Was sollte passieren? Wie wäre sauberer Radsport möglich?
Moderator: Moderator
- Rhoihesse
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Was sollte passieren? Wie wäre sauberer Radsport möglich?
Die Größte Macht was zu bewegen hätten wohl Medien/Fans.
Sofortmaßnahmen: ARD/ZDF übertragen ab sofort auf unbestimmte Zeit keine Radrennen mehr. Der ZDF Indendant hat ja richtig gesagt, so lange sie die Rechte an Rennen haben, haben sie auch die Macht. Nur bringt das nichts solange sie nicht eingesetzt wird um was zu erreichen, alleine die Androhung die Tour nicht zu übertragen sollte schon mal was bewegen.
Was ich auch sehr wichtig fände: Bei Doping-Fällen wird absofort nicht mehr in den Medien genannt für welches Team die Fahrer unterwegs waren. Any Press is good Press. Und das Phonak-Firmen Management lacht sich ins Fäustchen, weil ihre Firma auch durch die Doping Skandale viel bekannter geworden ist. Ich zweifle auch sehr dass T-Mobile in der öffentlichen Wahrnehmung schlechter als vorher darsteht.
Nur selbst wenn man Druck auf den Radsport macht. Für was wäre zu kämpfen. Wie wäre ein "sauberer" Sport zu gewährleisten? Was sollte sinnvollerweise getan werden.
Ich glaube keiner aus den einschlägigen Foren hat ein Interesse den Radsport abzuschaffen, dafür gucken wir doch alle zu gerne TdF oder interessieren uns für die Hawaii Plazierungen der Pros.
Sofortmaßnahmen: ARD/ZDF übertragen ab sofort auf unbestimmte Zeit keine Radrennen mehr. Der ZDF Indendant hat ja richtig gesagt, so lange sie die Rechte an Rennen haben, haben sie auch die Macht. Nur bringt das nichts solange sie nicht eingesetzt wird um was zu erreichen, alleine die Androhung die Tour nicht zu übertragen sollte schon mal was bewegen.
Was ich auch sehr wichtig fände: Bei Doping-Fällen wird absofort nicht mehr in den Medien genannt für welches Team die Fahrer unterwegs waren. Any Press is good Press. Und das Phonak-Firmen Management lacht sich ins Fäustchen, weil ihre Firma auch durch die Doping Skandale viel bekannter geworden ist. Ich zweifle auch sehr dass T-Mobile in der öffentlichen Wahrnehmung schlechter als vorher darsteht.
Nur selbst wenn man Druck auf den Radsport macht. Für was wäre zu kämpfen. Wie wäre ein "sauberer" Sport zu gewährleisten? Was sollte sinnvollerweise getan werden.
Ich glaube keiner aus den einschlägigen Foren hat ein Interesse den Radsport abzuschaffen, dafür gucken wir doch alle zu gerne TdF oder interessieren uns für die Hawaii Plazierungen der Pros.
WTFWCWIIFM?
- meggele
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Re: Was sollte passieren? Wie wäre sauberer Radsport möglich
Klar! Sport macht Spaß und zugucken hat echt was.Rhoihesse hat geschrieben:Ich glaube keiner aus den einschlägigen Foren hat ein Interesse den Radsport abzuschaffen, dafür gucken wir doch alle zu gerne TdF oder interessieren uns für die Hawaii Plazierungen der Pros.
Das einzige, was mir einfält - auch wenn es irgendwie nicht wirklich umsetzbar klingt - ist: auch verlieren muss sich lohnen. "Lieber tot als zweiter" als Überspitzung allen Leistungssports geht einfach nicht.
Aber wie das zu erreichen ist? Ich weiß es nicht. Staatsverträge für Pros und Verbot von Werbung? Wirkt irgendwie lächerlich. Verbot von Profisport? Erstens dopen dann die Amateure genauso und zweitens kriegen die de-facto-Pros dann Scheinverträge und sporteln dennoch den ganzen Tag durch die Gegend.
