eine ernste Frage

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innez
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eine ernste Frage

Beitrag von innez »

irgendwo zwischen T-O-T und Technikecke müsste sie reinpassen, meine ERNSTE FRAGE (hat aber rein gar nix mit Sport zu tun), und Thilo hat mich drauf gebracht mit seiner Schweizer-Käse-Frage

Wir wohnen in einem sehr alten Haus (BJ 1909), und sanieren uns seit 14 Jahren daran dumm und dusslich. Vor ca. 6 Jahren haben wir einen Anbau ransetzen lassen mit obendrauf Balkon, der zur Hälfte der Eingangsbereich und zur anderen Hälfte das Arbeitszimmer ist.

Nun sackt der Anbau ab.

D.h. er steht oben schon über einen Zentimeter von der alten Hauswand weg. Bisher mussten wir je nach Witterung / Jahreszeit immer mal wieder die Bänder der Haustür nachjustieren, weil sich das Schloss sonst kaum mehr bewegen ließ. Nun ist der Anschlag erreicht. D.h. demnächst wird wohl einem von uns der Schlüssel im Schloss abbrechen, weil sichs nicht mehr drehen lässt.

Mein Mann war von Anfang an misstrauisch, ob ein 80er Fundament bei dem Untergrund reichen würde, aber hier waren ja "Spezialisten" am Werk, mit Bauingenieur, Bauantrag, Ausschreibung, allem pipapo (da war nicht nur der Anbau, sondern auch komplette Dachsanierung und Außenwanddämmung dabei)

Nun hat mein Mann selber mal bis 2 Meter tief gegraben, um sich die Schichten anzugucken (wir wohnen hier direkt auf einer Torflinse und in einem früheren Urstromtal). Und was er da entdeckte, hat ihn zutiefst erschrocken und ratlos gemacht. Etwa in 1,80 m Tiefe hat er sowas wie "Treibsand" ausgemacht, soll heißen, das Grundwasser steht da nicht einfach so rum, sondern es schießt regelrecht Sand quer, in Massen. Eine Seite des Grundstücks ist dann auch der Königsgraben, wo alles hindrängt, das Grundstück "wandert" seit Jahren in diesen Graben.

Und nun die Fragen:

Wer kann uns in so einem Fall helfen? Wer kann vernünftig Rat geben?

Das Bauunternehmen von damals ist raus aus der Gewährleistung.
Zuerst hatten wir die Hoffnung, mit einem 2m tiefen Fundament und jeder Menge Beton das weitere Absacken des Anbaus verhindern zu können. Aber nach der Grabung und dem wegfließenden Sand haben wir da Bedenken.

Tiefbau-Firma?

bin dankbar für jeden Rat, der uns weiterhilft. Zumindest wenn wir wissen, wen wir ansprechen können.
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Realdedo
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von Realdedo »

Klingt ja nicht so rosig :(

Erfahrung hab ich keine und Tips dementsprechend auch nicht :(
Aber vielleicht kann Drullse mit ´nem THW Kranlaster den Anbau anheben und unten ein paar seiner Fahrrad-Pkw-Kollisionsopfer unterfüttern?
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Anja
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von Anja »

Klingt ja alles andere als toll. Was sagt da ein Statiker dazu?
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innez
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von innez »

tja, der Statiker hatte damals immerhin das 80er Fundament ausgerechnet.
Das Vertrauen in diese Berufsgruppe ist somit - sagen wir mal so - suboptimal. :(
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drullse
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von drullse »

innez hat geschrieben:tja, der Statiker hatte damals immerhin das 80er Fundament ausgerechnet.
Dann sollte er haftbar sein.

Rechtsschutz? Dann los.
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la_gune
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von la_gune »

Ganz ehrlich ? Verkauft das Ding so schnell ihr könnt ! Ihr werdet in diesem Leben nicht mehr froh damit. :nono

Da Abriss und Neubau mit gescheitem Fundament aus diversen Gründen wohl eher ausfallen und alles andere nur ein Flickwerk wird, wüsste ich nicht, was man Euch sonst raten sollte. Selbst wenn ihr den Statiker oder wen auch immer haftbar machen könnt, die werden Euch höchsten auch irgendwelche Flickschustereien bezahlen.

Wenn Du magst, kann ich Dir die Tel. Nr von meinen Eltern mal schicken. Das sind beides Architekten und die kennen auch Statiker etc. Mit denen kannst Du Dich mal austauschen. Vielleicht haben die noch eine gute Idee oder wissen, an wen Du Dich wenden kannst.
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innez
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von innez »

drullse hat geschrieben:
innez hat geschrieben:tja, der Statiker hatte damals immerhin das 80er Fundament ausgerechnet.
Dann sollte er haftbar sein.
nicht nach 6 Jahren. Und er hat den Bau-Grund nicht gesehen, die Bodenbeschaffenheit. Er hat das für "ganz normalen" Boden berechnet, nicht für das Urstromtal.
Rechtsschutz? Dann los.
nein :nono die wir zum damaligen Zeitpunkt hatten, hat uns inzwischen gekündigt, und die neue tritt dafür nicht ein
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innez
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von innez »

