Der Coronavirus-Thread

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keko
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von keko »

Flow hat geschrieben:
HansM hat geschrieben:Ein flächendeckende Impfung ist mE nicht notwendig. Am Anfang dürfte es reichen, die Leute mit Vorerkrankungen zu impfen. Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung steht, alle 80+, dann 70+ usw.
Wie verhindert man exponentielle Ausbreitung ohne flächendeckende Impfung/Immunität ?
Indem man die Leute auseinander hält, dass sich das Virus nicht mehr verbreiten kann.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von Flow »

keko hat geschrieben:
Flow hat geschrieben:
HansM hat geschrieben:Ein flächendeckende Impfung ist mE nicht notwendig. Am Anfang dürfte es reichen, die Leute mit Vorerkrankungen zu impfen. Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung steht, alle 80+, dann 70+ usw.
Wie verhindert man exponentielle Ausbreitung ohne flächendeckende Impfung/Immunität ?
Indem man die Leute auseinander hält, dass sich das Virus nicht mehr verbreiten kann.
Gut. Das machen wir aktuell.

Mittelfristig wie beefheart schrieb :
captainbeefheart hat geschrieben:Aber darum geht es ja: Zeit gewinnen, um weitere Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen
Und schließlich ?
Alternativen zu flächendeckender Impfung/Immunität ?
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keko
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von keko »

Flow hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
Flow hat geschrieben:
HansM hat geschrieben:Ein flächendeckende Impfung ist mE nicht notwendig. Am Anfang dürfte es reichen, die Leute mit Vorerkrankungen zu impfen. Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung steht, alle 80+, dann 70+ usw.
Wie verhindert man exponentielle Ausbreitung ohne flächendeckende Impfung/Immunität ?
Indem man die Leute auseinander hält, dass sich das Virus nicht mehr verbreiten kann.
Gut. Das machen wir aktuell.

Mittelfristig wie beefheart schrieb :
captainbeefheart hat geschrieben:Aber darum geht es ja: Zeit gewinnen, um weitere Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen
Und schließlich ?
Alternativen zu flächendeckender Impfung/Immunität ?
Ich wüßte keine.

Ich vermute, dass man sich dann bis dahin an eine gewisse Anzahl Verstorbener gewöhnt.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von captainbeefheart »

Flow hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
Flow hat geschrieben:
HansM hat geschrieben:Ein flächendeckende Impfung ist mE nicht notwendig. Am Anfang dürfte es reichen, die Leute mit Vorerkrankungen zu impfen. Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung steht, alle 80+, dann 70+ usw.
Wie verhindert man exponentielle Ausbreitung ohne flächendeckende Impfung/Immunität ?
Indem man die Leute auseinander hält, dass sich das Virus nicht mehr verbreiten kann.
Gut. Das machen wir aktuell.

Mittelfristig wie beefheart schrieb :
captainbeefheart hat geschrieben:Aber darum geht es ja: Zeit gewinnen, um weitere Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen
Und schließlich ?
Alternativen zu flächendeckender Impfung/Immunität ?
Ich glaube es geht grundsätzlich nur mit der Verantwortung jedes einzelnen. Jeder von uns muss sein Verhalten ziemlich umfassend verändern, dann können wir wieder "hochfahren". Gleichzeitig braucht es Regeln, die auch eingefordert/sanktioniert werden, damit die Verantwortung auch dort "gelernt" wird, wo sie nicht vorhanden ist.

Konkret heißt das, dass wir weiter Kontakte meiden, die nicht unbedingt für das Hochfahren unserer sozialen und betriebswirtschaftlichen Systeme notwendig ist. Dort, wo sich die Kontakte nicht vermeiden lassen, gilt dann: Mundschutz, Abstand, nicht mehr als x Personen in einem Raum, zeitliche Begrenzung der Zusammenkünfte, Umsetzung weiterer Hygieneregeln etc.
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keko
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von keko »

captainbeefheart hat geschrieben: Konkret heißt das, dass wir weiter Kontakte meiden, die nicht unbedingt für das Hochfahren unserer sozialen und betriebswirtschaftlichen Systeme notwendig ist. Dort, wo sich die Kontakte nicht vermeiden lassen, gilt dann: Mundschutz, Abstand, nicht mehr als x Personen in einem Raum, zeitliche Begrenzung der Zusammenkünfte, Umsetzung weiterer Hygieneregeln etc.
Klingt gut, aber wie willst du das z.B. mit den Schulen machen?
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von Flow »