Sinnvoll erscheint mir vor allem, eben keine Amnestie auszusprechen und die Strukturen, die in den Systemen existieren, aus dem Sport zu entfernen. Bei aller größtmöglicher Aufbietung guters Absichten: die Geständnisse von Aldag und Riis klingen nicht nach mehr als nach "weiter so".
Es endet immer gleich.
- Bein-Godik
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Das halte ich auch am wahrscheinlichstenBein-Godik hat geschrieben:Leute, es wird genau gar nichts passieren.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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Denke ich auch - und mir fällt überhaupt keine Lösungsmögichkeit ein.keko hat geschrieben:Das halte ich auch am wahrscheinlichstenBein-Godik hat geschrieben:Leute, es wird genau gar nichts passieren.
Es geht weiter so - bei der nächstenTdf ist das Zuschauerinteresse vielleicht etwas niedriger, aber das gibt sich wieder, sobald ein Fothen oder sonst wer vorne mitfährt.
Im Winter werden dann die Biathleten bejubelt, die sauber den gesamten Ostblock in Grund und Boden laufen.
Ich schaue schon viel weniger Sport als früher und werde es wohl weiter einschränken - mein kleiner, nichts nützender Beitrag im verlorenen Kampf gegen Doping.
- kampftreter
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Genauso ist das bei mir auch es interessiert mich einfach nicht mehr,kletti hat geschrieben: Ich schaue schon viel weniger Sport als früher und werde es wohl weiter einschränken - mein kleiner, nichts nützender Beitrag im verlorenen Kampf gegen Doping.
weder TDF,noch Hawaii egal ob Stadler oder ein Faris
(letztes Jahr schön im Urlaub ....da musst ich mich im allerbesten Forum erstmal Informieren wer gewonnen hat.....)
mich interessiert nur noch Meyer,Müller, Kuntze seh lieber bei nem Dorfrennen zu (wobei
Als die Geduld verteilt wurde...stand ich hupend im Stau....
Biathlon/Langlauf ging im letzten Winter fast völlig an mir vorbei, ebenso die TdF 2006. Ich glaube, ich bin einfach ent-täuscht - im positiven wörtlichen Sinnekletti hat geschrieben: Ich schaue schon viel weniger Sport als früher und werde es wohl weiter einschränken - mein kleiner, nichts nützender Beitrag im verlorenen Kampf gegen Doping.
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- kaiseravb
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So ist es wohl.Bein-Godik hat geschrieben:Leute, es wird genau gar nichts passieren. Ich hab mich heute mit nem Kumpel unterhalten, der schon 10k KM in einem Jahr hatte und es ist ihm gerade scheissegal. Und genauso ist es der Mehrheit der Bevölkerung, die schon 50 km am Stück für ne Leistung hält, egal. Brot und Spiele.
An dieser Stelle ein Zitat eines etwas älteren Kollegen, der seit langer Zeit Laufsport betreibt, als ich im vorigen Jahr mein Entsetzen über den dicken Jürgen zum Ausdruck brachte, und zwar ohne nachzdenken in völlig selbverständlichem Ton:
"Ahaaajaaaa, wennsd bei de groooose voorne was reiiise willsch,..."
Er mag damit zwar leider recht haben, aber solange beim Amateur-Publikum so wenig Unrechtsbewustsein herrscht, tut sich da genau nix.
"Das geht schon" bedeutet:
a) irgendwas ist gleich kaputt
b) irgendwer ist gleich mittel- bis schwer verletzt
a) irgendwas ist gleich kaputt
b) irgendwer ist gleich mittel- bis schwer verletzt
Ich war letzten Winter auf einer Lesung von Udo Bölts im Nachbarort.
