Das Ende des Dipl. -Ing.

Der EMU-Stammtisch

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kaiseravb
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Das Ende des Dipl. -Ing.

Beitrag von kaiseravb »

Weiß nicht, wies Euch da geht, aber das ist ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. :roll:
"Das geht schon" bedeutet:
a) irgendwas ist gleich kaputt
b) irgendwer ist gleich mittel- bis schwer verletzt
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drullse
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Beitrag von drullse »

"Die Wirtschaft ihrerseits hat noch Schwierigkeiten, sich etwas unter den neuen Titeln vorzustellen. Sie neigt dazu, im Zweifel den alten Diplomen den Vorzug zu geben."

Schön wär's...
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
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meggele
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Beitrag von meggele »

Yo, kompletter Polit-Bullshit. Dieses Original-Abkommen für Bachelor und Master ist ein Witz. Bachelor der Medizin, alle Achtung :chris76 Kaum gibt's in Deutschland mal was gutes, wird's in die Tonne getreten zugunsten der Länder, die es dank unterirdischer Gesamtschulen nicht schaffen, ihre Absolvente für reale Unis fit zu machen.


:kuebeln
Es endet immer gleich.
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Linus
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Beitrag von Linus »

drullse hat geschrieben:"Die Wirtschaft ihrerseits hat noch Schwierigkeiten, sich etwas unter den neuen Titeln vorzustellen. Sie neigt dazu, im Zweifel den alten Diplomen den Vorzug zu geben."

Schön wär's...
Tja, wenn ich die Anzahl der Headhunter-Anrufe werte (seit die mich in F-reich ausfindig gemacht haben...), dann würde ich jetzt ziemlich überheblich werden wenn ich das nicht auf meine Diplome beziehen würde...
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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drullse
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Beitrag von drullse »

Linus hat geschrieben:Tja, wenn ich die Anzahl der Headhunter-Anrufe werte (seit die mich in F-reich ausfindig gemacht haben...), dann würde ich jetzt ziemlich überheblich werden wenn ich das nicht auf meine Diplome beziehen würde...
Dann würde ich an Deiner Stelle überheblich werden, denn der Headhunter, der danach geht muss ziemliche dämlich sein.

Den interessieren nicht Deine Abschlüsse sondern die Qualität Deiner Arbeit.
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Anja
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Beitrag von Anja »

Den Dipl. Soz.päd. haben sie ja auch abgeschäfft. Dämlicher Bachelor tuts doch auch.

Anja
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ScuBac
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Beitrag von ScuBac »

Versperrt Euch nicht dem Wandel - der Nutzen zeigt sich manchmal erst spät...

Auch diejenigen, welche 1899 das humanistische Bildungsideal vertreten haben wurden eines Besseren belehrt und heute werden sie - auch von Euch - müde belächelt.

Stellt Euch nicht auf die Seite derer, die in hundert Jahren ausgelacht werden ;)
Man muss nicht immer mit dem Strom schwimmen,
auch nicht gegen ihn.
Manchmal ist es besser am Rand entlangzulaufen,
und den blöden Fischen zu zeigen, dass man gehen kann!
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Linus
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Beitrag von Linus »

drullse hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Tja, wenn ich die Anzahl der Headhunter-Anrufe werte (seit die mich in F-reich ausfindig gemacht haben...), dann würde ich jetzt ziemlich überheblich werden wenn ich das nicht auf meine Diplome beziehen würde...
Dann würde ich an Deiner Stelle überheblich werden, denn der Headhunter, der danach geht muss ziemliche dämlich sein.

Den interessieren nicht Deine Abschlüsse sondern die Qualität Deiner Arbeit.
Ich glaube, die sind oft gar nicht so professionell wie sie scheinen. Ist aber mehr so ein Bauchgefühl - wenn die mir was von meiner Arbeit erzählen wollen was die gar nicht wissen können -"na, Ihr Chef ist aber auch nicht immer eine Unterstützung"- dann rutschen die bei mir schnell in die Schaumschläger-Schublade und heben bestimmt nicht mein Selbstwertgefühl Aber das wird jetzt langsam off topic.
Ich kann Leute, die mich ernst nehmen, einfach nicht ernst nehmen,
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keko
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Re: Das Ende des Dipl. -Ing.

Beitrag von keko »

Die Welt wächst halt zusammen, der Markt für Arbeitskräfte ist international.

Als ich vor über 10 Jahren in den USA gejobbt habe, konnte sich keiner unter Dipl.-Irgendwas was vorstellen. Noch unangehmer fand ich die Tatsache, dass die Amerikaner ca. 6 Jahre früher einen Abschluß haben und letztendlich die wichtigen Sachen ebenso wissen, wie ein Deutscher.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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Anja
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Beitrag von Anja »

ScuBac hat geschrieben:Versperrt Euch nicht dem Wandel - der Nutzen zeigt sich manchmal erst spät...
Wo ist der Nutzen eines Bachelors? Kürzere Ausbildungszeit = weniger Wissen. Ich fand, daß 8 Semester bis zum Diplom noch nicht mal ausreichend waren um auf alle Dinge vorbereitet zu sein. Aber immerhin bildete es eine Grundlage.

Jetzt kommen diese halben Studiengänge, mit entsprechend weniger Wissen - sind entsprechend weniger Geld wert und machen den sozialen Markt (und ich vermute, daß ist in anderen Bereichen genauso, mit meinem Sektor bin ich jedoch vertrauter) kaputt. Den Bachelor kriegt man doch sicher schon für 1500 € im Monat. Warum sollte man dann einem Sozpäd 1800 € zahlen?

Letztendlich fürchte ich, daß - bei aller Qualität, die ein Diplom mit sich bringt - Qualität langfristig nichts zählen wird, sondern nur niedrige Kosten und oberflächliche Titel.

