollte sich schämen. Ersetze mal im Geiste die Ex-Doper durch die Homosexuellen.

Grüße,
Arne
Ich verstehe den direkten Zusammenhang zu dem Homosexuellen nicht. Keiner will ihnen Rechte entziehen. Es geht um eine Sperre, wenn langjähriges, systematisches Doping festgestellt wird. Wenn ich LKW-Fahrer bin und langjähig und systematisch mich über Verkehrsvorschriften hinwegsetze, kann es sein, dass mein Führerschein für immer weg ist.
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von keko »

chris.fall hat geschrieben:
Wofür ist diese Heldenverehrung in den richtigen Sportarten überhaupt gut? Warum ist es uns als Gesellschaft Millionen wert, dass jemand besonders toll gegen den Ball treten kann, oder besonders schnell rennen?

Von Profisportlern hört man immer wieder, wie froh und dankbar sie sind, dass sie "die tollste Sache der Welt" ausüben dürfen. Prima, dann können wir ja mal aufhören, jemandem für nur seine sportlichen Leistungen zu huldigen.


Viele Grüße,

Christian
Ich denke, dass ein Teil der Menschen Helden und Huldigungen braucht. Dass es also einen Markt dafür gibt. Wenn ich beim Kraichgau-Triathlon zuschaue, finde ich es auch klasse, wie schnell die Schnellsten sind und bewundere das Training. Aber Helden sind das für mich nicht und dass der eine oder andere von denen nachhilft, ist mir auch klar.
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Re: Was hat Lisa H. da für einen Muskel am Bauch?

Beitrag von Klugschnacker »

Nils hat geschrieben:Ich finde es einen Unterschied, wenn ich nicht mit Sportbetrügern meinen Sport ausüben will.
Niemand zwingt Dich dazu.
Nils hat geschrieben:Um mal bei krassen Beispielen zu bleiben: ich würde meine Kinder auch keinem verurteilten Kinderschänder überlassen, auch wenn er seine Strafe abgesessen hat.
Rechtsgüter müssen gegeneinander abgewogen werden, das ist nichts Neues. Du willst nicht mit sportrechtlich vorbestraften Menschen gemeinsam* Wettkämpfe bestreiten. Dagegen steht das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Berufswahl und -ausübung, und daraus abgeleitet, die Unmöglichkeit lebenslänglicher Strafen bei Doping-Ersttätern. Die möglichen Konsequenzen für das Kind in Deinem Argument sind ganz anders zu bewerten als die Zumutungen, die für Dich als Wettkampfteilnehmer entstehen.

*Wenn es Profis sind starten sie in einer eigenen Wertungskategorie
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