Erstmal ist das schrecklich, wenn gleich 4 Todesfälle in so kurzer Zeit im Umfeld passieren.drullse hat geschrieben:Ja, ich weiß. So denken viele Menschen. Ich fand es interessant zu sehen, wie zunehmend panisch manche Leute im Laufe der letzten Monate wurden, weil man doch unbedingt noch soviel machen müsse und erleben etcetcetc.keko hat geschrieben:... dass man Dinge, die man schon immer mal oder noch machen wollte, langsam in Angriff nimmt.drullse hat geschrieben:4 Todesfälle im direkten Umfeld in 3 Wochen - keiner davon aufgrund von Corona. Da fängt man schon an zu überlegen...
Und wie hyperaktiv jetzt Viele werden und danach gieren, das Leben wie eine Zitrone auszuquetschen, ...
Die Reaktion von vielen Menschen, angesichts von Erkrankungen und Todesfällen "plötzlich" "das Wichtige" in Angriff zu nehmen, zeigt ein typisches psychologisches Grundmuster von uns: Die diffuse Angst zu sterben, die wir gerne und lange verdrängen, wird konkret. Wir können nicht mehr so gut ausblenden, weil der Tod in den Medien indirekt besichtigt werden kann (z.B. Pandemie) oder eben im eigenen Erleben (eigenes Umfeld) direkt wahrgenommen wird. Ebenso typisch ist, dass diese Veränderung in wenigen Fällen wirklich nachhaltig ist, d.h. nach einer relativ kurzen Phase des Kümmerns um "das Wichtige", spielen sich Stück für Stück wieder die "Unwichtigen" Dinge in den Vordergrund.
Mit dem eigenen Tod beschäftigen sich die wenigsten gerne.