Was mich heute noch im Grunde beeindruckt ist, wie glaubwürdig und überzeugend er sich gegen Doping ausgesprochen hat, Ulle als einen Sportler bezeichnet hat, der zumindest in seinen frühen Jahren überhaupt kein Doping nötig gehabt habe und er vermute, daß nur Druck von außen ihn evtl. in späteren Jahren zum Doping getrieben habe.
Udo ist (oder besser jetzt: war) in der Pfalz bei uns eine absolute Ikone.
Ich gebe zu: in diesem Augenblick habe ich ihm geglaubt (obwohl ich es hätte besser wissen können).
Was mich heute noch im Grunde beeindruckt ist, wie glaubwürdig und überzeugend er sich gegen Doping ausgesprochen hat, Ulle als einen Sportler bezeichnet hat, der zumindest in seinen frühen Jahren überhaupt kein Doping nötig gehabt habe und er vermute, daß nur Druck von außen ihn evtl. in späteren Jahren zum Doping getrieben habe.
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Ich gebe zu: in diesem Augenblick habe ich ihm geglaubt (obwohl ich es hätte besser wissen können).
Re: Was sollte passieren? Wie wäre sauberer Radsport möglich
leider nix, mehr fällt mir nicht mehr ein.

- Linus
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Wie sauberer Radsport möglich wäre?
Gar nicht. Genau wie jede andere saubee Sportart nicht möglich ist. Es wird immer genügend Sportler geben, die bereit sind zu dopen.
Doping hat immer einen Vorsprung vor den Tests - Erst die Mittelchen, dann die Tests, und vor allem: Dopingbekämpfung kostet Geld und bringt nichts (finanziell); dopen bringt den Hintermännern Geld und den Sportlern finanzielle Vorteile - von dem sie gerne einen Teil in Doping anlegen.
Wie das zu verhindern wäre - Sport verstaatlichen; alle Vereine und Verbände unterliegen bzgl. ihrer Finanzen staatlicher Kontrolle, Gewinne gehen 1:1 an den Staat, und die Sportler können nur noch die Ehre gewinnen. Und selbst dann werden einige Ehrgeizlinge der Versuchung nicht widerstehen; gleichwohl wird der Markt kleiner und das Geschäft für die Hintermänner weniger interessant. Aber das müsste dann wirklich im internationalen Maßstab laufen, und das ist sowieso noch unrealistischer als im nationalen Maßstab.
Gar nicht. Genau wie jede andere saubee Sportart nicht möglich ist. Es wird immer genügend Sportler geben, die bereit sind zu dopen.
Doping hat immer einen Vorsprung vor den Tests - Erst die Mittelchen, dann die Tests, und vor allem: Dopingbekämpfung kostet Geld und bringt nichts (finanziell); dopen bringt den Hintermännern Geld und den Sportlern finanzielle Vorteile - von dem sie gerne einen Teil in Doping anlegen.
Wie das zu verhindern wäre - Sport verstaatlichen; alle Vereine und Verbände unterliegen bzgl. ihrer Finanzen staatlicher Kontrolle, Gewinne gehen 1:1 an den Staat, und die Sportler können nur noch die Ehre gewinnen. Und selbst dann werden einige Ehrgeizlinge der Versuchung nicht widerstehen; gleichwohl wird der Markt kleiner und das Geschäft für die Hintermänner weniger interessant. Aber das müsste dann wirklich im internationalen Maßstab laufen, und das ist sowieso noch unrealistischer als im nationalen Maßstab.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
- toursieger
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Gibt nur eine Möglichkeit.
Kleinlabor im Arm Implementieren, dass immer die Aktuellen Daten zur Auswertung sendet.
Bei auftretenden Schwankungen, aus dem Verkehr ziehen, Schippe in die Hand drücken und Radwege graben lassen.
Wie soll es gehen?
Die Entwicklung der Mittelchen ist einfach zu rasant um im Rahmen flächendeckend reagieren zu können.
An die Moral der Sportler zu appelieren, da brauch ich erst garnicht mit anfangen.
