Tipps zum Gruppenfahren
Moderator: Moderator
Tipps zum Gruppenfahren
Windschatten
* Kraftersparnis für Fahrer im Windschatten: 20–40%
* Günstigste Position in der Gruppe: 3
* Abstand zum Vordermann: ca. 30cm, aber auch ein Abstand bis 2m bringt noch Vorteile
* Am Besten man schaut auf das Tretlager oder die Vorderradnabe des Vordermanns.
* Windrichtung beachten ? Windkante
Fahrverhalten
* Problem: Gefahr des Auffahrunfalls mit folgendem Massensturz (wg. zu geringen Sicherheitsabstands) ? Helm!
* Daher: Gleichmässiges fahren. Keinen Tritt auslassen, keine Schlenker fahren.
* Bremsen nur im Notfall, ansonsten aus der Gruppe ausscheren und durch den Fahrtwind abbremsen!! Wenn angehalten wird, dann ankündigen durch Handzeichen oder rufen. Sagte ich’s bereits? Nicht Bremsen! Wie war das mit den Bremsen? Tu es nicht. ;-)
* Nicht direkt in einer Linie zum Vordermann fahren, sondern etwas seitlich versetzt, so hat man einen Spielraum nach vorn zum Ausrollen, wenn man zu schnell ist.
* Bei Körperkontakt (in Doppelreihen): Nerven behalten. Ist meist gar nicht so schlimm.
* Vorsicht beim Umschauen nach Hinten. Nicht den Lenker verreissen. Tipp: Hand auf die Schulter des Nebenmanns, um von Ihm geführt zu werden.
Führungsposition
* Der Führende hat die gesamte Verantwortung für die Gruppe, da er als einziger die vorwärtige Verkehrssituation überblicken kann. Er ist das Auge der Gruppe! Er muss alle wichtigen Informationen an die Gruppe weitergeben.
* Da jeder fast nur seinen unmittelbaren Vordermann sehen kann, muß das vorn gegebene Handzeichen nach hinten durchgereicht werden. Also jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.
* Beim Anfahren nicht gleich lossprinten, sondern erstmal 1–2 Minuten lang gemächlich fahren und dann Tempo steigern, damit sich die Gruppe formieren kann (irgendjemand muss noch seinen angebissenen Energieriegel einstecken oder sich den Helm aufsetzen).
* Ebenso nach scharfen Kurven oder Bergkuppen langsam das Tempo steigern, um den Zieharmonikaeffekt zu vermeiden. Gilt besonders für große Gruppen.
Kommunikation
* Handzeichen für Bremsen, Richtungs- / Führungswechsel, Hindernisse
* Rufen (z.B. bei ungewöhnlichen Hindernissen wie “Schienen”, Kopfsteinpflaster, Glas, Eis etc.). Wichtig auch hier der Situation angemessen reagieren und nicht gleich “Stopp” rufen, wenn man nur an eine rote Ampel heranfährt. Sonst zieht vielleicht doch jemand an der Bremse.
* Die Hinterleute sehen meist nur den Rücken des jeweilig Vorausfahrenden. D.h. jeder muss die Hand- oder Rufzeichen nach Hinten weitergeben.
* Absprachen (Trainingsziele) vor Beginn der Fahrt, vermeidet Frust.
Wechsel
* Vordermann prüft die Verkehrssituation.
* Vordermann gibt Handzeichen und schert aus.
* Hintermann hält Tempo!!! Nicht anziehen, sondern nur die Bremswirkung des Fahrtwindes ausgleichen - Geschwindigkeit ggf. am Tacho kontrollieren.
* Vordermann läßt sich zurückfallen (pedaliert ohne Kraft) und schert am Ende oder in eine Lücke ein (und muss Gas geben).
* Fahrer, die sich nicht an der Führung beteiligen wollen oder können, lassen eine Lücke für den Ex-Vordermann.
* Ganz wichtig: nicht erst Wechseln, wenn man nicht mehr kann, sondern ehrlich zu sich sein und Kräfte einteilen. Es macht nichts, wenn man auch nur 20 Sekunden im Wind ist. Jeder hat schon mal Trainingsrückstand oder einen schlechten Tag gehabt.