la_gune hat geschrieben:Ganz ehrlich ? Verkauft das Ding so schnell ihr könnt ! Ihr werdet in diesem Leben nicht mehr froh damit. :nono
Das Haus verkaufen, das wir seit 14 Jahren sanieren? Ausgeschlossen. Es ist ja nur ein ANBAU. D.h. im schlimmsten Fall müssten wir DEN abreißen, das Haus wäre immer noch da und hat schon soviel Zeit und Geld verschluckt
Da Abriss und Neubau mit gescheitem Fundament aus diversen Gründen wohl eher ausfallen und alles andere nur ein Flickwerk wird, wüsste ich nicht, was man Euch sonst raten sollte. Selbst wenn ihr den Statiker oder wen auch immer haftbar machen könnt, die werden Euch höchsten auch irgendwelche Flickschustereien bezahlen.
Naja, wir hatten die Hoffnung, das weitere Absenken aufhalten zu können, und sei es durch Tonnen von Beton :oops: wollen aber auch nicht einfach draufloslegen, sondern von irgendwelchen Fachleuten richtige Hinweise. Die Menschheit ist doch zu viel größeren Dingen in der Lage, da wird es doch wohl gehen, einen kleinen Anbau (ca. 7x3 m) abzustützen. ABER WER MACHT SOWAS?
Wenn Du magst, kann ich Dir die Tel. Nr von meinen Eltern mal schicken. Das sind beides Architekten und die kennen auch Statiker etc. Mit denen kannst Du Dich mal austauschen. Vielleicht haben die noch eine gute Idee oder wissen, an wen Du Dich wenden kannst.
Das ist prima. Sehr gerne. Danke, Peter :kuss
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la_gune
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von la_gune »

Ja, OK, war etwas drastisch. Aber die aufgezählten Faktoren ließen bei mir ziemlich viel Alarmglocken schrillen...

Hast eine PN und ich drück Dir alle meine 5 Daumen, daß ihr eine Lösung findet die dann auch was taugt ! :gut
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drullse
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von drullse »

innez hat geschrieben:nicht nach 6 Jahren. Und er hat den Bau-Grund nicht gesehen, die Bodenbeschaffenheit.
Das wäre halt der Fall für den RA aber ohne die Versicherung schwierig.
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Friedrichvontelramund
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von Friedrichvontelramund »

Also: Der Tip mit dem Verkauf ist stark zu überdenken, da Ihr von dem Problem wisst. Wenn man das dann bei einem Verkauf verschweigt, nennt man das Arglist und dann wirds richtig teuer. Teilt Ihr das Problem mit, kriegt Ihr wohl kaum den erhofften Preis......

Innez, es geht jetzt um richtig Geld. Daher kann es nur einen Weg geben, ob mit oder ohne Rechtschutz: Geh zu einem FACHANWALT für Baurecht. Zumindest das erste Beratungsgespräch ist zwingend notwendig und zeigt Euch schon mal grob den Weg und die Möglichkeiten. Der muss abchecken, ob Ihr nach den 6 Jahren u.a. im Zuge des Schadensersatzes noch was machen könnt. Die Rechtsprechung ist gerade in diesem Bereich äußerst kompliziert; selbst ich würde mich da nie ranwagen sondern immer(!) einen Kollegen konsultieren, der Experte ist. Sag mir mal aus welcher Ecke Du kommst, evtl. kenn ich jemanden, den ich guten Gewissens empfehlen kann.

Erst wenn Ihr das Thema geklärt habt, könnt Ihr die nächsten Steps angehen.

Alles andere geht voll in die Hose, versprochen!

Wünsche Euch viel Erfolg
Fritz
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thilo69
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von thilo69 »

In Pisa versuchen die ein ähnliches Problem seit Jahre in Griff zu bekommen. Ich glaub, da gibt es nur eine Lösung:

Anbau abreisen und neu bauen!!!

Ob ihr dann (durch einen guten Anwalt) das Geld wieder bekommt oder nicht, sei jetzt mal dahin gestellt.

Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen! :tomtiger
Zuletzt geändert von thilo69 am 19 Nov 2010 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
Sind wir nicht alle ein bisschen.....EMU!?
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Der Elch
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von Der Elch »

thilo69 hat geschrieben:In Pisa veruschen die ein ähnliches Problem seit Jahre in Griff zu bekommen. Ich glaub, da gibt es nur eine Lösung:
Anbau aufstocken und Touris abzocken. :bigfoot
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(Dem Fritz Engelhardt seine Mutter)
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QRoo
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von QRoo »

:kuebeln
Echt übel. Hoffe für Euch das nur der Anbau betroffen ist. Würde auch def. nen. Anwalt kosultieren. KLann mir nicht vorstelln das man sich als "Mann vom Fach" einfach aus der Gewährsöeistung zurück ziehen kann. Auchnicht nach sechs Jahren. Auf jeden Fall ist es einen Versuch wert.
Viel Erfolg :daumen
dumdidum
powermanpapa
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Re: eine ernste Frage

Beitrag von powermanpapa »

ich würde mich drauf einstellen, das niemand für die Kosten zur Verantwortung gezogen werden kann
Gerichtsprozesse dazu, werden sich über viele Jahre hinziehen
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