Wundert sich da noch jemand, dass die "Volks"parteien nur noch bei 30% rumdümpeln?Auch der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag Kauder sah die Unionsforderung bestätigt, Arbeitslose durch mehr Anreize wieder zur Arbeit zu drängen. Kauder sprach von einer vernachlässigten Folge der Massenarbeitslosigkeit. Es gebe „in Teilen der Gesellschaft bereits Verwahrlosung“. Den Begriff “Unterschicht“ lehnte er ebenso ab wie die SPD, da er zu sehr stigmatisiere. Statt von einer Unterschicht spreche er lieber von Menschen mit sozialen und Integrationsproblemen.
Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) sagte: „Es gibt keine Schichten in Deutschland“, nur Menschen, die es schwerer als andere hätten.
Die klassenlose Gesellschaft ;)
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FAZ-Artikel
Dazu gehören Kauder und Münte sicherlich auch.vb_man hat geschrieben:Der Begriff "Unterschicht" wird imho gerne von denjenigen bemüht, die auf gar keinen Fall der Unterschicht angehören möchten.
Aber hier geht´s eher um das typische Politikerverhalten: indem man das "böse" Wort vermeidet, versucht man das Problem zu leugnen.
"Schichten" ist ja nur ein weicheres Wort für "Klassen". Wir leben in einer Klassengesellschaft, das war nie anders. Witzig ist nur, dass sich fast niemand mehr einer Klasse zugehörig fühlt.
Was ist, wenn sich das ändert?
Typischer Fall von Verdrängung! (frei nach "Findet Nemo!"wehaka hat geschrieben: indem man das "böse" Wort vermeidet, versucht man das Problem zu leugnen.
Das ist genau das Problem. Es geht nicht mehr um Inhalte, sondern um Phrasen, Darstellungen, "Schwarzer Peter zuschieben" etc.! Wie soll das was vorwärts gehen, wenn man die Probleme nicht einfach mal am Schopf packt und löst?
Sind wir nicht alle ein bisschen.....EMU!?
Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Mit Verlaub, der Kauder ist einfach nur ein W******. Nicht mehr und nicht weniger.Statt von einer Unterschicht spreche er lieber von Menschen mit sozialen und Integrationsproblemen.
Nach wie vor wünschte ich mir, die sogenannten sozialen Problemfälle würden denen mal richtig auf die Pelle rücken. Aber die Lethargie ist einfach zu groß...
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Abba echtvb_man hat geschrieben:Mein Vorschlag für das Umwort des Jahres 2006 ist Prekariat
Es endet immer gleich.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Wenn diejenigen, die zunehmend am Rand der Gesellschaft leben, aus ihrer Lethargie erwachen, dann werden sie sich erstmal um die Verbesserung der eigenen Situation und nicht primär um die Verbesserung der Gesellschaft kümmern.drullse hat geschrieben:Mit Verlaub, der Kauder ist einfach nur ein W******. Nicht mehr und nicht weniger.Statt von einer Unterschicht spreche er lieber von Menschen mit sozialen und Integrationsproblemen.
Nach wie vor wünschte ich mir, die sogenannten sozialen Problemfälle würden denen mal richtig auf die Pelle rücken. Aber die Lethargie ist einfach zu groß...
Leider haben wir ein System, daß durch Geldzahlung ohne Gegenleistung jede Eigeninitiative blockiert. Nein, ich will jetzt nicht daß die Arbeitslosen mit der Zahnbürste die Marktplätze schrubben sollen. Nur müssen Anreize zur Eigeninitiative her. Wer sich als arbeitsloser eine Ausbildungsstelle sucht um seine Chancen zu verbessern verliert sein Recht auf Arbeitslosengeld. Ähnlich mit Zuverdiensten. Das exclusive entweder Arbeitslosengeld oder was Anderes halte ich für grundlegend falsch.
Die Alternative wäre mehr staatliche Bevormundung, aber das will ja eigentlich keiner.