Formationen
* Einerreihe - Standardformation für kleine Gruppen (unter 16 Personen)
* Doppelreihe - Standardformation für grosse Gruppen. Gewechselt wird gleichzeitig. Die Führenden scheren jeweils nach aussen (also rechts und links aus).
* Belgischer Kreisel - für hohe Geschwindigkeiten. Eine Doppelreihe, bei der die eine Reihe die andere ständig überholt, und der Führende nach dem Überholvorgang auf die Seite der langsameren Reihe einschert und dann von seinem Hinterman überholt wird. Der letzte der langsamen Reihe wechselt gleichzeitig in die schnellere Reihe, so daß die gesamte Gruppe am ‘kreiseln’ ist. Erfordert viel Übung und Routine.
* Windkante - kommt der Wind von der Seite, dann wir seitlich versetzt gefahren. D.h. man fährt auf der dem Wind abgewandten Seite hinter dem Vordermann. Fahrbahnbreite und Verkehr beachten!
Ermüdung
* Schwächere Fahrer sollten sich möglichst weit vorn, also direkt hinter der Führungsmannschaft aufhalten.
* Position 3–6. Da hier das Tempo gleichmässiger und der Windschatten am effizientesten ist.
* Ausserdem besser für die Moral.
* Gerade jetzt auf geringen Abstand achten!
* Rechtzeitig Bescheid geben anstatt die letzten “Körner” zu verbrauchen, damit das Tempo angepasst werden kann und später nicht zu stark abgesenkt werden muss.
Berge
* am Berg die Gruppenformation auflösen (passiert ganz von selbst). Langsamere Fahrer sollten sich an den rechten Fahrbahnrand orientieren, um Überholern Platz zu machen.
* Auf der “Bergkuppe” sammelt sich die Gruppe und wartet auf alle. Ausnahme: Schäferberg - mangels einer echten Kuppe und Wartemöglichkeiten, wird hier an der Glienicker Brücke gewartet.
* Abfahrt: in lockerer Formation mit grösserem Abstand als in der Ebene. Gruppe am Ende der Abfahrt formieren.
* Kraftersparnis für Fahrer im Windschatten: 20–40%
* Günstigste Position in der Gruppe: 3
* Abstand zum Vordermann: ca. 30cm, aber auch ein Abstand bis 2m bringt noch Vorteile
* Am Besten man schaut auf das Tretlager oder die Vorderradnabe des Vordermanns.
* Windrichtung beachten ? Windkante
Fahrverhalten
* Problem: Gefahr des Auffahrunfalls mit folgendem Massensturz (wg. zu geringen Sicherheitsabstands) ? Helm!
* Daher: Gleichmässiges fahren. Keinen Tritt auslassen, keine Schlenker fahren.
* Bremsen nur im Notfall, ansonsten aus der Gruppe ausscheren und durch den Fahrtwind abbremsen!! Wenn angehalten wird, dann ankündigen durch Handzeichen oder rufen. Sagte ich’s bereits? Nicht Bremsen! Wie war das mit den Bremsen? Tu es nicht. ;-)
* Nicht direkt in einer Linie zum Vordermann fahren, sondern etwas seitlich versetzt, so hat man einen Spielraum nach vorn zum Ausrollen, wenn man zu schnell ist.
* Bei Körperkontakt (in Doppelreihen): Nerven behalten. Ist meist gar nicht so schlimm.
* Vorsicht beim Umschauen nach Hinten. Nicht den Lenker verreissen. Tipp: Hand auf die Schulter des Nebenmanns, um von Ihm geführt zu werden.
Führungsposition
* Der Führende hat die gesamte Verantwortung für die Gruppe, da er als einziger die vorwärtige Verkehrssituation überblicken kann. Er ist das Auge der Gruppe! Er muss alle wichtigen Informationen an die Gruppe weitergeben.
* Da jeder fast nur seinen unmittelbaren Vordermann sehen kann, muß das vorn gegebene Handzeichen nach hinten durchgereicht werden. Also jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.
* Beim Anfahren nicht gleich lossprinten, sondern erstmal 1–2 Minuten lang gemächlich fahren und dann Tempo steigern, damit sich die Gruppe formieren kann (irgendjemand muss noch seinen angebissenen Energieriegel einstecken oder sich den Helm aufsetzen).