captainbeefheart hat geschrieben: Ich glaube es geht grundsätzlich nur mit der Verantwortung jedes einzelnen. Jeder von uns muss sein Verhalten ziemlich umfassend verändern, dann können wir wieder "hochfahren". Gleichzeitig braucht es Regeln, die auch eingefordert/sanktioniert werden, damit die Verantwortung auch dort "gelernt" wird, wo sie nicht vorhanden ist.
Sehe ich ähnlich ...
Konkret heißt das, dass wir weiter Kontakte meiden, die nicht unbedingt für das Hochfahren unserer sozialen und betriebswirtschaftlichen Systeme notwendig ist. Dort, wo sich die Kontakte nicht vermeiden lassen, gilt dann: Mundschutz, Abstand, nicht mehr als x Personen in einem Raum, zeitliche Begrenzung der Zusammenkünfte, Umsetzung weiterer Hygieneregeln etc.
"Kontakte meiden" mißfällt mir ... in der Essenz geht es um "Übertragung vermeiden". Dafür wird sich das Kontaktverhalten vielleicht ändern müssen. Dein zweiter Teil hört sich wiederum plausibel an.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von Flow »

keko hat geschrieben:Ich vermute, dass man sich dann bis dahin an eine gewisse Anzahl Verstorbener gewöhnt.
Wenn die Dynamik stabilisiert ist, gehen die in der Menge allgemein Sterbender wieder unter ...
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von keko »

Flow hat geschrieben:
keko hat geschrieben:Ich vermute, dass man sich dann bis dahin an eine gewisse Anzahl Verstorbener gewöhnt.
Wenn die Dynamik stabilisiert ist, gehen die in der Menge allgemein Sterbender wieder unter ...
Klar, man muss sie ja auch nicht mehr ständig in den Medien erwähnen.

Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Unterernährung. Ist keine echte Meldung mehr wert.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von captainbeefheart »

Flow hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben: Ich glaube es geht grundsätzlich nur mit der Verantwortung jedes einzelnen. Jeder von uns muss sein Verhalten ziemlich umfassend verändern, dann können wir wieder "hochfahren". Gleichzeitig braucht es Regeln, die auch eingefordert/sanktioniert werden, damit die Verantwortung auch dort "gelernt" wird, wo sie nicht vorhanden ist.
Sehe ich ähnlich ...
Konkret heißt das, dass wir weiter Kontakte meiden, die nicht unbedingt für das Hochfahren unserer sozialen und betriebswirtschaftlichen Systeme notwendig ist. Dort, wo sich die Kontakte nicht vermeiden lassen, gilt dann: Mundschutz, Abstand, nicht mehr als x Personen in einem Raum, zeitliche Begrenzung der Zusammenkünfte, Umsetzung weiterer Hygieneregeln etc.
"Kontakte meiden" mißfällt mir ... in der Essenz geht es um "Übertragung vermeiden". Dafür wird sich das Kontaktverhalten vielleicht ändern müssen. Dein zweiter Teil hört sich wiederum plausibel an.
Kontakte meiden wie: Fußballspiele, IM Veranstaltungen, Westernhagen Konzert etc. sind sicher für die nächsten Monate nicht "systemrelevant" für das "hochfahren": Dass Lieferanten nicht mehr auf den Hof der Molkerei fahren dürfen eher schon. Es gilt für diese Phase zu akzeptieren, dass es liebgewordene "nice-to-haves" eben erstmal gar nicht mehr geben wird. Ebenso heißt Kontaktmeide auch andere face-to-face Formate konsequent zu ersetzen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mir die Zauberflöte aus dem Münchener Marionettentheater mal live streame und dafür spende, damit die übermorgen nicht insolvent sind … Das meine ich damit.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von captainbeefheart »

keko hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben: Konkret heißt das, dass wir weiter Kontakte meiden, die nicht unbedingt für das Hochfahren unserer sozialen und betriebswirtschaftlichen Systeme notwendig ist. Dort, wo sich die Kontakte nicht vermeiden lassen, gilt dann: Mundschutz, Abstand, nicht mehr als x Personen in einem Raum, zeitliche Begrenzung der Zusammenkünfte, Umsetzung weiterer Hygieneregeln etc.
Klingt gut, aber wie willst du das z.B. mit den Schulen machen?
Ohne, dass ich das konsequent durchdacht habe und es gilt bestimmt nicht als pauschale Lösung für alle Schulformen:

Wir teilen die Schule in 2 Schichten (3, 4, …), die eine bleibt zu Hause und macht Homeschooling, die andere live.; Wechsel im Wochenrhytmus. Das Gebäude wird zusätzlich in 2 Hälften geteilt und Sozialräume gesperrt, um Abstände zu gewährleisten und große Gruppen zu vermeiden. Die Busse sind nur zur Hälfte gefüllt, oder wenn wir zusätzliche Busse fahren lassen zu einem Viertel etc.