P.S. was mich am meisten ankotzt ist, daß jetzt quer duch die politische Landschaft mit Debatten über Begriffe vom eigentlichen Problem abgelenkt wird.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Das sollen sie dann aber bitte bei denen machen, die dafür die Verantwortung tragen. Nur passiert das nicht.Linus hat geschrieben:Wenn diejenigen, die zunehmend am Rand der Gesellschaft leben, aus ihrer Lethargie erwachen, dann werden sie sich erstmal um die Verbesserung der eigenen Situation und nicht primär um die Verbesserung der Gesellschaft kümmern.
Leider haben wir ein System, daß durch Geldzahlung ohne Gegenleistung jede Eigeninitiative blockiert. Nein, ich will jetzt nicht daß die Arbeitslosen mit der Zahnbürste die Marktplätze schrubben sollen. Nur müssen Anreize zur Eigeninitiative her. Wer sich als arbeitsloser eine Ausbildungsstelle sucht um seine Chancen zu verbessern verliert sein Recht auf Arbeitslosengeld. Ähnlich mit Zuverdiensten. Das exclusive entweder Arbeitslosengeld oder was Anderes halte ich für grundlegend falsch.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Was ist daran neu?Linus hat geschrieben:P.S. was mich am meisten ankotzt ist, daß jetzt quer duch die politische Landschaft mit Debatten über Begriffe vom eigentlichen Problem abgelenkt wird.
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In der SZ war am WE eine einseitige Anzeige von irgendsoeiner Initiative, in der lang und breit erklärt wurde, was man mit den Arbeitslosen machen könnte.
Hat das jemand von Euch auch gelesen ??
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aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Nichts, aber ankotzen tut es mich trotzdem.drullse hat geschrieben:Was ist daran neu?Linus hat geschrieben:P.S. was mich am meisten ankotzt ist, daß jetzt quer duch die politische Landschaft mit Debatten über Begriffe vom eigentlichen Problem abgelenkt wird.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Das verstehe ich jetzt nicht ...drullse hat geschrieben:Das sollen sie dann aber bitte bei denen machen, die dafür die Verantwortung tragen. Nur passiert das nicht.Linus hat geschrieben:Wenn diejenigen, die zunehmend am Rand der Gesellschaft leben, aus ihrer Lethargie erwachen, dann werden sie sich erstmal um die Verbesserung der eigenen Situation und nicht primär um die Verbesserung der Gesellschaft kümmern.
Na gut, ich sollte mich einfacher ausdrücken. Eigeninitiative, die eigene Situation zu verbessern, gehört gefördert. Heute wird sie aber eher bestraft.drullse hat geschrieben:Leider haben wir ein System, daß durch Geldzahlung ohne Gegenleistung jede Eigeninitiative blockiert. Nein, ich will jetzt nicht daß die Arbeitslosen mit der Zahnbürste die Marktplätze schrubben sollen. Nur müssen Anreize zur Eigeninitiative her. Wer sich als arbeitsloser eine Ausbildungsstelle sucht um seine Chancen zu verbessern verliert sein Recht auf Arbeitslosengeld. Ähnlich mit Zuverdiensten. Das exclusive entweder Arbeitslosengeld oder was Anderes halte ich für grundlegend falsch.
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Re: Die klassenlose Gesellschaft ;)
Das Hauptproblem das ich sehe ist, das die Politiker noch immer an der Lüge festhalten, es könne jemanls wieder sowas wie vollbeschäftigung geben. Dadurch werden Arbeitslose, die Null Chance haben jemals wieder eine Arbeit zu bekommen, daran gehindert, innerhalb der Arbeitslosigkeit sich einen Lebenssinn zu suchen.Linus hat geschrieben:Na gut, ich sollte mich einfacher ausdrücken. Eigeninitiative, die eigene Situation zu verbessern, gehört gefördert. Heute wird sie aber eher bestraft.
Das Problem der Arbeitslosigkeit ist doch hauptsächlich, das wir in einer geselschaft leben, in der der Wert eines Menschen weitgehend an seiner beruflichen Produktivität gemessen wird. IMO wäre viel gewonnen, wenn es gelinge diese Koppelung zu durchschlagen und den Arbeitslosen ermunterte, sich andere sinnvolle Lebensinhalte zu suchen.
Gruß Torsten
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