* Ebenso nach scharfen Kurven oder Bergkuppen langsam das Tempo steigern, um den Zieharmonikaeffekt zu vermeiden. Gilt besonders für große Gruppen.
Kommunikation
* Handzeichen für Bremsen, Richtungs- / Führungswechsel, Hindernisse
* Rufen (z.B. bei ungewöhnlichen Hindernissen wie “Schienen”, Kopfsteinpflaster, Glas, Eis etc.). Wichtig auch hier der Situation angemessen reagieren und nicht gleich “Stopp” rufen, wenn man nur an eine rote Ampel heranfährt. Sonst zieht vielleicht doch jemand an der Bremse.
* Die Hinterleute sehen meist nur den Rücken des jeweilig Vorausfahrenden. D.h. jeder muss die Hand- oder Rufzeichen nach Hinten weitergeben.
* Absprachen (Trainingsziele) vor Beginn der Fahrt, vermeidet Frust.
Wechsel
* Vordermann prüft die Verkehrssituation.
* Vordermann gibt Handzeichen und schert aus.
* Hintermann hält Tempo!!! Nicht anziehen, sondern nur die Bremswirkung des Fahrtwindes ausgleichen - Geschwindigkeit ggf. am Tacho kontrollieren.
* Vordermann läßt sich zurückfallen (pedaliert ohne Kraft) und schert am Ende oder in eine Lücke ein (und muss Gas geben).
* Fahrer, die sich nicht an der Führung beteiligen wollen oder können, lassen eine Lücke für den Ex-Vordermann.
* Ganz wichtig: nicht erst Wechseln, wenn man nicht mehr kann, sondern ehrlich zu sich sein und Kräfte einteilen. Es macht nichts, wenn man auch nur 20 Sekunden im Wind ist. Jeder hat schon mal Trainingsrückstand oder einen schlechten Tag gehabt.
Formationen
* Einerreihe - Standardformation für kleine Gruppen (unter 16 Personen)
* Doppelreihe - Standardformation für grosse Gruppen. Gewechselt wird gleichzeitig. Die Führenden scheren jeweils nach aussen (also rechts und links aus).
* Belgischer Kreisel - für hohe Geschwindigkeiten. Eine Doppelreihe, bei der die eine Reihe die andere ständig überholt, und der Führende nach dem Überholvorgang auf die Seite der langsameren Reihe einschert und dann von seinem Hinterman überholt wird. Der letzte der langsamen Reihe wechselt gleichzeitig in die schnellere Reihe, so daß die gesamte Gruppe am ‘kreiseln’ ist. Erfordert viel Übung und Routine.
* Windkante - kommt der Wind von der Seite, dann wir seitlich versetzt gefahren. D.h. man fährt auf der dem Wind abgewandten Seite hinter dem Vordermann. Fahrbahnbreite und Verkehr beachten!
Ermüdung
* Schwächere Fahrer sollten sich möglichst weit vorn, also direkt hinter der Führungsmannschaft aufhalten.
* Position 3–6. Da hier das Tempo gleichmässiger und der Windschatten am effizientesten ist.
* Ausserdem besser für die Moral.
* Gerade jetzt auf geringen Abstand achten!
* Rechtzeitig Bescheid geben anstatt die letzten “Körner” zu verbrauchen, damit das Tempo angepasst werden kann und später nicht zu stark abgesenkt werden muss.
Berge
* am Berg die Gruppenformation auflösen (passiert ganz von selbst). Langsamere Fahrer sollten sich an den rechten Fahrbahnrand orientieren, um Überholern Platz zu machen.
* Auf der “Bergkuppe” sammelt sich die Gruppe und wartet auf alle. Ausnahme: Schäferberg - mangels einer echten Kuppe und Wartemöglichkeiten, wird hier an der Glienicker Brücke gewartet.
* Abfahrt: in lockerer Formation mit grösserem Abstand als in der Ebene. Gruppe am Ende der Abfahrt formieren.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
https://sifiman.kkessler.de
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Re: Tipps zum Gruppenfahren
meinst du im vorfeld von ffm, zürich und klagenfurt tut das Not nochmal alle daran zu erinnern ?

