Zwischen Rügenwalder (sehr früher "fast follower") und Müller ("me too" im sehr späten Stadium) besteht ein himmelweiter Unterschied.Cogi Tatum hat geschrieben:Anders ausgedrückt:captainbeefheart hat geschrieben:Vegan wird Mainstream...
Großmolkereien und Fleisch verarbeitende Großbetriebe wie "Rügenwalder" entdecken in einer Nische eine zahlungskräftige Randgruppe*.
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*Die Anzahl der Menschen in Deutschland, die sich selbst als Veganer einordnen lag im Jahr 2020 laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse bei 1,13 Millionen.
Rügenwalder (eher kleinerer Mittelstand) hat sehr früh den Markt besetzt und der Mut wurde belohnt: Der Umsatz mit vegetarischen und veganen Produkten hat das bestehende Wurstsortiment nicht ansatzweise kanibalisiert (was zunächst zu befürchten war), sondern ist tatsächlich zusätzlicher Umsatz geworden. Heute machen die vegetarischen und veganen Produkte mehr Umsatz, als die althergebrachten. https://www.handelsblatt.com/unternehme ... xample.org Dabei sind die Produkte im Markt echte Innovationen.
Bei Müller (eine der größten Molkereien der Welt) sind die veganen Produkte ein Feigenblatt, um in dem Markt auch irgendwie präsent zu sein. Wenn das auf Sicht mehr als 5% vom Gesamtumsatz werden, ist das schon ein Erfolg. Das wird erst wirklich was, wenn der Patriarch Theo Müller sich nicht mehr einmischen kann. Schon der Versuch mit der neuen Marke "Plantopia" ist kein wirklich ernsthafter.
Der vegane Markt explodiert, da bin ich mir sicher. Alleine die Übernahme von 10% des Kapitals von Oatly durch Blackstone für 200 Mio Dollar zeigt, dass das längst "Big Money" und keine Ökonische mehr ist.