In jedem Fall müssen wir jetzt in der Zeit, die wir jetzt ggf. durch die harte Kontaktsperre gewinnen, jede mögliche Lösung zu einem weichen wieder hochfahren denken dürfen (und dann , wenn es zielführend scheint auch ausprobieren dürfen). Dazu braucht es v.a. crossfunktionale Gruppen, die sich damit beschäftigen und dann beherzt umsetzen.

Ähnliches dürfe übrigens auch für Unternehmen gelten.

Der Hackathon "WirvsVirus" vom letzten Wochenende hat mir da Mut gemacht. Ich habe mich auch schon freiwillig mit meiner Kompetenz zur Umsetzung gemeldet und bin gespannt, wann es für mich losgeht.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von drullse »

captainbeefheart hat geschrieben:Ähnliches dürfe übrigens auch für Unternehmen gelten.
Wir machen das hier im Grunde schon so, momentan im "Maximalmodus". Wenn man das wieder ein kleines Stück hochfahren kann, kommen halt wieder vier Leute je Abteilung her statt wie jetzt einer.

Kann ich mir gut vorstellen.

Ob allerdings
Fußballspiele, IM Veranstaltungen, Westernhagen Konzerte etc.
lediglich
liebgewordene "nice-to-haves"
sind, da bin ich unsicher.

Natürlich geht das Leben problemlos weiter ohne diese Dinge aber auch da hängt ja eine nicht unerhebliche Wirtschaft hinter. Die Welt geht nicht unter, wenn dieses Jahr kein Challenge stattfindet - aber schau Dir mal an, was das für den Landkreis bedeutet. "Hochfahren" ist dann doch was Anderes...
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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keko
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von keko »

drullse hat geschrieben:...
Natürlich geht das Leben problemlos weiter ohne diese Dinge aber auch da hängt ja eine nicht unerhebliche Wirtschaft hinter. Die Welt geht nicht unter, wenn dieses Jahr kein Challenge stattfindet - aber schau Dir mal an, was das für den Landkreis bedeutet. "Hochfahren" ist dann doch was Anderes...
Man kann halt nächstes Jahr nicht 2x Roth machen.
2020 ist einfach weg.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von drullse »

Das meine ich. Und im Bezug auf andere Veranstaltungen kann da durchaus ne Existenz dranhängen, die dann halt auch "weg" ist.

Insofern ist das für uns vielleicht eine "liebgewordene Gewohnheit", für Andere aber die Existenz (ohne dem captain da jetzt eine Lappalie unterstellen zu wollen).
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von captainbeefheart »

drullse hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben:Ähnliches dürfe übrigens auch für Unternehmen gelten.
Wir machen das hier im Grunde schon so, momentan im "Maximalmodus". Wenn man das wieder ein kleines Stück hochfahren kann, kommen halt wieder vier Leute je Abteilung her statt wie jetzt einer.

Kann ich mir gut vorstellen.

Ob allerdings
Fußballspiele, IM Veranstaltungen, Westernhagen Konzerte etc.
lediglich
liebgewordene "nice-to-haves"
sind, da bin ich unsicher.

Natürlich geht das Leben problemlos weiter ohne diese Dinge aber auch da hängt ja eine nicht unerhebliche Wirtschaft hinter. Die Welt geht nicht unter, wenn dieses Jahr kein Challenge stattfindet - aber schau Dir mal an, was das für den Landkreis bedeutet. "Hochfahren" ist dann doch was Anderes...
Das sehe ich auch so. Das ist bitter und wird einige der Insolvenzen nach sich ziehen, die ich angesprochen habe. Der (wahrscheinlich schon immer als "Subunternehmer" prekär beschäftigte) Semmelschmierer von der Allianz Area dürfte jetzt schon pleite sein.

Aber wir werden es lernen müssen, dass es eher hier zu größeren Verwerfungen kommt, als in den Branchen, die wir tatsächlich zum Leben brauchen und diejenigen, die zahlenmäßig auch die meisten Beschäftigten haben.
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Re: Der Coronavirus-Thread

Beitrag von captainbeefheart »

Ich sehe auch noch einen wesentlichen Punkt in den volkswirtschaftlichen Verwerfungen, die kommen werden. Die Gesundheitsbranche haben wir im Verhältnis zu anderen Branchen in den letzten Jahrzehnten ziemlich stiefmütterlich entwickelt. Ich denke ,ein Learning aus dem ganzen Desaster ist, dass wir uns das (selbst auf dem vergleichsweise hohem Niveau in D) nicht mehr leisten können. Hier wird es volkswirtschaftliche einen Umpriorisierungsprozess geben.
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