Der Todes-Algorithmus

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keko
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von keko »

Wagnerli hat geschrieben: Ich kann es auf der einen Seite wirklich nachvollziehen, dass eine Behandlung in Frage gestellt wird, aber das kann kein Computerprogramm darstellen.
Ich finde es ok, wenn es der Patient und die Angehörigen mit dem Arzt bespricht und dann der Patient die Entscheidung fällt. Die Entscheidung sollte immer beim Patienten liegen (bzw. den nächsten Angehörigen).
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Wagnerli
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von Wagnerli »

keko hat geschrieben:
Wagnerli hat geschrieben: Ich kann es auf der einen Seite wirklich nachvollziehen, dass eine Behandlung in Frage gestellt wird, aber das kann kein Computerprogramm darstellen.
Ich finde es ok, wenn es der Patient und die Angehörigen mit dem Arzt bespricht und dann der Patient die Entscheidung fällt. Die Entscheidung sollte immer beim Patienten liegen (bzw. den nächsten Angehörigen).
Leider muss manchmal der Staat eingreifen, wenn es um den Schutz des Patienten geht.
Wenn Eltern ihr Kind immer weiter behandeln lassen wollen, weil sie mit der Situation nicht klar kommen, dann muss ein Gericht eingreifen.
Oder wenn Eltern auf bestimmten Gründen eine Behandlung verweigern.

Ich sage ja, es sehr schweres Thema und diese unterschiedlisten Fälle kann kein Computerprogramm abbilden.
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Trunkenbold
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von Trunkenbold »

Wagnerli hat geschrieben:Ich bin gestern noch eine Antwort schuldig geblieben, möchte aber positive anfangen.
Es gibt Krebserkrankungen, die sind behandelbar.
Unsere Oma hatte mit 50 zum ersten Mal Brustkrebs, nach 15 Jahren tauchte der Krebs nochmal auf, aber jetzt ist sie föhliche 85 Jahre alt.
Hodenkrebs ist auch sehr gut behandelbar, es sei den, es passieren Sachen, wie bei Nopogobiker.

Ich möchte eigentlich damit anfangen, dass man Symptome nicht verdrängen sollte und lieber ein Mal zu viel zum Arzt gehen.
Olaf und eine Freundin meiner Eltern haben es nicht getan und leben leider nicht mehr.

Und jetzt will ich in meine Antwort geben.
Ich würde meine Entscheidung von der Krebsart und der Ausbreitung der Krankheit abhängig machen.
Es gibt Krebsarten (z.B.), bei der statistisch nur ca. 5 % geheilt werden.
95% der Patienten sterben innerhalb von 5 Jahren und sie sterben grausam. ( Anja, ich kann verstehen, warum Du den Freitod wählen möchtest).

Es gibt Erkrankungen, da würde ich den Ärzten eine Chnace geben, aber abbrechen, wenn ich keine Besserung sähe.
Olafs Lebermetastasen haben sie in den zwei Jahren niemals in den Griff bekommen, obwohl sie das Medikament direct in den Tumor eingebracht haben.
Das sind richtige Schmerzen.
Olaf war aber erst 34 und wollte leben.
Wenn eine Chemotherapie nicht anschlägt und der Tumor weiterwächst, würde ich abbrechen.

Es gibt Hirntumore, da würde ich die Handlung verweigern.
Auch da kann ich Euch eine ganz fürchterliche Geschichte erzählen.
Klein-Wagnerli hatte in der Berufsschulklasse eine junge Frau (Anfang 20).
Im 3. Lehrjahr wurde ein Hirntumor festgestellt. Sie bekam Bestrahlung ( was auch kein Spaß ist.Ihr ging es richtig schlecht, aber sie wollte die Prüfung machen).
Klein-Wagnerli traf sie 5 Monaten nach der Prüfung.
Das junge Ding will nicht mehr. Jedes Mal, wenn die Bestrahlung beendet ist, taucht wieder ein Tumor auf.
Wäre sie meine Tochter, würde ich mit den Ärzten ein hartes Gespräch führen und sie gehen lassen.

Was hast Du von zwei gewonnenen Jahren, wenn es Dir nur schlecht ging und Du in dieser Zeit nichts machen konntest ?
Diese Frage muss man sich immer stellen.

:tomtiger
Danke für deine ausführliche und ehrliche Antwort!

LG Stefan
An den Gräbern der meisten Menschen, trauert tief verschleiert, ihr ungelebtes Leben!
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runningmaus
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von runningmaus »

Wir haben die Reportage darüber im tv gesehen.
Sie zeigte gut die Probleme einer solchen Berechnung.
Und auch die Bedenken kamen zu Wort.

Wagnerli, danke für deine Antwort.

Liebe grüsse
Leidenschaft meistert jede Krise. Est-ce qu'il sont fous, les français?
aktuell 2023 - und Spaß
und was davor geschah... runningmaus 2012: Kopf hoch!
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Thorsten
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von Thorsten »

Wagnerli hat geschrieben:Leider muss manchmal der Staat eingreifen, wenn es um den Schutz des Patienten geht.
Wenn Eltern ihr Kind immer weiter behandeln lassen wollen, weil sie mit der Situation nicht klar kommen, dann muss ein Gericht eingreifen.
Oder wenn Eltern auf bestimmten Gründen eine Behandlung verweigern.
Ja, aber es darf nicht die Partei eingreifen, die bezahlen müsste, es aber nicht unbedingt möchte. Die sind da eben nicht unabhängig.
Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
Wagnerli
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von Wagnerli »

Thorsten hat geschrieben:
Wagnerli hat geschrieben:Leider muss manchmal der Staat eingreifen, wenn es um den Schutz des Patienten geht.
Wenn Eltern ihr Kind immer weiter behandeln lassen wollen, weil sie mit der Situation nicht klar kommen, dann muss ein Gericht eingreifen.
Oder wenn Eltern auf bestimmten Gründen eine Behandlung verweigern.
Ja, aber es darf nicht die Partei eingreifen, die bezahlen müsste, es aber nicht unbedingt möchte. Die sind da eben nicht unabhängig.
Das bin ich zu 100% bei Dir.
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bunnyhero
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Re: Der Todes-Algorithmus

Beitrag von bunnyhero »

Der Artikel ist keine unqualifizierte Panikmache, vielmehr ist die Aussage unqualifiziert.
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