Für mich ist das Thema Profisport einfach abgehakt.
Ich werde mir anschauen was ihr in Kraichgau und FFM so leistet.
Das bei euch der Eine oder Andere darunter ist, der mit Nutella, Schoki, Buttermilch oder Weizenbier versucht die letzten Reserven locker zu machen, ist noch zu verschmerzen.
Kleinlabor im Arm Implementieren, dass immer die Aktuellen Daten zur Auswertung sendet.
Bei auftretenden Schwankungen, aus dem Verkehr ziehen, Schippe in die Hand drücken und Radwege graben lassen.
Wie soll es gehen?
Die Entwicklung der Mittelchen ist einfach zu rasant um im Rahmen flächendeckend reagieren zu können.
An die Moral der Sportler zu appelieren, da brauch ich erst garnicht mit anfangen.
Für mich ist das Thema Profisport einfach abgehakt.
Ich werde mir anschauen was ihr in Kraichgau und FFM so leistet.
Das bei euch der Eine oder Andere darunter ist, der mit Nutella, Schoki, Buttermilch oder Weizenbier versucht die letzten Reserven locker zu machen, ist noch zu verschmerzen.
Auch ein goldener Sattel macht einen Esel nicht zum Pferd...
Was wird passieren?
Gar nichts wird passieren!
Schaut nach Italien, da wird der Giro bejubelt als wäre nichts passiert. Der Giro "Held" da Luca beschimpft Zabel als Nestbeschmutzer, der das Maul halten soll. Dass Pantani an den Drogen zugrunde gegangen ist interessiert keine Sau. Wenn ich in die Presseschau sehe, könnte man meinen, nur in Deutschland würde gedopt. OK, wir arbeiten das Thema jetzt in deutscher Gründlichkeit auf. Aber denkt ihr im Ernst, bei der TdF wird ein Fan weniger an der Strasse stehen?
Gar nichts wird passieren!
Schaut nach Italien, da wird der Giro bejubelt als wäre nichts passiert. Der Giro "Held" da Luca beschimpft Zabel als Nestbeschmutzer, der das Maul halten soll. Dass Pantani an den Drogen zugrunde gegangen ist interessiert keine Sau. Wenn ich in die Presseschau sehe, könnte man meinen, nur in Deutschland würde gedopt. OK, wir arbeiten das Thema jetzt in deutscher Gründlichkeit auf. Aber denkt ihr im Ernst, bei der TdF wird ein Fan weniger an der Strasse stehen?
Ich versuch's mal OnT:Rhoihesse hat geschrieben:Du bist OT. Die frage ist ja, was SOLLTE passieren.
keinerlei Gelder mehr in die Förderung von Spitzensport. Sämtliche Fördermittel in den Breitensport, wer als Profi leben will, soll sich Sponsoren suchen.
Ich finde es um Längen wichtiger, dass alle Schulkinder schwimmen lernen, als dass ein paar Triathleten am Stützpunkt in Saarbrücken dafür trainieren, bei Olympia 8, 15 und 34ter zu werden.
Keine Übertragung von Sportereignissen in den öffentlichen Sendern, sollen das die privaten machen, keine GEZ-Gelder für den Sport.
Die Entwicklung läuft dann IMHO in Richtung absolute Mutantenspiele, die von privaten Sponsoren finanziert werden. Von mir aus.
Ach ja, keine Profisportler in gesetzlichen Krankenkassen. Bei Nachweis von Doping, keine Bezahlung von Therapien für Folgeschäden.
Da gibts ne ganze Menge, was man machen kann, aber es hängen viel zu viele drin (auch und grade Politiker) und verdienen Kohle daran.
Daher schließe ich mich an: das SOLLTE passieren, aber es wird nix passieren. Ich ignoriere das forthin und fertig (und hoffe, dass hier und da mal jemand großflächig auspackt...).
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!