Du kannst aus einem dicken Schwein kein Rennpferd machen,
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
Re: Tipps zum Gruppenfahren
PeterMUC hat geschrieben:meinst du im vorfeld von ffm, zürich und klagenfurt tut das Not nochmal alle daran zu erinnern ?
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Re: Tipps zum Gruppenfahren
PeterMUC hat geschrieben:meinst du im vorfeld von ffm, zürich und klagenfurt tut das Not nochmal alle daran zu erinnern ?
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Re: Tipps zum Gruppenfahren
Konsequent wär's jedenfalls.PeterMUC hat geschrieben:meinst du im vorfeld von ffm, zürich und klagenfurt tut das Not nochmal alle daran zu erinnern ?
Tatsächlich sind diese Gruppen bei den Triathlons ja unstrukturierte, chaotische Haufen, weil alle so tun, als sei ihnen die Gesamtsituation total unangenehm und eigentlich würden sie ja viel lieber ganz alleine fahren...
Plans without goals are wishy-washy.
Re: Tipps zum Gruppenfahren
sollte man evtl noch veranstaltungsspezifisch ergänzenBerge
* am Berg die Gruppenformation auflösen (passiert ganz von selbst). Langsamere Fahrer sollten sich an den rechten Fahrbahnrand orientieren, um Überholern Platz zu machen.
* Auf der “Bergkuppe” sammelt sich die Gruppe und wartet auf alle. Ausnahme: Schäferberg - mangels einer echten Kuppe und Wartemöglichkeiten, wird hier an der Glienicker Brücke gewartet.
* Abfahrt: in lockerer Formation mit grösserem Abstand als in der Ebene. Gruppe am Ende der Abfahrt formieren.
Du kannst aus einem dicken Schwein kein Rennpferd machen,
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
aber Du kannst versuchen, daraus das schnellste Schwein zu machen.
Re: Tipps zum Gruppenfahren
Sehe ich ja jetzt erst. @keko: woher ist das denn?Berge
* am Berg die Gruppenformation auflösen (passiert ganz von selbst). Langsamere Fahrer sollten sich an den rechten Fahrbahnrand orientieren, um Überholern Platz zu machen.
* Auf der “Bergkuppe” sammelt sich die Gruppe und wartet auf alle. Ausnahme: Schäferberg - mangels einer echten Kuppe und Wartemöglichkeiten, wird hier an der Glienicker Brücke gewartet.
* Abfahrt: in lockerer Formation mit grösserem Abstand als in der Ebene. Gruppe am Ende der Abfahrt formieren.
Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!
Re: Tipps zum Gruppenfahren
Von Don Indi. Er ist Chef der Hardtseemafia auf Facebook. Zäck macht mit ihm zusammen Roth.drullse hat geschrieben:Sehe ich ja jetzt erst. @keko: woher ist das denn?Berge
* am Berg die Gruppenformation auflösen (passiert ganz von selbst). Langsamere Fahrer sollten sich an den rechten Fahrbahnrand orientieren, um Überholern Platz zu machen.
* Auf der “Bergkuppe” sammelt sich die Gruppe und wartet auf alle. Ausnahme: Schäferberg - mangels einer echten Kuppe und Wartemöglichkeiten, wird hier an der Glienicker Brücke gewartet.
* Abfahrt: in lockerer Formation mit grösserem Abstand als in der Ebene. Gruppe am Ende der Abfahrt formieren.
Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
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Re: Tipps zum Gruppenfahren
Hm, ok. Wer immer das ist. Schäferberg und Glienicker Brücke sind halt in Berlin, daher wunderte mich das etwas.keko hat geschrieben:Von Don Indi. Er ist Chef der Hardtseemafia auf Facebook. Zäck macht mit ihm zusammen Roth.
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Re: Tipps zum Gruppenfahren
Wie ich ihn so kenne, hat er es wahrscheinlich auch nur von irgendwoher kopiert.drullse hat geschrieben:Hm, ok. Wer immer das ist. Schäferberg und Glienicker Brücke sind halt in Berlin, daher wunderte mich das etwas.keko hat geschrieben:Von Don Indi. Er ist Chef der Hardtseemafia auf Facebook. Zäck macht mit ihm zusammen Roth.
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