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Verfasst: 31 Mai 2005 09:52
von Olli
Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

ein Beispiel Bundestagswahlen CDU 42% FDP 5,5% nun bilden die Parteien ein Koalition und die Partei die nur 5,5% der Deutschen gewählt haben bekommt Ministerposten, wie Außenminister, Finanzminister oder Innenminister könne wichtig Entscheidungen treffen und Gesetze Festlegen.
Eine andere Partei, wie z.B. die SPD mit vielleicht 35% erhält keine Posten, obwohl 35% der Bevölkerung für die Partei gestimmt hat.

Verfasst: 31 Mai 2005 09:54
von Anja
keko hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:Also ich finde Westerwelle einen charmanten Mann und um seinen Göttergatten kann man ihn echt beneiden.


Ich kenn Westerwelle nicht, aber aus den Medien ist er mir höchst unsympathisch, egal ob Tucke oder nicht. Bei mir kommen die SPD/Grünen grundsätzlich besser weg, obwohl ich weiß, dass das nicht heißt, dass sie auch eine bessere Politik für Deutschland machen.


Ich meinte ja auch nicht seine Politik.

Außerdem fand ich den schon gut, da war noch gar nicht raus, daß er schwul ist. Der Vorteil an schwulen Männern ist für eine Frau, daß man keine Angst haben muß, daß irgendwas was ich tu oder sag ausgelegt wird als "die will doch was von mir".

Ist ja nicht so, daß ALLE Frauen ALLE schwulen Männer toll finden. Wowereit gefällt mir nun überhaupt nicht - aber einen sehr sympathischen Lebensgefährten hat er.

Aber Männer können ja nicht offen zugeben, daß sie einen anderen Mann toll finden, sonst wird ihnen unterstellt, sie wären schwul. Frauen sind da zum Glück offener - auch was die Attraktivität anderer Frauen angeht.

Und nun zurück zum Thema.

Anja

Verfasst: 31 Mai 2005 09:55
von MöMö
Olli hat geschrieben:Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

ein Beispiel Bundestagswahlen CDU 42% FDP 5,5% nun bilden die Parteien ein Koalition und die Partei die nur 5,5% der Deutschen gewählt haben bekommt Ministerposten, wie Außenminister, Finanzminister oder Innenminister könne wichtig Entscheidungen treffen und Gesetze Festlegen.
Eine andere Partei, wie z.B. die SPD mit vielleicht 35% erhält keine Posten, obwohl 35% der Bevölkerung für die Partei gestimmt hat.
Wenn sie sich mit der CDU einigen kann, kriegt sie sogar mehr Minister als die FDP....

Verfasst: 31 Mai 2005 09:58
von MöMö
drullse hat geschrieben:
Eisenmann hat geschrieben:Das eine braucht viel Geld, das andere Stehvermögen..... :lol:


Finde es schwierig, da zu differenzieren. Geld und Stehvermögen brauchste doch bei beiden Varianten...
4 Frauen gleichzeitg? Bin ich ein Pferd? Und 3 Scheidungen kosten ein Vermögen, ein flotter 4er ist finanziell überschaubar. Frag doch mal Friedmann...

Verfasst: 31 Mai 2005 10:06
von chris76
Olli hat geschrieben:Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

ein Beispiel Bundestagswahlen CDU 42% FDP 5,5% nun bilden die Parteien ein Koalition und die Partei die nur 5,5% der Deutschen gewählt haben bekommt Ministerposten, wie Außenminister, Finanzminister oder Innenminister könne wichtig Entscheidungen treffen und Gesetze Festlegen.
Eine andere Partei, wie z.B. die SPD mit vielleicht 35% erhält keine Posten, obwohl 35% der Bevölkerung für die Partei gestimmt hat.


Kurz gesagt: Ja.

Diese 5,5% sind nunmal notwendig um die Mehrheit zu bekommen und verschmelzen sozusagen mit den 42%. Somit sind sie dann ein Teil der regierenden Mehrheit. Dafür steht dann auch eine starke Opposition mit 35% im Bundestag, (Parlament) gegenüber die die entscheidungen der Regierenden in Frage stellen kann und kritisch beäugt. Ausserdem ist da ja auch noch der Bundesrat, das unser System funktioniert zeigt ja das aktuelle Beispiel. Es gibt höchstwahrscheinlich vorgezogene Neuwahlen, vorausgesetzt der Bundespräsident segnet diese ab.

Verfasst: 31 Mai 2005 10:10
von chris76
Eine große Koalition ist fürn A.... Damit lässt sich keine vernünftige Politik machen.

Das Schwulenthema in der Politik interessiert mich, im übrigen, nicht die Bohne.

Klar braucht man Standvermögen und kohle. Am besten immer und gleichzeitig.

Verfasst: 31 Mai 2005 10:15
von Olli
chris76 hat geschrieben:
Olli hat geschrieben:Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

ein Beispiel Bundestagswahlen CDU 42% FDP 5,5% nun bilden die Parteien ein Koalition und die Partei die nur 5,5% der Deutschen gewählt haben bekommt Ministerposten, wie Außenminister, Finanzminister oder Innenminister könne wichtig Entscheidungen treffen und Gesetze Festlegen.
Eine andere Partei, wie z.B. die SPD mit vielleicht 35% erhält keine Posten, obwohl 35% der Bevölkerung für die Partei gestimmt hat.


Kurz gesagt: Ja.

Diese 5,5% sind nunmal notwendig um die Mehrheit zu bekommen und verschmelzen sozusagen mit den 42%. Somit sind sie dann ein Teil der regierenden Mehrheit. Dafür steht dann auch eine starke Opposition mit 35% im Bundestag, (Parlament) gegenüber die die entscheidungen der Regierenden in Frage stellen kann und kritisch beäugt. Ausserdem ist da ja auch noch der Bundesrat, das unser System funktioniert zeigt ja das aktuelle Beispiel. Es gibt höchstwahrscheinlich vorgezogene Neuwahlen, vorausgesetzt der Bundespräsident segnet diese ab.


Mich stört aber, das z.B. solche Rindviecher wie Fischer unser Land nach außen vertritt oder Trittin über unsere Umwelt, diese Leute gehören einer Partei an die nur durch eine Minderheit im Volk gewählt wurden.

Verfasst: 31 Mai 2005 10:20
von chris76
Olli hat geschrieben:Mich stört aber, das z.B. solche Rindviecher wie Fischer unser Land nach außen vertritt oder Trittin über unsere Umwelt, diese Leute gehören einer Partei an die nur durch eine Minderheit im Volk gewählt wurden.


Das stimmt doch nicht. Wenn zum Beispiel ein Fischer als Außenminister gewählt wird, dann wird er das, weil er von der Regierung als geeignet angesehen wird. Das entscheiden nicht die 5,5% alleine. Im übrigen fand ich haben die ganz gute Arbeit geleistet, bis auf diese Visa Sache...

Verfasst: 31 Mai 2005 10:31
von Olli
chris76 hat geschrieben:
Olli hat geschrieben:Mich stört aber, das z.B. solche Rindviecher wie Fischer unser Land nach außen vertritt oder Trittin über unsere Umwelt, diese Leute gehören einer Partei an die nur durch eine Minderheit im Volk gewählt wurden.


Das stimmt doch nicht. Wenn zum Beispiel ein Fischer als Außenminister gewählt wird, dann wird er das, weil er von der Regierung als geeignet angesehen wird. Das entscheiden nicht die 5,5% alleine. Im übrigen fand ich haben die ganz gute Arbeit geleistet, bis auf diese Visa Sache...


Das ist nicht ganz richtig so, die Koalitionspartei, jetzt die Grünen, bekommen in der Regel immer den Posten des Vizekanzlers / Außenminister und noch andere wichtige Ämter, das wird schon bei den Koalitionsverhandlungen besprochen, sonst geht die kleine Partei keine Koalition ein mit der großen, die ist doch dann am Drücker, die große Partei hat doch keine andere Wahl sonst bekommt sie nicht die Mehrheit im Bundestag und schon ist eine Minderheit in wichtigen Positionen.

Verfasst: 31 Mai 2005 11:21
von vb_man
Anja hat geschrieben:Aber Männer können ja nicht offen zugeben, daß sie einen anderen Mann toll finden, sonst wird ihnen unterstellt, sie wären schwul.
Anja


Stimmt nicht. Ich habe noch einen Hehl daraus gemacht, daß ich Typen wie Bruce Willies, Robert Redford oder Sean Connery richtig gut finde.

Verfasst: 31 Mai 2005 11:43
von wehaka
vb_man hat geschrieben:Stimmt nicht. Ich habe noch einen Hehl daraus gemacht, daß ich Typen wie Bruce Willies, Robert Redford oder Sean Connery richtig gut finde.

In dem Zusammenhang: Happy birthday, Clint Eastwood! :smokin:

Olli hat geschrieben:Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

Ich kenne kein Besseres, Olli.

Verfasst: 31 Mai 2005 11:54
von Olli
wehaka hat geschrieben:
vb_man hat geschrieben:Stimmt nicht. Ich habe noch einen Hehl daraus gemacht, daß ich Typen wie Bruce Willies, Robert Redford oder Sean Connery richtig gut finde.

In dem Zusammenhang: Happy birthday, Clint Eastwood! :smokin:

Olli hat geschrieben:Findet Ihr unser Wahlsystem überhaupt gerecht?

Ich kenne kein Besseres, Olli.


Vieleicht können wir da von den Amis noch was lernen. :censored :laugh:

Verfasst: 31 Mai 2005 12:21
von DragAttack
chris76 hat geschrieben:Eine große Koalition ist fürn A.... Damit lässt sich keine vernünftige Politik machen.
Grundsätzlich stim ich dem zu. Speziell jedoch komm ich ins zweifeln. IMO befinden wir uns in einer demokratischen Krise, die über Arbeitslosigkeit, geringes Wirtschaftswachstum, ineffizientes Gesundheitswesen,... hinausgeht. Da eigentliche Problem (IMO) ist, dass das Land mit den momentanen Spielregeln quasi unregierbar ist. Die letzten 1 1/2 Legislaturperioden sind der beste Beweis hierfür.Eigentlich kann niemand sagen, ob die rot/grünen Rezepte wirken. Sie sind alle im Bundesrat gescheitert bzw. im Vermittlungsausschuß verwässert worden. De facto hatte die Regierung keine Möglichkeit ihr Können zu beweisen.

Die Aufgabe, die sich folglich stellt, besteht darin, die Spielregeln zu korigieren. D.h. die Bund/Länder-Kompetenzen derart zu entflechten, das eine Bundesregierung auch ohne Mehrheit im Bundesrat handlungsfähig bleibt. Das parteitaktisceh scheitern der Föderalismuskommision zeigt, das dieses nur in einer großen Koalition zu meistern ist.

Anstatt also Neuwahlen zu verkünden wäre es in diesem Sinne besser gewesen (idealer Weise schon vor einem Jahr) diese grundsätzlichen Verfassungsprobleme zu Thematisieren und der Union zur deren Lösung eine große Koalition vorzuschlagen. Sachpolitisch hätte in der verbleibenden Restlegislaturperiode der kleinste gemeinsame Nenner regiert - auch nicht viel schlimmer als der status quo - und zum regulären Wahltermin hätten wir entscheiden können, wer - erstmalig unter den neuen Spielregeln - seine Rezepte zur Arbeitslosigkeit etc. ausprobieren darf.

Idealerweise könnte man bei der Gelegenheit auch die Landtagswahltermine bündeln um den Zustand des Dauerwahlkampf zu beenden.

Gelegenheit verpasst :cry:

Gruß Torsten

Verfasst: 31 Mai 2005 12:56
von chris76
Hab mich gerade fast bepisst vor lachen:

"Auch wenn Opposition scheiße ist: Das Regieren macht Schröder schon lange keinen Spaß mehr. Nichts als Ärger: erst Schleuser-Fischer, dann Insekten-Münte und als dritte Plage auch noch der linksbündige Amok-Oskar. Da stellt sich schon langsam die H-Frage" :lachen

Fragen über Fragen, Auszug aus: http://www.sueddeutsche.de/,tt4m2/deuts ... 697/53644/

Verfasst: 31 Mai 2005 13:08
von MöMö
DragAttack hat geschrieben:Da eigentliche Problem (IMO) ist, dass das Land mit den momentanen Spielregeln quasi unregierbar ist. Die letzten 1 1/2 Legislaturperioden sind der beste Beweis hierfür.
Die letzten Jahre Kohl waren unter anderen Vorzeichen ähnlich mit lafontains "Njet" im Bundesrat. Da tun sich beide Lager nichts. Also Stillstand seit 10 Jahren.