Ich finde es unglaublich ein gutes Bildungssystem zum Wohl der Globalisierung auszuschlachten und zu verramschen. Aufstrebende Länder orientieren sich am Bildungssystem hier - und wir orientieren uns dann doch lieber an Amerika... einem Land, das sich auf die Bekämpfung des internationalen Terrors eingeschossen hat, um die Bevölkerung von den innen- und sozialpolitischen Problemen abzulenken.

Anja
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25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
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keko
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Beitrag von keko »

Anja hat geschrieben: Ich finde es unglaublich ein gutes Bildungssystem zum Wohl der Globalisierung auszuschlachten und zu verramschen. Aufstrebende Länder orientieren sich am Bildungssystem hier - und wir orientieren uns dann doch lieber an Amerika... einem Land, das sich auf die Bekämpfung des internationalen Terrors eingeschossen hat, um die Bevölkerung von den innen- und sozialpolitischen Problemen abzulenken.
Anja
Für Allgemeinbildung und Softskills ist es beim Studium eh schon zu spät. Letztendlich geht es darum, "Scheine" zu machen.

Zudem ändert sich gerade in technischen Fächern das Wissen so schnell, dass es doch gar keinen Sinn macht, alles und jedes studieren zu wollen.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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MöMö
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Beitrag von MöMö »

Anja hat geschrieben:Wo ist der Nutzen eines Bachelors? Kürzere Ausbildungszeit = weniger Wissen. Ich fand, daß 8 Semester bis zum Diplom noch nicht mal ausreichend waren um auf alle Dinge vorbereitet zu sein. Aber immerhin bildete es eine Grundlage.
Ich halte es für illusorisch, daß eine Ausbildung auf alles vorbereiten kann. Manches lernt man erst in der Praxis. Umgekehrt ist es sicher so, daß viel Ballast in den Lehr- und Studienplänen liegt.
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meggele
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Beitrag von meggele »

Anja hat geschrieben:Wo ist der Nutzen eines Bachelors?
Na in der krassen Vergleichbarkeit!
Es endet immer gleich.
MöMö
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Beitrag von MöMö »

Anja hat geschrieben:Letztendlich fürchte ich, daß - bei aller Qualität, die ein Diplom mit sich bringt - Qualität langfristig nichts zählen wird, sondern nur niedrige Kosten und oberflächliche Titel.
Was machst Du mit den Geisteswissenschaftlern, die ohne Titel die Uni verlassen? Germanisten mit Nebenfächern Kunstgeschichte und Politik?

IMHO ist der Bachelor ein Vordiplom, mit dem man auch was anfangen kann. Ein Master ist dann was Gescheites.

Kostendrückerei erlebt man auch so, aber wer gut ist, den läßt man auch nicht gehen.
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Anja
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Beitrag von Anja »

Mein Opa hatte damals noch 7 Schuljahre, machte danach eine Ausbildung und arbeitete sein Leben lang im Handwerk.

Mit 13 Jahren stand er also dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Lesen, Schreiben und Rechnen und was sonst noch so dazu gehörte hat er alles gelernt.

Ich war 10 Jahre bis zu meinem ersten Schulabschluß in der Schule. Ich hab sicher mehr gelernt als mein Opa rund 55 Jahre früher - und ich bin dankbar darüber. Das was ich in der Schulzeit nicht gelernt hätte, hätte ich sicher nicht einfach so gelernt.

Gleiches Thema Studium. Sicher gab es da Inhalte, die wichtiger oder unwichtiger waren. Letztendlich legten diese ganzen Dinge jedoch eine Grundlage für Sachen, die ich später brauchte. Nach einigen Jahren Abstand erkennt man auch in Studieninhalten, die man damals als pflichtgemäß absolviert hat auch ihren Nutzen. Jedoch ist es immerhin wie ein vorbereitetes Beet, das man nur noch bestellen muß.

Die Firmen wollen doch immer Leute mit Erfahrung, mit Vorkenntnissen und möglichst viel Wissen. So konnte man vieles mit Wissen aus dem Studium als Unterbau nehmen und darauf die Praxis ausbauen.

Jemand der kürzer studiert hat weniger Unterbau, hat weniger theoretisches Wissen. Und geht dann in eine Firma und sagt "also davon hab ich noch nichts gehört, aber ich arbeite mich gerne ein." - Bis nächste Woche, denn der, an das Projekt gekoppelte Zeitvertrag endet ja eh schon in 4 Monaten, da bleibt nicht viel Zeit zur Wissensaneignung.

Es gibt sicher von allem Möglichen viel zu viel. Aber zuviel Wissen? Nein. Auch wenn das Wissen veraltet, man hat gewußt, wie es "damals" funktionierte und kann darauf aufbauen und alte Probleme lösen.

Wieviele heute ausgebildete Kfz-Mechantroniker können noch einen Oldtimer reparieren? Keiner, der nicht einen Meister hatte, der ihm das beibringt, weil er es selbst kann, denn heute wird doch nur noch Elektronik gelehrt.

Wir schmeißen das Wissen der Alten über Bord. Wir sind chic, modern, international - Hauptsache ich kann meinen Titel mit den Titeln aller Menschen dieser Welt vergleichen. Was dahinter steht ist doch egal, hauptsache eine tolle Fassade.

Für mich ist das nicht mal alter Wein in neuen Schläuchen - es ist unausgegorener Wein in neuen Schläuchen.

Es wird Länder geben, die schlau genug sind ein anderes System zu fahren und dann irgendwann ihre Fachkräfte hier her schicken oder grinsend zuschauen, wie sich die westliche Hemisphäre kaputt macht.

Anja
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25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth
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