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Flutkatastrophe in Asien

Verfasst: 29 Dez 2004 14:52
von vb_man
anstelle von Neujahrskrachern ein paar Euros für die Opfer dieses schrecklichen Unglücks

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,334521,00.html

Wir geben für soviel unnützes Zeugs Geld aus, da wird es wirklich gebraucht

Re: Flutkatastrophe in Asien

Verfasst: 04 Jan 2005 18:09
von keko
Zehntausende ersaufen, Hundertausende bleiben im Müll und deutsche Touristen jammern im Fernseh rum, weil der Hotelsafe weggeschwommen ist oder die Behandlung im Krankenhaus schlecht ist.

Dieser verdammte Zirkel von Reiseunternehmen und ein paar korrupten Fettsäcken aus diesen armen Ländern. Stopfen sich gegenseitig die Scheine in den Hintern, anstatt die Länder mit aufzubauen.

Dann wären auch nicht so viele in ihren Hütten ersoffen.

Re: Flutkatastrophe in Asien

Verfasst: 04 Jan 2005 18:28
von Ulfila
keko hat geschrieben:Zehntausende ersaufen, Hundertausende bleiben im Müll und deutsche Touristen jammern im Fernseh rum, weil der Hotelsafe weggeschwommen ist oder die Behandlung im Krankenhaus schlecht ist.

Dieser verdammte Zirkel von Reiseunternehmen und ein paar korrupten Fettsäcken aus diesen armen Ländern. Stopfen sich gegenseitig die Scheine in den Hintern, anstatt die Länder mit aufzubauen.

Dann wären auch nicht so viele in ihren Hütten ersoffen.
Naja, es war eine Naturkatastrophe, der leider Menschen im Weg standen. Hätte man in der betroffenen Region ein Frühwarnsystem installiert, dann sähe das Ganze natürlich schon anders aus. Nur hatten die betroffenen Länder leider andere Prioritäten.

Aber im Prinzip könnte auch die Nordseeküste von einem Tsunami heimgesucht werden. Ich glaube dann sähe unserer Katastrophenschutz aber auch alt aus.

Dass in den bzw. manchen Medien die "eigenen" also deutschen Opfer zu betont hervorgehoben werden, finde ich allerdings auch fragwürdig. Klar ist es für jede deutsche Familie, die Opfer zu beklagen hat, eine Tragödie, aber manchmal hat man den Eindrück, es gäbe zwei Opferklassen: einmal jene anonymen zehntausende Einheimische und dann die armen Touristen, die es ausgerechnet im Urlaub erwischen musste.

Ich war auch erstaunt, was für grausame Bilder im Fernsehen gezeigt wurden. Klar, das ist die Realität, aber die kann man auch in Worte fassen. Und verstehen oder erfassen kann das Drama von hier aus in keinem Fall.

Re: Flutkatastrophe in Asien

Verfasst: 04 Jan 2005 19:19
von wehaka
Ulfila hat geschrieben:Dass in den bzw. manchen Medien die "eigenen" also deutschen Opfer zu betont hervorgehoben werden, finde ich allerdings auch fragwürdig. Klar ist es für jede deutsche Familie, die Opfer zu beklagen hat, eine Tragödie, aber manchmal hat man den Eindrück, es gäbe zwei Opferklassen: einmal jene anonymen zehntausende Einheimische und dann die armen Touristen, die es ausgerechnet im Urlaub erwischen musste.
Es gibt 2 Opferklassen. Touristen kommen in die Krankenhäuser, Einheimische dürfen draußen schlafen. (http://www.3athlon.info/showpost.php?p= ... tcount=151)

Dass die deutschen Opfer in den Nachrichten besonders hervorgehoben werden, stört mich eigentlich nicht. Im Saarländischen Rundfunk wird nach den Deutschen dann auch noch auf die Saarländer eingegangen... Jeder Stamm zählt zuerst die eigenen Toten. Ist archaisch, aber menschlich und verständlich. Finde ich jedenfalls.
Und bedeutet nicht, dass der eine Tote mehr wert war als der andere.

Re: Flutkatastrophe in Asien

Verfasst: 04 Jan 2005 23:22
von keko
wehaka hat geschrieben:Es gibt 2 Opferklassen. Touristen kommen in die Krankenhäuser, Einheimische dürfen draußen schlafen. (http://www.3athlon.info/showpost.php?p= ... tcount=151)

Dass die deutschen Opfer in den Nachrichten besonders hervorgehoben werden, stört mich eigentlich nicht. Im Saarländischen Rundfunk wird nach den Deutschen dann auch noch auf die Saarländer eingegangen... Jeder Stamm zählt zuerst die eigenen Toten. Ist archaisch, aber menschlich und verständlich. Finde ich jedenfalls.
Und bedeutet nicht, dass der eine Tote mehr wert war als der andere.
Meine Frau kommt ursprünglich aus dem wohl ärmsten Land der westlichen Welt. Gespendet dorthin hat sie noch nie was -- weder sie noch ihre ausgewanderte Familie. Päckchen und Briefe fangen schon die Postboten ab, Geldüberweisungen etc. gehen in die Taschen korrupter Bonzen. Einzig wenn mal jemand zu Besuch hinfliegt geben wir direkt was mit. Das kommt dann auch an.