DragAttack hat geschrieben:Eigentlich kann niemand sagen, ob die rot/grünen Rezepte wirken. Sie sind alle im Bundesrat gescheitert bzw. im Vermittlungsausschuß verwässert worden. De facto hatte die Regierung keine Möglichkeit ihr Können zu beweisen.
S.o. Hinzu kommt diese unsägliche Klüngel-, Vettern- und Lobbyistenwirtschaft. Man muß das mal beobachten. Montags in den Morgennachrichten kommt einer mit einer Idee, die auf den ersten Blick vernünftig erscheint. Zum zweiten Frühstück greifen das z.B. die Roten auf und sagen: "Ja, aber unsozial". Das nächste "Ja, aber" kommt aus der schwarzen Ecke, weil man aus Prinzip eine andere Meinung haben muß als die Roten. Die Grünen kommen mit "Ja, aber wo bleibt die Umwelt?", worauf die Gelben mit "Ja, aber zu witschaftsfeindlich" kontern. Zum Mittagessen haben wir also die Fraktionen mit all ihren Flügeln einmal rauf und runter, also können wir uns nachmittags den Verbänden widmen. Da die Gelben als Letzte dran waren, fühlen sich die Gewerkschaften auf den Plan gerufen. "Ja, aber zu kapitalistisch und überhaupt: Der Flächentarif...". Wer kommt jatzt? Richtig, die Arbeitgeber: "Ja, aber das kostet die Wirtschaft ... blabla ... Arbeitsplätze". Zeit für die ersten Experten (Prof. Dr. in Dr. vet. Dr. phil Dr. hc. theo.) mit schlauen Allerweltssprüchen - im Fernsehen meist vor Bücherwänden gefilmt, gefolgt von sonstigen nachrangigen Interessensgruppen wie ADAC, BUND, BND und LmaA. Pünktlich um 20 Uhr wird die ganze Soße zur Tageschau serviert und das Volk damit gefüttert. Die Woche wird verdaut und ausgekotzt und am Sonntag bei Christiansen ein weiteres Mal durchgekaut. Mahlzeit.

DragAttack hat geschrieben:Die Aufgabe, die sich folglich stellt, besteht darin, die Spielregeln zu korigieren. D.h. die Bund/Länder-Kompetenzen derart zu entflechten, das eine Bundesregierung auch ohne Mehrheit im Bundesrat handlungsfähig bleibt. Das parteitaktisceh scheitern der Föderalismuskommision zeigt, das dieses nur in einer großen Koalition zu meistern ist. Anstatt also Neuwahlen zu verkünden wäre es in diesem Sinne besser gewesen (idealer Weise schon vor einem Jahr) diese grundsätzlichen Verfassungsprobleme zu Thematisieren und der Union zur deren Lösung eine große Koalition vorzuschlagen. Sachpolitisch hätte in der verbleibenden Restlegislaturperiode der kleinste gemeinsame Nenner regiert - auch nicht viel schlimmer als der status quo - und zum regulären Wahltermin hätten wir entscheiden können, wer - erstmalig unter den neuen Spielregeln - seine Rezepte zur Arbeitslosigkeit etc. ausprobieren darf.
Leider ist das gescheitert. Diese Reform ist nur mit einer großen Koalition zu schaffen, da es sicherlich auch einiger Verfassungsänderungen bedarf.

DragAttack hat geschrieben:Idealerweise könnte man bei der Gelegenheit auch die Landtagswahltermine bündeln um den Zustand des Dauerwahlkampf zu beenden.
Ja, ein halbes Jahr alle Wahlen durchführen, dann 3 Jahr in Ruhe regieren, und ein halbes Jahr Wahlkampf machen.