Falls das für jemanden interessant ist...
Da der Rest der Hausaufgabe von gestern ansteht, hab ich erstmal ein ordentliches Brett eingelegt: Agent Steel "Omega Conspiracy".
"10xDynamite-Review aus Rock Hard Ausgabe 151
Mein Gott, was haben wir alle auf diese Scheibe gewartet! Und nun liegt das Comeback der wohl besten Speed Metal-Band aller Zeiten endlich vor. Ehrlich gesagt befürchtete ich Schlimmstes, als vor einiger Zeit ein neues Demo der Stahlagenten mein Gehör erreichte. Die Geschwindigkeit fehlte fast völlig, dafür operierte man mit modernem Gitarrensound und diversen crunchigen Midtempo-Ausflügen. Erinnerungen an die megabeschissene "Re-Opening The Gates"-Kackwurst von Omen (gediegene Ausdrucksweise, alle Achtung... - Red.) und den nicht minder mißglückten ersten Jag Panzer-Reanimations-Versuch namens "Dissident Alliance" wurden wach. Doch alles halb so schlimm. Bereits in Wacken zeigten Garcia & Co., daß sie es noch immer drauf haben. Allerdings - und dies beinhaltet das große Aber - hat es das Quintett nicht geschafft, mit "Omega Conspiracy" einen würdigen "Unstoppable Force"-Nachfolger einzuspielen. Dabei stören noch nicht mal die gelegentlichen Shouts (beispielsweise in 'Fighting Backwards' oder 'Know Your Master'), und der neue Frontmann Bruce Hall ist sofort als US-Metal-Frontmann identifizierbar, auch wenn er John Cyriis natürlich zu keiner Sekunde das Mikro reichen kann. Das Problem ist einfach, daß die Songs nicht besonders zünden und selbst nach zehnmaligem Hören nicht viel mehr als anerkennendes Fußwippen hervorrufen. Das ist mehr, als die meisten Bands von sich behaupten können, aber viel zu wenig, um den alten Götterstatus zu verteidigen. Da paßt es eigentlich ins Bild, daß das Iced Earth-Rip-off 'Into The Nowhere' noch der mitreißendste Track ist. Na ja, wenigstens weiß die Band noch, wie man "Old School" buchstabiert. Ich bin dennoch etwas enttäuscht, auch wenn ich mir sicher bin, daß das Album für Neu-Fans ein echter Smasher ist. Deshalb auch "objektive" acht Punkte.
BORIS KAISER
Note 8