Verfasst: 04 Jan 2005 23:47
von Stefan
IMHO ist das "Glück" der betroffenen Länder, daß dort während der Katastrophe Touristen waren.

Stefan

Verfasst: 05 Jan 2005 00:14
von Tri
was ich ziemlich krank finde, dass einige Touristen ihren Urlaub dort fortsetzen, obwohl die Umgebung zerstört ist und das Hotelpersonal
entweder selbst tod/verletzt, oder solche Familienmitglieder hat.

Verfasst: 05 Jan 2005 00:22
von chris76
Tri hat geschrieben:was ich ziemlich krank finde, dass einige Touristen ihren Urlaub dort fortsetzen, obwohl die Umgebung zerstört ist und das Hotelpersonal
entweder selbst tod/verletzt, oder solche Familienmitglieder hat.
:ironie
Es gibt halt welche die es toll finden in Choleragefährdete Gebiete mit Verwesungsgeruch Urlaub zu machen. :roll:

Verfasst: 05 Jan 2005 00:25
von think-or-thwim
Tri hat geschrieben:was ich ziemlich krank finde, dass einige Touristen ihren Urlaub dort fortsetzen, obwohl die Umgebung zerstört ist und das Hotelpersonal
entweder selbst tod/verletzt, oder solche Familienmitglieder hat.
Hört sich arg nach kranker Sensationsgeilheit an. Das sind bestimmt dieselben, die auf der Autobahn bei Unfällen alles blockieren, um in Ruhe zu GAFFEN! :mad:

Verfasst: 05 Jan 2005 00:49
von Tri
und sowas wird auch noch von der Thailändischen Regierung gefördert, um Normalität zu signalisieren und somit Touristen anzulocken.

Verfasst: 05 Jan 2005 06:12
von Newbie
naja - in die unmittelbar betroffenen Gebiete würde ich auch nicht reisen, aber an einen der unbetroffenen Strände.. warum nicht? die Wirtschaft muss wieder unterstützt werden und das kann man durch Spenden oder eben - durch Urlaubstage dort!

Verfasst: 05 Jan 2005 09:51
von crazy
Newbie hat geschrieben:naja - in die unmittelbar betroffenen Gebiete würde ich auch nicht reisen, aber an einen der unbetroffenen Strände.. warum nicht? die Wirtschaft muss wieder unterstützt werden und das kann man durch Spenden oder eben - durch Urlaubstage dort!
Trotzdem käme ich mir aber denke ich irgendwie blöd vor, würde ich Urlaub an einem Strand irgendwo in Thailand machen, mit dem Wissen, 1000km weiter wäre das Land im Ausnahmezustand :(

Verfasst: 05 Jan 2005 09:56
von Tri
vor allem will ich nicht den ganzen Urlaub auf den gleiche 100m Strand
verbringen. Ich will was sehen, wenn ich so weit reise. Momentan
ist das in Küstennähe unmöglich. Ist bestimmt auch ganz toll, zwischen
Rettungskräften und Aufräumarbeiten rumzulaufen.

Verfasst: 05 Jan 2005 10:19
von keko
crazyviech hat geschrieben: Trotzdem käme ich mir aber denke ich irgendwie blöd vor, würde ich Urlaub an einem Strand irgendwo in Thailand machen, mit dem Wissen, 1000km weiter wäre das Land im Ausnahmezustand :(
Und direkt in der Nähe sowieso nicht. Am Ende werden da noch immer Leichen angeschwemmt.

Verfasst: 05 Jan 2005 10:33
von Newbie
ich würde ja auch nicht jetzt buchen und da hin reisen, aber ich glaube, wenn ich für Februar oder so für zwei Wochen an einem unbetroffenen Ort gebucht hätte würde ich fliegen, und halt die anderen Gebiete wie das Landesinnere bereisen.

nicht verstehen tu ich Leute, die während der Flut unten waren und dort geblieben sind, 100 m von den Leichen entfernt wieder Bier trinken. von einem wurde berichtet, der ging ins Meer baden, watete halt um die Sachen rum die da noch drin lagen... :oops: