Bundestagswahlen 2017

Der EMU-Stammtisch

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Wagnerli
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Wagnerli »

Trunkenbold hat geschrieben:
Wagnerli hat geschrieben: Frau Merkel ist Chefin der stärksten Partei und damit Kanzlerin.
Das sind die Fakten
Zieh mal die fast 9% der CSU ab, dann sieht die Sache ganz anders aus.

Eine Kanzlerin die zu der Wahl vor mittlerweile fast 5 Jahren gute 9% verloren hat, nenne ich eine Verliererin.
Sie repräsentiert in meinen Augen eine Minderheit.

Aber diese Diskussion führt sowieso zu nichts. Fakt ist, wir haben sie 4 weitere Jahre am Back und können es nicht ändern.
Ich bin mit dieser Konstellation absolut unzufrieden.
Die kleine CSU hat "nur" 6,2 %.Diese kleine Minderheit geht mir gerade gewaltig auf die Nerven und sie haben erst angefangen. :kuebeln
Es ändert nichts an den Fakten ....die CDU ist die stärkste Partei und stellt die Kanzlerin.
Die Menschen in Deutschland hatte die Chance etwas zu ändern und haben noch konservativer und rechts gewählt.

Ich lehne mich wieder aus dem Fernster....das geht keine vier Jahre gut.
Ich rechne vorher mit einem Misstrauensvotum.
Wer Herrn Seehofer zum Innenmister macht, legt es darauf an, dass die Koalition scheitert.
:tomtiger
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keko
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von keko »

Wagnerli hat geschrieben: Ich lehne mich wieder aus dem Fernster....das geht keine vier Jahre gut.
Ich rechne vorher mit einem Misstrauensvotum.
Wer Herrn Seehofer zum Innenmister macht, legt es darauf an, dass die Koalition scheitert.
:tomtiger
Ich vermute mittelfristig eine Regierung aus CDU und AfD.
Man bedenke, dass momentan die Wirtschaft brummt und praktisch jeder Arbeit hat. "Lustig" wird es erst, wenn das nicht mehr der Fall ist.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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Trunkenbold
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Trunkenbold »

keko hat geschrieben: Ich vermute mittelfristig eine Regierung aus CDU und AfD.
Man bedenke, dass momentan die Wirtschaft brummt und praktisch jeder Arbeit hat. "Lustig" wird es erst, wenn das nicht mehr der Fall ist.
Glaubst du wirklich?

Brummt die Wirtschaft denn wirklich? Wer weiss ob diese Berechnungen überhaupt stimmen, ich habe da meine Zweifel.
Nach den ganzen Skandalen im Aoto-Sektor.

Es hat zwar (fast) jeder Arbeit, aber bei so manchem, ist wesentlich weniger Netto vom Brotto übrig.
Die hohen Lebenshaltungskosten tun ein übriges.

Ich war letzte Woche mal wieder in -D-, Hammer was man so für einen Kaffee bezahlt oder einen viertel Liter Mineralwasser.
Kann sich Otto-Normal-Verdiener nur bedingt leisten.



Und die Mieten erst. :hammer :chris76 :hammer :chris76 :hammer :chris76
An den Gräbern der meisten Menschen, trauert tief verschleiert, ihr ungelebtes Leben!
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keko
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von keko »

Trunkenbold hat geschrieben:
keko hat geschrieben: Ich vermute mittelfristig eine Regierung aus CDU und AfD.
Man bedenke, dass momentan die Wirtschaft brummt und praktisch jeder Arbeit hat. "Lustig" wird es erst, wenn das nicht mehr der Fall ist.
Glaubst du wirklich?

Brummt die Wirtschaft denn wirklich? Wer weiss ob diese Berechnungen überhaupt stimmen, ich habe da meine Zweifel.
Nach den ganzen Skandalen im Aoto-Sektor.

Es hat zwar (fast) jeder Arbeit, aber bei so manchem, ist wesentlich weniger Netto vom Brotto übrig.
Die hohen Lebenshaltungskosten tun ein übriges.

Ich war letzte Woche mal wieder in -D-, Hammer was man so für einen Kaffee bezahlt oder einen viertel Liter Mineralwasser.
Kann sich Otto-Normal-Verdiener nur bedingt leisten.



Und die Mieten erst. :hammer :chris76 :hammer :chris76 :hammer :chris76
Ich denke, die Wirtschaft hat genug Aufträge und auch dass genug Arbeit da ist. Allerdings profitieren nicht alle davon durch steigende Löhne und Gehälter. In vielen Bereichen ist DE Billiglohnland.
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captainbeefheart
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von captainbeefheart »

keko hat geschrieben:
Trunkenbold hat geschrieben:
keko hat geschrieben: Ich vermute mittelfristig eine Regierung aus CDU und AfD.
Man bedenke, dass momentan die Wirtschaft brummt und praktisch jeder Arbeit hat. "Lustig" wird es erst, wenn das nicht mehr der Fall ist.
Glaubst du wirklich?

Brummt die Wirtschaft denn wirklich? Wer weiss ob diese Berechnungen überhaupt stimmen, ich habe da meine Zweifel.
Nach den ganzen Skandalen im Aoto-Sektor.

Es hat zwar (fast) jeder Arbeit, aber bei so manchem, ist wesentlich weniger Netto vom Brotto übrig.
Die hohen Lebenshaltungskosten tun ein übriges.

Ich war letzte Woche mal wieder in -D-, Hammer was man so für einen Kaffee bezahlt oder einen viertel Liter Mineralwasser.
Kann sich Otto-Normal-Verdiener nur bedingt leisten.



Und die Mieten erst. :hammer :chris76 :hammer :chris76 :hammer :chris76
Ich denke, die Wirtschaft hat genug Aufträge und auch dass genug Arbeit da ist. Allerdings profitieren nicht alle davon durch steigende Löhne und Gehälter. In vielen Bereichen ist DE Billiglohnland.
Die Datenlage ist ziemlich eindeutig:

(1) Im Produktionsbereich sind wir eher ein Hochlohnland, im Dienstleistungsbereich sind wir eher ein Niedriglohnland.
(2) Die Kapazitätsauslastung ist in beiden so hoch wie noch nie.
(3) Der Nettolohn ist im Schnitt so gut wie noch nie.
(4) Durch die gleichzeitig fast nicht vorhandene Inflation der letzten Jahre ist auch die Kaufkraft im Schnitt so gut wie nie.
(5) Der weitergereichte Anteil an der Wertschöpfung durch Eigentum (Gewinne) und durch Arbeit (Lohn) klafft zunehmend auseinander.

Insofern ergeben sich zwingend die notwendigen Interventionen:

(a) Gewinne höher bzw. Lohn niedriger besteuern.
(b) Mindestlohn im Dienstleistungsbereich anheben (bzw. Löhne noch niedriger besteuern).

Eigentlich kein Hexenwerk.
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Trunkenbold
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Trunkenbold »

captainbeefheart hat geschrieben: Insofern ergeben sich zwingend die notwendigen Interventionen:

(a) Gewinne höher bzw. Lohn niedriger besteuern.
(b) Mindestlohn im Dienstleistungsbereich anheben (bzw. Löhne noch niedriger besteuern).

Eigentlich kein Hexenwerk.
Und woran scheitert es? :chris76
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keko
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von keko »

Trunkenbold hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben: Insofern ergeben sich zwingend die notwendigen Interventionen:

(a) Gewinne höher bzw. Lohn niedriger besteuern.
(b) Mindestlohn im Dienstleistungsbereich anheben (bzw. Löhne noch niedriger besteuern).

Eigentlich kein Hexenwerk.
Und woran scheitert es? :chris76
Politiker sind nicht nur dafür da, sich um die kleinen oder normalen Leute zu kümmern.
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von captainbeefheart »

Trunkenbold hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben: Insofern ergeben sich zwingend die notwendigen Interventionen:

(a) Gewinne höher bzw. Lohn niedriger besteuern.
(b) Mindestlohn im Dienstleistungsbereich anheben (bzw. Löhne noch niedriger besteuern).

Eigentlich kein Hexenwerk.
Und woran scheitert es? :chris76
Na, wer ist der größte Partner in der letzten und dieser Regierung?

Die CDU/CSU, die sicher kein Interesse daran haben die Kapitalbesteuerung zu ändern - und wenn, dann nur in Richtung Entlastung. Steuersenkungen im Niedriglohnsektor sind auch nicht gerade die Agenda der CDU/CSU und Mindestlöhne schon gleich gar nicht.

Insofern schade, als wir seit 4 bis 5 Jahren wirklich fiskale Spielräume hätten, hier etwas Strukturelles zu tun.
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Nils
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Nils »

Trunkenbold hat geschrieben:
Ich war letzte Woche mal wieder in -D-, Hammer was man so für einen Kaffee bezahlt oder einen viertel Liter Mineralwasser.
Kann sich Otto-Normal-Verdiener nur bedingt leisten.



Und die Mieten erst. :hammer :chris76 :hammer :chris76 :hammer :chris76
Ein Freund von mir wohnt und arbeitet in Barcelona. Mieten wie in Köln. Lebenshaltung etwas billiger als in Köln. Sein Verdienst ca. 60% von dem was er in Deutschland verdienen würde. Und er behauptet steif und fest, dass er für spanische Verhältnisse ganz gut verdient. Lebenshaltungskosten kann man doch nicht isoliert vom Einkommen sehen.
Durchschnittsverdienst in Deutschland: 3.700€
Durchschnittsverdienst in Spanien: 1.900€
jeweils brutto

In der Schweiz verdienen die Leute auch das doppelte als die Deutschen. Da kostet dann aber auch eine Currywurst (ohne Pommes) 8,- Franken...
Deutschland hat im Verhältnis zum Einkommen die niedrigsten Lebensmittelpreise.
'Oranje-supporter lijdt in stilte en haalt nog een biertje
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Thorsten
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Thorsten »

Kann ich mir gut vorstellen. Im osteuropäischen Raum kosten Grundnahrungsmittel beinahe so viel wie in Deutschland, aber das Einkommen ist nur ein Bruchteil davon.
Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Wagnerli »

In Irland sind die Lebensmittel und die Mieten auch sackteuer.
Meine Schwester und ich verfügen fast über das gleiche Gehalt, aber sie kommt gerade so über die Runden.
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Trunkenbold
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Trunkenbold »

Nils hat geschrieben:
Trunkenbold hat geschrieben:
Ich war letzte Woche mal wieder in -D-, Hammer was man so für einen Kaffee bezahlt oder einen viertel Liter Mineralwasser.
Kann sich Otto-Normal-Verdiener nur bedingt leisten.



Und die Mieten erst. :hammer :chris76 :hammer :chris76 :hammer :chris76
Ein Freund von mir wohnt und arbeitet in Barcelona. Mieten wie in Köln. Lebenshaltung etwas billiger als in Köln. Sein Verdienst ca. 60% von dem was er in Deutschland verdienen würde. Und er behauptet steif und fest, dass er für spanische Verhältnisse ganz gut verdient. Lebenshaltungskosten kann man doch nicht isoliert vom Einkommen sehen.
Durchschnittsverdienst in Deutschland: 3.700€
Durchschnittsverdienst in Spanien: 1.900€
jeweils brutto
Köln ist NICHT Barcelona.
Aber bevor ich in Köln 3700 Euro verdienen würde, wäre mir ein Leben in Barcelona auch mit wesentlich weniger Geld lieber.

Btw die Lebenshaltungskosten sind auf dem platten Land in Spanien aber viel günstiger, als in der Millionenmetropole Barcelona.
Kaffee in Deutschland 3 Tacken, hier bei uns 1,20.
Gut da wird einem kein Muster in den Milchschaum gezaubert, aber wer braucht denn auch so einen Lifestyle-Scheiss???
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Stefan »

Trunkenbold hat geschrieben:
Btw die Lebenshaltungskosten sind auf dem platten Land in Spanien aber viel günstiger, als in der Millionenmetropole Barcelona.
Kaffee in Deutschland 3 Tacken, hier bei uns 1,20.
Man kann ja nicht alles am Preis einer Tasse Kaffee in Spanien oder der Portion Pommes in der Schweiz festmachen.
Lebensmittel sind in Deutschland lächerlich günstig und auch in der Schweiz gibt es günstige Discounter.

Verglichen mit dem Haushaltseinkommen ist die Portion Pommes oder die Tasse Kaffee auch nicht das Problem.
Ich sehe in vielen Haushalten eher das Problem darin, was sie % für die Wohnung bzw. (wenn Arbeitsplatz und Wohnung an verschiedenen Orten liegen) für Wohnung u. Fahrten zusammen ausgeben müssen.
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Trunkenbold
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von Trunkenbold »

Stefan hat geschrieben: Man kann ja nicht alles am Preis einer Tasse Kaffee in Spanien oder der Portion Pommes in der Schweiz festmachen.
Lebensmittel sind in Deutschland lächerlich günstig und auch in der Schweiz gibt es günstige Discounter.
Natürlich nicht, ist aber trotzdem ein Indiz für hohe oder niedrige Lebenshaltungskosten und die sind in Deutschland nun mal höher.

Und mich ärgert auch, das durch die teilweise viel zu billigen Lebensmittelpreise, einfach nur viel zu viel weggeworfen wird.
Immerhin über 80 kg pro Nase, pro Jahr.
Für mich ein Skandal.
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keko
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Re: Bundestagswahlen 2017

Beitrag von keko »

Stefan hat geschrieben: Ich sehe in vielen Haushalten eher das Problem darin, was sie % für die Wohnung bzw. (wenn Arbeitsplatz und Wohnung an verschiedenen Orten liegen) für Wohnung u. Fahrten zusammen ausgeben müssen.
Ein deutscher Mittelklassehaushalt kann sich ein deutsches Mittelklasseauto kaum mehr leisten (neu + Cash). Eine nicht mal große Wohnung ist für eine ebensolche Familie in Stuttgart eine Investition über Jahrzehnte, falls überhaupt möglich.
Es gibt eine Reihe von Entwicklungen, die ich alles andere als gut sehe.
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